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Musik-Streaming: Indie-Labels beklagen winzige Umsätze bei Spotify

Rückzug der kleinen Labels vom Streaming-Riesen: Fast 200 Indie-Plattenfirmen listen ihre Titel bei Spotify & Co. aus. Ihr Vorwurf: Für die Kleinen sind die Umsatzbeteiligungen zu klein.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...798953,00.html
  1. #1

    Da ist ein Elefant im Raum..

    ...den der Spiegel hier geflissentlich ignoriert.
    Der ist auch bei Uniform Motion erwähnt, aber taucht hier nur aus Konsumentensicht auch in der Tabelle auf, nämlich Apples iTunes. Apple Bashing ist ja gerade in...

    Dann zitiere ich hier mal aus der Website von Uniform Motions:
    „The album will cost you 8.91 EUR to buy from Apple.
    There’s a 70-30% split there too, so we will keep 6.28 EUR/album.
    That being said, it costs us 35 EUR/year to keep an album on iTunes, Spotify, and Amazon (105 EUR per year for all 3 of our albums!) so we don’t make any money until 24 people have bought a digital copy of the album on iTunes, or 150 single songs”

    Das finde ich jetzt nicht unbedingt schlechter als den Leuten die Pressung der eigenen CD ans Herz zu legen.
  2. #2

    Achsoooooo...

    "Pressen", Vertreiben, Marketing für neue Alben und das Wiedereinsammeln nicht verkaufter Kopien kosten nichts. Ja, dann ist das natürlich alles richtig...

    Mal im Ernst, wie viele Platten verkauft denn die Band "Uniform Motion" sonst so und über welchen Vertriebsweg?
    Streamingdienste sind in der Regel sehr gute Marketinginstrumente, mit denen man sich als Band außerhalb des streng formatierten Radiomarktes präsentieren kann. Eine Band Namens "Uniform Motion" dürfte es nicht gerade leicht haben, Heavy Metal Fans außerhalb der "Metal-Channels" z.B. bei DI.FM, SKY.FM, Spotify & Co. zu erreichen.

    Wenn sie dann aber nicht in der Lage sind, diese Bekanntheit und das Interesse für ihre Alben z.B. über den Direktvertrieb auf der eigenen Homepage zu monetarisieren, dann liegt der Fehler eher beim Management der Band....

    Gruß, G. Heim
  3. #3

    Das Hauptproblem ...

    ... für Künstler ist die im Netz verbreitete Kostenlos-Kultur.

    Die Musikkonsumenten sollten aber auch etwas in die Zukunft schauen. Wenn Künstler, Musiker am Ende nichts mehr an ....http://www.youtube.com/watch?v=V6O0QlSP1Ng
  4. #4

    Hier könnte Ihre...

    @52m.de
    Mal ganz ehrlich: Für solche Musik würde es mir nicht mal leid tun. 0815-Mucke, die jeder mit seinem heimischen PC erstellen kann, eine Sängerin, die recht lustlos vor der Kamera agiert, ein Typ, der mehr schlecht als recht seinen "Sprechgesang" zum besten gibt, das gepart mit 5-Klässler-Texten...nichts was es nicht schon tausendfach gegeben hätte.

    Nur wird eines hierbei gerne vergessen: Ich benutze solche Dienste um auf neue Musik aufmerksam zu werden, um mir das ganze in Ruhe anhören zu können. Wenn es mir gefällt, wird es gekauft - denn gerade bei den Streaming-Sachen weiß man nicht, wie lange das Unternehmen die Lizenzen besitzt. Zumal habe ich das, was ich gerne höre, auch gerne im Schrank stehen. Somit verdient die Band zweifach.

    Das Problem dabei ist auch, dass der Kunde Mogelpackungen schneller erkennt, man muss gute Musik abliefern, nicht ein Album mit zwei guten Titeln und den Rest Füllmaterial. Darauf bin ich in der Vergangenheit oft reingefallen (wer hat schon Lust und Zeit im überfüllten Elektro-Laden zu stehen und 10 CDs durchzuhören?).

