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Mountainbiken in Österreich: Hang zur Raserei

Bikepark LeogangBunt gepanzert geht's bergab: Eine Skipiste in Leogang verwandelt sich im Frühling in ein Paradies für Downhill-Mountainbiker. Seitdem sind die Lifte auch in der warmen Jahreszeit voll. Anfänger sollten erstmal einen Kurs buchen - und reichlich Vokabeln pauken.

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/...827098,00.html
  1. #20

    In Österreich gilt für die MTBler die Faustregel "Nur wo es erlaubt ist darf gefahren werden". Das hat sich bewährt. In Deutschland dagegen brauchst man einige Semester Jura und Vermessungsequipement um klar sagen zu dürfen ob das nun erlaubt oder nicht erlaubt ist. Die Leute in Österreich fahren aufgrund drakonischer Strafen auch nur dort wo es erlaubt ist. Die Erlaubnis stellt ja nicht etwa die Bergbahn oder der Hotellier oder gar der Biker selbst aus sondern das machen auch die zuständigen Behörden. Denen ist auch dran gelegen die Natur zu erhalten denn davon leben sie schliesslich auch.

    Die Biker fahren ja nicht irgendwo quer durchs Gehölz sondern auf ausgewiesenen Wegen die häufig eh schon vorhanden waren als Güterweg oder ähnliches.

    Auch auf das Argument "Wo man den Berg runterfährt soll man auch hochfahren" will ich kurz eingehen. Die Ursprüngliche Form des Skifahrens war auch ohne Lift und mit Steigfellen bzw dann mit Telemarkskiern. Nur interessiert das in der Neuzeit nur noch die ganz eingefleischten. Die Zeiten ändern sich eben.
  2. #21

    Naturschutz...

    Da habe ich schon ganz andere Erfahrungen gemacht. Leider scheint der legale Teil des Sports (der Teil, der auf offiziellen Wegen stattfindet) Begehrlichkeiten zu wecken, was dazu führt, dass an vielen Orten ständig neue illegale Downhill-Strecken angelegt werden.
    Das ist aber ein eher geringes Problem in Bezug auf den Naturschutz wenn in Wäldern rund um Städte 10 bis 20m lange Strecken angelegt werden.Downhillstrecken in der freien Wildbahn kann man nicht illegal anlegen. Dazu ist der Aufwand schlicht zu groß, das gleicht immerhin dem Anlegen von normalen Wegen.

    Wer beispielsweise in der Balz durch ein Gebiet mit Auer- oder Birkhühnern trampelt und ein paar gerade beim Balzen stört, ist dafür verantworlich, dass in diesem Jahr vermutlich kein Nachwuchs mehr gezeugt wird.
    Wenn wir über erschlossene Gebiete mit Skiliften reden, dann gibt es dort keine Auerhühner mehr. Dazu muss man schon aus eigener Kraft tief in die Natur.
    Einem Auerhahn in der Balz zu begegnen ist nicht angenehm und die Balzplätze liegen nicht in viel befahrenen oder begangenen Regionen. Deswegen ist das eher kein Problem.

    Das Abholen ganzer Waldabschnitte ist der Natur oft förderlich.
    Das mag sein. Man sollte dann aber trotzdem nicht so unsinnige Argumente bringen wie das Radfahrer die Bäume schädigen wenn man gleichzeitig mit 40 Tonnen schweren Harvestern auf immer neuen Wegen durch den Wald fährt.

    Viel schlimmer wiegt es, wenn der Mensch über einen längeren Zeitraum Störungen verursacht, indem z.B. querfeldeinfahrende Biker brütende Haselhühner aufscheuchen, Variantenskifahrer im Winter ruhende Hirsche verjagen oder Wanderer mit ihren Hunden frisch geworfene Rehkitz bedrohen.
    Hier in den Lechtaler Alpen haben wir aber eher ein gegenteiliges Problem. Die Jagdpächter schaffen keine ausreichenden Quoten mehr, weil sich das Wild extrem vermehrt. Das Resultat ist massiver Verbiss, der ständig nachgepflanzt werden muss, was enorme Kosten verursacht. So schlimm kann das Thema Skifahrer und Radfahrer für das Wild also nicht sein.
  3. #22

    fast track

    ich fahre seit Jahren mit nem sehr guten Kumpel in den Harz. Meistens Brockentour oder Oberharz. 40-50km Strecke mit bis zu 2000 HM. Für uns ist es selbstverständlich, dass wir unsere "Maschinen" berghoch fahren. Ehrensache. Wir sind noch nicht einmal querfeldein gefahren sondern orientieren uns weitestgehend an der Auschilderung. Scheiß auf GPS.
    Die Leute die abseits des Weges fahren kann ich nicht verstehen und nur den Kopf drüber schütteln. Aber es ist wie im richtigen Leben, es gibt solche und solche und den Aufregungsklaus der sich darüber beschwert.
  4. #23

    Das sind für mich keine Mountainbiker!

