Jochen VorfelderDie Kölner Intermot 2012 war eine Messe der Europäer: Zur Zeit schauen die japanischen Hersteller nur entgeistert zu, wie ihnen BMW, KTM, Ducati und Co. mit technischer und dramaturgischer Brillanz den Rang ablaufen.
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/m...-a-860395.html
Elektro-Motorräder mit einer Akku-Reichweite zwischen 100 und 200 km bei Stadtgeschwindigkeit (45 km/h) sind ein Witz. Nutz man diese Gehhilfen tatsächlich als Motorrad (also auch mal etwas zackiger über Land) ist lt. seriöser Tests selbst mit den dicksten Akkus bei 60 - 70 km Schluss.
Solche Fahrzeuge sind in meinen Augen Highspeed-Pedelecs, aber keine Motorräder. Der größte Witz aber ist das e-Motorrad-Modell von Brammo mit Schaltgetriebe (damit der Fahrer sich ganz aktiv in die Reichweitenreduzierung einbringen kann) ...
ts, ts, ts, da kann ich wirklich nur lachen. Umsatzmäßig ist das weniger als Mittelmaß und die Japaner haben es gar nicht nötig, hier mehr zu investieren. Und das liegt - zumindest in Nordeuropa - nicht am Sch...wetter, sondern in D allein an der Tatsache, dass der Lappen (oder heute die Karte) immer teurer wird, weil sich eine unheilige Allianz aus Gutmensch-Politikern und Fahrschullobby zusammengetan hat und unter dem Deckmäntelchen "wir müssen die Ausbildungsqualität verbessern um tödliche Unfälle zu verhindern" die Fahrerlaubnis entsetzlich teuer macht. Das kann sich keiner mehr leisten und das ist politisch gewollt. Als ich 16 war (1979) hat mich der KKR-Schein 50 DM (fünfzig!!) gekostet und weil mein Onkel besorgt war, hat er mir noch ne Fahrschule spendiert, obwohl das damals rechtlich nicht notwendig war. Kostete 105 DM. Okay. Vorletztes Jahr hat mein Großer den LKR-Schein gemacht. 1050 € (tausendfünfzig) und ein hanebüchener Unsinn an praktischen Fahrstunden, inkl. Nachtfahrt. Hallo, fürn besseren Moppedschein. Gehts noch, mehr als 400€ dürfte der nicht kosten, incl. Praxisausbildung. Mein Vater hätt sich das für mich nicht leisten können und selbst hätte ich keine 1050 DM ausgegeben und ausgeben können. Und solange das so bleibt, setze ich auf einen gedeihlichen deutschen Markt keinen müden Cent mehr. Wenn ich mit dem Mopped unterwegs bin, fühle sogar ich mich manchmal als Jungspund, fast alle anderen sind vollgrau. Lass die heutige Rentergeneration mal wegsterben, da bleibt nix übrig, was noch fährt und Motorräder kauft...
Ich besitze die Maschine nicht mehr, ich sehe nur ab und zu den jetzigen 6. Besitzer. Das Motorrad hat u. a. schon Kolben in Übergröße und vieles andere an Ersatzteilen bekommen. Es war ja nur eine Aussage, das dieses Motorrad noch immer funktioniert für den damals günstigen Kaufpreis.
Natürlich gibt es auch günstigere Maschinen. Die 17.000 € haben sich ja nur auf ein Beispielsatz in diesem Spiegel-Artikel bezogen, da meiner Meinung nach hauptsächlich teure Modelle auf den Markt kommen, die sich Motorrad-Einsteiger einfach nicht leisten können und dadurch die Fahrergemeinde vergreist.
Die geringe Laufleistung ist meiner Familie geschuldet, die hat nämlich nichts davon, wenn der Vater jedes Wochenende auf dem Bike sitzt. Außerdem habe ich nur 5 km Arbeitsweg, wo sollen da die km herkommen? Und zum Brötchenholen fahre ich lieber mit dem Auto.
