DPA"Keinen Meter den Nazis", unter diesem Motto gehen 2000 Menschen in Münster auf die Straße. Bei der Gegendemo zu einem Neonazi-Aufmarsch kommt es zu Auseinandersetzungen - die Polizei geht mit Pfefferspray gegen die Demonstranten vor.
http://www.spiegel.de/panorama/gesel...819089,00.html
Nun, wenn Toleranz in Ihren Augen bedeutet das dieser braune Mob durch Straßen maschieren darf um Aufmerksamkeit zu erregen, um dann abseits der Demonstration Hetze und Hass zu verbreiten mit dem Ziel unsere demokratische Grundordnung zu zerstören, dann bin ich gerne intolerant.
...den Nazis das Recht streitig zu machen zu demonstrieren, mag zwar de jure nicht richtig sein, moralisch ist es allemal ok. Was glauben Sie denn, was die Neonazis veranstalten würden, wenn sie an die Macht kämen? Das Demonstrationsrecht wäre das erste von vielen, das kassiert würde. Dann hätten wir aber auch keinen Grund mehr über Moral und Recht zu diskutieren, denn das wäre dann de jure verboten.
was hier als artikel verkauft wird verdient den namen nicht.
entweder ist er misserabel recherchiert oder bewusst aus politischer meinung schlecht.
1.) Die Zahlen sind falsch. SPON ist das einzige Medium das von lediglich 2000 Gegendemonstranten spricht; jegliche andere Medien haben eine höhere Zahl.
2.) Tatsächliche Nachrichten fehlen oder werden unterschlagen. Das ist einmal die skandalöse Verhaftung einer Bundestagsabgeordneten der Linken und da ist darüber hinaus ein extremer Vorfall von Polizeigewalt.
Ein Demonstrant, welcher angeblich Flaschen geworfen hat(nicht bestätigt/nur von polizei bestätigt) und sich bei der Verhaftung gewährt haben soll(ebenfalls noch nicht bestätigt/nur von polizei bestätigt) würde so schwer verletzt, dass er mit einem Schädel-Hirn Trauma auf die Intensivstation eingeliefert wurde, nachdem er mehrere Stunden bewusstlos war(von mehreren Zeugen und Ärtzten bestätigt).
Dabei handelt es sich um eine lebensgefährlich Verletzung und der Betroffene liegt immer noch auf der Intensivstation.
Es bleibt zu hoffen dass er weder stirbt noch bleibende schäden davon trägt.
Aber das ist ja keine Meldung wert, was?
Ja, ja. Immerhin muss die schützenswerte Minderheit (dieser ausdruck kommt von einem Richter, nicht von mir) auch das Tun dürfen, was diese Vereinigung den Menschen mit aller Macht verbieten würde. Oder kann sich jemand vorstellen, das Andersdenkende in der Diktatur ihre Meinung in einer Demonstration wie in Münster kundtun dürften?
Wir schützen diese Leute, damit diese eines Tages vielleicht wieder an die Macht kommen und uns unterdrücken können. Na Dankeschön!
Ist das so schwer zu begreifen?
Eben weil in einer Diktatur (ob nun Linke, Rechte oder sonstwer) Demonstrations- und Meinungsfreiheit eingeschränkt werden, darf eine Demokratie dies nicht tun. Weil sie sonst nicht besser ist, keine Demokratie mehr ist.
Und die Nazis kommen nicht deswegen an die Macht, weil sie demonstrieren dürfen.
Das ignorieren der braunen Dumpfbacken ist mit Abstand das schlechteste was man machen kann.
Hätte man die rechten Dumpfbacken nicht so viele Jahre ignoriert, wären eventuell noch 10 Menschen am Leben und nicht ermordet worden.
Vergleiche mit den USA zu ziehen halte ich im Übrigen als schwach. Schon die Geschichte Deutschland sollte uns doch langsam gelehrt haben das "Augen zu" nur zu einem führt. Und das wollen wir doch nicht wirklich oder??.
Jeder der eine Stimme hat, sollte diese auch klar nutzen um GEGEN jegliche Art von Rechts zu sprechen.
Das lief also "vorbildlich" in Münster? Alberne Schönfärberei ist das. Fakt ist, dass die Nazis wie geplant marschieren und kundgeben konnten, das Bündnis "Keinen Meter den Nazis" sein Ziel also nicht erreicht hat. Allerdings scheint die Mehrheit des Bündnisses ihr eigenes Motto nicht allzu ernst genommen zu haben und sich damit begnügt zu haben, den Aufmarsch ein wenig "kritisch zu begleiten", also daneben zu stehen und "Nazis raus" zu rufen, oder gar in weiterer Entfernung ein Volksfest zu feiern. Mit den wenigen, die den Naziaufmarsch tatsächlich verhindern wollten, wurde die Polizei dann gewohnt "robust" fertig. Also das übliche traurige Bild: Die Nazis können demonstrieren, die Zivilgesellschaft feiert sich derweilen selbst, und die wenigen aktiven Antifaschisten bekommen den "wehrhaften Rechtsstaat" zu spüren.
Dass es auch anders geht, zeigen Jena, Dresden die letzten zwei Jahre, und auch andere Orte: Sich massenhaft den Nazis in den Weg stellen/setzen. Aber da muss man halt auch den Konflikt mit der Polizei in Kauf nehmen, denn die ist an so einem Tag primär dafür da, den Nazis ihren Aufmarsch zu ermöglichen! 200 Blockierer trägt, spült oder knüppelt (je nach Laune und "Gegenüber") sie dafür schon mal weg. Bei 2000 wird das schon schwieriger.