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Möglicher Kartellrechsverstoß: EU eröffnet Missbrauchsverfahren gegen Google

Google bekommt Ärger mit Europas Wettbewerbswächtern: Die EU-Kommission leitet ein Missbrauchsverfahren gegen den Internet-Konzern*ein. Sie will untersuchen, ob der IT-Riese seine marktbeherrschende Stellung bei der Online-Suche missbraucht hat.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...731984,00.html
  1. #30

    häh

    Zitat von saiber Beitrag anzeigen
    Ich finde dieses Missbrauchsverfahren so laecherlich dass es laecherlicher gar nicht mehr geht.

    Keiner wird gezwungen mit Google zu suchen. Man hat mit Yahoo und Bing oder auch andere, Gute bis zu gleichwertige Alternativen. Mit Microsoft Windows war das nicht der Fall, da viele Office Applicationen nur mit Windows laufen konnten und mussten. Von einem Monopol kann also im Falle Google im Grunde keine Rede sein. Das Google seine Service Angebote als erstes anpreist finde ich auch nicht so schlimm. In erster Linie ist mal diese Suchmaschine kostenfrei und Suchmaschinen geben nun mal Empfehlungen aus. Andere Services werden ja genannt, wenn nicht auf der ersten Zeile.
    oder verlangt man wohl auch dass der Karstadt in seinen riesigen Einkaufshaeusern Angebote von den Konkurrenten aufhaengen muss?
    völlig sinnlos darauf zu verweisen, man sei nicht zu google gezwungen und es sei kostenfrei! wie oft soll man das noch sagen, dass es darum nicht geht bei solchen verfahren. 90% marktanteil sind ein beinahe-monopol.

    ich finde, sollen die EU-heinis mal schön untersuchen und dann abkassieren. derweil nutze ich www.ecosia.org - da steht zwar auch MS dahinter, aber immerhin kriegt der WWF 80% der werbeeinnahmen dieser suchmaschine. scheint mir ein kleines plus, zumal gegenüber google.
  2. #31

    mmh

    Zitat von ocinator Beitrag anzeigen
    Die GRÖßTEN werden sich durchsetzen, nicht die "Besten". Wer sagt denn, dass die (kleinen) Mitbewerber Preissuchmaschinen nicht wesentlich bessere, brauchbarere Ergebnisse liefern? Wenn man diese nun für 90% der Internetnutzer auf die zweite Google Ergebnis Seite "verbannt" und eigene Dienste featured, kann man seine Mitbewerber problemlos "ausrotten".

    In der Realität klickt der Durchschnitts-User nunmal auf die ersten drei Ergebnisse.

    Ich hoffe irgendwann wird mal jemand eine Suchmaschine gründen, die sich wie wikipedia finanziert und das WEB ohne zuallererst kommerzielle Interessen durchsucht.
    find ich auch. und nutze g*** nur, wenn es sein muss, muss aber nie. sonst scroogle oder ecosia.org (zwar kommerziell, aber immerhin gehen spenden an den WWF)
  3. #32

    Das stimmt so nicht.

    Zitat von ocinator Beitrag anzeigen
    Die GRÖßTEN werden sich durchsetzen, nicht die "Besten".
    Das stimmt so nicht. Wie hat denn Google ueberhaupt angefangen? Damals gabs als den Groessten Yahoo, dann diesen Spuerhund usw. usw. Google war ganz klein und Yahoo hat da noch ueber Google gelacht. Heute lacht Yahoo nicht mehr.
  4. #33

    Bin voellig anderer Meinung

    Zitat von steintor Beitrag anzeigen
    Da Google sich mittlerweile zur Alleinherrschaft hochgeschwungen hat, allein die Zahlen unserer Firma liegen bei 96,7 % Zugriffen aus Google ....
    das liegt an der Beliebtheit und Qualitaet von Google.Waere es dem nicht so wuerde Google genauso untergehen wie einst Yahoo, dass die gleiche Herrschaft inne hatte in den 90er. Da benoetigt es keinen Kartellamt dafuer.

    Vor allem aber besteht hier ein Interessenkonflikt, denn google kann kein Interesse an einer guten organischen Auffindbarkeit haben wenn bei schlechter erst die Kasse für deren Bezahlwerbung klingelt!
    denken sie, dass Google keine Rechnungen zu bezahlen hat? dass deren Mitarbeit umsonst arbeiten? Wenn sie werben wollen dann bezahlen sie fuer die Werbung wie jeder andere auch. Wer nicht wirbt stirbt als Unternehmen. Der Sinn von Suchmaschinen war und ist immer noch Suche nach Sachinhalten und nicht in erster Linie nach Kommerziellen Unternehmungen. Dafuer gibts die Gelben Seiten, das Fernsehen und auch Kleinanzeigen in den Zeitungen. Dafuer muessen Sie aber auch zahlen.

