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Motorrad-Tour durch Vietnam: Hupway Number One

Jochen Müller/ Peer Bergholter Bremsen dürfen bocken, Reifen platzen, und der Auspuff kann ruhig scheppern. Unverzichtbar für einen Biker in Vietnam ist jedoch eine laut tönende Hupe. Sie hilft gegen aggressive Mütterchen auf knatternden Mofas. Ein Überlebensguide für den Highway One.

http://www.spiegel.de/reise/fernweh/...-a-861620.html
  1. #20

    Zitat von HaioForler Beitrag anzeigen
    In Koh Samui hatte ich letztes Jahr in einer Woche 4 Motorradunfaelle mit jeweils 1 oder 2 Verletzten mitbekommen. Was noch so gelaufen ist, kann man mal hochrechnen. 3 der 4 Unfalle waren Auslaender. Die unterschaetzen gerne all das, was so aus dem Busch auf die Strasse laeuft. Da kann es dann schon mal lustig werden, wenn man sich in kurzen Hosen bei 100km in den Asphalt bohrt. Fuehrerschein? Pah ... Allerdings sollte man wissen, dass die Maschinen dann nicht versichert sind. Und wenn etwas passiert, hat man wohl schlechte Karten.
    wir haben die mopeds auf koh tao (2 inseln weiter) geliehen, der verkehr war hier noch recht human. schnell fahren konnte man kaum weil die wenigen straßen voller sand waren und auch so viel trubel herschte. versicherung :D ,unsere mopeds hatten nichtmal numernschilder.... und selbst wenn, der ausländer (der mit dem geld) ist immer schuld
    was man im urlaub nicht alles unvernüftiges tut: kein helm, kein lappen, keine versicherung, keine passende kleidung, gefährliche straßen und das nächste krankenhaus ewig weit entfernt :)
  2. #21

    Zitat von live11 Beitrag anzeigen
    wir haben die mopeds auf koh tao (2 inseln weiter) geliehen, der verkehr war hier noch recht human. schnell fahren konnte man kaum weil die wenigen straßen voller sand waren und auch so viel trubel herschte. versicherung :D ,unsere mopeds hatten nichtmal numernschilder.... und selbst wenn, der ausländer (der mit dem geld) ist immer schuld
    was man im urlaub nicht alles unvernüftiges tut: kein helm, kein lappen, keine versicherung, keine passende kleidung, gefährliche straßen und das nächste krankenhaus ewig weit entfernt :)
    So sieht's aus :) Als Farang zahlste immer.

    Warm, 2 Kleidungsstuecke an - Hose und Schuhe - und ab die POst. Wenn ich jetzt im Nachhinein ueberlege, dass ich mit dem kleinen Roller an die 105km/h geduest bin, wird mir nachgerade schlecht. Dabei gehoerte ich doch auch zu denen, die noch andere warnten, ja nicht zu leichtsinnig zu sein :)

    Nummernschild hatte ich zumindest, aber das war's dann auch. In Koh Samui kostete das Mieten des Rollers auch nur 2,50 Euro ...
    Einmal, Frau hinten drauf, sind wir eine Strasse hoch, die ploetzlich 6 oder 7% Steigung bekam. Oben, nach noch 20 Metern war der Gipfel erreicht, dann sollte es wohl wieder abwaerts gehen. Oben aber, das sah ich, lag rutschiger Sand. Hallo, was tun? Da waeren die Raeder durchgedreht, und wir beide nach hinten rueber. Also nix wie absteigen, schon auf dem Sand drauf. Links gings 50m runter. Argh ...
    Irgendwann einen PLatten gehabt, ab in eine "Werkstatt" (Wies so halt immer ist: Freund der Freundin der Dorfaeltesten ...). Der Reifen wurde geflickt und hielt sage und schreibe 5 km. Zurueck zu dem Typen. Der empfahl uns dann eine Werkstatt 5 km weiter ("They have a German Patch. German Quality").

    Ich hatte Hoffnung. Dort angekommen, kamen mir die Traenen der Freude in die Augen: BOSCH-WERKZEUG! Ich war im Paradies! Da holt der ungelogen so einen schwarz-roten Flicken aus der Lade, wie man ihn vom Fahrrad-Reparieren her kennt, nur gigantisch gross; das Ding mass ungefaehr 20 mal 20 cm, lol :) Eigentlich fuer Autos. So was kannte ich nicht.

