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Motorradmesse Intermot 2012: Motorrad-Macht Europa
Jochen VorfelderDie Kölner Intermot 2012 war eine Messe der Europäer: Zur Zeit schauen die japanischen Hersteller nur entgeistert zu, wie ihnen BMW, KTM, Ducati und Co. mit technischer und dramaturgischer Brillanz den Rang ablaufen.
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/m...-a-860395.html
- #20 11.10.2012 08:26 von
Nur noch Leistung und Schnickschnack?
Apropo Triumph GB! In der Tat die Erwähnung der Marke habe ich vergeblich gesucht im Artikel. Sind die den die Einzigen, die noch schlichte erschwingliche Bikes bauen, Retro und Zeitgemäße Modelle? Es sieht aber so aus, daß die Mehrheit der Käufer automatisch daß Interesse auf “Wasp Design” und Elektronik lenken. In naher Zukunft zur Rentnergeneration gehörend, besitze eine mit etwas hochwertigeren Materialien gut instandgehaltene und alltagstaugliche 1978er Triumph T140E aus der Meriden Produktion, 68.000km mit Originalmotor aber Verschleißteile überholt. Die erste Produktion mit Scheibenbremsen und elektronischer Zündung. Mit diesem Bike bin ich durch Südeuropa gereist und nie hat es mich im Stich gelassen. Nebenher habe ich über 30 Jahre viele Japaner von 500 bis 1100 ccm vornehmlich der Marke Yamaha und mal eine BMW R80/GS besessen und gefahren. Heute ist nur noch die Triumph mein einziges Bike geblieben. Es ist der tiefe trockene Sound von 98db, der dennoch nicht an die Nerven geht und bisher auch niemand gestört hat, aber immer die Seele vibrieren läßt. Ein Fahrzeug mit Charakter, nicht lebloses Design, die Reinheit des Mechanischen, was auch heute noch den Nichtbiker in seinen Bann zieht. Auf ein Wasp-Bike schaut man allenfalls hin und vergißt es. Die einzige Alternative heute wäre eine neue Bonneville T100; schlicht, preiswert, zuverlässig und Fahrspaß.
- #21 11.10.2012 09:07 von
- #22 11.10.2012 10:15 von
Diese Diskussion ...
... ist angesichts der Entwicklung des Motorrads zum zweirädrigen SUV ziemlich müßig. Wer noch motorradfahren will, findet aber schon noch das Seine. Und ja: An den Digitaltacho der 1250er Bandit gewöhnt man sich schneller als man meint. Denn die Maschine ist so was von "rund", tourentauglich (drei Krauser K5 ...) und dabbei sagenhaft handlich; von der absoluten Zuverlässigkeit mal ganz abgesehen. Seit Frühjahr 2002 jetzt knapp über 60.000 km gefahren und kein Ende abzusehen. Und sie hat noch einen richtig kreisrunden Scheinwerfer ;-) – auf den man bei neueren Modellen leider verzichten muß.
Und das Gegreine über fehlende Einsteigermaschinen, ist auch ziemlich hohl. Warum schreibt man dannicht über die von Suzuki für 2013 vorgstellte 250er Inazuma für knapp 4000 Euro? Mehr Motorrad braucht's für den Anfang (und fürs tägliche Pendeln) nun wahrlich nicht. - #23 11.10.2012 10:33 von
Sry
aber mit Menschen wie ihnen die andere gleich als Terroristen abstempeln
diskutiere ich nicht mehr.
Ein Motorrad ist in max. 10 Sekunden verschwunden.
Menschen ihres Schlages terrorisieren das ganze Viertel mit ihrem Benzinrasenmäher und dem Benzinkantenschneider und der Benzinheckenschere
und das stundenlang.
Da setze ich mich lieber auf meine ZZR1100 von 1997 mit 127tsd km auf der Uhr und geniesse die Ruhe fernab auf feinen Strassen und Kurven.
Das ist Leben und nicht das was und Otto-Normal-Spiessbürger immer gern weiss machen möchte.
Axo ich bin fast 50 ;-) - #24 11.10.2012 10:35 von
Honda lacht
Ich glaube selten haben japanischer Hersteller so gelacht wie über diesen Artikel- Motorradmacht Europa. Zur geneigten Erinnerung- Honda setzt 18 Millionen -ich wiederhole Millionen Motorräder im Jahr ab....BMW gerade mal 100.000. Auch bzgl. angeblicher europäischer technischer Überlegenheit sehe ich kein Grund zum Jubeln. War BMW nicht das Unternehmen, welches bei Toyota bzgl. hochkomplexer Hybridantriebe vorstellig werden musste? Die Japaner entwickeln schon längst Motorräder mit Brennstoffzellenantrieb. Ich kann mir die Präsenz der Japaner am BMW Stand nur damit erklären, dass jeder mal herzhaft lachen wollte.
- #25 11.10.2012 10:40 von
Nicht "nur" Leistung und Schnickschnack...
Nein. Triumph ist mittlerweile vollkommen "japanisiert":
Triumph Motorräder | Triumph Motorräder
Es bestehen Joint-Ventures mit Kawasaki - z.B. der Exzenter-Kettenspanner an den Modellen ab 2002 ist exakt der gleiche, wie man ihn an den Kawasaki-Zephyr-Modellen wiederfinden kann.
