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Motivationstraining bei Airbus: Freu dich gefälligst und geh arbeiten!

ddpBeim Flugzeughersteller Airbus gilt das Betriebsklima als katastrophal. Das Unternehmen versucht seit einiger Zeit mit Motivationstrainings gegenzusteuern - offiziell mit Erfolg. Doch so einfach lässt sich die Belegschaft offenbar nicht aufheitern.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...826513,00.html
  1. #1

    erwartungen.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Beim Flugzeughersteller Airbus gilt das Betriebsklima als katastrophal. Das Unternehmen versucht seit einiger Zeit mit Motivationstrainings gegenzusteuern - offiziell mit Erfolg. Doch so einfach lässt sich die Belegschaft offenbar nicht aufheitern.

    Motivationstraining*bei Airbus: Freu dich gefälligst*und geh arbeiten! - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    So ist das wenn die Geschäftleitung nur aus Mitgliedern der Beschränkten Wissens Liga besteht.
    Nicht das BWLer blöd währen aber sie beschränken sich in der Betriebsführung nur auf die Kostenseite. Selbst der Mitarbeiter ist nur ein Kostenfaktor der effizienter werden muß.
    Ansonsten, vielleicht sollten die Damen und Herren Führungskräfte einfach nach den Grundsätzen für die Mitarbeitermotivation handeln und nicht irgendwelche KulturWechselAgenden einsetzen die noch mit GruppenDruckerhöhern arbeiten.
  2. #2

    Aktionen sprechen lauter als Worte - wann werden Firmenleitungen das endlich kapieren?!.....wenn Arbeitnehmer eigentlich wie Dreck behandelt und ausgenutzt werden, so ist dann auch die Motivation!
    Warum soll man sich dafür extra einsetzen??
  3. #3

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Beim Flugzeughersteller Airbus gilt das Betriebsklima als katastrophal. Das Unternehmen versucht seit einiger Zeit mit Motivationstrainings gegenzusteuern - offiziell mit Erfolg. Doch so einfach lässt sich die Belegschaft offenbar nicht aufheitern.

    Motivationstraining*bei Airbus: Freu dich gefälligst*und geh arbeiten! - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    In allen "Gemeinschafts-"Unternehmen, in denen gut ausgebildete Franzosen mitmischen, geht es mit der Unternehmenskultur den Bach runter. Aufgrund des elitären frz. Ausbildungssystems entwickelt die an Top-Schulen ausgebildete französische Manager-Kaste Allmachtsphantasien und blickt gerne auf alles herab, was sich ihr in den Weg stellt.

    Es endet immer damit, die Filetstücke des Unternehmens an sich zu reißen, die übrigen Partner (in diesem Fall deutsche Ingenieure, die in ihrer Ausbildung weit billiger davongekommen sind als die ultra-selektiven Auswahlverfahren ausgesetzten Franzosen) zu verachten.

    Man kommuniziert nicht, man regiert von oben herab und hält es auch nicht für nötig, bei weitreichenden Entscheidungen zuvor irgendwelche Partner zu informieren, wie jüngst geschehen beim Wegzug des Deutschland-Hauptsitzes von Peugeot aus Saarbrücken nach Köln.

    Die saarländische Landesregierung, die viel für das Unternehmen getan hat, wurde zuvor nicht mal ansatzweise informiert. Warum auch? Die Herren mit dem elitären Anspruch haben ihre Entscheidungen getroffen, die Deppen können sie schlucken. So wird's auch bei Airbus laufen, so war's auch bei der "Partnerschaft" Siemens und Areva, bis Siemens die Nase voll hatte und die "Freundschaft" aufkündigte.
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Beim Flugzeughersteller Airbus gilt das Betriebsklima als katastrophal. Das Unternehmen versucht seit einiger Zeit mit Motivationstrainings gegenzusteuern - offiziell mit Erfolg. Doch so einfach lässt sich die Belegschaft offenbar nicht aufheitern.

    Motivationstraining*bei Airbus: Freu dich gefälligst*und geh arbeiten! - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Dieser ganze Aktionismus zeigt nur, wie weit Vorstand und erste Führungsriege von der Wirklichkeit und somit von den ihnen anvertrauten Mitarbeitern entfernt sind. Gospel statt Anerkennung. Zwanghaftes gegenseitiges liebhaben statt Anerkennung der einzelnen oder Team -Leistung.
    Das sind Ingenieure und keine Handyverkäufer!
  5. #5

    ... das wird

    Zitat von Naturhuf Beitrag anzeigen
    Aktionen sprechen lauter als Worte - wann werden Firmenleitungen das endlich kapieren?!.....wenn Arbeitnehmer eigentlich wie Dreck behandelt und ausgenutzt werden, so ist dann auch die Motivation!
    Warum soll man sich dafür extra einsetzen??
    ... die führungsetage nie kapieren. wenn man den mitarbeiter als produktionsfaktor kennengelernt hat, will man nie wieder zu den untiefen "mensch" zurück - die kann man so schlecht per SAP erfassen :-)
  6. #6