    Ich bemängele dabei insbesondere die nachweisbare Tatsache, dass Google willkürlich und ohne die Gründe dafür preis zugeben die Auffindbarkeit einer Webseite, die zweifellos zu einem bestimmten Suchbegriff bestens passt,
    das ist diskussionswuerdig aber macht Google noch lange nicht zum Wirtschaftsverbrecher. Man sagt ja auch, dass die Ergebnisse zum Teil auch nach Clicks und Zugriffe sortiert werden.

    Da es zu google quasi keine Alternative mehr gibt, hält dieses Unternehmen damit die Macht in den Händen über den Erfolg jeder einzelnen Firma die auf das Internet angewiesen ist zu entscheiden.
    Das ist falsch. Es gibt genuegend andere Suchmaschinen im Netz. Yahoo ist auch noch da und Yahoo war mal der Groesste und der Fall von Yahoo zeigt, dass es sehr schnell gehen kann. Benutzt man halt einfach mehr Yahoo oder andere und nicht nur einen dann baut man auch keinen Riesen auf.

    Es sollte untersagt werden ein Suchmaschinenfeld in Browser zu integrieren das dem Adresseingabefeld zum Verwechseln ähnlich ist.
    Sie werden bei der Installation danach gefragt ob sie das installieren wollen. man kann jederzeit auf "NEIN" druecken oder wieder deinstallieren.

    Am besten wäre natürlich, bei der unglaublichen Bedeutung die das Internet mittlerweile hat, dass eine Suchmaschine nicht in den Händen eines profitorientierten Unternehmens liegt, sondern z.b. durch eine objektive staatliche Institution geleitet wird.
    Das ist schlicht unmoeglich und nie zu realisieren. Ausserdem sind diese Institutionen die Korruptesten. Die freie Marktwirtschaft hat sich bisher im Internet bewaehrt. Ohne diese haette es ueberhaupt keine Computer fuer Haushalte, keinen Internet gegeben, keinen Web und keine Suchmaschine. Dann haetten wir diese Disku gar nicht.
  5. #34

    voellig nicht der Meinung part2

    Das Internet ist das letzte Rückzugsgebiet der Freiheit, quasi verwaltet von einem profitorientierten Unternehmen, das direkten Einfluss auf die Auffindbarkeit von Informationen ausübt.
    Wer sagt, dass eine Instutionen (vielleicht staatliche) es besser macht? Der Erfolg einer Unternehmung wird immer noch durch Qualitaet und Nachfrage der vollmuendigen und frei entscheidenten Konsumenten und Interessenten bestimmt. Ist man schlecht, ist man sehr schnell weg vom Fenster. Das muessten sie wissen in Ihrer Unternehmung.

    Google sollte zumindestens aufgefordert werden offen zu legen nach welchen Kriterien Webseiten gewertet werden, um jedem die Möglichkeit für eine ordentliche Auffindbarkeit zu geben.
    legen sie auch so einfach ihre Geschaeftsgeheimnisse offen fuer ihre Konkurrenten? Ich dachte sie seien Geschaeftsmann.
  6. #35

    Denkfehler

    Zitat von sverris Beitrag anzeigen
    völlig sinnlos darauf zu verweisen, man sei nicht zu google gezwungen und es sei kostenfrei! wie oft soll man das noch sagen, dass es darum nicht geht bei solchen verfahren. 90% marktanteil sind ein beinahe-monopol.
    Da liegt meines Erachtens der Denkfehler. Eine Monopol Stellung ist wenn ich ein Produkt vertreibe, das kein anderer hat bzw. der Konsument keine anderen gleichwertigen Alternativen zur Verfuegung hat und immer bei der gleichen Quelle beziehen muss.

    Ich kann bei jeder Suchmaschine das gleiche finden was ich suche. Bei dem einen besser weil er besser ist, bei den anderen schlechter weil sie einfach schlechter sind. Je nachdem wie sie arbeiten.
    Viele suchen ueber Google weil Google sich einen Namen gemacht hat, vielleicht symphatisch rueber kommt oder aehnliches.
    Ich habe damals zu 100% ueber Yahoo gesucht. Jetzt zu 99% ueber Google aber suche auch schon ab und zu noch ueber Yahoo oder andere, je nach Gemuet.
    Ich kann auch wieder zu 100% ueber Yahoo suchen. Ich habe also Alternativen und bin nicht gaenzlich auf Google angewiesen. Wo ist HIER das Monopol von Google? Die zwingen mich nicht ueber ihre Suchmaschine zu gehen wie es Microsoft zum Teil macht mit deren neuen Browser.
    Google hat ueber 90% Markanteil weil sie sich den Erfolg mit Namen, Prestige vom Underdog von Yahoo bis nach oben, mit Gimmicks und kostenfreie Applicationen, die ueberigens auch jeder andere hat, erarbeitet haben. Der Marktanteil hat aber nichts im Geringsten damit zu tun, dass sie irgendetwas Rares und Schwererhaltbares anbieten, welches nirgendswo anders zu bekommen ist als bei Google.
  7. #36

