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Mohammed-Video: Deutsche Muslime rügen Scharfmacher

AFPGebete statt Gewalt: Die Muslime in Deutschland reagieren besonnen auf die Provokation durch das Anti-Mohammed-Video. Sie verurteilen Extremisten, die die Situation instrumentalisieren. Innenminister Friedrich warnte rechte Gruppen, die den Film in Berlin zeigen wollen.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...855948,00.html
  1. #1

    Bleibt zu hoffen...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Gebete statt Gewalt: Die Muslime in Deutschland reagieren besonnen auf die Provokation durch das Anti-Mohammed-Video. Sie verurteilen Extremisten, die die Situation instrumentalisieren. Innenminister Friedrich warnte rechte Gruppen, die den Film in Berlin zeigen wollen.

    Deutsche Muslime reagieren ruhig auf Provokation durch Mohammed-Video - SPIEGEL ONLINE
    ...der ZdM auch weiterhin einen beruhigenden Einfluss ausüben kann. In userem Land gibt es leider auch jene radikale Minderheit, die Salafisten, die sich von solch einem Feuer der Radikalität mitreißen lassen könnten. Von denen hat Herr Friedrich leider nicht gesprochen. Warum eigentlich nicht ? Diese Leute sind das Streichholz am Benzinkanister.
  2. #2

    Es gibt noch Hoffnung!

    Ich finde es sehr gut, dass sich die vernünftigen/gemäßigten Muslime zu dem Thema geäußert haben bzw. dass SPON darüber berichet.
    Es freut mich, dass nach den tagelangen Berichten über wütende muslimische Extremisten in diversen arabischen Ländern auch einmal andere Meinungen von seiten des Islam thematisiert werden.
  3. #3

    /

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Gebete statt Gewalt: Die Muslime in Deutschland reagieren besonnen auf die Provokation durch das Anti-Mohammed-Video. Sie verurteilen Extremisten, die die Situation instrumentalisieren. Innenminister Friedrich warnte rechte Gruppen, die den Film in Berlin zeigen wollen.

    Deutsche Muslime reagieren ruhig auf Provokation durch Mohammed-Video - SPIEGEL ONLINE
    Abwiegeln und Relativierung sind hier völlig unangebracht für jeden Bundesbürger jedweder Konfession. Die deutschen Muslimverbände tun sich keinen Gefallen damit, wenn sie mit verblendeten Gewalttätern sympathisieren.

    Ein klares Bekenntnis zum Rechtsstaat sieht anders aus.
  4. #4

    Wenn es noch eines Beweises bedarf...

    ProDeutschland zündelt weiter mit der Ankündigung, diesen widerlichen Film in voller Länge zu zeigen, auch wenn die christlichen Glaubensbrüder in Ägypten in Todesgefahr gebracht werden. Den Imamen und Aiman Mazyek sei Dank! Wann denkt der Innenminister darüber nach, ProDeutschland in ein mögliches NPD-Verbot mit einzuschließen? Hass ist nicht verfassungskonform.
  5. #5

    Das Schweigen der deutschen Muslime

    Bis heute noch immer keine einzige Stellungnahme auf zentralrat.de. Lediglich ein einsamer link auf "Wem nutzt die Eskalation..." mit einem internen Zitat.
    Honi soit qui mal y pense
  6. #6

    das is ja wohl der witz

    soll die gefahr vor ausschreitungen dafür herhalten, teile unserer freiheit aufzugeben? entweder lebt man damit, dass es bei uns gewisse freiheitsrechte gibt, oder man verlässt das land. ich weigere mich, mich dem diktat von angeblichen gläubigen zu beugen. gerade jetzt sollte jeder versuchen, den film zu sehen, auch wenn die vorschau noch so wenig qualität vermuten lässt. hier geht es nicht mehr um den film an sich, sondern darum, ob es erlaubt sein soll, sich über etwas lustig zu machen. die leute, die jetzt die gewalt organisieren versuchen, unter androhung von gewalt und tod, ihrren willen durchzusetzen und geben mir leider gerade das gefühl, dass der unkontrollierte mob auf den strassen das wahre gesicht des islam ist. das nachgeben in solchen situationen war eigentlich nie ein thema in der bundesrepublik. eiogentlich hätte man schon mit der grossflächigen verbreitung der karrikaturen ein zeichen setzen sollen. die waren auch von eher zweifelhafter qualität, aber es geht darum, gegenüber von volksverhetzern die auch bei uns die menschen mit ihrer propaganda vergiften ein klares zeichen zu setzen, dass wir uns dem diktat der gewalt auch in diesem fall nicht beugen. tun wir es, als nation, doch, so wird der nächste protest gegen noch selbstverständlichere dinge gehen.
  7. #7

    Nun gut

    Die ganze Diskussion über das an sich nicht weiter notwendige Machwerk (ohne es gesehen zu haben) und seine Auswirkungen beweist einmal mehr die These der Selbstaufgabe und Aufgabe jahrhunderterlang erworbener Freiheiten.

