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Monatseinkommen: Arme Spitzensportler

AFPSie sehen gut aus, werden angefeuert und bejubelt - Spitzensportler sind zu beneiden. Könnte man denken. Ein Blick aufs Konto zeigt die Schattenseiten: Im Schnitt verdienen Profi-Athleten weniger als 2000 Euro. Deutlich besser schneiden Segler ab, besonders arm dran sind Bogenschützen.

http://www.spiegel.de/karriere/beruf...846070,00.html
  1. #1

    Ist das ungerecht, dass, anders als viele Olympia Sportler, Formel 1 Rennfahrer und Fußballspieler (aber auch Olympiasieger (!) im Brustschwimmen, Laufen usw. nach ihrem Sieg) excellent, und im Fußball selbst mittelmäßige Spieler sehr gut verdienen?
    Wer das ungerecht findet möge sagen, ob die vorgenannten weniger verdienen sollen und wie das staatlich begrenzt werden soll, oder ob die Nischen-Olympioniken, wie Bogenschützen, mehr verdienen sollen und wer das bezahlen soll.
    Sportler mittelpopulärer Disziplinen bei Olympia verdienen nur gut wenn sie "Sieger" sind.
    Die Popularität einer Sportart bestimmt wesentlich das Einkommen, nicht nur die Leistung in einer Disziplin die "kaum jemand sehen will".
    Wer das nicht will, sollte selbst zahlen anstelle wieder Steuergelder zu verlangen.
    Es war kein Drama, dass Ostblock-Staaten Medallien "absahnten" weil sie aus politischen Gründen auch unpopulären Spitzen-Sport auf Kostem der Bevölkerung maßlos gefördert haben.
    Kopieren sollte man das alte Ostblock-Modell nicht.
  2. #2

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie sehen gut aus, werden angefeuert und bejubelt - Spitzensportler sind zu beneiden. Könnte man denken. Ein Blick aufs Konto zeigt die Schattenseiten: Im Schnitt verdienen Profi-Athleten weniger als 2000 Euro. Deutlich besser schneiden Segler ab, besonders arm dran sind Bogenschützen.

    Einkommen von Profisportlern: So viel verdienen Athleten im Sport - SPIEGEL ONLINE
    Wenn im Artikel festgestellt wird, dass Spitzensportler in Schnitt ca. 2000 EUR monatlich verdienen, sollte vielleicht etwas deutlicher darauf hingewiesen werden, dass bei dieser Berechnung die Sportarten ausgenommen worden sind, in denen gut verdient wird (Fußball, Golf, usw...). Würde man diese Sportarten einbeziehen, würden wohl kaum Segler mit ca. 4500 EUR monatlich den Spitzenverdienerrang belegen. Schlagzeile und Bildunterschriften passen also überhaupt nicht zur Realität / Aussagekraft der Erhebung.

    Im übrigen ist es natürlich bedauerlich, dass in der öffentlichen Wahrnehmung und Berichterstattung nichts mehr außer Fußball vorkommt. Während im Fußball selbst Testspiele oder ähnliche Kirmesveranstaltungen live übertragen werden und die Wadenzerrung eines Spielers auf SPON als Eilmeldung verbreitet wird, berichtet niemand mehr über andere Sportarten. Insbesondere bei solchen Sendungen wie dem aktuellen Sportstudio oder der sonntäglichen Sportreportage finde ich es traurig, dass diese nur noch Fußball zeigen.

    Andererseits betreibt man Sport ja auch nicht zum Geldverdienen, sondern aus Spaß an der Freud. Warum sollte ein Bogenschütze mit seinem Hobby seinen Lebensunterhalt decken können? Da ist es doch schon super, an den olympischen Spielen teilnehmen zu können.
  3. #3

    Frauenfussballdiskussion

    Zitat von HansCh Beitrag anzeigen
    Wer das ungerecht findet möge sagen, ob die vorgenannten weniger verdienen sollen und wie das staatlich begrenzt werden soll, oder ob die Nischen-Olympioniken, wie Bogenschützen, mehr verdienen sollen und wer das bezahlen soll.
    Jetzt geht das schon wieder los! Vor einem Jahr war die gleiche Diskussion beim Thema Frauenfussball: Warum bekommen die weniger als die Männer, obwohl sie vieeeel erfolgreicher sind??.

    Als Betriebswirt möchte ich den wirtschaftlichen Aspekt in die Diskussion bringen.
    1.Ohne Zweifel ist die Haupteinnahmequelle eines Sportlers das Sponsoring. Entweder direkt auf dem Hemd oder aber indirekt, weil Sponsoren Fernsehsender finanzieren, die dann Rechte kaufen.

    2. Um Sponsoren anzuziehen, muss ein Sport von öffentlichen Interesse sein, damit der Sponsor im guten Licht erscheint und seinerseits wieder Käufer für seine Produkte aquiriert.

    3. Alles hat also etwas mit Werte schaffen zu tun. Bogenschießen schafft diese Werte nicht und ist daher auf die "Schützenhilfe" von Fördergeldern aus dem Verband angewiesen, der genaugenommen eine steuerlich finanzierte Subvention ist.