    kT

    Zitat von saiber Beitrag anzeigen
    Da liegt meines Erachtens der Denkfehler. Eine Monopol Stellung ist wenn ich ein Produkt vertreibe, das kein anderer hat bzw. der Konsument keine anderen gleichwertigen Alternativen zur Verfuegung hat und immer bei der gleichen Quelle beziehen muss.
    Nein der Denkfehler liegt ganz auf Ihrer Seite. Eine marktbeherrschende Stellung ist per se nicht vereinbar mit unserer Wirtschaftsordnung. Kommt ein Unternehmen in die Nähe einer Monopolstellung greif die Ordnungspolitik ein. Ob das Unternehmen gut, schlecht oder sonst was ist, ist in diesem Zusammenhang erst einmal ohne jede Bedeutung.
  8. #37

    Gar nicht nachzuvollziehen

    Zitat von Kapnix Beitrag anzeigen
    Nein der Denkfehler liegt ganz auf Ihrer Seite. Eine marktbeherrschende Stellung ist per se nicht vereinbar mit unserer Wirtschaftsordnung. Kommt ein Unternehmen in die Nähe einer Monopolstellung greif die Ordnungspolitik ein. Ob das Unternehmen gut, schlecht oder sonst was ist, ist in diesem Zusammenhang erst einmal ohne jede Bedeutung.
    Auslegungssache und schwer nachzuvollziehen.
    Diese von Ihnen angesprochene Marktbeherrschung ist doch imaginaer. Wenn wir doch ehrlich sind muessen wir doch nicht unbedingt bei Google suchen. Diese Stellung die Google hat kann sich schon Morgen schlagartig aendern, wenn auf einmal alle User sich an Yahoo zu wenden und Google kann dagegen nichts ausrichten. Die User haben immer noch die Wahl welche Suchmaschine Nr. 1 ist oder nicht.

    Nehmen sie doch das Beispiel Microsoft Windows (zur Zeit vor Linux). Wir konnten nicht anders als Windows und deren Applikationen benutzen, weil alle Hardware mit deren Treiber und Software, die es auf dem Markt gab auf Windows zugeschnitten war und nur unter Windows problemlos lief. Selbst wenn man einen neuen Rechner gekauft hat, war Windows als Betriebssystem vorgeschrieben und vorinstalliert. Man hatte keine geeigneten Alternativen. Microsoft hatte da eine Monopol Stellung (was es zu Teilen noch heute hat).

    So, stuerzt unser PC ab, wenn wir Google nicht benutzen? Wird unsere Arbeit beeintraechtigt? Nein. Nur weil Google beim Grossen Teil der User Gemeinschaft beliebt ist, hat sie doch keine Monopol Stellung. Was fuer Konsequenzen habe ich als User denn zu erwarten, wenn ich keine Google Angebote oder deren Empfehlungen annehme? Gar keine.

    Deshalb ist dieses Verfahren fuer mich mehr als nur laecherlich.
  9. #38

    kT

    Zitat von saiber Beitrag anzeigen
    Auslegungssache und schwer nachzuvollziehen.
    Diese von Ihnen angesprochene Marktbeherrschung ist doch imaginaer. Wenn wir doch ehrlich sind muessen wir doch nicht unbedingt bei Google suchen. Diese Stellung die Google hat kann sich schon Morgen schlagartig aendern, wenn auf .....
    Es mag für Sie nur schwer nachvollziehbar und auch lächerlich sein die Tatsache das Monopole unserem Wirtschaftssystem widersprechen bleibt bestehen.

    Die Marktbeherrschung von Google im Bereich Internetwerbung ist nicht imaginär sondern real, das sich dieses morgen schon ganz anders darstellen kann ist kein Argument für die Beurteilung heute. Die Nachteile die aus einem Quasimonopol für Verbraucher und den noch vorhanden Mitbewerben entstehen sind mannigfaltig. An dem von Ihnen aufgeführten Beispiel Microsoft können Sie exemplarisch erkennen unter welchen Auflagen sich MS heute bewegen muss. Das geht von der Offenlegung von Schnittstellen bis zur der Möglichkeit den User Browser der Mitbewerben zur Installation anzubieten.


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