Leisten kann ich mir ein neues schon, nur fahren will ich diese für mich fast ausnahmslos hässlichen Drahtgestelle nicht, auch wenn die Technik bei vielen Maschinen fast optimal für die Fahrer entwickelt wurde. Das hat doch nichts mit Kohle zu tun, sondern mit meinem persönlichen Geschmack.
Ich habe die Inflation schon eingerechnet. Mit Führerschein und Maschine ist das um einiges teurer als früher. Ich weiß ja nicht wie alt Sie sind, ab mit den Preisen von früher kenn ich mich schon ein bißchen aus. Außerdem ist es mir völlig egal, wer welches Motorrad zu welchem Preis auch immer fährt. Wenn Sie eins für 100.000 € fahren wollen und es sich leisten können, dann tun Sie es doch einfach. Neid ist nicht mein Ding.
Ich habe Ihnen keinen Grund zum Beleidigen gegeben.
Nach Ihrer Antwort kann ich Sie nur als arroganten Berufsnörgler bezeichnen.
Das habe ich in meinem 1. Beitrag ebenso ausgesagt, bin aber gleich von einem Oberschlauen aus Wolkenkuckucksheim belehrt worden, dass ja alles gar nicht so teuer ist. Und ich soll doch einfach den Mund halten, wenn ich so arm bin, dass ich mir keines dieser neuen für ihn billigen, für mich hässlichen Drahtgestelle leisten kann.
Auf einer Strecke von ca. 2000km Länge hat man auf europäischem Boden alles was man braucht (Triumph, BMW, KTM & Ducati). Von der Hardcore-Enduro bis zum stylischen Renner, vom maskulinen Nakedbike bis zur genialen Tourenmaschine! Klar sind die Verkaufszahlen der Japaner viel höher, weil sie vorallem direkten Zugriff auf den asiatischen Markt haben, aber von technischer Seite und vorallem von der emotionalen Seite her geben die Europäer mittlerweile den Takt vor. Die Duc Panigale, ein extrem leichtes Designmeisterstück, die BMW S1000RR HP4 der Überrenner, die Triumph SpeedTriple, das genialste Nakedbike ever, und KTM mit seinen leichten & aggressiven OffRoadern! Was will das Bikerherz mehr?
Sound, Style, Performance, Funktionalität und Beherrschbarkeit etc. - alles in Gesamtpaketen kaufbar.
Ich gönne jedem seine Liebe zu alten Teilen, aber wer einmal die neuen Motorräder ausprobiert hat, der steigt mit ziemlicher Sicherheit um ;). Was sich in den letzten 10 Jahren in dem Sektor getan hat ist schier unglaublich & das kann ein technisch versierter Mensch nicht schlechtreden (Thema: Preis). Auffällig bei dem Artikel: Triumph wird komplett ignoriert. Ausgerechnet die Marke, die in den letzten 5 Jahren wahre Meilensteine hingelegt hat, und das zu weit moderateren Preisen! SpeedTriple, StreetTriple, Daytona, Thruxton, Rocket III und die Tigers - spitzenmässige Traumräder & mit Sicherheit die härtesten Konkurrenten von BMW & Ducati!
ABER: zwei ganz wichtige & wesentliche Gruppen von Leuten werden vom Markt schlicht und ergreifend ignoriert - so wie's scheint - Frauen (niedrige Sitzhöhe) & Anfänger (leicht &
Leider ist dieser Erfolg aber auch wohl ursächlich für den miesen Service, den die Engländer inzwischen bieten. Auch das arrogant, gelangweilte Auftreten auf der Messe war bezeichnend dafür. Alle Motorradhersteller sollten sich darüber im klaren sein, dass nur Kundenzufriedenheit die Pleite hinauszögern kann und eine Pleitebranche wird es mittelfristig werden. Die Anforderungen für den Motorradführerschein sind in D inzwischen nur noch abstrus, neue Motorräder extrem überteuert und aus Spass 5-7l Sprit zu verheizen wird dem Nachwuchs auch nicht gerade zusprechen.