Durch den Vorteil, Freunde zu haben die in Granada wohnen, kommen wir öfters in die Stadt - sind gerade am vergangenen Samstag zurückgekommen. Daher einfach schön, diesen Artikel jetzt hier auf SPON zu lesen. ;)
Nordafrikanische Trommelmusik trifft Flamenco-Gitarren: Im Schatten der Alhambra verschmelzen seit jeher die Kulturen. Die Stadt gilt als tolerant, weltoffen - und als märchenhaft schön.
http://www.spiegel.de/reise/staedte/...706741,00.html
Durch den Vorteil, Freunde zu haben die in Granada wohnen, kommen wir öfters in die Stadt - sind gerade am vergangenen Samstag zurückgekommen. Daher einfach schön, diesen Artikel jetzt hier auf SPON zu lesen. ;)
Die Selbstverständlichkeit, mit der die (spanisch-)arabische Minderheit Ihre Rechte im Süden Spaniens einfordert und von den Spanier gegeben wird, ist leider auf der anderen Seite von der Straße von Gibraltar leider nicht gegeben. El Pais berichtete wieder, dass zum erneuten Male Christen des Landes verwiesen wurden, diesmal 140, u.a. auch aus Spanien.Und seit 2003 gibt es im Albaicín sogar wieder eine Moschee - die erste seit 500 Jahren. Als sie eröffnet wurde, übertrug der arabische Fernsehsender al-Dschasira das Ereignis live.
Schön wäre es, wenn nicht nur darüber auch mal berichtet werden würde, sondern vor allem die Nutznießer dieser Freiheiten sich auch dort für Toleranz engagieren würden.
Ach wie schön, seht Ihr, es geht doch, das Zusammenleben verschiedener Kulturen. Granada verdankt seine "Weltoffenheit" also der jahrhundertelangen Knechtung durch die Mauren. Diese Stadt könnte also Vorbildcharakter für den ganzen Kontinent innehaben. Wir müssen also nur mehr Moslems in Europa ansiedeln, einen Emir installieren und die Dhimmis zahlen Jizza (Steuern von "Ungläubigen"), dann werfen wir die Moslems wieder raus und ganz Europa wird so schön Mulitkulti wie Granada sein.
Historisch nur bedingt richtig. So von wegen Knechtung, Verfolgung, Toleranz und Unterdrückung. Zumindest was die Zuordnung zu den Religionen angeht. Ich empfehle einen Blick in ein Geschichtsbuch und keine 1:1-Anwendung heutiger Schemata ;-)...
Ansonsten: Eine traumhafte schöne Stadt, in die ich immer und immer wieder gerne reisen werde!
"Arabische Trommelmusik, Verschmelzen der Kulturen".
Ich weiss nicht, ob Sie´s wussten, aber: Die Rückrückeroberung Spaniens steht auf der Agenda der Islamisten. Die verstehen unter arabischer Trommelmusik und dem Verschmelzen der Kulturen was anderes.
Janosch schreibt bessere Reiseberichte. Ach wie schön ist doch Islamistan!
Wie in so vielen Ländern dieser Welt:
Stress gab's erst als die Christen kamen....
Die Knechtung begann wohl eher mit dem Ende der Mauren-Herrschaft. Da war es nämlich plötzlich vorbei mit der Religionsfreiheit, Mauren und Juden wurden vertrieben.
Die (von den Nazis ausgelöschten) Juden Thessalonikis gehen übrigens auf die Juden Spaniens zurück, die die "katholischen Könige" nach der Eroberung Granadas vertrieben ließen.
Al-Andalus, das von den Mauren zwischen 712 und 1492 besetzte Spanien, steht im Fadenkreuz der Islamisten, wie therude richtig bemerkt. Ein Traum im Rückblick, doch nicht ganz ungefährlich.
An dieser Stelle sei an die Schlacht von Tours und Poitiers im Süden Frankreichs erinnert, wo Karl Martell die vorrückenden Mauren 732 in die Flucht schlug. Die "reconquista", also die Rückeroberung Spaniens, setzte 722 unter Pelayo mit der Schlacht bei Covadonga ein und endete erst 1492 mit dem Fall Granadas.
Die Katholischen Könige (Reyes Católicos) herrschten. Eine Epoche, in der die spanische Inquisition unter ihrem Groß-Inquisitor Torquemada fürchterliche Spuren hinterließ.
Geschichtsbuchweisheit aus den 60er und 60er Jahren.
Wenn man sich heute die Appetithäppchen "tapas" in einer so geschichtsbeladenen Umgebung schmecken lässt, sollte man sich nicht nur von den Schönheiten Granadas, der Alhambra und den Gärten des Generalife blenden lassen. Diese Umgebung sollte auch zu weiterem Nachdenken anregen.