Mussolini-Kult in Italien: Ciao Duce

Getty ImagesIn Deutschland unvorstellbar, in Italien normal: Zum neuen Jahr werden Zigtausende Kalender mit Bildern von Mussolini, dem "Führer des Faschismus", in Büros und Küchen gehängt. Viele halten den "Duce" noch immer für einen Ehrenmann. Silvio Berlusconi nutzt das geschickt für seine Zwecke.

Duce-Kult: Mussolini hat in Italien noch eine treue Fan-Gemeinde - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In Deutschland unvorstellbar, in Italien normal: Zum neuen Jahr werden Zigtausende Kalender mit Bildern von Mussolini, dem "Führer des Faschismus", in Büros und Küchen gehängt. Viele halten den "Duce" noch immer für einen Ehrenmann. Silvio Berlusconi nutzt das geschickt für seine Zwecke.

    Duce-Kult: Mussolini hat in Italien noch eine treue Fan-Gemeinde - SPIEGEL ONLINE
    Was erwartet man von einem Land, das so vertrottelt ist, das es Jahre lang Berlusconi wählt?
  2. #2

    Ja, die Italiener haben was gelernt

    Und zwar: nie wieder Totalitarismus.
    Das beudeutet auch keinen Gesinnungsterrorismus gegen vermeitliche und richtige Faschisten. Antifaschistischer Terror gegen konservative Kleinparteien wie "Die Freiheit", ProKöln, ProNRW gibt's nur in DE. Dass man konservative Politiker wie Berusconi mit Faschismus in Verbindung bringt, ist eben auch totalitär.
  3. #3

    Bestürzend, dass...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In Deutschland unvorstellbar, in Italien normal: Zum neuen Jahr werden Zigtausende Kalender mit Bildern von Mussolini, dem "Führer des Faschismus", in Büros und Küchen gehängt. Viele halten den "Duce" noch immer für einen Ehrenmann. Silvio Berlusconi nutzt das geschickt für seine Zwecke.

    Duce-Kult: Mussolini hat in Italien noch eine treue Fan-Gemeinde - SPIEGEL ONLINE
    ...viele Italiener Mussolini für einen Ehrenmann halten und ihn nach wie vor huldigen. Der Mann war ein Faschist, Despot und Betrüger. Nichts anderes. Berlusconi ist nur ein Betrüger. Wobei auch diesbezüglich traurig und bestürzend ist, dass mancher Italiener auch das wiederum nicht merkt.
  4. #4

    " boia chi molla" und "credere, obbedire, combattere" kenne ich noch aus meiner Kindheit der 70er Jahre in Rom. Es war Alltag diese Sprüche an vielen Hauswänden oder auf den Straßen als Graffiti zu lesen.Als Kind habe ich mir nichts dabei gedacht, Aufklärung über den Ursprung undf Bedeutung dieser "Losungen" gab es nicht. Faschismus war in gewisser Weise "Alltag" eben
  5. #5

    Ein paar Korrekturen und Gedanken

    1. Es heißt "Alleanza Nazionale", nicht "Allianza Nazionale".
    2. "Die postfaschistische "Allianza Nazionale" ist vielfältig zersplittert, heute politisch nahezu bedeutungslos". Das kann man so nicht sagen. Schließlich ist diese Partei nach ihrer Auflösung 2009 in die Partei "Popolo della Libertà" (PDL) Berlusconis übergegangen. Das AN-Gedankengut ist also durchaus noch in der PDL präsent - und war damit auch geraume Zeit in der Regierung vertreten. Vielleicht wird dies ab 2013 wieder der Fall sein.
    3. "Die Duce-Verherrlichung ist vor allem eins - viel Gerede." Jein. Es gibt einige Gruppierungen, für die die Verherrlichung nicht bloßes Gerede ist, darunter die von Ihnen genannte "Studentenorganisation". Diese und weitere Organisationen leisten aktive "Aufklärungsarbeit" und sehen sich als Neofaschisten des 3. Jahrtausends. Tatsächlich ist die Szene sehr aktiv, egal ob in Nord- oder Süditalien.

    Ansonsten: Wichtiges Thema. Ich finde es gut, dass Sie es aufgreifen.

    Beste Grüße,
    Martin W. Angler
  6. #6

    Zitat von johnnybongounddie5goblins Beitrag anzeigen
    Und zwar: nie wieder Totalitarismus.
    Das beudeutet auch keinen Gesinnungsterrorismus gegen vermeitliche und richtige Faschisten. Antifaschistischer Terror gegen konservative Kleinparteien wie "Die Freiheit", ProKöln, ProNRW gibt's nur in DE. Dass man konservative Politiker wie Berusconi mit Faschismus in Verbindung bringt, ist eben auch totalitär.
    bschäftigen sie sich mal mit dem programm der sogen. Pro-bewegung.
    das sind faschisten in bürgerlichem gewand. das die sich überhaupt so nennen, ist ein hohn. die sagen islam und meinen ausländer.
    und der gründer der "freiheit" ist eng mit dem betreiber von politically incorrect verbandelt
  7. #7

    2013

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In Deutschland unvorstellbar, in Italien normal: Zum neuen Jahr werden Zigtausende Kalender mit Bildern von Mussolini, dem "Führer des Faschismus", in Büros und Küchen gehängt. Viele halten den "Duce" noch immer für einen Ehrenmann. Silvio Berlusconi nutzt das geschickt für seine Zwecke.

    Duce-Kult: Mussolini hat in Italien noch eine treue Fan-Gemeinde - SPIEGEL ONLINE
    Sind wieder Faschismus-Wochen im Spiegel? Oder gibt einfach nichts neues über die van der Vaarts zu berichten?
  8. #8

    Mafia

    Etwas wurde vergessen. Nie vor ihm & erst recht nie nach ihm war die Macht der Mafia in Italien so klein. Die Methoden, um die Mafia totzukriegen waren sicher sehr unzimperlich, aber erfolgreich. Die USA reinstallierten unfreiwillig die Mafia in Süditalien, weil sie zur Eroberung Hilfe benötigten, die ihnen die USA-Italiener (Mafia) anboten. Vielleicht auch deswegen wird der Benito geachtet, aller Greuel zum Trotz
  9. #9

    Zitat von johnnybongounddie5goblins Beitrag anzeigen
    Und zwar: nie wieder Totalitarismus.
    Das beudeutet auch keinen Gesinnungsterrorismus gegen vermeitliche und richtige Faschisten.
    Haben Sie den Artikel überhaupt gelesen? In Italien frönen weite Bevölkerungskreise der Verherrlichung von Benito Mussolini, der DER INBEGRIFF eines totalitären Herrschers ist:

    Totalitarismus