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Motorradmesse Eicma 2011: Im Reich der Riesenroller

Richtig ernst genommen werden sie nicht von den Motorradfahrern: die praktischen Großroller. Dabei gehören ihnen in Südeuropa die Straßen. Aber mit dem Einzug von BMW rückt der lukrative Markt in den Blickpunkt. Auch die Konkurrenz aus Italien und Japan hat neue Modelle im Angebot.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...797020,00.html
  1. #10

    Der "kleine" Unterschied...

    ...zwischen Rollerfahren und Motorradfahren ist: Das Erstere ist überweigend von reinem Pragmatismus geprägt und dem Willen, für wenig Geld mobil und flott in den Städten unterwegs zu sein. Wenn es ne Vespa oder ne Schwalbe ist, dann ist vielleicht auch noch Hip. Insofern werde die Luxus-Roller von BMW und anderen m.E. nicht zur weit verbreiteten Spezies werden.
    Mororradfahren hingegen ist Leidenschaft, Hobby, Philosophie oder was auch immer. Das hat mit Rollerfahren wenig bis gar nichts gemeinsam.
  2. #11

    Quadrophenia

    man versucht ja heutzutage, jedem Tierchen sein Pläsierchen zu lassen, aber manche Reflexe sind nur schwer zu beherrschen.
    Wenn sich an der Ampel ne Vespa rechts vorschleicht auf der ein Mädchen sitzt krieg ich das noch irgendwie gebacken.
    Aber die Jungs im Buisiness-Anzug mit Jethelm, Kippe und Handy gehen garnicht.
    Das kommt wohl noch so weit, daß die diese Dinger nicht bei den Fahrrädern sondern auf dem Motorrad - Parkplatz abstellen.
  3. #12

    Wat

    Zitat von DELAN Beitrag anzeigen
    ...zwischen Rollerfahren und Motorradfahren ist: Das Erstere ist überweigend von reinem Pragmatismus geprägt und dem Willen, für wenig Geld mobil und flott in den Städten unterwegs zu sein. Wenn es ne Vespa oder ne Schwalbe ist, dann ist vielleicht auch noch Hip. Insofern werde die Luxus-Roller von BMW und anderen m.E. nicht zur weit verbreiteten Spezies werden.
    Mororradfahren hingegen ist Leidenschaft, Hobby, Philosophie oder was auch immer. Das hat mit Rollerfahren wenig bis gar nichts gemeinsam.
    dem eenen sin Uhl, ist des Anderen Nachtigall.
    Ich jedenfalls halte die gängigen Zweiradkonstruktionen ( Reihenvierzylinder, V 2, Viertakt, Schaltgetriebe, Kette ) für vorsintflutliche Technik. Und da sitzen die meisten noch drauf wie zusammengefaltete Klammeraffen.
    Man trifft die Herrschaften dann gelegentlich auf Parkplätzen wieder, wie sie dann nach 30 km Fahrstrecke ihr Schütteltrauma aus den Unterarmen und die angehende Genickstarre mühsam sich aus den Knochen zu reiben versuchen. Ganz ätzend sind die Chopperfahrer. Herrlich, wie die versuchen, nach ein par Kilometern, wieder ihr Kreuz durchzubiegen.
    Und für lange, mehrtägige Reisen sind ausreichend motorisierte Roller sowieso deutlich besser geeignet. Abgesehen von der überragend bequemen Sitzposition ist das Reisegepäck einwandfrei und wetterfest verpackt.
  4. #13

    Fags Get Out!

    Zitat von DELAN Beitrag anzeigen
    Der "kleine" Unterschied...
    ...zwischen Rollerfahren und Motorradfahren ist: Das Erstere ist überweigend von reinem Pragmatismus geprägt und dem Willen, für wenig Geld mobil und flott in den Städten unterwegs zu sein. Wenn es ne Vespa oder ne Schwalbe ist, dann ist vielleicht auch noch Hip. Insofern werde die Luxus-Roller von BMW und anderen m.E. nicht zur weit verbreiteten Spezies werden.
    Mororradfahren hingegen ist Leidenschaft, Hobby, Philosophie oder was auch immer. Das hat mit Rollerfahren wenig bis gar nichts gemeinsam.
    Es gibt noch einen anderen Unterschied zwischen Motorrad- und Rollerfahrern.
  5. #14

    Muss jeder selbst wissen

    Zitat von blue0711 Beitrag anzeigen
    Auch die unsäglichen Jet-Helme (ich fahr doch nur Roller) sind mir ein Dorn im Auge. ich kenne schon einen, der bei lächerlichen 30 km/h deswegen seinen Unterkiefer einbüßte.
    Ich fahre mit dem Rad regelmäßig über 40 und habe überhaupt keinen Helm, obwohl schnelles Fahren auf innerstädtischen Radwegen das Gefährlichste überhaupt ist. Muss doch jeder selbst wissen.

