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Muße vs. Straßenmusik: Terror aus der Blockflöte

Wie Muße finden, wenn krakeelt wird? Schifferklavier, Tamburin, selbst die unschuldige Blockflöte: Berliner Straßenmusikanten ist jedes Mittel recht, um ihn zu quälen, klagt Stefan Kuzmany. Er erwägt jetzt den Einsatz von Wasserbomben.

http://www.spiegel.de/kultur/musik/0...707844,00.html
  1. #1

    .

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wie Muße finden, wenn krakeelt wird? Schifferklavier, Tamburin, selbst die unschuldige Blockflöte: Berliner Straßenmusikanten ist jedes Mittel recht, um ihn zu quälen, klagt Stefan Kuzmany. Er erwägt jetzt den Einsatz von Wasserbomben.

    http://www.spiegel.de/kultur/musik/0...707844,00.html
    Im Winter in Bonn, wenn in der Fussgängerzone von den Peruanern nur noch die Blöckflöten rausgucken, bin ich immer heilfroh, dieses akustischen Klistiers zumindest bis zum Frühling entledigt zu sein.

    Ich bin aktuell zu der fast in Kunstharz verblockten Meinung gelangt, dass der Wasserwerfer nicht das schlechteste Mittel wäre.
  2. #2

    Darüber könnte ich mich ewig aufregen..

    Zitat von Haio Forler Beitrag anzeigen
    Im Winter in Bonn, wenn in der Fussgängerzone von den Peruanern nur noch die Blöckflöten rausgucken, bin ich immer heilfroh, dieses akustischen Klistiers zumindest bis zum Frühling entledigt zu sein.

    Ich bin aktuell zu der fast in Kunstharz verblockten Meinung gelangt, dass der Wasserwerfer nicht das schlechteste Mittel wäre.
    Ein weiteres katastrophales Beispiel ist die Godesberger Fußgängerzone. Obwohl die Musiker (Angehöriger einer mobilen Minderheit mit Keyboard, Frau mit Wassergläsern [Mozart!], Geigerin, etc.) etwas talentierter sind als die im Artikel beschriebenen Beispiele, ist es auf täglicher Basis, und grade zur Weihnachszeit, für die Angestellten der umliegeneden Geschäfte ein ausgemachter Terror.
    Die ständige Wiederholung macht einen geistig mürbe, Aggressiv und stumpft ab.

    Einmal kam, in der Zeit in der ich dort arbeitete, eine 3 Mann Kombo aus Bass, Schifferklavier und ich glaube Keyboard, und spielte eine zauberhafte Version des, zugegebenermaßen schnulzigen "Alone again naturally" von Gilbert O´Sullivan.. mir ging das Herz auf.. leider kamen die 3 nie wieder.
  3. #3

    Bergmannstrassen Kiez

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wie Muße finden, wenn krakeelt wird? Schifferklavier, Tamburin, selbst die unschuldige Blockflöte: Berliner Straßenmusikanten ist jedes Mittel recht, um ihn zu quälen, klagt Stefan Kuzmany. Er erwägt jetzt den Einsatz von Wasserbomben.

    http://www.spiegel.de/kultur/musik/0...707844,00.html
    Hallo,
    dem kann ich nur zustimmen. Ob es auf dem von/zur Weg zur Arbeit in der S/U-Bahn ist oder in dem Kiez, in den ich erst diesen Winter gezogen bin (als die Kneipen noch keine Stühle auf den Gehsteig gestellt hatten): Seit Monaten wird man mit dem gleichen schlecht gespielten Kamellen belästigt. Wenn Sie wenigstens Lieder spielen würden, die aktuell oder ungewöhnlich sind (womit sie auch gleich ihr Talent beweisen würden und auch die Spendenbereitschaft der Anwohner/Fahrgäste erhöhen würden), aber nein, es sind immer wieder diese schrecklichen Gassenhauer, die einen nur die Augen verdrehen und den iPod lauter drehen lassen. Eine Ausnahme findet auf der Bergmannstrasse statt: der Mann mit dem fahrenden Klavier. Eine angenehme Ausnahme/Wohltat, wenn er sich abends vor dem "Touandot" aufbaut und ohrenschmeichelnde Kompositionen vorführt. Schade nur, das besonders hier (Tourandot) durch die Gäste auf dem Gehweg bis spät morgens (nicht selten 5 Uhr früh) ein nervendes Gelärme und Gelächter ohne Rücksicht auf Anwohner mit geöffneten Schlafzimmerfenstern zu ertragen gilt.
  4. #4

    Störkraft

    Die Verlärmung der Umwelt dient höheren Wirtschaftsinteressen und ist vom Betroffenen hinzunehmen. Beamte sind sogar meist die Anstifter des kommunalen Lärms, beispielsweise bei den beliebten Bürgerfesten und Rockkonzerten des akademischen Nachwuchses anlässlich der Schulfestivitäten. Je teurer der Wagen desto lauter darf dieser sein. Mopeds dienen prinzipiell der Anpassung der Jugend an die gegebenen Umweltverhältnisse.

