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Mubarak gibt auf: Ägypter verjagen ihren Tyrannen

Die Hartnäckigkeit*der Demonstranten besiegelte sein*Ende:*Die Menschen auf Ägyptens Straßen wollten nicht verhandeln, bis ihre zentrale Forderung erfüllt war: Mubarak muss weg. Jetzt hat der Ägyptens*Präsident die Konsequenzen gezogen und die Macht an die Armeespitze abgetreten.*

http://www.spiegel.de/politik/auslan...743353,00.html
  1. #30

    Nicht der Westen hält zu Mubarak ..

    ... allein die politische Elite, die politisch Verantwortlichen halten zu ihm (ich behaupte, dass den Meisten im Westen die Diktatoren nur widerlich sind). Und das ist nur konsequent. Schließlich wurden die Diktatoren in den arabischen Ländern, in Afrika und früher in Südamerika durch die politische Ebene des Westens installiert, damit unsere (vermeintlichen?) Interessen weltweit gewahrt werden. Es wäre also reichlich verlogen, so mir nichts dir nichts einem "eigenen Mitarbeiter" in den Rücken zu fallen, jedenfalls, bevor wir nicht den nächsten Diktator an der Hand haben, damit auch ja unsere Interessen gewahrt bleiben!
  2. #31

    Richtig

    Zitat von olfma Beitrag anzeigen
    Was läuft denn seit dem Mauerfall in den westlichen "Demokratien"?
    Die werden genau so ausgeplündert, nur laufen da alle 4-5 Jahre Show-Veranstaltungen, bekannt als "Wahlen".
    Auf Honecker folgte Schröder, für Millionen der endgültige Genickbruch.
  3. #32

    ...

    Zitat von Theodor1 Beitrag anzeigen
    Aha. Stets war Mubarak auch im SPIEGEL der für uns brave und nützliche Ägypter. Und plötzlich - TYRANN.
    Konsequenz: Der Glaubwürdigkeitsfaktor des Blatts ist nach unten zu korrigieren.


    Ja. Ich bin auch höchst verwundert über den Syntaxwechsel im Spiegel.
    Jahrzehntelang galt Mubarak als gemässigter Führer, der den Hardlinern die Stirn geboten und den Israelis die Hand gereicht hat. Von den anscheinend unsäglichen Auswüchsen des Polizeistaates Ägypten hab ich im Spiegel nie etwas gelesen.

    Im übrigen behaupten auch manche, die Revolutionen hätten weniger etwas mit Bürgerrechten als mit Preisexplosionen für Grundnahrungsmitteln uä zu tun.
  4. #33

    ...

    Zitat von Thomas Kossatz Beitrag anzeigen
    Aha, sie haben uns also über Jahre über den pöhsen Diktator aufgeklärt SIE wussten es ja besser.

    Und sie meinen, das glaubt irgendwer?

    Selbst ein Ronald Reagan wusste, das man am EWnde aller Tage irgendwie mit Diktaturen umgehen musss. Nur deshalb konnte er mit den UdSSR erfolgreich Verträge verhandeln.

    Jahrzehnte war an der Grenze zwischen Israel und Ägypten Ruhe. Das war das Ziel des Westens, mehr konnte nicht erreicht werden.

    Realpolitik ist eben für Gutmenschen und Verschwörungstheoretiker unerträglich. Aber westliche Demokratien geben niemand die Macht die ein Diktator Mubarak hatte: Für 5 Euro Hartz4 Erhöhung kreist bei uns der Berg. Die Erwartungshaltung, mit politisch korrekter Rede könne man was erreichen, ist ein Traum. Fragen sie Joschka Fischer
    Ich glaube, das ist gar nicht der Punkt. Die Ägypter haben ihren offensichtlich nicht demokratisch legitimierten Präsidenten aus dem Land gejagt. Das ist die Nachricht.

