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Motivationstraining bei Airbus: Freu dich gefälligst und geh arbeiten!

ddpBeim Flugzeughersteller Airbus gilt das Betriebsklima als katastrophal. Das Unternehmen versucht seit einiger Zeit mit Motivationstrainings gegenzusteuern - offiziell mit Erfolg. Doch so einfach lässt sich die Belegschaft offenbar nicht aufheitern.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...826513,00.html
  1. #10

    BWLer

    Zitat von seppfrieder Beitrag anzeigen
    So ist das wenn die Geschäftleitung nur aus Mitgliedern der Beschränkten Wissens Liga besteht.
    Nicht das BWLer blöd währen aber sie beschränken sich in der Betriebsführung nur auf die Kostenseite. Selbst der Mitarbeiter ist nur ein Kostenfaktor der effizienter werden muß.
    Ansonsten, vielleicht sollten die Damen und Herren Führungskräfte einfach nach den Grundsätzen für die Mitarbeitermotivation handeln und nicht irgendwelche KulturWechselAgenden einsetzen die noch mit GruppenDruckerhöhern arbeiten.
    es wäre schön, wenn sich miese Mitarbeiter"führung" nur auf die BWLer beschränken würde. Die Wahrheit ist leider viel schlimmer. Selbst in Bereichen, in denen die Opfer dieser Praktiken e.g. Mobbing- und Burnoutbetroffene behandelt werden- man es also "wissen müsste", werden Mitarbeiter schikaniert, gemobbt und wie Dreck behandelt, bis sie sich schließlich selbst behandeln lassen müssen. Kathastrophal.
  2. #11

    Stop ...

    Zitat von seppfrieder Beitrag anzeigen
    So ist das wenn die Geschäftleitung nur aus Mitgliedern der Beschränkten Wissens Liga besteht.
    Nicht das BWLer blöd währen aber sie beschränken sich in der Betriebsführung nur auf die Kostenseite. Selbst der Mitarbeiter ist nur ein Kostenfaktor der effizienter werden muß.
    ... noch schlimmer sind WiIng's (Wirtschaftsingenieure) !!
    Nicht Fleisch, nicht Fisch.

    Die können weder richtig "rechnen" , noch konstruieren !!
    Zu meiner Studienzeit (Maschinenbau an TU '85-'90) haben die so ein bischen Mechanik gemacht (2 Semester), ein bischen Konstruktionslehre (2 Sem.), ein bischen höhere Mathematik (s.o.) und bei Thermodynamik war endgültig Feierabend.
    So lief bei denen auch der Wirtschaftsteil.
    Also, was will man da erwarten.
    Ingenieursleistungen können die kaum einschätzen, geschweige denn würdigen und beim Zahlenschubsen haperts auch.

    Einen nutzloseren Studiengang gibt es wohl kaum. Wobei irgendwo müssen die Minderbegabten ja bleiben.

    Was ich damit sagen will (aus eigener Erfahrung), von solchen Flizpiepen in Leitungsfunktion und dahin werden viele weggelobt oder schleimen sich nach oben, kann man keine vernünftige Mitarbeiterführung erwarten.

    Würde mich wundern, wenns bei Airbus nicht genauso zugehen würde. Umso größer das Unternehmen, desto beschissener läufts oft.
  3. #12

    Qualität der Flieger ?

    Zitat von Rodelkönig Beitrag anzeigen
    Naja. Wenn man im Artikel liest, dass Aribus noch bei Beginn dieser Motivations-Sahen 120.000 Mitarbeiter hatte und jetzt nur noch 50.000 Mitarbeiter und .........................................
    Ich denke mal, viele von denen - selbst die Ingenieure - haben einfach Angst um ihre Arbeitsplätze. .
    Diese Zahlen sagen alles. Wer nebenan den Leih (Sklaven)-arbeiter sieht, weiss was ihm demnächst bevorsteht. Und wer jeh mit diesen arroganten Elitefranzosen zu tun hatte, weiss auch woran es hauptsächlich liegt.
    Diese Kurse sind mittlerweile bei den meisten Grossunternehmen Standard und dienen vor allem dazu die Mitarbeiter auszuhorchen und Persönlichkeitsprofile erstellen zu lassen. Um sie dann noch besser knechten und erpressen zu können.
    Wer sichs leisten kann, sollte einfach nicht hingehen. Ansonsten krank melden.

