Forum


 

Mythen der Arbeit: Billiglöhne sind Einstiegslöhne - stimmt's?

Keine Angst vor Dumpinglöhnen, sie sind ein Fahrstuhl nach oben in der Arbeitswelt -*diese Verheißung untermauert die Arbeitgeberlobby INSM mit einer vielversprechenden Statistik. Doch die Zahlen sind trügerisch, erklärt Arbeitsforscher Joachim Möller.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...786306,00.html
  1. #1

    Niedriglohnsektor hat Auswirkungen für alle Beschäftigten!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Keine Angst vor Dumpinglöhnen, sie sind ein Fahrstuhl nach oben in der Arbeitswelt -*diese Verheißung untermauert die Arbeitgeberlobby INSM mit einer vielversprechenden Statistik. Doch die Zahlen sind trügerisch, erklärt Arbeitsforscher Joachim Möller.

    http://www.spiegel.de/karriere/beruf...786306,00.html
    Der Niedriglohnsektor ist eine gigantische Konjunkturbremse!
    Die heutigen Finanz- und Staatskrisen sind einfach nur Nachfragekrisen - das ewige Wirtschaftswachstum brauch Absatz und nicht immer niedrigere Reallöhne für alle! Denn die Niedriglöhne drücken auch das Lohnniveau der Facharbeiter - aus Angst den Arbeitsplatz zu verlieren, traut sich keiner mehr Lohn zu fordern.

    Ein Ausweg bietet nur das bedingungslose Grundeinkommen, das Einkommen von Erwerbsarbeit entkoppelt: http://aktuelles.archiv-grundeinkommen.de/petitio.html
    In Berlin steht am Sonntag eine Partei zur Wahl die das einfordert - die Piratenpartei und Susanne Wiest ist Mittglied!
  2. #2

    Kein funktionierender Markt

    Neben den mit der Beschäftigung im Niedriglohnsektor verbundenen Folgen wie z.B. dem Problem der Altersarmut, sehe ich auch hier ein Thema, welches eigentlich die FDP interessieren müßte. Wenn nämlich der Staat den Verdienst vieler niedrig entlohnter Beschäftigter aufstocken muß, damit Leute, die Vollzeit arbeiten, überhaupt vernünftig leben können, dann greift er massiv in den Wettbewerb ein. Daß es möglich ist, daß ein Unternehmen seine Konkurrenz dadurch aussticht, daß es eine Leistung zu niedrigeren Preisen anbietet auf Kosten der Entlohnung der Beschäftigten, ist schon an sich keine gute Grundlage für eine Gesellschaft. Aber daß dieses Vorgehen auch noch vom Staat gestützt wird, ist ein absolutes Unding. Aber auch hierzu gibt's von den Liberalen keinerlei Aussagen. Da wird's wohl auch bei den nächsten Wahlen schwer werden mit den 5 %...
  3. #3

    Sklavenhändler sind immer mehr im Vormarsch

    Zitat von merapi22 Beitrag anzeigen
    Der Niedriglohnsektor ist eine gigantische Konjunkturbremse!
    Die heutigen Finanz- und Staatskrisen sind einfach nur Nachfragekrisen - das ewige Wirtschaftswachstum brauch Absatz und nicht immer niedrigere Reallöhne für alle! Denn die Niedriglöhne drücken auch das Lohnniveau der Facharbeiter - aus Angst den Arbeitsplatz zu verlieren, traut sich keiner mehr Lohn zu fordern.

    Ein Ausweg bietet nur das bedingungslose Grundeinkommen, das Einkommen von Erwerbsarbeit entkoppelt: http://aktuelles.archiv-grundeinkommen.de/petitio.html
    In Berlin steht am Sonntag eine Partei zur Wahl die das einfordert - die Piratenpartei und Susanne Wiest ist Mittglied!
    Wer Billiglohn bezahlt,hätte im Dritten Reich auch gerne
    Zwangsarbeiter genommen.
    Viele Firmen profitieren noch heute davon.
    Wenn die Billiglöhner nicht mehr können, werden sie
    abgeschoben.
    Ich kenne viele solcher Sklavenhändler die mit Bundesverdienstkreuz herumlaufen.
    Auch unsere christlichen Kirchen leben und lebten von
    der Ausbeutung der Beschäftigten,sogar viele Kinderarbeiter
    während, und nach dem Kriege.
  4. #4

    Personen mit geringer Produktivität?