    Ein Mountainbiker fährt nur da runter wo er auch hoch gefahren ist.
    Das ist Ehrensache (und ich bin auch nur knapp Mitte 30)! Diese Downhiller, Freerider usw. die quasi den anstrengungslosen Wohlstand auf den Sport übertragen sind weder gut für die Natur noch für das Image der Bergradfahrer.

    Habe schon im Taunus und der Pfalz diese Typen gesichtet, die sich mit dem Lkw den Berg hochkarren lassen, um dann mit kastrierten Motorrädern wieder runter fahren. Die kastrierten Motorräder in Verbindung mit der Schutzausrüstung führen zu Geschwindigkeiten, die kein normaler MTBer auf nicht abgesperrter Piste fahren würde.
    Ich kann Wanderer und Spaziergänger verstehen, die sich daran stören.
  5. #24

    Zitat von Mannheimer011 Beitrag anzeigen
    Ein Mountainbiker fährt nur da runter wo er auch hoch gefahren ist.
    Bitte, es ist irgendwie auch "Ehrensache" nicht einfach irgendwas zu schreiben. Erstens sind solche Argumente 2 Jahrzehnte verspätet angebracht und die Sinnhaftigkeit kann man seit 1999, das war das jahr in dem die UCI also der Weltradsportverband eine Disziplin Namens "Marathon" offiziell machen mußte, weil diese von Millionen von Leuten bereits betrieben wurde.
    So, da kann man ja mal drüber nachdenken ob Berge so gestalltet sein müßen, das sie dem Gedanken des "Downhill = Uphill" entsprechen ?
    Das geht weder auf einem ca. 40 km Halbmarathon noch auf einem ganzen.
    Zitat von Mannheimer011 Beitrag anzeigen
    Das ist Ehrensache (und ich bin auch nur knapp Mitte 30)! Diese Downhiller, Freerider usw. die quasi den anstrengungslosen Wohlstand auf den Sport übertragen sind weder gut für die Natur noch für das Image der Bergradfahrer.
    Sportmedizinsche Leistungstests ergaben da meist Werte von 70%.

    Etwa 70% der körperlichen Leistung des Uphill kann man so als Faustregel für den Downhill annehmen.

    Übrigens ist in den allermeisten Fällen ein Mountaunbiker zumindest für etwa die Hälfte einer Tour zwangsweise "Downhiller".
    Wenn Sie also Cross-Country als die "einzig wahre" Mountainbikedisziplin ansehen, dürften Sie Ihre Meinung durchaus noch anbringen können.
    Dem Breitensport, also den Tourenfahrern, kann das gar nicht entsprechen.

    Zitat von Mannheimer011 Beitrag anzeigen
    Habe schon im Taunus und der Pfalz diese Typen gesichtet, die sich mit dem Lkw den Berg hochkarren lassen, um dann mit kastrierten Motorrädern wieder runter fahren. Die kastrierten Motorräder in Verbindung mit der Schutzausrüstung führen zu Geschwindigkeiten, die kein normaler MTBer auf nicht abgesperrter Piste fahren würde.
    Ich kann Wanderer und Spaziergänger verstehen, die sich daran stören.
    Womit Sie allerdings Recht haben und qausi "Anfängern" also eher Leuten die sich auf's bergab fahren verlagern, denen muß man das auch immer wieder neu sagen, wie Fahrlehrer Führerschein Prüflingen eben auch immer wieder das gleiche erzählen müssen. Da wachsen Leute nun mal nach, die die Diskussionen der letzten 20-30 Jahre nicht mitverfolgen konnten und die Gründe der "Reservation" in Bikeparks nicht wirklich kennen.
  6. #25

    Harvester!

    Zitat von superswissmiss Beitrag anzeigen
    Das Abholen ganzer Waldabschnitte ist der Natur oft förderlich. Einerseits wird dadurch der Wald verjüngt (ein alter Wald kann seine Schutzfunktion nicht mehr wahrnehmen), andererseits profitieren viele Pflanzen und Tiere von einer temporären (nach 20, 30 Jahren ist das wieder zugewachsen) Auflichtung. Auch wenns zunächst krass aussieht, sind Rodungen (solange sie nicht excessiv gross sind) mit dem Gedanken des Naturschutzes vereinbar. Ausserdem ist die Störung durch den Menschen zeitlich begrenzt - sobald der Wald abgeholzt ist (und allenfalls neu bepflanzt ist), ist der Mensch wieder weg.