    Labels und Bands haben immer noch nicht kapiert dass man wieder Qualität abliefern muss...sonst wird das nüscht...
  5. #5

    ohne Titel

    Vieleicht sollte man sich auch mal langsam von dem Gedanken verabschieden, man könne mit dem Verkauf von Musikkonserven reich werden.
    Geht auf die Bühne singt Eure Lieder und wenn Ihr gut seid bezahlen auch mal paar Leute Eintritt. Das ist das eigentliche Urkonzept von Musik.
    Ansonsten sucht Euch einen Job und geht arbeiten.
  6. #6

    ...

    Zitat von Lazarus Beitrag anzeigen
    Vieleicht sollte man sich auch mal langsam von dem Gedanken verabschieden, man könne mit dem Verkauf von Musikkonserven reich werden.
    Geht auf die Bühne singt Eure Lieder und wenn Ihr gut seid bezahlen auch mal paar Leute Eintritt. Das ist das eigentliche Urkonzept von Musik.
    Ansonsten sucht Euch einen Job und geht arbeiten.
    Wäre natürlich jetzt interessant zu wissen, welchen Job Herr/Frau Lazarus so hat. Wenn wir schon zu "Urkonzepten" zurückkehren, dann haben Sie sicher auch nichts dagegen, für solch dämliche Kommentare einen mit der Keule übergezogen zu bekommen.
  7. #7

    Die zwei Seiten der Medaille

    "Lasst die Musik etwas Besonderes bleiben, f*** Spotify!"
    Die Aussage vom Label trifft es ziemlich auf den Punkt. Die verschiedenen Angebote und Dienstleistungen von Streaminganbietern sind die eine Sache, die Qualität der angebotenen Musik die andere. Und an der Qualität mangelt es eben.

    Dieses Manko wird nicht gerade ausgebessert, wenn man dem Kunden ein - zweifellos - sehr beeindruckendes Paket von 13 Millionen Titeln anbietet. Der Wert jedes einzelnen Songs nimmt damit gewaltig ab. Die Musik wird weniger geschätzt, weil sie zunehmend selbstverständlich wird. Was einerseits zwar aus menschlicher Sicht eine logische Folge ist, da Menschen Musik brauchen. Es darf aber nicht dem Kommerz wegen passieren. Was aber passiert.

    Aufgrund der gewaltigen Masse sehen sich Künstler - falls die Titulierung denn überhaupt zutrifft - gezwungen in kürzenen Zyklen Alben zu produzieren, was - da sind wir uns sicher eining - den Kreislauf mit der Abnahme der Qualität schliesst.

    So. Streamingdienste wie Simfy sind ja hauptsächlich deshalb entstanden, um den stagnierenden Zahlen der Musikindustrie - Musikpiraterie sei dank - Einhalt zu gebieten. Theoretisch eine gute Idee. Würden Menschen all die Musik kaufen, die sie mögen, hätten sie Ende Monat nichts mehr zu essen.

    Aus pragmatischer Sicht haperts aber auch am Streamingansatz. Prinzipiell "mietet" man die Musik nur, sie gehört einem zu keiner Sekunde. Nach der "Mietphase" hat man nichts mehr davon, im Gegenzug ist das Bedürfnis nach Musik aber immer noch da. Denn das verfällt nicht einfach so.
    Wir Menschen sind ziemlich besitzfixiert, wir wollen die Musik besitzen.

    So.
    Zitat von lapje Beitrag anzeigen
    denn gerade bei den Streaming-Sachen weiß man nicht, wie lange das Unternehmen die Lizenzen besitzt.
    Ein guter Punkt. Da man die Musik weder physisch im Schranke stehen noch auf der Festplatte gespeichert hat, hat man keine Garantie, dass die Firma ewig weiter existieren wird. Genau aus dem Grund meide ich ja auch Dienste wie Maxdome und Steam, die eigentlich ein ähnliches Geschäftsmodell in anderen Bereichen anwenden (Filme und Games). Solange ich nicht die Gewissheit habe, dass die gekauften Inhalte immer mir gehören werden, ist das für mich hinausgeworfenes Geld.