    Zum Abschluss sei die Frage erlaubt ob es denn noch sicher ist mit Airbus zu fliegen, die von solchen Frustzombies und Sklaven zusammengedengelt werden.
  4. #13

    Management ein Witz

    Hab ein paar Jahre unter der Oberaufsicht von Airbus beim A400M im Ingineering gearbeitet und kann dazu nur sagen: wundert mich in keinster Weise!

    Dabei kann man den Leuten im unteren Management nicht mal einen Vorwurf machen. Was da an Druck aus den höheren Etagen kommt, ist einfach Wahnsinn. Absolut lächerliche Forderungen was Lieferzeiten angeht, ohne aber dafür zu sorgen, dass der Input stimmt: Ihr bekommt weniger Zeit, aber liefert bitte in besserer Quali und mit doppelt soviel Inhalt! Achja, weniger geld gibts auch noch!

    Ein Witz, was da ab geht...
  5. #14

    Zitat von glen13 Beitrag anzeigen
    Dieser ganze Aktionismus zeigt nur, wie weit Vorstand und erste Führungsriege von der Wirklichkeit und somit von den ihnen anvertrauten Mitarbeitern entfernt sind. Gospel statt Anerkennung. Zwanghaftes gegenseitiges liebhaben statt Anerkennung der einzelnen oder Team -Leistung.
    Das sind Ingenieure und keine Handyverkäufer!
    ja ich kann über solche maßnahmen auch nur den kopf schütteln...
    das mag vielleicht noch ansatzweise aufgrund der anderen mentalität in den USA funktionieren, aber in europa sind die leute einfach anders gestrickt. ich MUSS mit meinen kollegen doch nicht so dufte sein, das wir jedes wochenende alle zusammen etwas unternehmen, sondern es reicht wenn wir professionell und respektvoll miteinander arbeiten. was jemand in seiner freizeit macht ist doch jedem sein problem und ich bin froh in meiner freizeit auch mal andere gesichter zu sehen...

    der durchnittsangestellte will doch nichts weiter wie: eine faire bezahlung (nur darum gehe ich schließlich arbeiten), wertschätzung für seine getane arbeit (mit das wichtigste!!) und ein nettes kollegenumfeld.

    gemeinsame "wir-haben-uns-jetzt-alle-auf-kommando-mal-ganz-doll-lieb" gospelchore unter kollegen, tzzzz...
    ich komm da immer noch nicht drauf klar, derjenige der sich sowas ausdenkt hat doch echt einen an der waffel...
  6. #15

    Anhaltender Trend seit Jahren...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Beim Flugzeughersteller Airbus gilt das Betriebsklima als katastrophal. Das Unternehmen versucht seit einiger Zeit mit Motivationstrainings gegenzusteuern - offiziell mit Erfolg. Doch so einfach lässt sich die Belegschaft offenbar nicht aufheitern.

    Motivationstraining*bei Airbus: Freu dich gefälligst*und geh arbeiten! - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft

    Ich konnte die Entwicklung seit der Gründung der EADS im Jahre 2000 gut verfolgen. Tatsächlich haben sich im vergangenen Jahrzehnt die strategischen Schwerpunkte Stück für Stück nach Frankreich verlagert. Sei es Airbus mit seiner allmächtigen Zentrale in Toulouse zu der täglich Hunderte deutscher Mitarbeiter per Charter pilgern dürfen oder auch die jetzt geplante Verlegung der deutschen EADS Zentrale von München nach Toulouse. Zudem wurden nach und nach viele Schlüsselpositionen in den Business Units und der EADS Zentrale mit Franzosen besetzt. Und die deutsche Seite hat dabei zugesehen. Dass die Franzosen immer mehr das Heft in der Hand halten, darf niemanden verwundern. Und dass dann die Stimmung bei der deutschen Belegschaft schlecht ist ebenso wenig.
  7. #16

    Jede Wette,

    Zitat von Newspeak Beitrag anzeigen

    Wahrscheinlich würde der Laden ganz ohne Management wie von selbst laufen. Aber sowas probiert natürlich keiner mal aus :-).
    das Managertheater hört sich in absehbarer Zeit ganz von selbst auf. Die Kerle lassen sich alles was sie zu Menschen machte freiwillig abtrainierenn um nicht zu sagen abkaufen. Rechner allerdings sind in punkto "Objektivität" noch unmenschlicher, brutaler, williger und damit konsequenter im Sinne der Finanzmärkte und, ein Hauptpunkt, auch noch billiger.
  8. #17

    Mir wird schlecht...