    Zitat von Naturhuf Beitrag anzeigen
    Aktionen sprechen lauter als Worte - wann werden Firmenleitungen das endlich kapieren?!.....wenn Arbeitnehmer eigentlich wie Dreck behandelt und ausgenutzt werden, so ist dann auch die Motivation!
    Warum soll man sich dafür extra einsetzen??
    Wenn ein Großteil der arbeitenden Fligzeugbauer nur als Leiharbeiter angestellt sind, dann wundert mich dieses miese Betriebsklima nicht allzu sehr.
  7. #7

    Naja. Wenn man im Artikel liest, dass Aribus noch bei Beginn dieser Motivations-Sahen 120.000 Mitarbeiter hatte und jetzt nur noch 50.000 Mitarbeiter und des Weiteren Forschung und Entwicklung immer mehr aus Deutschland abgezogen werden, braucht man sich nicht wundern, dass die Leute alle mies gelaunt sind.
    Ich denke mal, viele von denen - selbst die Ingenieure - haben einfach Angst um ihre Arbeitsplätze. Wenn dann noch ein allgemein schlechter Umgang der Firma mit ihren Mitarbeitern dazu kommt, wundert mich nichts mehr.
  8. #8

    Belgien

    Zitat von passiflore Beitrag anzeigen
    In allen "Gemeinschafts-"Unternehmen, in denen gut ausgebildete Franzosen mitmischen, geht es mit der Unternehmenskultur den Bach runter. Aufgrund des elitären frz. Ausbildungssystems entwickelt die an Top-Schulen ausgebildete französische Manager-Kaste Allmachtsphantasien und blickt gerne auf alles herab, was sich ihr in den Weg stellt.

    Es endet immer damit, die Filetstücke des Unternehmens an sich zu reißen, die übrigen Partner (in diesem Fall deutsche Ingenieure, die in ihrer Ausbildung weit billiger davongekommen sind als die ultra-selektiven Auswahlverfahren ausgesetzten Franzosen) zu verachten.

    Man kommuniziert nicht, man regiert von oben herab und hält es auch nicht für nötig, bei weitreichenden Entscheidungen zuvor irgendwelche Partner zu informieren, wie jüngst geschehen beim Wegzug des Deutschland-Hauptsitzes von Peugeot aus Saarbrücken nach Köln.

    Die saarländische Landesregierung, die viel für das Unternehmen getan hat, wurde zuvor nicht mal ansatzweise informiert. Warum auch? Die Herren mit dem elitären Anspruch haben ihre Entscheidungen getroffen, die Deppen können sie schlucken. So wird's auch bei Airbus laufen, so war's auch bei der "Partnerschaft" Siemens und Areva, bis Siemens die Nase voll hatte und die "Freundschaft" aufkündigte.
    Die Belgier machen ähnliche Erfahrungen. Hier wurden in letzter Zeit viele Unternehmen von Franzosen "geschluckt" (z.B.große Supermarktketten etc.). Ebenfalls durch das herablassende Verhalten der "neuen Chefs" sei seitdem das Betriebsklima extrem gestört. Es habe auch schon erste Suizide gegeben.
  9. #9

    ...

    1200 Gespräche hätten seine Agenten bisher geführt und den Ingenieuren danach das Miteinander-Reden beigebracht, denn "offenes Feedback lernt man nicht an der Uni", sagt Brinkop.

    Was für eine absurde und weltfremde Aussage. Als MINT Student hat man beinahe jede Woche ein Protokoll oder einen Übungszettel abzugeben, mündliche Vor- und Nachkolloquien zu absolvieren, regelmäßig Klausuren zu schreiben und alle paar Semester größere Zwischenprüfungen, dazu das Feedback durch Kommilitonen, Assistenten, Professoren. Wer davon schwafelt, daß es an Unis kein offenenes Feedback gäbe, der disqualifiziert sich schon selbst, durch offen erwiesene Inkompetenz und Ignoranz.

    90 Prozent der Airbus-Beschäftigten bezeichneten sich als demotiviert. Sie fühlten sich von ihren Vorgesetzten alleingelassen und nicht ernst genommen. Ihre Leistungen würden nicht gewürdigt, ihre Vorschläge und Ideen nicht aufgegriffen; und mit einer Beförderung rechnete kaum noch ein Mitarbeiter.

    Da sind die Gründe für das Problem doch schon benannt. Vielleicht sollte man einfach mit dem Aktionismus aufhören, der um das Problem gemacht wird (letztlich wird hier nur Kosmetik betrieben) und einfach die Leute gut bezahlen, die Hierarchien flach halten, die Eigenverantwortung stärken, die Zuständigkeiten klären...im Grunde die Leute einfach machen lassen. Die sind alle hochqualifiziert. Die können in den meisten Fällen eigenständig arbeiten. Ohne Kontrollwahn. Ohne Bevormundung. Ohne Vorgesetzte.

    Wahrscheinlich würde der Laden ganz ohne Management wie von selbst laufen. Aber sowas probiert natürlich keiner mal aus :-).








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