    Die Befürworter einer Ausweitung des Niedriglohnsektors in Deutschland argumentieren, dass dadurch in den letzten Jahren viele Arbeitsplätze für Personen mit geringer Produktivität entstanden seien.
    Sorry, nach meinen Beobachtungen sitzen diese geringproduktiven Menschen vor allem in Führungspositionen und in der Politik.
  5. #5

    Billiglöhne sind soziale Zeitbombe

    Billiglöhne sind hinsichtlich der damit zu erwartenden Renten eine soziale Zeitbombe. Schon jetzt steigt die Zahl der alten Menschen mit Grundsicherung dramatisch an. Wenn jemand, der in Vollzeit arbeitet, später nicht genug Rentenansprüche hat, um damit seinen Lebensunterhalt zu bestreiten, ist das Gehalt offensichtich sittenwidrig. Wie sollen Menschen zur Arbeit motiviert werden, wenn sie jetzt (Aufstocker) und später (Grundsicherung) auf staatliche Alimentation angewiesen sind?
  6. #6

    Potzblitz!

    Die INSM ist auf dieses Ergebnis gekommen! Na, wer hätte das gedacht! ;-)
  7. #7

    Titel sind Sache des Bundespräsidenten

    So einfach entkommt man den Billiglöhnen auch nicht. Ist man seine Arbeit erst einmal los, muss man jede Arbeit annehmen, die die ARGE vorschlägt und die man in der Lage ist zu leisten. Man kann der ARGE nicht mit dem Argument kommen, dass die Arbeit zu schlecht bezahlt ist. Lieber stockt das Amt den Betrag auf, statt die Firma, die den Billiglohn anbietet, genau unter die Lupe zu nehmen.

    Was das im Alter für die Rente bedeutet, kann sich jeder selbst ausrechnen.
  8. #8

    Die nackte Wahrheit ist doch ...

    ... dass man als auch als gut qualifizierter, von der ARGE nur noch in Billigjobs angeboten bekommt, wenn man mal auf diesem Level angekommen ist. Ich habs hinter mir! Aus dem Dunstkreis des Billiglohns bin ich dann nur durch Eigeninitiative raugekommen. Mein Fallmanager war keine Hilfe, eher im Gegenteil!
    Bildermensch
  9. #9

    Die FDP ist nicht liberal

    Zitat von mensch0817 Beitrag anzeigen
    Neben den mit der Beschäftigung im Niedriglohnsektor verbundenen Folgen wie z.B. dem Problem der Altersarmut, sehe ich auch hier ein Thema, welches eigentlich die FDP interessieren müßte. Wenn nämlich der Staat den Verdienst vieler ......
    Als ehem. FDP-Wähler kann ich Ihnen nur sagen, dass die FDP gar keine liberale Partei mehr ist und auch nicht die Interessen seriöser Unternehmer und Freiberufler vertritt. Sie vertritt nur die Interessen gewisser geschützter Berufsgruppen wie Apotheker, Ärzte usw. Oder halt Gruppen, welcher die erforderlichen Bestechungsgelder aufbringen können (Hoteliers). Denn Sie haben vollkommen Recht. Die Subventionierung des Niedriglohnsektors über Steuergelder, die dann eben auch von seriösen Unternehmern gezahlt werden, ist skandalös und führt zu Wettbewerbsverzerrungen.
    Genauso könnten Sie sich aber auch fragen, warum eine FDP nicht massiv dafür eintritt, dass jetzt insbes. die Landesbanken endlich abgewickelt werden. Schliesslich sind die eigentlich pleite. Auch hier wurden massiv Steuergelder für Wettbewerbsverzerrungen veruntreut.


TOP



TOP