    Zitat von lapje Beitrag anzeigen
    Das Problem dabei ist auch, dass der Kunde Mogelpackungen schneller erkennt, man muss gute Musik abliefern, nicht ein Album mit zwei guten Titeln und den Rest Füllmaterial.
    Ein guter Punkt, der sich leicht widerspricht. Da man beispielsweise bei iTunes bei einem Album jeden Titel einzeln erwerben kann, findet man etwaiges 0815 Füllmaterial schneller und: vor allem günstiger, als wenn man "klassisch" Alben kauft. Gleichzeitig fördert dieser Aspekt aber die mangelnde Qualität. Da jeder Titel einzeln erworben werden kann, fällt der Anspruch an ein Album als Gesamtwerk; die Künstler geben sich weniger Mühe.

    Um neue Musik zu entdecken, greife ich lieber auf Dienste wie Lastfm zurück.
  8. #8

    @mrczech

    @mrczech

    Vielleicht sollte man eher noch einen Schritt zurück gehen: Nicht die Streaming-Dienste sind daran schuld, dass Musik als "inflationär" bezeichnet werden kann, sondern die Labels. Die Streaming-Dienste können nur das anbieten was der Markt her gibt. Genauso könnte ich dies bei Amazon kaufen. Das Problem sind eher die Labels, die oftmals jeden Müll auf den Markt werfen, nur um die schnelle Kohle zu machen - Tallente werden schon seit 20 Jahren nicht mehr wirklich aufgebaut. Wenn diese aber nicht ständig mindere Qualität auf den Markt werfen würden, könnten die Dienste diese auch nicht anbieten...

    Zu last.fm
    Ein wenig wiedersprechen Sie sich dort auch! Ich gebe Ihnen mit dem Gesamtkunstwerk eines Albums völlig recht. Oftmals gibt es auf solchen Alben Stücke, die eher als eine Verbindung zwischen zwei Punkten des Albums zu sehen sind. Für sich alleine stehend wären diese Stücke aber evt. völlig belanglos, ja sogar "chaotisch". Wenn Sie bei last.fm jetzt solch ein Stück hören würden, würden Sie evt. nicht auf den Künstler aufmerksam.

    Zudem erlebe ich es bei last.fm immer wieder, dass man bei Angabe eines Künstlers oder Genre nach kurzer Zeit schon immer wieder die gleichen Sachen vorgespielt bekommt - wenn man mal ein wenig vom Mainstream abweicht.
  9. #9

    mit der Musik gehts runter

    Zitat von lapje Beitrag anzeigen
    Ein wenig wiedersprechen Sie sich dort auch!
    Es war keinesfalls meine Absicht auszusagen, dass Sie sich widersprechen. War etwas unglücklich formuliert. Es sollte rüber kommen, dass der Punkt mit der Mogelpackung einerseits die Qualität fördern kann - schwache Titel werden schneller entlarvt - andererseits aber Qualität mindern kann - jeder Titel kann einzeln gekauft werden, Aussage und Substanz auf Widersehen.

    Im Übrigen haben Sie natürlich recht, Lastfm ist überhaupt nicht perfekt. Es ist im Grunde genommen auch auf den Mainstream/auf die Kommerzialität ausgerichtet, denn der Mainstream generiert am meisten Gewinn.
    Zur besseren Veranschaulichung: Ich ziehe Lastfm aber dennoch Streaminganbietern vor, hinsichtlich der Premium Pakete. Ich habe praktisch schon alle meine Lieblingslieder physikalisch in meinem Besitz, lerne aber gleichzeitig gerne neue Perlen kennen. Zusätzlich nutze ich Simfy Free für diejenigen Songs, die ich nicht besitze.


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