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Mythen der Arbeit: Billiglöhne sind Einstiegslöhne - stimmt's?

Keine Angst vor Dumpinglöhnen, sie sind ein Fahrstuhl nach oben in der Arbeitswelt -*diese Verheißung untermauert die Arbeitgeberlobby INSM mit einer vielversprechenden Statistik. Doch die Zahlen sind trügerisch, erklärt Arbeitsforscher Joachim Möller.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...786306,00.html
  1. #10

    Man merkt ja schon an der Arbeitsamt-Webseite, dass es dem Billiglohnsegment hervorragend geht. Gebt ma auf der AA Seite bei der Jobbörse einen Ausbildungsberuf, wie Elektriker, Schlosser, Mechaniker. In manchen Regionen sind weit über die Hälfte der Angebote nur Zeitarbeitsfirmen. Allgemein finde ich, dass das AA seine Daseinsberechtigung verliert, wenn sie die Menschen an Zeitarbeitsfirmen vermitteln.
    Fast 1 Mio. Zeitarbeitsnehmer gibt es in Deutschland und Lohn über 8 Euro kriegen, meiner Meinung nach (Erfahrungen aus Freundeskreis), nur wenige.

    1. Zahlt so ein Arbeitnehmer kaum bis gar keine Einkommenssteuer und nur minimal die Sozialversicherugen.

    2. Generiert er auch kein Konsum.

    Die 2 Punkte allein müssten die Politiker dazu bewegen, etwas zu unternehmen. Dadurch wird ja nur der Geldbeutel der Unternehmer aufgebessern aber keinesfalls etwas für den Einzelnen oder die Gesselschaft gemacht.
  2. #11

    Irre

    Zitat von vitalik Beitrag anzeigen
    Man merkt ja schon an der Arbeitsamt-Webseite, dass es dem Billiglohnsegment hervorragend geht. Gebt ma auf der AA Seite bei der Jobbörse einen Ausbildungsberuf, wie Elektriker, Schlosser, Mechaniker. In manchen Regionen sind weit über die Hälfte der Angebote nur Zeitarbeitsfirmen. Allgemein finde ich, dass das AA seine Daseinsberechtigung verliert, wenn sie die Menschen an Zeitarbeitsfirmen vermitteln.
    Fast 1 Mio. Zeitarbeitsnehmer gibt es in Deutschland und Lohn über 8 Euro kriegen, meiner Meinung nach (Erfahrungen aus Freundeskreis), nur wenige.

    1. Zahlt so ein Arbeitnehmer kaum bis gar keine Einkommenssteuer und nur minimal die Sozialversicherugen.

    2. Generiert er auch kein Konsum.

    Die 2 Punkte allein müssten die Politiker dazu bewegen, etwas zu unternehmen. Dadurch wird ja nur der Geldbeutel der Unternehmer aufgebessern aber keinesfalls etwas für den Einzelnen oder die Gesselschaft gemacht.
    Eins ist wohl uns Allen klar:
    Die am wertschöpfensdsten arbeiten verdienen das meißte Geld.
    Bekommen aber das wenigste Geld.
  3. #12

    $#@

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sicher ist in aller Regel eine Niedriglohnbeschäftigung der Arbeitslosigkeit vorzuziehen
    Das stimmt uneingeschraenkt, wenn sie die Lohnkosten der Niedriglohnbeschaeftiger betrachten!

    Volle Arbeitskraft fuer wenig Geld, davon traeumt jeder Personalchef!
    Am besten doch noch mit 1 € Jobs, und mit Harz IV aufstocken lassen.
  4. #13

    Müsste verboten werden

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Keine Angst vor Dumpinglöhnen, sie sind ein Fahrstuhl nach oben in der Arbeitswelt -*diese Verheißung untermauert die Arbeitgeberlobby INSM mit einer vielversprechenden Statistik. Doch die Zahlen sind trügerisch, erklärt Arbeitsforscher Joachim Möller.

    http://www.spiegel.de/karriere/beruf...786306,00.html
    Mit diesem Artikel wurde mal wieder die einseitige Darstellung der INSM faktisch hinterfragt und anhand
    realistischer Zahlenbeispiele als irreführende Meinungsmanipulations-Institut überführt.
    Für mich ist die INSM nichts anderes als ein ausgelagertes Propagandaministerium.
    Hauptaufgabe:Datenmanipulation und subtile
    Falschdarstellung von Statistiken und demoskopischen Umfragen im Interesse der CDU/FDP.
    So sagte schon Winston Churchill "Ich glaube nur einer Statistik die ich selber gefälscht habe".
  5. #14

    Billiglöhne...

