Forum: Blogs
Motorradmesse Eicma 2011: Im Reich der Riesenroller
Richtig ernst genommen werden sie nicht von den Motorradfahrern: die praktischen Großroller. Dabei gehören ihnen in Südeuropa die Straßen. Aber mit dem Einzug von BMW rückt der lukrative Markt in den Blickpunkt. Auch die Konkurrenz aus Italien und Japan hat neue Modelle im Angebot.
http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...797020,00.html
- #1 10.11.2011 17:32 von
Oh mir tun die Augen weh wenn ich diese Roller seh
Wenn sie nur nicht von so ausgesuchter Hässlichkeit wären - im Gegensatz zu den Urahnen oder auch einigen Retromodellen. Es geht doch nichts über eine schöne Vespen-Taille.
- #2 10.11.2011 17:32 von
Ein Lacher..
Grübel, Grübel...Doch ob das reichen wird, um den Münchner Frontalangriff mit dem C 600 Sport und dem C 650 GT abzuwehren, wird sich erst noch zeigen.
Aha - BMW sorgt also selbst zuverlässig dafür dass ihr "Frontalangriff" zum jämmerlichen Rohrkrepierer werden wird:Preise für den C 600 und den C 650 werden noch nicht genannt, sie sind jedoch definitiv fünfstellig.
- Roller werden nämlich (und das im Gegensatz zu Motorrädern) primär mit dem Kopf gekauft - und damit sind fünfstellige Preise ein KO-Kriterium; und
- In Nordeuropa (wo die älteren Herrschaften grundsätzlich bereit zu sein scheinen für BMW jeden Mondpreis zu zahlen) spielen Roller traditionell keine Rolle.
Also: Wer soll das Ding zu dem Preis kaufen? Was sagt denn die BMW-Marktforschung dazu?
PS: Für den eigentlichen Stadtverkehr geht sowieso nichts über einen X-Max (und Konsorten) mit ca. 250 ccm. - #3 10.11.2011 17:59 von woscha
Ich
verstehe auch nicht, warum BMW sowohl im Tourer als auch in der Sport - Version den gleichen Antrieb verbaut. Das bißchen Plastik am Heck macht ja wohl keinen großen Unterschied.
Auch von einer TipTronik wie im Burgmann 650 habe ich bisher noch nichts gelesen.
Ein richtiger Quantensprung wäre eine 1 -Liter-Maschine mit 100 PS und den Windschutzeigenschaften und dem Stauraum des Burgmann 400.
Ansonsten ist Rollern einfach genial, entspannt und easy. Außer der roten Ampel gibt es kein Verkehrs-Hinderniss.
Grundsätzlich gilt : Über 10 Grad plus bleibt die Karre in der Garage. - #4 10.11.2011 18:04 von
Bmw C 600, C650gt
Na wie denn nu ?
Wie steig ich denn auf das Ding ?
Vornerum, was ja so bequem und lässig ist, geht ja wohl kaum
wenn man Rollertypysch Kleid oder enge Jeans trägt.
Auch Opi und Omi, die sich wohl Fünfstellig leisten können,
werden an dieser Hürde aus gesundheitlichen Gründen oder mangelndem Ergeiz scheitern.
Hintenrum ist scheinbar noch schwieriger,
weil höher und breiter wie jedes andere normale Motorrad,
wie es mir auf den Fotos erscheint. - #5 10.11.2011 18:21 von
..
Von Motorradfahrern nicht ernst genommen, tja, warum?
Ich kann nur für mich sprechen:
Der TÜV-Südwest hat in Crashversuchen nachgewiesen, dass Rollerfahrer erheblich massivere Weichteilverletzungen bei einem Zusammenprall mit PKW erfahren, da sie unter dem Lenker durchrutschen, statt darüber zu fliegen. Liegt an der Sitzposition.
Die Bilder der Werbung vermitteln genau das Bild, dass ich von Rollern in meinem Umfeld habe: Schutzkleidung Mangelware, selbst bei Stürzen in der Stadt sind schwere Verletzungen mit Langzeitfolgen vorprogrammiert.
Auch die unsäglichen Jet-Helme (ich fahr doch nur Roller) sind mir ein Dorn im Auge. ich kenne schon einen, der bei lächerlichen 30 km/h deswegen seinen Unterkiefer einbüßte.
Und unterm Strich steigen die Unfallzahlen und Verletzungsfolgen, na, von wem: Genau: Den Kradfahrern, womit dann alle Welt wieder Motorradfahrer meint, weil die ja eh die Bösen sind.
Btw: Ich hab mein Motorrad mit dem Kopf gekauft und die nicht vorhandene "Karre" bleibt auf dem Mietparkplatz, bis Schnee liegt.
Und ich fordere eine Trennung von Motorrädern und Rollern in der Unfallstatistik.
Ich hab keine Lust mehr, ständig mit Jeansträgern und Jethelmgurt-offen-Trägern über einen Kamm geschoren zu werden, die sich schon bei 50 Sachen die Beine rollstuhlreif schrubben und den Kopf zerdeppern.