Was ist - bitteschön - das "Wasp-Design"? Für mich - ich habe als Twen 1978 den 1 + 3 deswegen gemacht, weil ein Auto für mich unerschwinglich war - sind Motorräder immer noch nicht mehr als motorisierte Zweiräder, mit denen man von A nach B kommt, wenn ich 'draufsitze, seh' ich nicht, wie's ausschaut - aber gut: "Das Auge ißt auch mit.."Es sieht aber so aus, daß die Mehrheit der Käufer automatisch daß Interesse auf “Wasp Design” und Elektronik lenken.
Oha. Der Abkömmling vom Triumph Speed Twin - Wikipedia, the free encyclopediaIn naher Zukunft zur Rentnergeneration gehörend, besitze eine mit etwas hochwertigeren Materialien gut instandgehaltene und alltagstaugliche 1978er Triumph T140E aus der Meriden Produktion, 68.000km mit Originalmotor aber Verschleißteile überholt.
Edward Turner, der sich partout nicht vom horizontal geteilten Motorgehäuse trennen konnte und mit der Trident bzw. der BSA-Rocket 3 den engagierten Schraubern ein "Puzzle für Erwachsene" bescherte. Als Verschleißteil konnte man mit Fug und Recht den gesamten Motor betrachten, thermisch nicht gerade gesund und der Dreizylinder wurde einfach so gestaltet, daß Turner "einfach" ein drittes Kurbelgehäuse an den bewährten Speed-Twin 'dranstrickte.
Also - meine 06-er Superduke die neben einer Fireblade SC-57 engagiert bewegt wird, ist schon - nicht nur aufgrund der "KTM-Werksfarbe" orange - ein Eyecatcher.Ein Fahrzeug mit Charakter, nicht lebloses Design, die Reinheit des Mechanischen, was auch heute noch den Nichtbiker in seinen Bann zieht. Auf ein Wasp-Bike schaut man allenfalls hin und vergißt es.
Und der 990-er V-Twin ist - sowohl im Sound als auch der Leistungscharakteristik ein schlichter "Anreißer"... .
Ja. Ein japanisches Bike - unter englischer Flagge. Pendant:Die einzige Alternative heute wäre eine neue Bonneville T100; schlicht, preiswert, zuverlässig und Fahrspaß.
Kawasaki W650
Viel Spaß bei der Probefahrt...
:-)
Motorrad-Macht Europa?
Bleibt zu bemerken: Die Japaner brauchen sich nach wie vor nicht zu verstecken. Es fing mit der CB 750 Four an, allen Unkenrufen zum Trotz:
"Sprit und ab und an ein bißchen Öl 'reinkippen , fahren, fahren, fahren..."
Nicht wie bei den englischen Bikes zur damaligen Zeit (1969):
Einen Tag fahren, einen Tag schrauben.... - #26 11.10.2012 13:15 von
Bmw gs ?
Ist seit über 10 Jahren jeden Monat das meist verkaufte Motorrad Deutschlands. Oft werden rund 5 x mehr davon verkauft, als von der Nummer 2.
Wo sind diese Kisten eigentlich alle? Am Wochenende müssten die üblichen Strecken und Treffen voll von diesen Dingern sein, wie MZ damals in der DDR. Klar man sieht einige, aber gemessen an diesem gigantischen Marktanteil sind das echt Wenige.
Ich glaube, die meisten davon stehen in irgendwelchen Garagen und werden nur 1 bis 2 mal im Jahr bewegt.
Deshalb ist dieses Modell für mich auch nicht der Gradmesser für die Motorradindustrie/Handel in Deutschland. Lässt man dieses Modell mal weg, dann sieht der Motorradmarkt in Deutschland echt trübe aus.
Kaum Nachwuchs und Haltung und Betrieb von Mororrädern werden durch viele Maßnahmen verteuert und behindert. - #27 11.10.2012 13:40 von
Am Markt vorbei???
Sieht alles ganz nett aus, aber meiner Meinung zielen sind diese Motorräder am Mark vorbei. Die Motorradfahrer werden in durchschnitt immer älter und ich finde im Markt keine Modelle, die eine neue, junge Generation von Motorradfahrern anspricht. Als ich anfing Motorrad zu fahren, war das Motorrad für mich die einzigste finanziell passende Möglichkeit mich motorisiert fortzubewegen. (MZ Gespann - 1984)
Dass heutige Modelle mehr Kosten und mehr Sprit verbrauchen als ein Mittelklassewagen klingt wie ein Witz ist aber so...
Wenn BMW, Triumph, Ducati & Co so weitermachen, werden die Motorradfahrer in ein paar Jahren ausgestorben sein...
Ein Motorrad das Spaß macht, komfortabel und erschwinglich ist und unter 3l/100km braucht, sollte die neue Herausforderung für die Hersteller sein........ - #28 11.10.2012 17:42 von
Sorry, Quatsch. Das BMW-Gegenstück zur DR Big war 1989 die R 80 GS, die bei weitem nicht doppelt so teuer, wie die Big war.
1996 - da war Suzuki bei den großen Enduros praktisch schon nicht mehr vertreten - wurde die R 80 GS noch einmal als Modell "Basic" aufgelegt. Dieses wird heute, gut erhalten, für 8.000 bis 10.000 Euro gehandelt, während die letzten vor sich hin rostenden (Rost war in den späten 80ern das größte Problem Suzukis) DR Big 750 und 800 für weit unter 1.000 Euro den Besitzer wechseln. - #29 11.10.2012 17:45 von
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