    Man kann also für die Bogenschützen und ähnliche Sportler auch eine andere Bilanz aus Olympia ziehen, als sich zu beschweren: Nur durch die Clusterung in ein Großereignis wie die Spiele gibt es überhaupt ein Interesse an dieser Sportart. Die Olympische Idee ist nun auch wieder werttragend und zieht Sponsoren an. Die Frage müsste also dahin gehen, warum diese riesigen Einnahme nicht "gerechter" unter allen Teilnehmern aufgeteilt werden. Wer bekommt eigentlich das Geld aus Fernsehrechten und Sponsoring???

    Olympia ist trotzdem ein Glücksfall für die Bogenschützen: Oder hat irgendwer schonmal etwas von einer Bogenshießen WM gehört?? Nur das Cluster mit vielen anderen Sportarten führt dazu, dass es eine Teilung der Aufmerksamkeit gibt.
  4. #4

    ?????????

    Haben die keinen Job neben dem Sport ? Ich und viele andere verdienen schlecht auch ohne Sport, und es werden immer mehr in Deutschland. Warum ? Weil die Regierung Merkel das Volk kaputt macht, hintenherum.
  5. #5

    Zitat von Surgeon_ Beitrag anzeigen
    Haben die keinen Job neben dem Sport ? Ich und viele andere verdienen schlecht auch ohne Sport, und es werden immer mehr in Deutschland. Warum ? Weil die Regierung Merkel das Volk kaputt macht, hintenherum.

    Ich zB verdiene so schlecht, daß ich es mir nicht leisten kann, Sport zu treiben. Mein Mitleid mit den "armen" Sportlern hält sich echt in Grenzen!
  6. #6

    Ich möchte hier keine Neiddebatte lostreten, ich gönne jedem seinem Verdienst.
    Jedoch: warum sollten Sporter mehr verdienen als ein durchschnittlicher Arbeitnehmer? Sportler stellen nichts her, vollbringen keine wissenschaftlichen Leistungen, bauen keine Firma auf, schaffen keine Arbeitsplätze oder treffen keine weitreichenden Entscheidungen für viele Menschen oder schreiben keine geistreichen Abhandlungen. Alles Dinge, welche einen hohen Verdienst rechtfertigen würden.
    Nur tun dies Sportler nicht.
    Sie trainieren, nehmen an Wettkämpfen teil, und das dars. Irgendetwas von bleibendem Wert (siehe Oben) was einen hohen Verdienst rechtfertigen würde, vermag ich hierin nicht zu erkennen.
  7. #7

    Zitat von no-panic Beitrag anzeigen
    Ich zB verdiene so schlecht, daß ich es mir nicht leisten kann, Sport zu treiben. Mein Mitleid mit den "armen" Sportlern hält sich echt in Grenzen!
    Dann ja, für ein Paar Turnschuhe wird es schon noch reichen.
    Davon abgesehen: irgendein Mitleid ob ihres "geringen" Verdienstes vermag ich für Sportler ebenfalls nicht zu empfinden.
  8. #8

    Kann in der deutschen Sporthilfe prinzipiell jeder Sportler sein, der dir Kriterien erfüllt? Ich nehme mal an, dass richtige Profisportler aus der Sporthilfe dann (wenn die Karriere "läuft") wieder austreten, weil sich die Leistungen der Sporthilfe dann nicht mehr lohnen? Das wäre wohl eine der Erklärungen warum z.B. bei Basketball nur ca. 1000 Euro Brutto/Monat steht (evtl. auch einrechnen der Frauen-Nationalmannschaften, dort wird sicherlich weniger verdient).
  9. #9

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie sehen gut aus, werden angefeuert und bejubelt - Spitzensportler sind zu beneiden. Könnte man denken. Ein Blick aufs Konto zeigt die Schattenseiten: Im Schnitt verdienen Profi-Athleten weniger als 2000 Euro. Deutlich besser schneiden Segler ab, besonders arm dran sind Bogenschützen.

    Einkommen von Profisportlern: So viel verdienen Athleten im Sport - SPIEGEL ONLINE
    Sehr seltsame Studie. Die Aussagen zu Bogenschießen und Beachvolleyball kann ich ja noch nachvollziehen, aber das Profi-Eishockeyspieler im Schnitt nur 656€ verdienen sollen kann doch wohl angesichts der Gehälter in der DEL kaum sein. Hier vermute ich mal stark, dass (vielleicht auch wegen der Nationalität) fast nur Spieler aus der 2. und 3. Liga an der Studie teilgenommen haben.

    Daneben würde ich mal die Frage aufwerfen was hier als Profisportler bezeichnet wird. Die mir bekannte Definition sieht 'Profisportler' als jemand, der seinen Lebensunterhalt in erster Linie mit dem Sport verdient. Das aber ist bei Einkommen von unter 700€ ja wohl kaum möglich. Aber wie gesagt, das ist ne Definitionsfrage.


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