    ...sind der Grund unserer Krise. Wer kein Geld verdient, kann auch keines ausgeben. So einfach ist das!
    Und Billiglöhne sind auch keine Einstiegslöhne, das weiß jeder, der schon einmal versucht hat, eine Gehalterhöhung durchzuboxen. Geht nur gut beim Job-Wechsel, dann aber richtig.
  6. #15

    weg

    weg mit den zeitarbeits- und leiharbeiterfirmen.
    das sind größten lohndrücker.
    unverschämt was die für ein lohn anbieten. ein fester mitarbeiter verdient das doppelt und dreifache. für die gleiche arbeit.
    dafür sollte lieber der kündigungsschutz bei schlechter auftragslage gelockert werden.
  7. #16

    nicht einmal Hauptschulabschluss

    Offenbar benötigt man als INSM-Statistiker und/oder Spiegel-Journalist noch nicht mal einfachste mathematische Grundkenntnisse wie die Prozentrechnung. Oder wieso bemerkt auch im bereits zweiten Artikel zu dem Thema niemand den Widerspruch:

    Wenn im Jahr nur 24% der Billiglöhner aufsteigen, aber "knapp die Hälfte" von ihnen im Jahr zuvor Normalverdiener war, dann würde das logischerweise bedeuten, dass es für jeden Aufsteiger ungefähr zwei Absteiger geben muss.

    Andererseits steht da aber geschrieben, dass es 1,7 Mio Aufsteiger und nur 1,2 Mio Absteiger geben soll.
    Rechnet man das zurück, dann entsprechen die 1,7 Mio Aufsteiger 24% der Billiglöhner, somit kämen wir insgesamt auf etwa 7 Millionen.
    Umgekehrt sollen jetzt die 1,2 Millionen Absteiger "knapp der Hälfte" der Niedriglohnarbeitnehmer entsprechen? Aber 7:2=3,5 nicht 1,2! Irgendwo geht diese Rechnung also noch nicht so ganz auf.

    Setzen, 6...
  8. #17

    Orwell

    Zitat von delinquent Beitrag anzeigen
    Mit diesem Artikel wurde mal wieder die einseitige Darstellung der INSM faktisch hinterfragt und anhand
    realistischer Zahlenbeispiele als irreführende Meinungsmanipulations-Institut überführt.
    Für mich ist die INSM nichts anderes als ein ausgelagertes Propagandaministerium.
    Hauptaufgabe:Datenmanipulation und subtile
    Falschdarstellung von Statistiken und demoskopischen Umfragen im Interesse der CDU/FDP.
    So sagte schon Winston Churchill "Ich glaube nur einer Statistik die ich selber gefälscht habe".
    Das INSM ist noch weit gefährlicher für unsere Gesellschaft. So spricht sie mit Bröschüren gezielt Pädagogen und Lehrer an.

    “Die Zeitarbeit ist eine besonders interessante Branche, denn sie schafft sogar in Krisenzeiten eine beträchtliche Zahl neuer Arbeitsplätze. Das Erfolgsgeheimnis: Sie verhilft den Kundenunternehmen zu mehr Flexibilität beim Einsatz ihres Personals.” Dieser Satz stammt nicht etwa aus der Werbe-Broschüre eines Zeitarbeitsverbandes. Vielmehr wird so das Lernziel im Heft Nr. 108 der Reihe “Thema Wirtschaft” des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) beschrieben – Titel: “Warum die Zeitarbeit boomt”.

    Die Reihe richtet sich an Lehrer, “Informationen für Pädagogen in Schule und Betrieb” heißt es im Untertitel. Zeitarbeitnehmer seien sozial genauso abgesichert wie Arbeitnehmer in anderen Branchen. Kein Wort darüber...


    ...wenn sich das durchsetzt wird die Spaltung unserer Gesellschaft für die Zukunft zementiert, mit dem Unterschied, das dann die neu herangezüchteten, durch die Schule gehirngewaschenen Niedriglöhner ihren Status auch noch kritiklos hinnehmen-womöglich verteidigen.
    Damit hätte INSM den langen, mühsamen Kampf für die "Befreiung der Märkte" und regellosen Kapitalismus
    gewonnen.