    Umgekehrt mögen Motorradfahrer zwar vernünftige Kleidung anhaben, ihr Fahrstil ist aber sehr häufig halsbrecherisch. Im Sommer höre ich regelmäßig Supersportler 3 bis 4 Sekunden mit Vollgas beschleunigen hier an der Ampel; was das dann für ein Tempo ist (bei Limit 50!) kann man sich leicht ausrechnen.
    Und wer ist dann wohl sicherer unterwegs, der Hayabusa-Raser oder der Rollerfahrer mit offenem Helm?
  6. #15

    ..

    Zitat von DELAN Beitrag anzeigen
    ...zwischen Rollerfahren und Motorradfahren ist: Das Erstere ist überweigend von reinem Pragmatismus geprägt und dem Willen, für wenig Geld mobil und flott in den Städten unterwegs zu sein.
    Stimmt so auch kaum und erklärt auch nicht den Trend zu großvolumigeren Rollern. Die sind nämlich ziemlich genau so teuer wie vergleichbare Motorräder und im Unterhalt oft teurer.
    Die Werbung beantwortet da eher die Kaufentscheidungsfrage.

    Für mich persönlich spricht rein vom Pragmatismus jedenfalls alles gegen einen Roller und alles für ein schlankes tourentaugliches Motorrad: Anschaffungspreis, Wartunsanfälligkeit, Sitzposition, Gepäckmöglichkeiten, Soziusbetrieb.
    Lediglich die mangelnde Verfügbarkeit von Winterreifen finde ich bei vielen Motorrädern ein Manko. Da sind Roller besser dran. Aber eine Straßen-Enduro würde das Problem für mich lösen.

    @Guderian
    Hmm, eine aussterbende Spezies als Klischee für ein weites Spektrum an Nutzungen? Tourer und Enduros prägen weitaus mehr das Bild als Chopper und Sportler, erst recht, wenn man die Fahrleistungen berücksichtigt.
    An einer Rennstrecke oder direkt am HA-Clubhaus mag man anderes denken, allein: Es stimmt nicht.

    @woscha:
    Wie man ein Zweiradkonzept, dass eindeutig die besseren Fahrwerkseigenschaften und fahrphysikalischen Eigenschaften hat und auch noch in der Unfallforschung als Konstruktion besser abschneidet, als vorsintflutlich bezeichnen kann, ist mir schleierhaft. Die antreibende Kraft ist jedenfalls dieselbe, wobei Roller wesentlich länger als stinkende und lärmende Zweitakter unterwegs waren.
    Ein alternativer Antrieb ist beim Zweirad jedenfalls nicht von der Konstruktion abhängig.
    Auch die Sitzposition ist nicht von der Konstruktion abhängig. Auf vielen Motorrädern sitzt man sehr aufrecht, aber trotzdem fällt das Untendurchrutschen beim Crash weg.

    Und Gepäck:
    Bei Reisemotorrädern sind Gepäcksysteme schon lange völlig selbstverständlich, mit Stauraum und Zuladung, von denen Roller nur träumen können.

    Die systemimmanente technische Anfälligkeit von Rollern ist dazu doch leidlich bekannt. Bei Motorrädern sind mögliche Fahrleistungen bis über 100Tkm keine Seltenheit mehr. Die Roller sind idR bei der Laufleistung nicht mehr dabei.
    Der Motor in/auf der Heckschwinge ist einfach fahrtechnisch und wartungstechnisch problematisch.

    @a.weishaupt:
    Nu liefern Sie Herrn Ramsauer nicht noch Argumente.
    Und wie gesagt: Ein paar auffällige Spinner machen noch keine Unfallstatistik und auch keine Unfallforschung.
  7. #16

    Ein Lacher

    Zitat von paysdoufs Beitrag anzeigen
    Grübel, Grübel...



    Aha - BMW sorgt also selbst zuverlässig dafür dass ihr "Frontalangriff" zum jämmerlichen Rohrkrepierer werden wird:
    - Roller werden nämlich (und das im Gegensatz zu Motorrädern) primär mit dem Kopf gekauft - und damit sind fünfstellige Preise ein KO-Kriterium; und
    - In Nordeuropa (wo die älteren Herrschaften grundsätzlich bereit zu sein scheinen für BMW jeden Mondpreis zu zahlen) spielen Roller traditionell keine Rolle.

