Kein guter Tag für Ägypten und den Nahen Osten. Ich verspreche mir wenig von dem Demokratie- und Grundrechtsverständnis dieses Mannes.
AFP/ Nile TVÄgyptens neuer Präsident Mohammed Mursi hat nun auch vor dem Verfassungsgericht seinen Amtseid abgelegt. Der Militärrat hatte auf den Festakt bestanden. Am Tag zuvor hatte Mursi die Generäle herausgefordert, als er symbolisch auf dem Tahrir-Platz einen Eid auf Gott und Volk schwor.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...841875,00.html
Kein guter Tag für Ägypten und den Nahen Osten. Ich verspreche mir wenig von dem Demokratie- und Grundrechtsverständnis dieses Mannes.
Volle Zustimmung.
Die große Frage, die sich für Ägypten nun stellt ist: Wie geht es weiter? Der Millitärrat wird seine erlangte Macht wohl kaum aus der Hand geben wollen und im Hintergrund die Strippen ziehen. Muslimbruder Mursi wird, auf dass er sich das ganze gefallen lässt, dafür Zustgeständnisse in Sachen Innenpolitik bekommmen.
Den koptischen Christen wird früher oder später die "Ehre" zuteilkommen, eine Sondersteuer zu zahlen und die Gesellschaft wird patriachischer werden als sie im Moment schon ist (Bsp.: Frauen, die sich scheiden lassen möchten haben zwar grundsätzlich das Recht dazu, die Advokaten weigern sich aber sie zu vertreten: Der Rechtsanspruch besteht nur auf dem Papier.)
Übirgens wurden im alten Ägypten zu pharaonischer Zeit (Altes, Mittleres und Neues Reich) Frauen hochgeschätzt und hatten gemessen z.B. am späteren mittelalterlichen Europa ungeheuerliche Freiheiten.
Das "Neue Reich" war übrigens die letzte große Blütezeit Ägyptens.