    Komisch ist nur, daß aus dem kreuzbraven und verlässlichen Isrealfreund Mubarak neuerdings im westlichen Sprachgebrauch ein despotischer Tyrann wird. Auch auf Spon.
  5. #34

    Diese Befürchtung bzw. Annahme

    Zitat von sxyxs Beitrag anzeigen
    PS-freilich wird auch der nächste ägyptische handlanger in den USA ausgebildet worden sein bzw über eine Vergangenheit in der UN einem US-konzern oder einem anderen US-ableger verfügen-rein zufällig.

    teile ich nicht. Der Versuch der USA und der EU ist gerade grandios gescheitert - Suleiman.
  6. #35

    ach?

    jahrelang war er der kumpel aller. das bollwerk gegen islamisten und terroristen. genossin merkel würdigt den den mut des ägyptischen volkes und rühmt den abgang des despoten; das ganze im fahrwasser des herrn obama. najo...putin ist ja auch ein "lupenreiner demokrat" gewesen. der nahezu-demokrat mubarak mutiert zum staatsfeind...verlogener gehts kaum noch. da lob ich mir die augsburger puppenkiste. diese theater war wenigstens ehrlich.
  7. #36

    ...

    Zitat von Bhur Yham Beitrag anzeigen
    Auf Honecker folgte Schröder, für Millionen der endgültige Genickbruch.
    So sollten sie das nicht sehen.
    Die Politik erwartet traditionsgemäss,
    als der wahre Souverän, natürlich
    von ihren Untertanen, dem Bürger,
    den schuldigen Gehorsam.
    Wahlen, sollte man in diesem Zusammenhang auch nicht
    als politische Willensbildung der deutschen
    Bevölkerung sehen (siehe GG), sondern eher als
    Legitimation und Bestätigung von Parteien und deren
    polischen Programme.
    Wer das als verstanden hat, hat die sogn.
    deutsche (Schein-)Demokratie vollumfänglisch
    verstanden.
  8. #37

    Kurzweil statt Beton

    Zwei Dinge waeren sehr interessant:
    1.
    Wieviele von den 89 Millionen Aegyptern haben eigentleich tatsaechlich "demonstriert"?.
    2.
    Gingen ebenso viele Millionen (?) in Deutschland aehnlich hartnaeckig auf die Strasse mit der Forderung, den/die Kanzlerin sofort abzuloesen und sofortige Neuwahlen zu erzwingen:
    wie wuerden sich unsere Angestellten des Staates dann verhalten? Koennte man zur Probe mal einen Ministerpraesidenten verjagen, beispielsweise uebungshalber den Herrn Mappus?

    Ich habe da so ein mulmiges Gefuehl: irgendwie wirken die Leute in Aegypten bisher eher ziviler, also reifer als in D, siehe S21.
    Jedenfalls ist nicht ausgemacht, dass unsere Kluengelinteressen-Politikerei weniger anfaellig waere als eine bisherige Regierung in Aegypten.
    Der aegyptische Bazillus wird kaum vor Europa haltmachen wollen. Politik wirkt endlich mal wieder kurzweilig anstatt betoniert, weil veraenderbar.
  9. #38

    Mubarak gibt auf

    Zitat von bwkben Beitrag anzeigen
    Gut so, bin mal gespannt wer darauf folgt und obs wieder eine Marionette Israels/USA sein wird.
    Für Euch ist doch Jeder, der ein zivilisiertes Verhältnis zu den USA und Israel hat, eine Marionette. Werdet endlich erwachsen und erkennt die Forderungen, die an einen modernen Staat gestellt werden.
  10. #39

    Mubarak gibt auf

    Zitat von bolzenbrecher Beitrag anzeigen
    Ich wünsche dem ägyptischen Volk alles Gute für eine tyrannenlose und erfolgreiche Zukunft. Meine Grüße wenden sich auch an Tunesien und alle, die Ihnen folgen werden, um diese Blutegel aus dem Lande zu jagen. "Alle Macht dem Volke"
    Überlegen Sie mal, was sie da geschrieben haben in Ihrem romantischen Überschwang. Dies ist kein Kino, sondern Realität und das Leben vieler, vieler Menschen steht noch auf dem Spiel. Kennen Sie einen Staat, der erfolgreich vom Volk regiert wurde ? Nein, ich meine nicht unsere westlichen Demokratien. Dazu sind nämlich in Aegypten noch keine Voraussetzungen vorhanden. Den Despoten zu entfernen war nur der erste Schritt. Der zweite ist um Nichts leichter. Ich wünsche dem Lande alles nur erdenklich Gute.


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