    Also: Wer soll das Ding zu dem Preis kaufen? Was sagt denn die BMW-Marktforschung dazu?

    PS: Für den eigentlichen Stadtverkehr geht sowieso nichts über einen X-Max (und Konsorten) mit ca. 250 ccm.
    Ist eher dieser Beitrag. Die grossen Scooter kosten alle schon 5 stellige Preise. Da ist BMW keine Ausnahme. Und die grossen sind zunehmend beliebter. Ich würde meine AN650 jedenfalls niemals gegen diese X-Max Gurke tauschen.
  8. #17

    Zitat von blue0711 Beitrag anzeigen
    Stimmt so auch kaum und erklärt auch nicht den Trend zu großvolumigeren Rollern. Die sind nämlich ziemlich genau so teuer wie vergleichbare Motorräder und im Unterhalt oft teurer.
    Die Werbung beantwortet da eher die Kaufentscheidungsfrage.

    Für mich persönlich spricht rein vom Pragmatismus jedenfalls alles gegen einen Roller und alles für ein schlankes tourentaugliches Motorrad: Anschaffungspreis, Wartunsanfälligkeit, Sitzposition, Gepäckmöglichkeiten, Soziusbetrieb.
    Lediglich die mangelnde Verfügbarkeit von Winterreifen finde ich bei vielen Motorrädern ein Manko. Da sind Roller besser dran. Aber eine Straßen-Enduro würde das Problem für mich lösen.

    @Guderian
    Hmm, eine aussterbende Spezies als Klischee für ein weites Spektrum an Nutzungen? Tourer und Enduros prägen weitaus mehr das Bild als Chopper und Sportler, erst recht, wenn man die Fahrleistungen berücksichtigt.
    An einer Rennstrecke oder direkt am HA-Clubhaus mag man anderes denken, allein: Es stimmt nicht.

    @woscha:
    Wie man ein Zweiradkonzept, dass eindeutig die besseren Fahrwerkseigenschaften und fahrphysikalischen Eigenschaften hat und auch noch in der Unfallforschung als Konstruktion besser abschneidet, als vorsintflutlich bezeichnen kann, ist mir schleierhaft. Die antreibende Kraft ist jedenfalls dieselbe, wobei Roller wesentlich länger als stinkende und lärmende Zweitakter unterwegs waren.
    Ein alternativer Antrieb ist beim Zweirad jedenfalls nicht von der Konstruktion abhängig.
    Auch die Sitzposition ist nicht von der Konstruktion abhängig. Auf vielen Motorrädern sitzt man sehr aufrecht, aber trotzdem fällt das Untendurchrutschen beim Crash weg.

    Und Gepäck:
    Bei Reisemotorrädern sind Gepäcksysteme schon lange völlig selbstverständlich, mit Stauraum und Zuladung, von denen Roller nur träumen können.

    Die systemimmanente technische Anfälligkeit von Rollern ist dazu doch leidlich bekannt. Bei Motorrädern sind mögliche Fahrleistungen bis über 100Tkm keine Seltenheit mehr. Die Roller sind idR bei der Laufleistung nicht mehr dabei.
    Der Motor in/auf der Heckschwinge ist einfach fahrtechnisch und wartungstechnisch problematisch.

    @a.weishaupt:
    Nu liefern Sie Herrn Ramsauer nicht noch Argumente.
    Und wie gesagt: Ein paar auffällige Spinner machen noch keine Unfallstatistik und auch keine Unfallforschung.
    Viel Subjektiv, Verallgemeinerung und sehr viel einfach falsch.
    Z.T. techn. Anfälligkeit: meine letzte AN650 war von 2003. über 10.000 km. Eine bezahlte Reparatur (Bowdenzug zur Gepäckklappe abgerissen). Der Motor macht noch sehr viel mehr. Der ist läuft nämlich in viel niedrigeren Drehzahlen als im Motorrad. Der kommt in der Stadt nie über 4000.
    Die AN650 hat schon ohne zusätzliche Gepäcksysteme Stauraum von denen Motorräder nur träumen können.
    Ein wesentliches Sicherheitsproblem sind Auto- und vor allem Motorradfahrer die solche Roller hoffnungslos unterschätzen. Beim Anfahren an der Kreuzung bleibt jedes Motorrad in der gleichen Hubraumklasse einfach zurück (Thema Schaltung).
    Ich bin viele Jahre Motorrad gefahren. Ich bin viel und ganzjahres Fahrer und werde ganz sicher nicht wieder aufs Motorrad zurück wechseln.
  9. #18

    ..

