Möglicher Euro-Austritt: Gute Nacht, Griechenland!

Noch ist es eine hypothetische Frage: Was wäre, wenn Griechenland tatsächlich die Euro-Zone verlässt? Allerdings kann*der Schritt schon bald Realität sein. Ein Szenario über die dramatischen Folgen für den Pleitestaat, Deutschland und*die Welt.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...795669,00.html
  1. #60

    .

    Zitat von loskochos Beitrag anzeigen
    ...ist es nicht so, dass bei einer Insolvenz (und das müsste GR ja anmelden ohne Hilfszahlungen) de facto die Schulden verfallen? D.h. dass die Gläubiger auf ihren Forderungen .....
    ...und wo leihen sich die Griechen dann Geld ?

    Wird sich im Falle eines Totalausfalles wohl keiner mehr finden.
  2. #61

    So:?

    Zitat von r. schmidt Beitrag anzeigen
    Kann mir mal einer erklären warum man nicht einfach die ins Ausland transferierten Vermögen zur Schulden Senkung einzieht ? Stellt sich für mich als die einfachste Lösung des Problems da.

    Drängen die Märkte diese Staaten aus der Euro-Zone, so dass sie wieder nationale Währungen einführen müssen und ihnen das griechische Martyrium bevorsteht, ist die Apokalypse des Weltfinanzsystems nicht mehr bloß blanke Theorie.
    Weia, was macht denn Merkel hier im Forum? Das ist die reinste Angstmache könnte auch von Merkel stammen...!
    Immerhin gibt es einen Aspekt, der bei aller berechtigten Sorge Mut macht: Griechenland ist zweifellos todkrank. Andere Krisenländer wie Portugal oder Italien sind nicht gerade topfit, aber eben auch nicht untherapierbar. Deshalb kann es gelingen, den Patienten Griechenland zu isolieren.
    Auch dies ist genau genommen kein rechter(!) Aspekt. Man könnte auch sagen ich erlasse dir die Schulden und Du arbeitest die bei mir ab... Wieviel und wofür regeln wir. Das bleibt unter uns! Wir haben prompt dadurch eine eigene Währung...
  3. #62

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    Zitat von r. schmidt Beitrag anzeigen
    Kann mir mal einer erklären warum man nicht einfach die ins Ausland transferierten Vermögen zur Schulden Senkung einzieht ? Stellt sich für mich als die einfachste Lösung des Problems da.
    mal unabhängig von der Machbarkeit, warum? Es ist nicht verboten, sein Geld in ein anderes Land zu transferieren. Es ist ja keine Steuerflucht. Man geht einfach zu einer anderen Bank, fertig. Wenn man einfach ohne Rechtsgrundlage Vermögen einzieht, kann man sich das Schuldentilgen getrost sparen. Wer die Eigentumsgarantie ablehnt, dem leihen Sie auch nichts, stimmts?
  4. #63

    Eurozonen Austritt = Unsinn

    Dieses ständige Gerede vom "möglichen Eurozonen-Austritt" ist nichts als populistischer Unsinn. Was sollte dem Land das bringen? Die Schulden wären in Drachme noch schwerer abzuzahlen und das Argument, griechische Produkte würden billiger und somit konkurrenzfähiger ist aus irgendeiner wirtschaftswissenschaftlichen Mottenkiste rausgezogen und nicht nicht zu belegen - im Gegenteil. Es gilt doch zu Fragen: Welche Produkte? Etwa Ziegenkäse und Olvenöl?? Tourismus?? Die Reederei?? Und warum sollte die Produktion dann ich Drachme ausgerechnet billiger werden, wenn der Unternehmer viele seiner Produktionsmittel im Ausland teuer in Euro einkaufen muss? Von den Umtausch-Kosten die für beide Seiten enstehen ganz zu schweigen.
    Ich denke die Rede vom Eurozonen-Austritt soll nur als Druckmittel gegenüber der Bevölkerung im Raum stehen, damit diese sich den Erpressungsversuchen von IWF & Co fügt. Griechenland könnte genausogut die Schulden für illegitim erklären und weiter in der Euro-Zone bleiben, als unzuverlässiger Partner ähnlich wie die HSB und andere schwarze Schafe, das ist ja mittlerweile so üblich in dieses "System". Oder aber das System fällt - und Griechenland ist nur der Anfang.
  5. #64

    Etwas genauer bitte

    Also viele Foristen machen es sich wirklich etwas einfach. Eine Staatspleite Griechenlands bedeutet nicht, dass Griechenland den Euro nicht mehr hat bzw aus der EU austritt. Ein Rausschmiss von EU-Mitgliedern ist überhaupt nicht vorgesehen - die EU hat gar keine Handhabe! Und ob Griechenland aus der EU austritt oder nicht, wäre für die Griechen und für uns auch Wurscht. Es geht schlicht und einfach darum, ob man Griechenland Pleite gehen lässt oder nicht. Pleite gehen heißt: Griechenland kann nicht mehr zahlen (Schulden, aber auch Renten, Sozialausgaben, Bildung,...). Und diese ständigen Ausgaben verschwinden ja nicht mit einer Pleite. Renten u.Ä. müssen auch danach noch gezahlt werden. Da aber Griechenland nach einer Pleite erstmal mit Sicherheit kein Geld mehr geliehen bekommt, heißt das extreme Armut für viele Griechen.
    Und da die griechischen Staatsanleihen zum Großteil inzwischen von anderen EU Staaten und der EZB gehalten werden, bezahlen wir die Pleite auf jeden Fall mit (und eben nicht die Banken). Die privaten Banken (außerhalb Griechenlands) sehen eine Pleite überwiegend als nicht kritisch.