    Zitat von leser008 Beitrag anzeigen
    ...
    Zum Abschluss sei die Frage erlaubt ob es denn noch sicher ist mit Airbus zu fliegen, die von solchen Frustzombies und Sklaven zusammengedengelt werden.
    ... wenn ich die (hust) "harten" Fakten sehe, die hier genüsslich-süffisant wiedergekäut werden. Der eine hat tendenziell etwas gegen Franzosen, die ja angeblich alle von Eliteunis kommen und mal gar nichts können. Der andere sieht die deutschen Interessen ausgebeutet und der Dritte sieht durch die aktuelle Aktion gleich die Airbus-Belegschaft von 120000 auf 50000 sinken (kleiner Tipp: Airbus ist eine Teilmenge von EADS, sagt jedenfalls Wikipedia)...
    Dazu kommt dann noch das übliche BWLer geben den Ton an und die Mitarbeiter werden ausgebeutet Gebashe. Ich kenne BWLer, die sich "am Band" mit den Werkern bis auf den kleinsten Handgriff auseinandersetzen und im Team Lösungen erarbeiten. Ebenso kenne ich Ingenieure, die mit Geld umgehen können.

    Der Höhepunkt - wie immer bei Airbus/Luftfahrtartikeln, wo Deutschland aus 80 Mio Piloten und Flugzeugbaufachleuten besteht - kommt am Ende: Wieder mal die Sicherheitsfrage von Airbusflugzeugen zu stellen. Wer sich auch nur etwas mit Luftfahrt auskennt, weiß, dass diese Frage zu stellen eigentlich überflüssig ist. Fliegen ist (und da tun sich Boeing und Airbus überhaupt nichts) immer noch die sicherste Reisemöglichkeit.

    In einem großen Unternehmen kommt so etwas halt vor. Sollte es nicht, aber auf anderen Wiesen (BMW, Daimler, BASF, etc.) ist das Gras sowieso nicht nur grüner sondern die Kühe sind allesamt auch mindestens doppelt so intelligent wie bei Airbus.

    Man sollte sich im Klaren sein, dass in keinem Unternehmen >1000 Mitarbeiter alles gut ist und dass mitunter gravierende Misstände existieren. Und warum sieht es hier niemand als das, was es wahrscheinlich sogar sein sollte: Nicht unreflektiert per Multiple Choice abfragen, wie es "läuft", sondern aktiv den Plan vortragen und hinterher fragen, ob man sich wieder findet. Was ist daran nun schlecht? Interaktives Feedback? Ist das ein schlechter Ansatz?

    Ob die richtigen Schlüsse gezogen werden, ist noch eine andere Sache - keine Frage. Aber die Antwort würde ich mir in einem späteren Artikel erhoffen und nicht als - wie so oft bei Spiegel in Bezug auf Airbus - hier schon und im Forum.

    Und ja: Auch wenn ich weder BWLer noch Ingenieur bin - Airbus wäre ein toller Arbeitgeber für mich. Weil das Produkt geil ist.
  9. #18

    "Hamburg - Airbus gilt unter angehenden Ingenieuren als Traumarbeitgeber: gutes Gehalt, exzellente Bedingungen in einem internationalen Konzern, der auch noch große Flugzeuge herstellt."

    Spätestens so im 7. Semester hat jeder gute angehende Ingenieur der Luft- und Raumfahrttechnik aufgrund der Nähe der deutschen L&R-Institute zu diesem Konzern begriffen, dass bei EADS allgemein und bei AIRBUS im besonderen, weder ein "gutes" Gehalt, noch exzellente Bedingungen (gemeint waren wohl die Arbeitsbedingungen) zu erwarten sind, sondern eher mittelmäßige Ingenieur-Gehälter und mitunter vollkommen abstruse Aufgaben und Konzepte, die nach mehreren Aussagen der Forumsteilnehmer hier, als auch aus meinem beruflichen Umfeld, zumeist von Leuten diktiert werden, die damit angeben die 4 Grundrechenarten par Excellance zu beherrschen - und ohne es zu wissen damit die letzten Idealisten in den Unternehmen ans Kreuz nageln.

