DPAIm Talk bei Sandra Maischberger sollte dem TV-Zuschauer die Furcht vorm Flächenbrand des muslimischen Zorns wegtherapiert werden. Doch Orient-Experte Peter Scholl-Latour hatte keine Lust auf Laberbude. Fakt bleibe: Die Vision einer Versöhnung der Kulturen sei illusorisch.
Menschen bei Maischberger: Debatte über Mohammed-Video - SPIEGEL ONLINE
Das Interessante an solchen Diskussionen über gewalttätige Muslime ist, dass sie sich am Ende (gerne auch von Beginn an, diesmal zum Glück nicht) IMMER um vermeintlich fanatische Christen drehen. Egal, ob einem islamkritischen Autoren von islamischen Würdenträgern Mörder auf den Hals gehetzt werden, ob Karikaturen hunderttausende Muslime zu einem auch mordenden Mob werden lassen oder ob ein Filmchen, das kaum jemand gesehen hat zu Morden Anlass bietet; immer schwenkt da jemand das Titanic-Cover oder kramt den verbalen Protest gegen "Das Leben des Brian" heraus, um vermeintlich zu beweisen, dass das Christentum auch heutzutage noch keinen Deut besser auftritt als die fanatischen Moslems. Bei Moslems nennt man das wohl taqiyya, was aber treibt die mehrheitlich areligiösen Bessermenschen, deren Profession das Auftreten in Talkshows zu sein scheint, dazu?
Ich hab's nicht gesehen, aber der Text ist einfach urkomisch. Arno Frank gilt mein aufrichtiges Dankeschön, besonders wegen der Maischberger-Beschreibung.
Unsere westliche Gesellschaft hatte in einem langem zivilisatorischen Prozess Werte (Menschenrechte, Meinungsfreiheit usw.) hervorgebracht. Diese Werte dürfen nicht verhandelbar sein. Es kann nicht sein, dass wir wegen eines Kulturkreises, der diese Werte teilweise oder ganz nicht teilt, wir jedesmal unsere Werte zur Verhandlungssache machen. Die einzige richtigen Antwort auf die Empörung kann nur sein: Lernt damit zu leben !!
soll er es selber regeln. Wer sind wir uns anzumaßen, Seinen Willen zu kennen oder auszuführen?
Religion ist Gift für die Menschheit.
Gut, also keine Versöhnung. Dann können wir uns auch direkt begriegen, oder nicht? Vor 50 Jahren war es auch noch illusorisch, dass eine Frau Deutschland und ein Dunkelhäutiger Amerika regiert. Für eine Verbesserung der aktuellen Zustände braucht man Visionen aber man braucht vor allem mutige Menschen. Das Scholl-Latour, den ich sehr schätze, dass derart negativ sieht, kann man auf Grund seines Alters und seiner begrenzten Zukunft verstehen. Es ist aber nicht richtig. Für den Moment vielleicht aber nicht für ewig.
ist glaube ich der einzige noch klar denkende Gesprächspartner zu diesem Thema. Alle anderen flüchten sich in die üblichen Phrasen und Faseleien. "Die sind doch reicher als wir" Ich habe Tränen gelacht vor dem Fernseher. Ich hoffe er bleibt noch mindestens 25 jahre bei uns!
Dn entscheidenden satz, und damit alles was zum Thema gesagt werden muss, hat Scholl Latour ausgesprochen und er Spiegel hat ihn nachgedruckt:
"Wo kommt denn der Salafismus her? Das ist der Wahhabismus, und der kommt aus Saudi-Arabien, wohin wir 400 Leopard-Panzer liefern, damit die Saudis in Bahrain den Protest unterdrücken können. Darüber sprechen wir nie. Wir sind Teil dieser Probleme, wir sind doch mittendrin."
Gott (und Allah) erspare uns schlau redende Grüne, die (manche werden sich daran erinnern) Kriege für Deustche wieder akzeptabel gemacht haben.
Was soll eigentlich aus dem Thema werden wenn Scholl Latour mal nicht auftreten kann und es keinen mehr wie ihn gibt?
... doch Herr Scholl-Latour einmal nicht den Eindruck erwecken würde, er wüßte alles und alle anderen seien Idioten.
Wenn er doch nur einmal auf seine mit scheinbarer Altersweisheit vorgetragenen Erläuterungen der angeblich so intimen Kenntnisse des Islam verzichten könnte. Er reiht sich - nicht inhaltlich, aber vor allem hinsichtlich der eigenen Unfehlbarkeit - ein, in eine Reihe mit Arnulf Baring, Guido Knopp, Olaf Henkel, Dieter Hundt.... Solche Talkshows wären um ein Vielfaches erträglicher, ohne diese Typen.