    Der hat mit dem Ding den ganzen Reifen ausgekleidet. DAS hat dann 4 Wochen bis zur Abreise :)

    Witzig ist auch immer, was sich dort unten Raststaette nennt. Da erlebt man was.
  3. #22

    Indien bei Nacht

    Zitat von georg12 Beitrag anzeigen
    Habe diesen Beitrag mit schmunzeln gelesen, weil ich auch mal eine mehrmonatige Motorradtour quer durch Indien `durchgestanden`habe.
    Die Motorräder vor Ort sind zwar nicht die schnellsten, man schafft aber selten über 120km am Tag/12h fahrt(obwohl ich hier in Deutschland schon 20Jahre eine 1200 fahre und eher sehr `zügig`unterwegs bin.Ich denke, meine Erfahrung hat mir auf dieser Tour mehrmals das Leben gerettet.Haarige .....
    Meine Touren durch Indien mit einer Hero Honda 100cc Splendor waren nicht selten gefährlich, aber die schönsten und angenehmsten Touren hatte ich nachts. Nachts habe ich mich manchmal einfach hinter einen schweren Tata-Laster geklemmt und hatte so meinen persönlichen Rammbock, der mir die Kühe und Steine aus dem Weg geräumt hat. angreifende Hunde kann man wegkicken, Menschen sind morgens um 3 kaum noch auf den Straßen, auch nicht in den Großstädten. Und nachts ist es temperaturmäßig viel erträglicher als tagsüber. Allerdings sollte man schon Fahrerfahrung mitbringen, weil jederzeit alles passieren kann. Meistens fährt man sowieso "nur" ca. 40-60km/h schnell ... Mit 70Km/h kommt man schon in einen Geschwindigkeitsrausch. Übrigens verbrauchen diese 4-Takter 100ccm-Hondas nur 1,4-1,7l auf 100Km ...das ist doch schon was, und sehr robust und leicht zu reparieren sind sie auch.
  4. #23

    1

    Zitat von Prof. Dr. Karl Kowalski Beitrag anzeigen
    Diese Improvisation bei Technik ist im gesamten asiatischen Raum vorherrschend, wie schon einer meiner Vorposter bemerkte. Was mal interessant wäre: Unfallstatistiken in Relation zur Bevölkerungszahl. Der typisch asiatische Anarchie-Verkehr funktioniert nämlich erstaunlich gut, ohne Schilderwald, ohne Ampeln etc. Speziell in indischen Großstädten ist das ungeheuer faszinierend zu beobachten.
    Nö, so isses nicht.
    Ich lebte einige Jahre in einem asiatischen Land, welches bei 25% der deutschen Einwohnerzahl über 8.000 Verkehrstote (D ca. 4.000) zu beklagen hatte. Nicht zu vergessen-wenn es dort jemanden erwischt, dauert es eine halbe Ewigkeit bis Hiilfe vor Ort und der Verletzte danach im Krankenhaus ist. Blaulicht und Martinshorn interessiert niemanden.
  5. #24

    1

    Zitat von Prof. Dr. Karl Kowalski Beitrag anzeigen
    Diese Improvisation bei Technik ist im gesamten asiatischen Raum vorherrschend, wie schon einer meiner Vorposter bemerkte. Was mal interessant wäre: Unfallstatistiken in Relation zur Bevölkerungszahl. Der typisch asiatische Anarchie-Verkehr funktioniert nämlich erstaunlich gut, ohne Schilderwald, ohne Ampeln etc. Speziell in indischen Großstädten ist das ungeheuer faszinierend zu beobachten.
    Nö, so isses nicht.
    Ich lebte einige Jahre in einem asiatischen Land, welches bei 25% der deutschen Einwohnerzahl über 8.000 Verkehrstote (D ca. 4.000) zu beklagen hatte. Nicht zu vergessen-wenn es dort jemanden erwischt, dauert es eine halbe Ewigkeit bis Hiilfe vor Ort und der Verletzte danach im Krankenhaus ist. Blaulicht und Martinshorn interessiert niemanden.
  6. #25

