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Münchner Hauptbahnhof: Sex-Shop darf auch sonntags Kondome verkaufen

DPAKondome und Pornos gibt's künftig auch sonntags in einem Sex-Shop am Münchner Hauptbahnhof: Ein Gericht hat der Klage der Betreiber stattgegeben. Ganz konnten sie sich aber nicht durchsetzen - der Verkauf des "Erotischen Mensch-ärgere-dich-nicht-Spiels" bleibt am Tag des Herrn tabu.

http://www.spiegel.de/panorama/gesel...834765,00.html
  1. #1

    optional

    Na endlich mal gute Neuigkeiten ;-)
  2. #2

    ... Fragen bleiben offen ...

    Ich finde das herrlich, wie in D über diese Sache gestritten und gerichtet wird, aller Orten Klagen, Frust etc. nur beim Rauchverbot ist es schlimmer.

    Erstaunlich:

    - das der Gesetzgeber in dem Gesetz nicht direkt zwischen Nah-, Regional- und Fernverkehr differenziert hat.
    - wie hier Kondome in den §2 (2) passen (Reiseandenken, Spielzeug)?
  3. #3

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Gegenstände, die nicht für eine Reise gebraucht werden, dürfen nicht verkauft werden. Dazu zählen Spiele und Geschenkartikel.
    Hm. Also im Zug was spielen wollen geht nicht. Aber im Reisebedarfs- und Zuebehoerladen an der Tankstelle Wodka zum Fahren kaufen ist voellig in Ordnung.

    Alles klar.
  4. #4

    typisch deutsch

    Nun weiss ich wieder, warum ich im Ausland lebe. Was für eine Heuchelei. So gut wie keiner hat mehr was mit der Kirche am Hut, aber die Öffnungszeiten werden weiterhin davon diktiert, oder zumindest damit begründet. Was für ein Blödsinn!
    Ist ja nur gut, dass nun an Reisende Kondome verkauft werden am Sonntag, sonst müsste man sich zukünftig um das Sexualleben der Sonntags-Reisenden Sorgen machen.

    Unglaublich....
    Was wäre so schlimm dran, die Öffnungszeiten ALLER Läden denen zu überlassen, die damit am meisten zu tun haben - den Ladeninhabern?! In anderen Ländern funktioniert es auch hervorragend und ich geniesse es nach anderthalb Jahren im Ausland immer noch, dass ich zu jeder Tages - und Nachtzeit an jedem Tag einkaufen kann und ich nutze es auch! Hat schon was, morgens 3 Uhr durch den Supermarkt zu schlendern :-)
  5. #5

    Nie mehr einen Titel...

    Zitat von einzel haft Beitrag anzeigen
    ....
    Erstaunlich:....
    - wie hier Kondome in den §2 (2) passen (Reiseandenken, Spielzeug)?
    § 2 Abs. 2 LadSchlG:
    (2) Reisebedarf im Sinne dieses Gesetzes sind Zeitungen, Zeitschriften, Straßenkarten, Stadtpläne, Reiselektüre, Schreibmaterialien, Tabakwaren, Schnittblumen, Reisetoilettenartikel, Filme, Tonträger, Bedarf für Reiseapotheken, Reiseandenken und Spielzeug geringeren Wertes, Lebens- und Genussmittel in kleineren Mengen sowie ausländische Geldsorten.

    Je nach dem, wann und wo man die Kondome am Sonntag benötigt, können Sie unter Genussmittel oder Reise-toiletten(!)-artikel fallen....
  6. #6

    Wieso eigentlich

    gehören Tabakwaren im Sinne des Gesetzes zum Reisebedarf? Weder im Zug, noch im Bahnhof darf geraucht werden.
    Und wenns keine Zigarette danach gibt, brauche ich auch keine Kondome.
  7. #7

    ... Danke ...

    Zitat von Hans58 Beitrag anzeigen
    § 2 Abs. 2 LadSchlG: ... Je nach dem, wann und wo man die Kondome am Sonntag benötigt, können Sie unter Genussmittel oder Reise-toiletten(!)-artikel fallen....
    Das haben Sie sehr schön frei interpretiert, wenn das so ist, natürlich auch Spielzeug (geringeren Wertes!?), ggf. gibt es noch einen Unterschied ob mit oder ohne Noppen (Monty Python) so. Ich bleibe dran und sehe mir das mal an wenn ich in M bin und mich traue.
  8. #8

    Bigott

    Diese Bigotterie der CSU. Frauen gehören an den Herd und bekommen ne Prämie von 100 EUR, aber davon darf man Sonntags keine Kondome kaufen gehen. Also liebe Hausfrauen in Bayern: Wenn ihr nicht ewig an den Herd gekettet werden wollt bevorratet Euch!!!!! Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig!
  9. #9

    ich lach mich schlapp...

    ... also, wenn man nicht vorgesorgt wurde, vögelt man in München sonntags nur ohne Kondom? Oder gar nicht? Gibt es Unterschiede, zwischen Katholen und Evangelischen?
    Das ist so eine dieser Meldungen. wo man sich nur noch an den Kopf fasst. Lasst den Ladeninhabern die Entscheidung, wann und wie sie öffnen, und gut ist.
    Kopfschüttelnde Grüße aus dem hohen Norden!


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