Ach, und ganz banal: Ich find die Dinger potthässlich, gruselig zu fahren und im Wohngebiet nervtötend anzuhören. - #6 10.11.2011 18:53 von
Rollerfahrer sind keine Biker
Das die Kundschaft für Motorräder zunehmend älter wird, da die jüngeren Generationen keine Lust mehr auf Motorrad haben, ist hinlänglich bekannt.
Sicher, ein Roller mag auf den ersten Blick den ein oder anderen Vorteil haben. Aber das Rollerfahrer keine Biker sind, zeigt sich meines Erachtens schon daran, daß ich so gut wie noch nie einen Roller- bzw. Scooterfahrer gesehen habe, der Handschuhe trägt. Bei einem Sturz versucht man sich sich reflexartig mit den Händen abstützen, was ohne einigermaßen guten Handschuhe zu schlimmsten Veretzungen führen kann.
Ich fahre jetzt seit 32 Jahre Bike (Honda & BMW) und so wird es auch bleiben. Sollte ich mal nicht mehr auf den Bock kommen, dann heisst es halt Abschied nehmen. Wobei ein Roller letztlich noch die bessere Alternative wäre im Vergleich zu dem dreirädrigen "Möchtegern-Biker"-Teil MP3 oder gar einem Quad (grauenhafte Teile, weder Fisch noch Fleisch). - #7 10.11.2011 19:31 von
Alles über einen Kamm!
Trifft sich gut, denn ich habe keine Lust mit schnurrbarttragenden Komplettleder und Vollvisier-Leuten über einen Kamm geschoren zu werden, deren Konversation aus anschreien an der Ampel besteht und die betont lahm losfahren, um dann irgendwann unvermittelt das Gas aufzudrehen, damit bloß niemand vergisst, wer der Schnellste auf den deutschen Straßen ist.Ich hab keine Lust mehr, ständig mit Jeansträgern und Jethelmgurt-offen-Trägern über einen Kamm geschoren zu werden, die sich schon bei 50 Sachen die Beine rollstuhlreif schrubben und den Kopf zerdeppern.
Sowas machst Du nicht? OK, ist genauso pauschalisierend wie Deine Ausführungen bzw. dieser AufDemRollerTrägtNiemandHandschuhe-Quatsch.
Oha, vielleicht ungewollt, aber tatsächlich ein gutes Anti-Fahrradhelm-Argument!Auch die unsäglichen Jet-Helme (ich fahr doch nur Roller) sind mir ein Dorn im Auge. ich kenne schon einen, der bei lächerlichen 30 km/h deswegen seinen Unterkiefer einbüßte. - #8 10.11.2011 20:17 von
..
@hageldoktor:
:-) Abgesehen davon, dass ich Textil trage und keinen Schnurrbart und an der Ampel idR schon die Kreuzung verlasse, wenn die ersten PKW erst in Bewegung kommen:
Die lockere Bekleidung ist ein Erkennungszeichen des typischen Rollerfahrers und wird auch einhellig als die große Attraktivität des Rollerfahrens angesehen und dazu massiv beworben.
Mobilität in normaler Alltagskleidung ohne großes Fahrzeug. Direkt vom Abstellplatz ins Cafe, in die Uni, ins Büro.
Die Bagatellisierung, die da getrieben wird, ist mir völlig unverständlich, aber sie ist nachweisbar vorhanden, aber gefährlich leichtsinnig:
Ein leichter Sturz zieht nämlich gerne lebenslange Entstellungen nach sich. Vorallem Kunstfaser macht sich da super. Oder die hüschen Sommerkleidchen - ich möcht die Mädels nicht nach einem kleinen Rutscher sehen.
Kurz: Rollerfahrer sind beim Weglassen von Schutzkleidung eindeutig in der Führung, Ausnahmen bestätigen die Regel.
Und zu der Unfallträchtigkeit der Konstruktion Roller können Sie meine und noch weitere Äußerungen bei der Unfallforschung belegt finden.
Hier zB. sogar immer schön mit den Zahlen der Motorräder verglichen:
http://www.motorroller-info.de/html/...forschung.html
Da hab ich sogar nochmal gestaunt, wie schlecht Roller im Vergleich tatsächlich abschneiden. Bodenfreiheit, Schräglagenfreiheit, Aufhängung und Unterfahrneigung waren mir ja bekannt, aber zB. die höhere Anzahl der Alleinunfälle ist mir neu.
Das bestätigt nur meine Aversion. Ich setz mich da nicht ohne Not drauf. Als Sozius gleich garnicht.
Btw: Warum das BMW baut?
Tja, warum tuts Honda, Suzuki, demnächst Ducati(!).
Märkte erschliessen halt.
Speziell bei BMW nur logisch, wenn man die jüngere Firmenpolitik und Marketingstrategie verfolgt.
Und anscheinend gehts ja auf.
Ein BMW-Roller macht sich halt neben dem X5 besser als ein kleines Noname-Teil.
Und ein Burgmann kostet auch schon mal über 10T EUR. - #9 11.11.2011 09:24 von air_7up
Die aktuellen Top-Themen
Antworten / Zitieren


