wie verwunderlich. Es passiert genau das Gegenteil vom Prophezeiten.
CorbisDownload-Boom in Deutschland: 2011 war für die deutsche Musikbranche das beste Jahr seit langem. Das Digital-Wachstum kann die Verluste bei CD-Verkäufen fast ausgleichen. Ein Marktvergleich mit Schweden und den USA zeigt aber: Die radikalen Veränderungen kommen noch.
http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...828129,00.html
wie verwunderlich. Es passiert genau das Gegenteil vom Prophezeiten.
Technischer Wandel. Mehr kann ich aus diesen Zahlen nicht herauslesen. Ich sehe keine flegelhafte Umsonstkultur und keine Generation von Autos stehlenden oder schwarz fahrenden Raubkopierern. Was ich stattdessen sehe sind heulsusige Bierkutscher und Dampfmaschinenfabrikanten, die jahrelang mit unglaublicher Sturheit an alten Geschäftsmodellen festgehalten haben.
Erbärmlich. Das gilt im Übrigen auch für etliche Medienhäuser und Volks(!)vertreter, die sich, wieder einmal, vor den Karren einer kleinen Gruppe volksferner Gierlappen haben spannen lassen.
Oder wie sagt Volker Pispers? Die Deutsche Binnenschifffahrt macht mehr Umsatz. Und die haben noch sie so rumgezetert!
Das kann ja eigentlich nur ein Fehler sein. Gerade jetzt, wo die Piraten so stark werden, heißt das ja, dass immer mehr Menschen alles umsonst haben wollen, und natürlich auch holen. Und ACTA und SOPA sind ja erstmal weg, da muss die Quote der Raubmordkopierer ja geradezu explodieren. Und die VDS haben wir auch noch nicht....
Perfektes Beispiel dafür, dass man diesen Menschen, die immer wieder das selbe behaupten (alle wollen alles umsonst, zu diesen gehört übrigens auch der Spiegel), auf keinen Fall etwas glauben sollte. Denn, wie man sieht, läuft das Geschäft mit diesem ominösen Internet ja doch...
Ob sich bei den Journalisten irgendwann herumsprechen wird, dass CDs bereits digital sind und somit das Label "Digitale Musik" für Download-Zahlen als Abgrenzung von CD-Verkaufszahlen sinnfrei ist? Und wäre dieser weit verbreitete Unsinn nicht mal was für eine Zwiebelfischkolumne?
Bei den Zahlen musste ich mir die Augen reiben. Wegen eines Umsatzes von knapp 1,5 Milliarden Euro läßt sich die Politik von der deutschen Musikindustrie allen voran der GEMA so vor den Karren spannen, dass die Freiheitsrechte im Internet unter die Räder geraten. Welchen Einfluss hat dann erst die Pharmaindustrie mit einem Umsant von 100 Milliarden? Ansonsten hat mich doch erstaunt, dass der CD-Absatz in Deutschland noch so hoch ist. Ich dachte immer, ich sei einer der wenigen Ewiggestrigen, die Musik nur auf CD erwerben. Download von MP3 und sosnst komprimierter Musik betrachte ich immer als Erwerb von kastrierter Musik. Es geht nichts über eine professionell gepresste CD.
1,5 Milliarden Euro jährlich? Da treibt die GEZ ja mehr ein, wenn jeder Bundesbürger den vollen GEZ Betrag zahlen müsste.
Dann schlage ich mal folgendes vor:
- GEZ abschaffen
- Kulturflatrate von 15 Euro monatlich
Aus die Maus. Dann verdienen die Damen und Herren Verwerter sogar noch mehr, weil kommerzielle Dienste nach wie vor aufgrund von ausgeklügelter Technik, konsequenter Verfügbarkeit, schnellen und hochqualitativen Datenraten, nach wie vor existieren werden.
Ich lach mich schlapp...
Was ist eigentlich so falsch an dem Geschäftsmodell: "Ich verkaufe dir eine Cd und du gibst mir Geld dafür"?
Ist eigentlich wichtiger wie das Produkt verkauft wird oder ist es wichtiger was es überhaupt für ein Produkt ist?
Kaufe ich Musik um mich am Vorgang des Kaufs zu ergötzen oder weil ich Musik hören will?
Wen interessiert denn, über welches Geschäftsmodell er Musik konsumiert? Musik hören ist immer gleich. Gute Musik ist gut, schlechte wird auch durch jedes Geschäftsmodell nicht besser.
Meiner Meinung nach geht es in der Musikindustrie schon lange nicht mehr um die Musik selber. Dazu haben damit zu viele Leute zu tun, denen Musik völlig egal ist.