    Die Ziele der INSM:
    Die INSM vertritt das Ziel die Bürger in Deutschland von der „Notwendigkeit marktwirtschaftlicher Reformen“ überzeugen. Die Soziale Marktwirtschaft müsse an die Bedingungen des 21. Jahrhunderts angepasst werden: „An die Globalisierung, die Wissensgesellschaft, die Veränderungen in der Arbeitswelt und den demografischen Wandel.“ Die INSM orientiere sich dabei an den Idealen Eigeninitiative, Leistungsbereitschaft und Wettbewerb. Sie sieht sich dabei in der Tradition von Ludwig Erhard.[5]

    So spricht sich die INSM in ihren Auftritten beispielsweise gegen Mindestlöhne und für (soweit möglich) Steuer- und Abgabensenkungen aus. Sie befürwortet Studiengebühren, aber auch kostenlosen Kindergartenbesuch.[5]

    Nach Ansicht des Politikwissenschaftlers Claus Leggewie ist das Ziel der INSM weniger „soziale“ Marktwirtschaft als vielmehr „kapitalistische freie Marktwirtschaft“. In diesem Sinne propagiere sie Entstaatlichung „gegenüber Journalisten, gegenüber Schulen, um damit die Gesellschaft für das Thema der Entstaatlichung und Privatisierung bereit zu machen.“[6] Nach Ansicht des Journalisten Thomas Leif gehe es der INSM im Kern um „die Flankierung von Wirtschaftsinteressen durch PR-Maßnahmen“.[7] Rudolf Speth sieht die INSM in der Tradition des Verbandes „Die Waage“.[2] Ulrich Müller von LobbyControl führt die INSM beispielhaft als eine Lobby-Organisation an, die sehr weitgehend den Diskurs in den Massenmedien und im Internet zu beeinflussen sucht, um ihre Ziele durchzusetzen.[8]
  9. #18

    moderne Skalven

    "Autos kaufen keine Autos" das hat damals Henry Ford schon begriffen, aber heute in Zeiten der Globalisierung =>Profitmaximierung ist das nicht mehr so wichtig - irgendwo auf dieser Kugel findet man schon noch einen Dummen der das Produkt(sei es auch noch so schlecht) kauft.
    Binnennachfrage braucht man nicht. Man sieht ja wo das hinführt. Deutschland entwickelt sich immer mehr zu einem Billiglohnland und damit auch zu einem Billigproduktland,
    denn diese vielen Billiglöhner sind bestimmt nicht mehr so motiviert! Und Facharbeitermangel wird seit Jahren auch immer wieder publiziert - meist geht es hier darum noch mehr Billiglöhner aus den Ausland herzuholen um die Löhne noch weiter drücken zu können und noch dazu gibt es genug Arbeitslose Akademiker - Ich kann mir nicht vorstellen das man die nicht umschulen bzw. anlernen kann ? Aber die sind ja dann zu teuer ! Man sieht ja wie selten noch heutzutage jemand fest angestellt wird. Leiharbeiter sind die Regel - Festangestellte die Ausnahme ! Und mancher ausgeliehene Arbeiter wartet dann auch schon mal 10 Jahre auf eine feste Anstellung im Unternehmen! Mit Aufstiegschancen hat das nichts mehr zu tun. Meist können dann auch die Leiharbeiter oder 400 € Kräfte dann auch noch die Drecksarbeit machen, denn sie sind ja nur Leih - bzw. 400€ Kräfte. Und dafür werden sie dann noch mind. 3 mal betrogen: 1. weniger Lohn 2. keine betrieblichen Vergünstigungen(vergünstigstes Firmen Essen/Betriebsrente,...) 3. weniger Rente.....
    Meist darf man dann auch nicht mit auf Betriebsausflüge bzw. Betriebsfeiern,... denn man gehört ja nicht zu Firma
    Aber die Arbeit können sie genauso machen => moderne Skalven
    , nur hatten die Sklaven früher noch freie Kost und Unterkunft.

    Wie soll denn bitte schön ein ausgelernter Lehrling heute ,
    der nicht fest übernommen wurde noch eine Familie gründen ?
    Bei den Bedingungen - mit einem Leihjob ?

    Und was sollen dann diese Menschen 2. Klasse dann später im Rentenalter anstellen ? zurücklegen geht nicht - es reicht ja kaum noch zum Leben - eher nur zum Aufstocken.
    Armes Deutschland sage ich da nur!

    Die Asiaten werden uns in nicht all zu langer Zeit auslachen - wenn wir so weiter machen. So macht man keinen Fortschritt ! So vernichtet man Motivation und Energie !

    Macht weiter so, dann dauert es nicht mehr lange bis ihr Deutschand an die Wand gefahren habt !

    Denk ich an Deutschland in der Nacht - so bin ich um den Schlaf gebracht !
  10. #19

    Replik von Holger Schäfer

    Holger Schäfer, Mitautor der Studie "Der Niedriglohnsektor in Deutschland", hat auf die Kritik von Joachim Möller geantwortet: http://www.insm.de/insm/Themen/Arbei...im-M-ller.html


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