    Auf deutsch: eine Staatspleite ist für Griechenland verheerend, für die Weltwirtschaft und die Finanzmärkte eher positiv. Für die EU Länder macht es keinen großen Unterschied - bezahlen müssen sie so oder so.
  6. #65

    -

    Zitat von Izmir.Übül Beitrag anzeigen
    Prognosen sind schwierig, insbesondere, wenn sie die Zukunft betreffen. Ich denke, wir werden in nächster Zeit mal wieder erleben, wie sich zahllose "Experten" und Katastrophenszenario-Propheten bis auf die Knochen blamieren.
    Ist es nicht so, dass Prognosen IMMER die Zukunft betreffen? Aber schon mal präventiv die Foristen niedermachen. Ist Ihnen wirklich so übel?
  7. #66

    Stimmt so nicht!!

    Zitat von neanderspezi Beitrag anzeigen
    Jetzt wird auch einem inzwischen leicht gehbehinderten Euro-Fußvolk sichtbar, wie innerhalb von 9 Jahren ein kleiner, wirtschaftlich schwächerer EU-Partner mit wohlwollenden Krediten von Banken aus dem finanziell stabileren Ausland und leicht halsbrecherischen Zinsen an die Wand manövriert .....
    Das stimmt so nicht.
    GRL hat sich selbst in Pfanne gehauen durch Bilanzfälschung und hat damit Kredite über Gebühr aufgenommen.
    Man kann ja viel auf Manager schimpfen, aber in der freien Wirtschaft, zumindest noch hier zu Lande- gehen sie für Bilanzfälschung hinter schwedische Gardinen oder müssen eine empfindliche Geldstrafe hinnehmen.

    "Für Handlungen dieser Art können Freiheitsstrafen bis zu drei Jahren oder Geldstrafen verhängt werden."

    Da zeigt sich dann auch das Problem.
    Politiker laufen danach noch frei Rum, und machen weiter so.
    Bilanzbuchhalter, Wirtschaftsprüfer machen das sicher nur einmal danach wissen sie wies im Knast zugeht.
  8. #67

    Falsche Kritik

    Zitat von raphael1278 Beitrag anzeigen
    ... was soll man Ihnen wuenschen? vor zwei Tagen noch leidenschaftlich ueber die Tolle Papandraeu Volksbeteiligung gefreut, heute hat es dramatische Folgen fuer die Welt. Mir faellt nichts ein. Ihnen?

    Tun Sie mir ....
    Sie tun so, als ob der SPON nur aus einer Person besteht und unbedingt eine Meinung haben muss. Verschiedene Artikel koennen sehr wohl verschiedene Ansichten wiederspiegeln und sich auch wiedersprechen. Ausserdem handelt es sich bei diesem Artikel um eine Analyse der Situation und moegliche Scenarios. Ich kann beim besten Willen keine Bevorzugung einer der Scenarios erkennen. Ihre Kritik ist daher hier nicht angebracht
  9. #68

    Griechenland find ich gut!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Noch ist es eine hypothetische Frage: Was wäre, wenn Griechenland tatsächlich die Euro-Zone verlässt? Allerdings kann*der Schritt schon bald Realität sein. Ein Szenario über die dramatischen Folgen für den Pleitestaat, Deutschland und*die Welt.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...795669,00.html
    Hallo,
    ich denke es muss boom machen und dann gehts eben wieder mehr oder weniger von vorne los. Das ganze soll ja seinen "anfang" bei der tulpemania gefunden haben also das viel geld da war und die leute was brauchten um zu spekulieren. Also gehört das ganze ja irgendwie zum wirtschaftkreislauf dazu.
    PS finde es schon recht bizarre das das hier unter www.spiegel.de/wirtschaft/soziales zu finden ist.
  10. #69

    Schlüsselsatz

    Zitat von Hook_ Beitrag anzeigen
    Dass wir die "Volksvertreter" wählten, die dies entschieden, macht noch lange keine demokratische Entscheidung aus aus, gerade wenn es um die Aushebelung der Grundgesetze der Staaten geht und diese "Volksvertreter" die Bürger vorsätzlich zu entmündigen suchen.
    Ich glaube das ist ein Schlüsselsatz.
    Mein politisches Leitbild ist das des mündigen Bürgers - und es wird Zeit, dass wir wieder die Politik in diesem Sinn herstellen.