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Mythen der Arbeit: Ältere Arbeitnehmer sind leistungsschwach - stimmt's?

DPAArbeitnehmer sind so alt wie nie zuvor in Deutschland - Tendenz steigend. Deshalb fürchten viele um die Produktivität der Wirtschaft. Eine unbegründete Sorge, sagt Arbeitsforscher Joachim Möller: Ältere sind zwar langsamer, kennen aber die Abkürzungen.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...850666,00.html
  1. #1

    Leistungssport als Beispiel

    Nimmt man den Leistungssport als Beispiel, so gibt es durchaus einen Leistungsabfall mit steigendem Alter.
    Allerdings nur in Disziplinen, wo Schnellkraft und Schnelligkeit gefragt sind.

    Beim Schießen, Segelsport, Denksport (Schach, Bridge) und auch bei manchen Ausdauerdisziplinen ist der Faktor Lebensalter kaum registrierbar.
    Musik und andere Kunstvirtuosen zeigen oft bis ins hohe Alter hervorragende Leistung.

    Die Arbeitswelt ist mit ihrer Struktur breit gefächert. Die körperintensive Arbeit nimmt eher ab und die geistigen Tätigkeiten werden zunehmend zahlreicher.

    Fazit: Wenn es sich nicht um schwere körperliche Arbeit handelt, ist mit der Abnahme der Leistungsfähigkeit älterer Menschen kaum zu rechnen.
  2. #2

    Innovationen sind jung

    Zitat von mundi Beitrag anzeigen
    Fazit: Wenn es sich nicht um schwere körperliche Arbeit handelt, ist mit der Abnahme der Leistungsfähigkeit älterer Menschen kaum zu rechnen.
    Wahrscheinlich war das strikte Aussortieren vieler älterer Arbeitnehmer in der Vergangenheit nicht sehr klug. Die vielen Initiativen, Menschen länger im Arbeitsmarkt zu halten, blenden jedoch immer eine entscheidende Frage aus: Wo sollen die Innovationen herkommen? Neues und Bahnbrechendes ist in der Vergangenheit fast immer von jungen Menschen er- oder gefunden worden. Das bedeutet, wir müssen uns auch die Frage stellen, wie wir mit den weniger werdenden Jungen unsere Innovationskraft erhalten. Gleichzeitig müssen wir herausfinden, ob es gelingen kann, den natürlichen Verfall der geistigen Flexibilität, der im Laufe eines Lebens eintritt, auszutricksen. Mit dem Verweis auf die Erfahrung und die Routine älterer Arbeitnehmer löst man das Innovationsproblem nicht.
  3. #3

    Kostenfaktor

    Es würde schon reichen, wenn die Firmen ihre Belegschaften nicht nur als Kostefaktor verstehen würden, sondern als Basis für ihre Betriebsergebnisse.
  4. #4

    Neue Besen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Arbeitnehmer sind so alt wie nie zuvor in Deutschland - Tendenz steigend. Ältere sind zwar langsamer, kennen aber die Abkürzungen.
    Neue Besen kehren gut-Die alten kennen die Ecken
  5. #5

    Optimal ist die natürliche Mischung Jung und Alt am Arbeitsplatz

    Zitat von cd1001 Beitrag anzeigen
    ....Neues und Bahnbrechendes ist in der Vergangenheit fast immer von jungen Menschen er- oder gefunden worden. Das bedeutet, wir müssen uns auch die Frage stellen, wie wir mit den weniger werdenden Jungen unsere Innovationskraft erhalten. Gleichzeitig müssen wir herausfinden, ob es gelingen kann, den natürlichen Verfall der geistigen Flexibilität, der im Laufe eines Lebens eintritt, auszutricksen. ....
    Fast, aber nicht immer. Beispiele, dass manche Erfindungen und Entdeckungen auch von älteren Menschen stammen, gibt es genug.
    Optimal jedoch ist die natürliche Mischung Jung und Alt am Arbeitsplatz. Da können Ältere manchmal verhindern, dass das Rad kostspielig neu erfunden wird.

    Ähnlich, wie die von mir erwähnte körperliche Leistungsfähigkeit im Sport, lässt sich die geistige Flexibilität durch Training durchaus bis ins hohe Alter erhalten. Aber auch hier: „Wer rastet der rostet“...
  6. #6

    Erfahrung macht...

    Tja, Erfahrung macht eben längst nicht jeden dumm...
  7. #7

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Arbeitnehmer sind so alt wie nie zuvor in Deutschland - Tendenz steigend. Deshalb fürchten viele um die Produktivität der Wirtschaft.
    warum wird eigentlich immer nur über die angebliche mangelnde Produktivität der älteren Arbeitnehmer gesprochen? Bei über 60-jährigen Wirtschaftsbossen, Bankenchefs, Politikern, Krankenhauschefs, etc., fordert doch auch keiner deren vorzeitigen Ruhestand. Im Gegenteil. Da werden Alter und Erfahrung geschätzt, da sind Alter und Erfahrung noch bares Geld wert!

    Der Verdacht liegt nahe, dass ältere Arbeitnehmer nur deswegen gerne abgeschoben werden, weil auch ihre Erfahrung etwas kostet. Die heutigen Arbeitnehmer sollen wie Germany's Next Topmodels sein: jung, willig und vor allem billig.
  8. #8

    Alte bitte freiwillig in den Mülleimer

    Seit mindestens 50 Jahren kann man in den USA den Arbeitsgeber auf Schadenersatz verklagen, wenn man aus Altersgründen abgelehnt wird. In Deutschland und Österreich ist dies undenkbar. Nicht das Klagen an sich, sondern auch Recht zu bekommen.
  9. #9

    wunschkonzert??

    Mich wundert nicht das "Wissenschaftler" zu den von Auftraggebern gewollte Ergebnise wie den Artikel oben raushauen, aber Leute im Forum.. echt glaubt ihr den Mist???
    Wir Leben in ner Marktwirtschaft, das soziale regelt die Allgemeinheit.
    Nennt bitte 20 Firmen im boomenden Bayern die über 60 Jährige mit nur einer Gesundheitlichen Einschränkung ( damit fitter als der Schnitt) einen ordentlichen Arbeitsplatz anbieten???
    Ihr werdet nix finden, weder bei den großen, noch im Mittelstand, es giebt genügend jüngere und die werden genommen, denn eine Einstellung ist immer eine Zukunftsinvestition, und die ist ab 60 nicht mehr da, so einfach, so brutal. Da braucht´s eben andere Lösungen als die Rentenkürzungsprogamme der Rente mit 67 und sündteure Schaufensterprojekte um einige wenige noch über 65 arbeiten lassen zu können.
    Die Probleme liegen nicht bei den Menschen und der Arbeit, die passen im Exportweltmeister Deutschland recht gut, es geht um den politischen Willen Lösungen zu erarbeiten und nicht kurtzfristig die Beiträge abzusenken...








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