REUTERSIn Ungarn wird eine blonde Polizistin vergewaltigt und ermordet. In der Öffentlichkeit entlädt sich der Hass auf ihren "Zigeuner-Mörder" und seine ganze Volksgruppe. Der Rassismus gegen die Roma hat die Mittelschicht erreicht. Jetzt wird gar diskutiert, die Todesstrafe wieder einzuführen.
Ungarn: Nach Mord an Polizistin Kata Bándy wächst Hass auf Roma - SPIEGEL ONLINE
Wir sind im 21. Jahrhundert und dieses Land ist in der EU.
Ein Land, in dem rechtsradikale Schlägertrupps auf die Jagd gehen und von der Politik auch noch rhetorische Rückendeckung erhalten. Und auch wenn es mit der ungarischen Demokratie nicht so weit her sein mag: Diese Politiker sind gewählt worden. Und sie haben einen Grund für ihre Polemik, nämlich den immer gleichen (Stimmen).
So ein Quatsch wieder. Wochen ist das Thema in Ungarn alt und außer ein Paar Beschränkten - die es in Deutschland auch zu genüge gibt - will hier keiner die Todesstrafe und Rassismus. Spiegel macht wieder mal Stimmung...
Und schon schäumen hier einige Gut-informierten wie die EU sein müsste.
Wenn die EU keine ernsthaften Sanktionen gegen Unganr einleitet, bleibt sie nur ein Papiertiger, der seine Glaubwürdigkeit verspielt und seine Legitimität riskiert.
Wer denn schon, das großkapital braucht doch billige Arbeitsplätze um weiter am verzinsten Geldsystem zu partizipieren.
Die rechten Horden sind jedoch weiterhin aktuell und machen Stimmung, oder etwa nicht? Wir hatten Rostock und dafür schäme ich mich auch. Ich bin froh darüber, das sich Menschen Sorgen machen und nicht verblödet alles hinnehmen. Das die Romas Probleme bereiten, das ist schon klar und soll auch nicht verdrängt werden, doch der braune Mob ist nicht die Lösung des Problem!
Das ausgerechnet um den 20 Jahrestag von Rostock-Lichtenhagen herum Deutschen sich darüber erheben was andere EU Länder im Umgang mit Ihren Minderheiten falsch machen...
"Die Täter stammen zu 90 Prozent aus ein- und demselben soziokulturellen Milieu. Sprechen wir es aus: Sie sind Zigeuner."
Oder:
"Es gibt zwar keine ethnischen Kriminalitätstatistiken", sagt György Virág vom Ungarischen Landesinstitut für Kriminologie (OKRI), "aber unsere Forschungen besagen, dass Roma im Verhältnis zu ihrem Anteil an der Bevölkerung nicht überproportional viele Tötungsdelikte begehen."?
Das muss sich doch feststellen lassen. Vielleicht waere es ja sinnvoll, ethnische Kriminalitätstatistiken zu erstellen. Wer nichts verbergen will, kann dagegen schlechterdings nicht sein.