    Das Zeitalter der Aufklärung scheint unnötig gewesen zu sein, wenn in der heutigen Welt wieder Maulkörbe verteilt werden, weil Anhänger einer bestimmten Gruppe sich beleidigt fühlen. Am Christentum darf gemäkelt werden, das Judentum wird verwechselt mit dem israelischen Staat und der Mischmasch gilt als kritikwürdig für jeden, der sich zur Kritik berufen fühlt. Ich frage mich, wie weit das gehen darf? Verbieten wir demnächst dann auch die Bilder Klaus Staecks, Sendungen mit Dieter Hildebrandt, Witze über Parteien und Politiker und die Zeitschrift Titanic etc.?
  8. #8

    schwierig

    Zitat von silberwolf Beitrag anzeigen
    Ich finde es sehr gut, dass sich die vernünftigen/gemäßigten Muslime zu dem Thema geäußert haben bzw. dass SPON darüber berichet.
    Es freut mich, dass nach den tagelangen Berichten über wütende muslimische Extremisten in diversen arabischen Ländern auch einmal andere Meinungen von seiten des Islam thematisiert werden.
    "Der Islam" als geschlossene, einheitliche Formation Existiert auch nur noch in den Ängsten von Leuten die Angst haben, dass Menschen anderer Länder auch einen Platz an der Sonne wollen. In Wirklichkeit gibt es eine Menge unterschiedliche Auslegungen dieser Relgion die zu verschiedenen Lebenspraktiken von Muslimen führen. Das hat einmal mit den alten, oftmals "heidnischen" Traditionen der Länder zu tun die vom Islam assimiliert wurden, zum anderen spielen aber vor allem national- so wie individual-ökonomische Hintergründe eine Rolle. Der Minderwertigkeitskomplex der einstig sehr liberalen, fortschrittlichen "Islamischen Welt" ist ziemlich gefährlich wenn man bedenkt das diese Leute dabei sind sich ein neues Selbstbewusstsein in der Welt, die (noch) vom "Westen" dominiert wird (ganz wichtig: ökonomisch-militärisch, und nicht ethisch!), zu erstreiten.
    Letztendlich sind Religionen stests die Oberfläche, nicht die Ursache solcher Konflikte und werden gerne politisch instrumentalisiert.
  9. #9

    ich stimme ihnen zu

    Zitat von Afrojüdischer_Sozi-Sinti Beitrag anzeigen
    "Der Islam" als geschlossene, einheitliche Formation Existiert auch nur noch in den Ängsten von Leuten die Angst haben, dass Menschen anderer Länder auch einen Platz an der Sonne wollen. In Wirklichkeit gibt es eine Menge unterschiedliche Auslegungen dieser Relgion die zu verschiedenen Lebenspraktiken von Muslimen führen. Das hat einmal mit den alten, oftmals "heidnischen" Traditionen der Länder zu tun die vom Islam assimiliert wurden, zum anderen spielen aber vor allem national- so wie individual-ökonomische Hintergründe eine Rolle. Der Minderwertigkeitskomplex der einstig sehr liberalen, fortschrittlichen "Islamischen Welt" ist ziemlich gefährlich wenn man bedenkt das diese Leute dabei sind sich ein neues Selbstbewusstsein in der Welt, die (noch) vom "Westen" dominiert wird (ganz wichtig: ökonomisch-militärisch, und nicht ethisch!), zu erstreiten.
    Letztendlich sind Religionen stests die Oberfläche, nicht die Ursache solcher Konflikte und werden gerne politisch instrumentalisiert.
    und dennoch, das ziel eines demokratischen miteinanders sollte und muss doch sein, dass eine gesellschaft unterschiedliche meinungen und auch provokationen aushält. aber bis dahin scheint es mir noch ein langer weg. und die moescheengemeinden und die muslimischen verbände täten gut daran, sich mehr als deutlich von randgruppen zu distanzieren. der sumpf der fundamentalisten gehört auszutrocknen. aber dazu gehört auch, dass man eine rechtsextreme splitterpartei wie pro nrw unter die lupe nimmt. auch solche gruppierungen sind nur politisch instrumentalisiert und m.e. auch gefährlich.








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