    Viel schlimmer wiegt es, wenn der Mensch über einen längeren Zeitraum Störungen verursacht, indem z.B. querfeldeinfahrende Biker brütende Haselhühner aufscheuchen, Variantenskifahrer im Winter ruhende Hirsche verjagen oder Wanderer mit ihren Hunden frisch geworfene Rehkitz bedrohen.
    es geht eigentlich um den Harvester Einsatz. Wo die durchpflügen wächst auf Jahre nichts mehr, da der Boden massiv verdichtet wird und durch Sauerstoffabschluss die Mikroorganismen im Boden sterben. Und wir sprechen hier von richtigen, 3-5m breiten Schneisen.

    Dagegen ist ein Trail der von Bikern und/oder Wanderern genutzt eird, überhaupt nichts, da er kaum einen Meter breit ist.
  7. #26

    Babbl doch net....

    Zitat von Mannheimer011 Beitrag anzeigen
    Ein Mountainbiker fährt nur da runter wo er auch hoch gefahren ist.
    Das ist Ehrensache (und ich bin auch nur knapp Mitte 30)! Diese Downhiller, Freerider usw. die quasi den anstrengungslosen Wohlstand auf den Sport übertragen sind weder gut für die Natur noch für das Image der Bergradfahrer.

    Habe schon im Taunus und der Pfalz diese Typen gesichtet, die sich mit dem Lkw den Berg hochkarren lassen, um dann mit kastrierten Motorrädern wieder runter fahren. Die kastrierten Motorräder in Verbindung mit der Schutzausrüstung führen zu Geschwindigkeiten, die kein normaler MTBer auf nicht abgesperrter Piste fahren würde.
    Ich kann Wanderer und Spaziergänger verstehen, die sich daran stören.
    ....so än sch... Monnema!!!

    Habe auch schon diese Typen gesichtet, die meinen ihre Art einen Sport zu betreiben sei die einzig wahre!
    Immer diese Engstirnigkeit....nenene.....

    Was das anstrengungslose bergabfahren betrifft, spring doch mal über Deinen Schatten und komm mit in einen Bikepark, dann wirst Du schon sehen wie anstrengungslos das ist.....

    Ich steig jetzt wieder auf mein kastriertes Motorrad und fahr noch ein bisschen dort runter wo ich ganz sich nicht hoch bin....
  8. #27

    Zitat von Mannheimer011 Beitrag anzeigen
    Ein Mountainbiker fährt nur da runter wo er auch hoch gefahren ist.
    Das ist Ehrensache (und ich bin auch nur knapp Mitte 30)! Diese Downhiller, Freerider usw. die quasi den anstrengungslosen Wohlstand auf den Sport übertragen sind weder gut für die Natur noch für das Image der Bergradfahrer.

    Habe schon im Taunus und der Pfalz diese Typen gesichtet, die sich mit dem Lkw den Berg hochkarren lassen, um dann mit kastrierten Motorrädern wieder runter fahren. Die kastrierten Motorräder in Verbindung mit der Schutzausrüstung führen zu Geschwindigkeiten, die kein normaler MTBer auf nicht abgesperrter Piste fahren würde.
    Ich kann Wanderer und Spaziergänger verstehen, die sich daran stören.
    Wieder ein Mtbler der nur seine Disziplin kennt. Ich fahre von Mittelgebirgds-CC bis alpine DH-Trails alles. Zuhause fahren und schieben wir oft unsere Downhiller hoch bis zum Einstieg des Dh-Trails. Da ist man komplett schweißnass, wenn man oben ankommt. Wer Doẃnhill als "anstrengungslos" bezeichnet ist noch nie DH gefahren. Ernsthaft Dh ist absoluter Hochleistungssport.

    Viele meiner Mtb-Kumpels aus der CC-Fraktion würden auch gerne Dh fahren, haben aber leider nicht die Fahrtechnik oder sind einfach ängstlich. Das ist doch okay. (Natürlich gibt es auch unter den CClern supergute Abfahrer).
    Jedem das seine. Mir machen viele Facetten unseres Sports Spaß. Ich denke der passendste Vergleich ist der, dass Dh-Mtb dem alpinen Skifahren und CC dem nordischen Skifahren entspricht. Beide müssen hart trainieren, um Erfolg zu haben.
    Der obige Autor urteilt typisch klischeehaft und hat sich sicher noch nie mit Freunden Gedanken gemacht, wo man schön und spaßig abfahren könnte und wo man möglichst naturnah einen Sprung oder eine Steilkurve in einen Trail einbauen kann, die man dann ohne Tacho, Höhen-, Puls- und Wattmesser immer wieder durchfährt nur um mit Freunden Spaß zu haben.
  9. #28

    Downhillen am Asitz macht wirklich großen Spaß.
    Wir waren in der Unterkunft Pension Tannenhof, welche ich nur empfehlen kann.
    www.pensiontannenhof.at








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