Mythen der Arbeit: Ältere Arbeitnehmer sind leistungsschwach - stimmt's?

DPAArbeitnehmer sind so alt wie nie zuvor in Deutschland - Tendenz steigend. Deshalb fürchten viele um die Produktivität der Wirtschaft. Eine unbegründete Sorge, sagt Arbeitsforscher Joachim Möller: Ältere sind zwar langsamer, kennen aber die Abkürzungen.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...850666,00.html
  1. #10

    Problem?

    Zitat von cd1001 Beitrag anzeigen
    Wo sollen die Innovationen herkommen? Neues und Bahnbrechendes ist in der Vergangenheit fast immer von jungen Menschen er- oder gefunden worden.
    Das halte ich für ein Gerücht. Außerdem gibt es verschiedene Innovationen: Produkt-, Prozess-, usw. Eine relativ unscheinbare Prozessinnovation kann entscheidenden Einfluss auf neue Produkte habe. Da greift vieles zusammen. Was zum nächsten Punkt führt: Innovation ist immer mehr das Ergebnis von Teamarbeit, weniger von Einzelleistungen. Insofern braucht man sich da nicht zu große Sorgen machen. Das biologische Lebenslater ist da, denke ich, ziemich unwichtig.

    Zitat von cd1001 Beitrag anzeigen
    Das bedeutet, wir müssen uns auch die Frage stellen, wie wir mit den weniger werdenden Jungen unsere Innovationskraft erhalten. Gleichzeitig müssen wir herausfinden, ob es gelingen kann, den natürlichen Verfall der geistigen Flexibilität, der im Laufe eines Lebens eintritt, auszutricksen. Mit dem Verweis auf die Erfahrung und die Routine älterer Arbeitnehmer löst man das Innovationsproblem nicht.
    Ob es einen "natürlichen Verfall der geistigen Flexibilität" gibt, wage ich auch mal zu bezweifeln. Es gibt 60jährige, die vor Ideen sprühen, und 25jährige, die geistig verkalkt sind.
    Da spielen wohl eher Rollenzuweisungen eine Rolle. Wenn ein Jüngerer eine "verrückte Idee" äußert, wird dann begeistert geklatscht, bei einem Älteren schon mal eher mit den Augen gerollt. Von einem Älteren erwartet man eben eher "Ernsthaftigkeit" und "Realismus".
  2. #11

    In meiner 4ma wettert sogar der Betriebsrat gegen ältere ...

    Jüngere Kollegen sind hübscher, leichter übers Ohr zu hauen, und vor allem wesentlich billiger. Qualität ist unwesentlich, und wenn ein älterer Mitarbeiter einen Jüngerern durch seine Erfahrung mal in den Schatten stellt, hilft ... (siehe Überschrift).
    Ich bin für Rente, für alle, die sie möchten...
  3. #12

    "höheres Qualitätsbewusstsein"

    Wozu Qualität?
    Wenn aggressive Werbung und beinhartes Inkasso viel erfolgreicher sind?
    (Besonders bei jüngeren Käuferschichten)
  4. #13

    Arbeitnehmer sind so alt wie

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Arbeitnehmer sind so alt wie nie zuvor in Deutschland - Tendenz steigend. Deshalb fürchten viele um die Produktivität der Wirtschaft. Eine unbegründete Sorge, sagt Arbeitsforscher <i>Joachim Möller</i>: Ältere sind zwar langsamer, kennen aber die Abkürzungen.

    Mythen der Arbeit: Ältere Arbeitnehmer sind*leistungsschwach - stimmt's? - SPIEGEL ONLINE
    nie zuvor in Deutschland? Wie kommen Sie darauf? Also ich hörte vor kurzem im TV, dass im Durchschnitt der Deutsche mit 59 Jahren in rente geht. Wie war denn früher der Durchschnitt des Renteneintrittsalters, also des wirklichen und nicht des gesetzlichen?

    Im übrigen sind natürlich ältere Menschen eingeschränkter bei manchen Tätigkeiten und bei anderen wiederum sind sie im Vorteil. Hier kann man überhaupt kein pauschales Urteil fällen, weil das schon logisch erkannt falsch ist.

    MFG
  5. #14

    Was die Jungen noch lernen müssen

    Ich bin ebenfalls ein älterer Arbeitnehmer, und ich bin leistungsschwächer als ein junger. Zum einen, weil ich in der Tat nicht mehr so schnell bin wie früher und mich nicht mehr so lange konzentrieren kann. Viel wichtiger aber, weil ich nicht mehr so viel leisten w i l l ! Jahrzehntelange Arbeit für das Wohl anderer haben mir klar gemacht, dass es sich nicht lohnt, sich für die Yacht des Chefs oder das Vermögen der Anteilseigner der A... aufzureißen. Der Dank dafür ist nichts als Undank. Das müssen die Jungen erst noch lernen.
  6. #15

    Ja den Arsch aufreißen?!

    Zitat von doc.nemo Beitrag anzeigen
    Ich bin ebenfalls ein älterer Arbeitnehmer, und ich bin leistungsschwächer als ein junger. Zum einen, weil ich in der Tat nicht mehr so schnell bin wie früher und mich nicht mehr so lange konzentrieren kann. Viel wichtiger aber, weil ich nicht mehr so viel leisten w i l l ! Jahrzehntelange Arbeit für das Wohl anderer haben mir klar gemacht, dass es sich nicht lohnt, sich für die Yacht des Chefs oder das Vermögen der Anteilseigner der A... aufzureißen. Der Dank dafür ist nichts als Undank. Das müssen die Jungen erst noch lernen.
    Das ist genau der Punkt. Wenn einer sich ein Leben lang den Arscha aufreißt für die Jacht seines Chefs, dann hat er vermutlich die Lust verloren, wenn er ein Leben lang es nie schaffte selbst ne Jacht zu bekommen.

