Muslime fühlen sich kriminalisiert

Die Beschneidung von Jungen aus religiösen Gründen ist strafbar - dieses Urteil des Landgerichts Köln stößt auf scharfe Kritik. Die Religionsgemeinschaft des Islam sieht darin einen Eingriff in die Religionsfreiheit, ebenso wie der Zentralrat der Juden.

Islamische Religionsgemeinschaft kritisiert Beschneidungsurteil - SPIEGEL ONLINE
  1. #1

    Das ist übers Ziel hinaus geschossen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Beschneidung von Jungen aus religiösen Gründen ist strafbar - dieses Urteil des Landgerichts Köln stößt auf scharfe Kritik. Die Religionsgemeinschaft des Islam sieht darin einen Eingriff in die Religionsfreiheit, ebenso wie der Zentralrat der Juden.

    Islamische Religionsgemeinschaft kritisiert Beschneidungsurteil - SPIEGEL ONLINE
    Der Eingriff ist minimal und der gesundheitliche Nutzen (auch für Frauen) lt. Statistik signifikant.
    HIV und HPV: Beschneidung bremst Viren - Sexualität - FOCUS Online - Nachrichten
  2. #2

    Religionsfreiheit und Beschneidung von kleinen Jungen

    Vollkommen in Ordnung, doch sollte man im gleichen Zuge die Kindstaufe verbieten. Denn hiermit wird die Religionsfreiheit
    des Heranwachsenden in gleicher Weise beschnitten.
    Einmal volljährig, kann sich jeder selbst entscheiden.
  3. #3

    .

    Selbst ich als Islamgegner finde das übertrieben und albern.

    Die Beschneidung ist nachweislich eine gute Sache, da sie die Hygiene fördert und wie beschrieben Bakterien fern hält.

    Es ist nicht alles schlecht im Morgenland
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Beschneidung von Jungen aus religiösen Gründen ist strafbar - dieses Urteil des Landgerichts Köln stößt auf scharfe Kritik. Die Religionsgemeinschaft des Islam sieht darin einen Eingriff in die Religionsfreiheit, ebenso wie der Zentralrat der Juden.

    Islamische Religionsgemeinschaft kritisiert Beschneidungsurteil - SPIEGEL ONLINE
    War ja klar, dass sich die Religiösen auf den Schlips getreten fühlen. Aber sie müssen einfach akzeptieren, dass es Gesetze gibt, die **unendlich mehr** Gültigkeit haben als ihre religiösen Gebote, die reines Privatvergnügen sind und eben NUR DANN praktiziert werden dürfen, wenn sie nicht in Widerspruch zur "weltlichen" Rechtsordnung stehen.

    Das Urteil ist richtungsweisend und absolut zu begrüßen: Es ist GUT, dass die Rechte der Kinder dadurch gestärkt werden und ihr Schutz gegenüber elterlicher Willkür gestärkt wird, ebenso wie es GUT ist, dass praktiziertem religiösem Wahn dadurch Einhalt geboten und klare Grenzen aufgezeigt wird.
    Die Entscheidung ist übrigens auch eine STÄRKUNG DER RELIGIONSFREIHEIT - nämlich der des KINDES!
  5. #5

    beschneidung ist optische kennzeichnung von kleinkindern

    Zitat von nimue11 Beitrag anzeigen
    Der Eingriff ist minimal und der gesundheitliche Nutzen (auch für Frauen) lt. Statistik signifikant.
    HIV und HPV: Beschneidung bremst Viren - Sexualität - FOCUS Online - Nachrichten
    sie plädieren also für eine medizinische beschneidungspflicht? das wäre nur logisch. warum plädieren sie nicht für ein generelles verbot von alkoholika, wie es die muslime haben? alkohol ist bekanntlich auch schädlich. ich sag ihnen was: die freiheit des menschen ist unverkäuflich!

    übrigends: es gibt keinen gesundheitlichen nutzen einer amputation ohne medizinischen grund. die schädlichkeit für das männliche sexualempfinden ist ebenso erwiesen, wie häufig vorkommende entzündungen im gefolge der unnützen operation.

    beschneidung wurde im übrigen nicht verboten, sondern sie wird dem selbstbestimmungsrecht unterworfen, weil es sich um einen eingriff in den selbstbestimmten menschen handelt. eltern können ihren kindern auch nicht aus religiösen gründen andre körperteile abschneiden lassen, die vermeintlich nicht gebraucht werden.

    faktisch ist die beschneidung nix andres, als die kenntlichmachung des menschen zu einer bestimmten religion. damit soll verhindert werden, dass sich der mensch in freiheit irgendwann anders entscheidet, denn die beschneidung ist nicht rückgängig zum machen. selbst den judenstern konnte man rückgängig machen, aber die beschneidung nicht. das wiederspricht dem modernen menschenrechtsempfinden.
  6. #6

    Steinzeit-Rituale haben nichts mehr in der heutigen Zeit verloren

    Das Urteil ist vollkommen in Ordnung und schützt die koerperliche Unversehrheit (Art. 2 GG) der Jungen. Die Beschneidungen sollten nur verhindern, dass die Jungs irgendwann am Pullermann rumspielen.

    Beschneidung ist Koerperverletzung und widerlich, genauso wie die Beschneidung der weiblichen Genitalien in Afrika und gehoert ebenso weltweit geahndet. Und wer hier in DE meint, seine Religionsfreiheit sei eingeschränkt, der moege sich ein anderes Land suchen.

    Morgen kommt die katholische Kirche und will wegen Religionsfreiheit wieder Hexen verbrennen. Soweit kommt es noch....
  7. #7

    Zitat von rolandjulius Beitrag anzeigen
    Vollkommen in Ordnung, doch sollte man im gleichen Zuge die Kindstaufe verbieten. Denn hiermit wird die Religionsfreiheit
    des Heranwachsenden in gleicher Weise beschnitten.
    Einmal volljährig, kann sich jeder selbst entscheiden.
    Nur, bei der Kindstaufe wird keine Körperverletzung begangen.
  8. #8

    Und?

    Zitat von nimue11 Beitrag anzeigen
    Der Eingriff ist minimal und der gesundheitliche Nutzen (auch für Frauen) lt. Statistik signifikant.
    HIV und HPV: Beschneidung bremst Viren - Sexualität - FOCUS Online - Nachrichten
    Ändert an der Tatsache nichts das es die Entscheidung des Betroffenen sein sollte ob er die Maßnahme über sich ergehen lassen will, und nicht die seiner religiös motivierten Eltern.
  9. #9

    Grundrechte

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Das Urteil des Kölner Landgerichts, wonach die religiöse Beschneidung von Jungen rechtswidrig und strafbar ist, sei ein unangemessener Eingriff in die vom Grundgesetz geschützte Religionsfreiheit.
    Was ist mit dem Recht auf körperliche Unversehrtheit? Für mich fällt eine derartige Beschneidung unter Kindesmisshandlung. Man kann unter dem Deckmäntelchen der Religion nicht jedes Verbrechen rechtfertigen.