    Reisebericht

    Leider kommt das Land in dem Artikel doch etwas kurz, quasi 2000km mit dem Moped auf eine Seite gequetscht, da erwartet man doch eigentlich noch die eine oder andere Anekdote mehr. Des Weiteren wären natürlich ein paar Zahlen hilfreich, z.B., was haben die fahrenden Untersätze gekostet, wieviel hat man zum Schluss noch dafür bekommen? In diesem Zusammenhang irritierend sind die 40$, die der Autor für eine provisorische Flickschusterei ausgibt - man muss bedenken, 4$ wären immer noch ein um das 3fache überhöhter Preis gewesen, aber, nun ja, es war ja nun mal Tet. Aber 40$? Damit macht man wirklich die Preise kaputt bzw. verführt die Einheimischen zur Touristenabzocke. Touris, die ohne mit der Wimper zu zucken den 10-30fachen landesüblichen Preis für Waren oder Dienstleistungen hinblättern, sind mir äußerst unsympatisch - selbst, wenn sie dieses Geld als Autoren dann später beim Spiegel absetzen können.
  7. #26

    Reisebericht

    Leider kommt das Land in dem Artikel doch etwas kurz, quasi 2000km mit dem Moped auf eine Seite gequetscht, da erwartet man doch eigentlich noch die eine oder andere Anekdote mehr. Des Weiteren wären natürlich ein paar Zahlen hilfreich, z.B., was haben die fahrenden Untersätze gekostet, wieviel hat man zum Schluss noch dafür bekommen? In diesem Zusammenhang irritierend sind die 40$, die der Autor für eine provisorische Flickschusterei ausgibt - man muss bedenken, 4$ wären immer noch ein um das 3fache überhöhter Preis gewesen, aber, nun ja, es war ja nun mal Tet. Aber 40$? Damit macht man wirklich die Preise kaputt bzw. verführt die Einheimischen zur Touristenabzocke. Touris, die ohne mit der Wimper zu zucken den 10-30fachen landesüblichen Preis für Waren oder Dienstleistungen hinblättern, sind mir äußerst unsympatisch - selbst, wenn sie dieses Geld als Autoren dann später beim Spiegel absetzen können.
  8. #27

    Zitat von HaioForler Beitrag anzeigen
    ... There lies the rabbit in the pepper.
    Der war gut-aber trotzdem möchte ich klugsch....
    "the hare" - not "the rabbit...." ;-))
  9. #28

    Kompliment !

    So viele Eindrücke auf so wenigen Zeilen zu komprimieren; das können nur moderne zip-Algorithmen und richtig gute Journalisten !
  10. #29

    wie schrecklich !

    Zitat von unnu Beitrag anzeigen
    Wir haben in Vietnam einen schweren Motorradunfall mit 1 Toten und 3 Schwerverletzten als Ersthelfer miterlebt. Nach 30 Minuten wurde die Verletzten mit einem LKW ins nächste Krankenhaus abtransportiert. Zu dem Zeitpunkt hat ein weitere nur durch Mund zu Mund Beatmung am Leben gehalten werden können. Wer so einen Tripp macht sollte sich in jedem Fall auch über die Risiken informieren. Insgesamt haben wir in 5 Wochen Vietnam 3 Toten auf den Straßen gesehen.
    Wer schon mal in Vietnam war ( meine Frau ist Vietnamesin ), der weiß was er von diesem Artikel zu halten hat, nicht viel. Typisches Touristengelaber ohne sich auch im Entferntesten in die Leute hineinzuversetzen. Ich habe noch nie einen Toten auf der Straße gesehen ( es gibt 12.000 pro Jahr ) und um drei Tote in 3 Wochen zu sehen, na dazu brauche ich nicht dort hin zu fahren, da reicht wie neulich auch die A 46, da waren es Fünf. Aggression im Straßenverkehr habe ich noch nie beobachtet, zumindest nicht vergleichbar wie in Deutschland. Die Toten sind der Tatsache geschuldet, dass ca 80 % Zweiräder unterwegs sind und es kein Rettungswesen in unserem Sinne gibt. AUf der Straße in Vietnam unterwegs bin ich mir jederzeit sicher, dass auch ausgewichen wird, nicht draufgehalten und aufs Recht beharrt wie bei uns. Es gibt auch keine von Ökofuzzis auf die Straßen gepflanzten Bäume, sondern diese sind in der Regel breit aber nicht immer in gutem Zustand. Die Hupe ist dort ein dauernd benutztes Kommunikationsmittel, deren Einsatz nicht immer nachvollziehbar ist. Es regt sich auch niemand über das Gehupe auf, die Menschen sind insgeasmt wesentlich gelassener als wir Langnasen und vorallem fast immer sehr freundlich. Und zu behaupten, man benötige keinen Führerschein ist schlicht weg blöde.


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