    Im Gegensatz dazu, hätte ein Bäcker (also ein ECHTER Bäcker noch, der da selbst auch backen kann) sicher noch mit 78 Jahren den Backbetrieb aufrecht erhalten, wenn der eigene Sproß mit vielleicht 50 Jahren ins Krankenhaus mußte. Der wollte nämlich keine Jacht sondern wollte nur das es weitergeht, dass was seine Generationen vor ihm schon schufen.

    Die Menschen in Deutschland sollten beginnen sich echt zurückzulehnen und die Uhren wegschmeißen und die Handys besonders und einfach sagen: Schafft ihr doch für andere um damit die ihre Jachten ohne Arbeit finanzieren können.

    Dan wär sofort Schluß mit dem ganzen Schwachsinn und die Menschen hätten wieder Geld um auch den Spiegel sich jeden Monat LEISTEN zu können.

    MFG
  7. #16

    Zitat von horstschmitzberger Beitrag anzeigen
    Mich wundert nicht das "Wissenschaftler" zu den von Auftraggebern gewollte Ergebnise wie den Artikel oben raushauen, aber Leute im Forum.. echt glaubt ihr den Mist???
    Wir Leben in ner Marktwirtschaft, das soziale regelt die Allgemeinheit.
    Nennt bitte 20 Firmen im boomenden Bayern die über 60 Jährige mit nur einer Gesundheitlichen Einschränkung ( damit fitter als der Schnitt) einen ordentlichen Arbeitsplatz anbieten???
    Ihr werdet nix finden, weder bei den großen, noch im Mittelstand, es giebt genügend jüngere und die werden genommen, denn eine Einstellung ist immer eine Zukunftsinvestition, und die ist ab 60 nicht mehr da, so einfach, so brutal. Da braucht´s eben andere Lösungen als die Rentenkürzungsprogamme der Rente mit 67 und sündteure Schaufensterprojekte um einige wenige noch über 65 arbeiten lassen zu können.
    Die Probleme liegen nicht bei den Menschen und der Arbeit, die passen im Exportweltmeister Deutschland recht gut, es geht um den politischen Willen Lösungen zu erarbeiten und nicht kurtzfristig die Beiträge abzusenken...
    Na ja Kollege, wenn dann die boomenden Bangster gemeint sind..ist schon recht.
    Aber was nützt mir solch ein computerdaddelfingerchen von KFZ-Mechatroniker, welcher zu blöd (oder nicht mehr dafür ausgebildet)ist eine abgerissene am PKW-Schraube auszubohren und zu erneuern? Er macht nur Baugruppentausch. Aber immerhin, Umsatzsteigerung. Aber solche BWL-Strategien sind nur kuzfristig für Dienstwagenfahrer. Der normale Bürger kann sich so etwas nicht mehr leisten. Nur mal genau bei aktuell "Opel" hinschauen. Bsp: Ein neur Hochofen soll angefahren werden, leider sind keine Ingineure da. Weil schon zu Alteisen entsorgt. Aber Hüttenkunde studiert keiner mehr. Ergo: Es werden Die "Entsorten" wieder eingestellt. Nochen Ding: Wann gibt es Altersbeschränkungen für Politiker, Päpste, Bischöfe, Ministerptäsidenten, und Dumschwätzer in Bayern ?????
  8. #17

    Hallo,

    Zitat von cd1001 Beitrag anzeigen
    ... Neues und Bahnbrechendes ist in der Vergangenheit fast immer von jungen Menschen er- oder gefunden worden...
    bitte sind Sie so freundlich und belegen Ihre Behauptung. Danke.
  9. #18

    Andere Zeit....

    Zitat von cd1001 Beitrag anzeigen
    Wahrscheinlich war das strikte Aussortieren vieler älterer Arbeitnehmer in der Vergangenheit nicht sehr klug.
    ....
    Es gab eine einschneidende Veränderung in der Arbeitswelt. Der Einzug der Computertechnik - auf einmal gab es nur noch Werkzeuge mit Display - hatte ein vollkommen anderes Arbeiten erzeugt, was einen mentalen Wandel im Arbeitsleben verursacht hatte. Viele ältere Arbeitnehmer hatten hierbei ein Umstellungsproblem. Dieses zeigt sich noch immer auch im täglichen Leben. Erklären Sie mal einem jetzt 70 jährigen den Umgang mit einem digitalen Anrufbeantworter.....
    Inzwischen sind aber die heute ältern Angestellten mit dem Umgang digitaler Produkte gewohnt und stellen dadurch kein "Störfaktor" in der Arbeitskette mehr dar.
  10. #19

    Glaube keiner Statistik, die...

    Hier einige Beispiele:

    1. Albert Einstein, spezielle Relativitätstheorie, 1905, 26 Jahre
    2. Philipp Reis, Telefon, 1861, 27 Jahre
    3. Thomas Alva Edison, Glühbirne, 1879, 32 Jahre
    4. James Watt, Dampfmaschine, 1765, 28 Jahre
    5. Alfred Nobel, Dynamit, , 1863, 33 Jahre

    Ich sage ja nicht, dass es überhaupt keine Erfinder jenseit der 40 gibt. Man muss dann aber auch sehr genau hinschauen, ob die eigentlichen Grundlagenarbeiten nicht schon sehr viel früher geleistet worden sind. Ein Beispiel wäre zum Beispiel Flugpionier Lilienthal der schon sehr früh angefangen hat, an seinen Flugapparaten zu basteln.


    Zitat von denkdochmal Beitrag anzeigen
    bitte sind Sie so freundlich und belegen Ihre Behauptung. Danke.