1) Solange der überwiegende Teil der Forschung von der Industrie getragen wird, geht es nicht um das Wohl der Menschen, sondern einzig und allein um den sharehold value. Die staatlichen MPI und DFZ arbeiten völlig ineffizient und verschwenden Unsummen an Geld an Seilschaften und praxisfernen Entscheidungen (weiß ich aus erster Hand). => Es sollte eine Forschungsstiftung gegründet werden, die im STiftungsgrundsatz entsprechende Missbräuche und entsprechende Taktiererei unterbindet (Finanzierung anteilig aus den Versicherungsabgaben der KVs).
2) Zunächst sollte besser erforscht werden, ob die Veranlagung epigenetisch entstanden ist und anschließend durch welchen hit-and-run-Mechanismus er ausgelöst werden kann. Abermillarden in die Forschung von monokausal ausgerichteter Symptom-Behandlungen zu stecken ist marktwirktschaftlich evtl. lukrativ, der klaren Ursachenforschung mit dem Ziel der Prävention nützt das leider nichts. Bitte merken: Die Pharmaindustrie lebt von der Versorgung Kranker, sie hat also kein originäres Interesse an der Beseitungung selbiger, sondern lediglich an der Beseitigung der Sympotome! Daher die entsprechende Forschungsausrichtung.
3) Trotz Unsummen an Forschungsgeldern sind in den vergangenen 20 Jahren kaum wirklich neue Wirkstoffe entwickelt worden. Vielleicht sollte man mal den zumeist rein monokausal orientierten Ansatz in der Forschung überdenken. Die meisten Wissenschaftler leben noch im kartesianischen Zeitalter und glauben an ein mechanistisches Menschenbild. Der Mensch ist aber ein dynamisch-komplexes Wesen. Durch das inzwischen religiöse Verhalten der Wissenschaft ist ein Umdenken per se ausgeschlossen. Die neue Generation wird wohl die alte ersetzen müssen - wie immer. Diese Sturheit und Angst davor, sein Gesicht zu verlieren, kostet Millionen von Menschen das Leben.
4) Auch von Schuppenflechte heißt es, dass man das nicht "heilen", sondern nur lindern könne (zumeist durch Kortison). Ich hatte SF. Nach drei Monaten Guatemala, subtropisches Meeresklima und v.a. ein langsamerer Lebensrhythmus war sie weg und ist seither nicht mehr aufgetaucht. Warum? Weil ich mich dem Beschleunigungs- Bestätigungs- und Entfremdungswahn entziehe, bescheiden und sinnlich lebe. Und ja, das geht auch hier mitten in Deutschland, mitten in einer Kleinstadt. Man muss halt Drüberstehen können, was andere sagen und seinen Fernseher rausschmeißen. Dann wird das Leben schon vieeel einfacher.
Fazit: Ich denke statt Tausende von Euros in teure Behandlungen zu stecken, sollte man mal eine Studie laufen lassen, um zu sehen, was passiert, wenn man die Patienten mal ein paar Monate in einem angenehmen Klima mit langsamen Lebensrhythmus entschleunigt. Nur so aus Interesse... Und wenn das Ergebnis positiv ausfällt, sollten wir uns wirklich ernsthaft Gedanken machen, was wir mit unserer Lebensart den kommenden Generationan antun (Stichwort: EPIGENETIK!)
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