    Spaß beiseite: Jeder Rutengänger weiß, dass es gewisse Störzonen gibt, wo an ein sinnvolles geistiges Arbeiten nicht zu denken ist, da die Gegend prinzipiell immer die Handwerker mit den besonders lauten Maschinen, Beschleunigungsfanatiker sowie Straßenmusikanten anzieht. Schon bei der Wohnortssuche zieht es den Lärmempfindliche magisch in derartige Problemzonen. Genau betrachtet kann Berlin als eine gigantische Störzone betrachtet werden;)

    Musik wird oft nicht schön gefunden,
    Weil sie stets mit Geräusch verbunden.
    Dideldum! "Der Maulwurf" (1872)
    Wird oft falsch zitiert: "Musik wird störend oft empfunden, weil stets sie mit Geräusch verbunden".
    http://www.youtube.com/watch?v=h65UJ...eature=related
  5. #5

    .

    In anderen Metropolen der Welt: New York, Paris, Moskau, muss man sich offiziell bewerben um eine Lizenz und sogar vor einer Kommission vorspielen.
    Die ganzen Panflötenheinis und zerlumpten 3-Ton-"Musikanten" gehören alle mit einem Feuerwehrschlauch in den Rinnstein gespült, wo sie hingehören.
    Wetten, gleich kommen wieder die Gutmenschen und schwafeln von Toleranz!
  6. #6

    re

    Zitat von faustjucken_de Beitrag anzeigen
    In anderen Metropolen der Welt: New York, Paris, Moskau, muss man sich offiziell bewerben um eine Lizenz und sogar vor einer Kommission vorspielen.
    Die ganzen Panflötenheinis und zerlumpten 3-Ton-"Musikanten" gehören alle mit einem Feuerwehrschlauch in den Rinnstein gespült, wo sie hingehören.
    Wetten, gleich kommen wieder die Gutmenschen und schwafeln von Toleranz!
    Ich bin äusserst tolerant und ich muß trotzdem zustimmen. Allerdings wenn niemand Lizenzen kontrolliert, muß man auch keine ausgeben.
  7. #7

    Überschrift

    Zitat von faustjucken_de Beitrag anzeigen
    In anderen Metropolen der Welt: New York, Paris, Moskau, muss man sich offiziell bewerben um eine Lizenz und sogar vor einer Kommission vorspielen.
    Die ganzen Panflötenheinis und zerlumpten 3-Ton-"Musikanten" gehören alle mit einem Feuerwehrschlauch in den Rinnstein gespült, wo sie hingehören.
    Wetten, gleich kommen wieder die Gutmenschen und schwafeln von Toleranz!
    Nee, nee, is schon Recht. In der 'Metropole' Palma müssen sie leider auch nicht vorspielen. Und so erlebe ich regelmässig in meiner Mittagspause an der Plaza Santa Eulalia in blau weisse "Oberbayern"-T-Shirts gewandete Bulgaren, welche uns mit Evergreens wie Rosamunde, La Paloma u.ä. beglücken. Ganz schlimm ist ein ausgebildetes Gesangspärchen, das aber an der Oper wohl nicht reüssieren konnte und nun vor dem Rathaus alles von 'Ave Maria`bis 'O sole Mio' schmettert. Einfach grauenhaft! Gutmenschlicher Weise möchte ich aber auch noch erwähnen, dass es eine je nachdem sieben- bis fünfköpfige Band aus Kubanern, Ghanaern, Spaniern und Bulgaren gibt, die einen fantastischen Sound erzeugen. Wenn Ihr mal nach Palma kommt - unbedingt anhören. Meist auch in Rathaus-Nähe.
  8. #8

    Tortur

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wie Muße finden, wenn krakeelt wird? Schifferklavier, Tamburin, selbst die unschuldige Blockflöte: Berliner Straßenmusikanten ist jedes Mittel recht, um ihn zu quälen, klagt Stefan Kuzmany. Er erwägt jetzt den Einsatz von Wasserbomben.

    http://www.spiegel.de/kultur/musik/0...707844,00.html
    Es stimmt alles, die genannten "Musikanten" kann man getrost gegen andere auschtauschen. Bei mir ist es eine junge Frau mit Saxophon ( ich liebte einst dieses Instrument) und Jazz (noch liebe ich Jazz) oder ein Opa mit Geige und Wiener Gassenhauer, oder Berliner Gassenhauer von einem Leierkastenmann. Es ist kaum zum Aushalten, ist der eine mal ein paar Minuten weg, taucht sofort der/die nächste auf. Für musikalische Menschen wie mich, eine Tortur, gerade bei geöffneten Fenstern.

    Den Gästen der verschiedenen Cafes unter den Fenstern dürfte es ähnlich gehen. Es wird trotzdem von Jahr zu Jahr schlimmer.
  9. #9

    ..

    Zitat von ambience Beitrag anzeigen
    Schade nur, das besonders hier (Tourandot) durch die Gäste auf dem Gehweg bis spät morgens (nicht selten 5 Uhr früh) ein nervendes Gelärme und Gelächter ohne Rücksicht auf Anwohner mit geöffneten Schlafzimmerfenstern zu ertragen gilt.
    Wer in von Berufsjungendlichen bewohnte Brennpunkte zieht, darf sich über Lärm nicht beschweren. Aber auch in unanstrengenderen Vierteln miete ich grundsätzlich nur Wohnungen an, deren Schlafzimmer nach hinten raus führen.


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