    Zitat von willi_der_letzte Beitrag anzeigen
    ...meine letzte AN650 war von 2003. über 10.000 km. ... Der ist läuft nämlich in viel niedrigeren Drehzahlen als im Motorrad. Der kommt in der Stadt nie über 4000.
    Die AN650 hat schon ohne zusätzliche Gepäcksysteme Stauraum von denen Motorräder nur träumen können. ...
    a) meinten sie wirklich 10.000? Ich red von 100.000, meine BMW ist grad bei 126 Tkm, angefangen 2004

    b)Mein Mopped kommt in der Stadt eigentlich nicht wesentlich über 3000 U/min, Schluß ist bei 8.500, wo ich mich selten aufhalte.
    Kreischkisten sind eher bei den Sportlern vertreten.
    Hubraum kann halt untertourig.

    c)aktueller Burgmann 650: Zuladung 178 kg, also neben Fahrer und Sozius grade mal 18 kg, wenn die beiden schlank sind (sind sie meistens nicht, also Standard = überladen?), das Staufach hat 56 l
    Mein Mopped schleppt 220 kg, da kann man packen und 50l hat alleine mein Topcase, dann kommen noch die Koffer.

    Irgendwie ist der Burgman maximal mit Alleinbesetzung tourentauglich.
    Aber: 15 l-Tank bei ähnlichem Verbrauch wie mein 1200ccm-Tourer, der aber ein 24 l-Fass trägt.
    Da ist der Burgman schon wieder garnicht tourentauglich, der muss ja alle 300 km zur Säule.

    Und es gibt sparsamere Moppeds mit mehr Stauraum und ähnlicher Zuladung.

    Ich seh irgendwie grad keine falschen oder subjektiven Werte auf meiner Seite.

    Und wegen Anfahren an der Ampel: Seit wann muss ich beim Anfahren schalten? Der 1. Gang geht bis 110 km/h
    Wo soll da der Vorteil der Automatik liegen?
    Wenn Sie mit ihrer Automatik neben einer BMW mit DTC starten und der Fahrer mit seinem Mopped leidlich umgehen kann, sehen Sie nur noch den Hinterreifen.
    Und wenn er gut damit umgehen kann, braucht er dafür das DTC nicht mal.
    (Vorausgesetzt, er legts auf solche Spielchen an)


    Ich hab ja nix gegen Vorlieben, soll jeder sein Ding fahren, muss auch Roller geben, aber schönreden, was nicht ist, bringt auch nix ;-)
  10. #19

    Zitat von blue0711 Beitrag anzeigen
    a) meinten sie wirklich 10.000? Ich red von 100.000, meine BMW ist grad bei 126 Tkm, angefangen 2004

    b)Mein Mopped kommt in der Stadt eigentlich nicht wesentlich über 3000 U/min, Schluß ist bei 8.500, wo ich mich selten aufhalte.
    Kreischkisten sind eher bei den Sportlern vertreten.
    Hubraum kann halt untertourig.

    c)aktueller Burgmann 650: Zuladung 178 kg, also neben Fahrer und Sozius grade mal 18 kg, wenn die beiden schlank sind (sind sie meistens nicht, also Standard = überladen?), das Staufach hat 56 l
    Mein Mopped schleppt 220 kg, da kann man packen und 50l hat alleine mein Topcase, dann kommen noch die Koffer.

    Irgendwie ist der Burgman maximal mit Alleinbesetzung tourentauglich.
    Aber: 15 l-Tank bei ähnlichem Verbrauch wie mein 1200ccm-Tourer, der aber ein 24 l-Fass trägt.
    Da ist der Burgman schon wieder garnicht tourentauglich, der muss ja alle 300 km zur Säule.

    Und es gibt sparsamere Moppeds mit mehr Stauraum und ähnlicher Zuladung.

    Ich seh irgendwie grad keine falschen oder subjektiven Werte auf meiner Seite.

    Und wegen Anfahren an der Ampel: Seit wann muss ich beim Anfahren schalten? Der 1. Gang geht bis 110 km/h
    Wo soll da der Vorteil der Automatik liegen?
    Wenn Sie mit ihrer Automatik neben einer BMW mit DTC starten und der Fahrer mit seinem Mopped leidlich umgehen kann, sehen Sie nur noch den Hinterreifen.
    Und wenn er gut damit umgehen kann, braucht er dafür das DTC nicht mal.
    (Vorausgesetzt, er legts auf solche Spielchen an)


    Ich hab ja nix gegen Vorlieben, soll jeder sein Ding fahren, muss auch Roller geben, aber schönreden, was nicht ist, bringt auch nix ;-)
    Ja, 100.000 ist richtig. Tippfehler.
    Und ich sprach von gleicher Hubraumklasse. Nicht 1200.








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