    Als bestes Beispiel kann man dafür die Entwicklung des A350 betrachten - hierzu eine kleine Anekdote:

    Während der Mitte meines Studiums (so ca. 2007) lernten wie als fachbezogenes Beispiel für eine Faserverbundkonstruktion die Druckkalotte des A350 kennen. Vereinfacht gesagt ist dies eine Wand im Heck des Flugzeugrumpfes, die die Druckkabine abschließt. Für dieses Bauteil wurden von AIRBUS zahlreiche Studienarbeiten / Diplomthemen an den Instituten herausgegeben - Studenten sind schließlich die günstigeren Ingenieure.
    Als ich dann 2011 fertig war und mich in Hamburg bei einem Dienstleister für AIRBUS als "Spezialist" für Faserverbundkonstruktionen beworben habe, hielt mir mein Auditor genau dieses Bauteil als mein erstes Projekt erneut vor. Ich habe mich dann gefragt, was AIRBUS die letzten 4 Jahre daran gemacht hat. Etwas später erklärte mir der damalige Auditor, dass nach dem A350 wieder mit Metall gebaut wird - woraufhin mir meine Arbeitszeit bei ihm zeitlich klar umrissen vorkam und ich ablehnte.

    Da wollten die BWLer im Unternehmen, wie so oft, einfach die Amerikaner kopieren und mit Boeing gleichziehen und nun einen Jumbojet statt aus Aluminium aus Kohlefasern bauen, weil für die BWLer der prognostizierte Gewichtsvorteil durch diesen Werkstoff die Kasse klingeln ließ (höherer Payload-Anteil). Was die BWLer dann nicht mehr interessierte, aber die Ingenieure vor ziemlich schwierige und undankbare Aufgaben stellte, waren der mit diesem Werkstoff unweigerlich verbundene Bauweisenwechsel, ein vollkommen anderes Blitzschutzkonzept, erhöhter Berechnungs-, Konstruktions- und Zulassungsumfang sowie die fast vollkommene Umstellung der Fertigungsverfahren, die natürlich eng mit den qualitativ hochwertigen Ausbildungsanforderungen an das Fertigungspersonal einher geht. Ein Schlosser ist nun mal kein Laminierer.
    Ich glaube gern, dass die Ingenieure bei AIRBUS die Schnauze gestrichen vollhaben, BWL-Lackaffen das große 1x1 des Flugzeugbaus zu verklickern, um den notwendigen Rattenschwanz für dies Projekt durch zu boxen.

    Was bleibt nun unterm Strich übrig?:
    Die L&R-Ingenieure, die nicht bei AIRBUS arbeiten scherzen offen mit dem Begriff "Black-Metal", weil der prognostizierte Gewichtsvorteil durch die schwarzen Kohlefasern UND den unterlassenen Bauweisenwechsel nicht ansatzweise erreicht wurde - das Flugzeug also genauso schwer ist, als wäre es aus Aluminium, dafür aber zigmal so teuer. Durch diesen Misserfolg beginnen nun sogar Teile der Fachwelt am Einsatz dieses Werkstoffes zu zweifeln, was ziemlich tragisch ist.
  10. #19

    Jammern auf hohem Niveau

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Beim Flugzeughersteller Airbus gilt das Betriebsklima als katastrophal. Das Unternehmen versucht seit einiger Zeit mit Motivationstrainings gegenzusteuern - offiziell mit Erfolg. Doch so einfach lässt sich die Belegschaft offenbar nicht aufheitern.

    Motivationstraining*bei Airbus: Freu dich gefälligst*und geh arbeiten! - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wirtschaft
    Jetzt wo sich die Luft und Raumfahrt Industrie auch der Konkurrenz aus China stellen muss, bleibt gar nichts anderes übrig, als die Arbeitsabläufe möglichst straff zu organisieren und auf lange Sicht, auch bei den Löhnen auf ein erträgliches Maß zu kommen. Es ist klar, dass die Auswirkungen der Globalisierung nicht bei kleinen und mittleren Gehältern Halt machen kann. Diese Entwicklung musste ja ohnehin jedem klar sein. Deshalb sollten sich gerade Ingeniuere, die auf dem Weltwarkt ohnehin günstig zu haben sind, darauf einstellen, dass die gehälter in den nächsten Jahren teilweise erheblich schrumpfen werden. Sei es über direkte Lohnkürzungen oder unter vermehrter Verwendung von Arbeitsüberlassungsunternehmen, wo auch jungen Kollegen der Einstieg ins Berufsleben geebnet wird.








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