Mögliche Panne: Europäischer Satellit "Envisat" meldet sich nicht

ESAMehr als 50.000 Erdumrundungen im Dienste der Wissenschaft hat er hinter sich - doch nun ist der Esa-Satellit "Envisat" vorläufig ausgefallen. Sollte die Mission tatsächlich nicht mehr zu retten sein, wäre das ein schwerer Schlag für die Forschung. Eine Art Nachruf.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/w...827236,00.html
  1. #1

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Mehr als 50.000 Erdumrundungen im Dienste der Wissenschaft hat er hinter sich - doch nun ist der Esa-Satellit "Envisat" vorläufig ausgefallen. Sollte die Mission tatsächlich nicht mehr zu retten sein, wäre das ein schwerer Schlag für die Forschung. Eine Art Nachruf.

    Mögliche Panne: Europäischer Satellit "Envisat" meldet sich nicht - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Wissenschaft
    Fünf Jahre länger als geplant ist ja eigentlich nicht schlecht.
    Aber: Ist nur die Datenübertragung ausgefallen oder reagiert auch die Steuerungseinheit nicht mehr und stürzt demnächst (mal wieder) ein Achttonner unkontrolliert ab?
    Dann war es unverantwortlich, die Kiste da oben zu lassen, bis sie den Geist aufgibt.
  2. #2

    Das Erbe von "Envisat" soll nun eine ganze Satellitenflotte mit dem Namen "Sentinel" antreten.
    Super, noch mehr Weltraummüll. Irgendwann kommt man nicht mehr runter von der Kugel, wenn das weiter so geht.
    Naja, spätestens wenn wir kein Öl mehr haben, ist es eh vorbei mit der Raumfahrt.
  3. #3

    Er hat 10 Jahre lang brav und treu seine Dienste verrichtet, 5 Jahre länger als veranschlagt. Da hat er sich seinen Ruhestand wirklich verdient. Es war klar, dass dieser Tag irgendwann kommen musste. Entweder Kommunikationselektronik ausgefallen, Energieversorgung, irgendein anderer Defekt oder vielleicht sogar eine Kollision mit irgendeinem der unzähligen dort oben rumfliegenden Trümmer.

    Ruhe in Frieden, Envisat.
  4. #4

    Astra liefert auch schöne Bilder

    Sogar mit Ton und bewegt!
  5. #5

    Das...

    Zitat von speckbretzel Beitrag anzeigen
    Super, noch mehr Weltraummüll. Irgendwann kommt man nicht mehr runter von der Kugel, wenn das weiter so geht.
    Naja, spätestens wenn wir kein Öl mehr haben, ist es eh vorbei mit der Raumfahrt.
    ...klingt fast so, als würden sie sich die Steinzeit zurücksehnen. Weltraumschrott ist übrigens nur für die Raumfahrt selbst ein Problem. (Wer weiss, vielleicht hat Envisat nach 10 Jahren was abbekommen.) Weniger für uns Bewohner hier unten. Das meiste Zeug verglüht beim Wiedereintritt und wenn mal ein größerer Brocken runterkommt... so what... kommen eh auch mal größere Steine aus dem Weltall runter.

    Und der zweite Satz ist Humbug.
  6. #6

    Zitat von speckbretzel Beitrag anzeigen
    Super, noch mehr Weltraummüll. Irgendwann kommt man nicht mehr runter von der Kugel, wenn das weiter so geht.
    Naja, spätestens wenn wir kein Öl mehr haben, ist es eh vorbei mit der Raumfahrt.
    Nee, nicht wirklich. Die Raketen fliegen nämlich gar nicht mit Öl oder Benzin oder Diesel. Und alternative, quasi unerschöpfliche Energiequellen für die Menschheit gibt's genug. Man muss sie nur nutzen.
  7. #7

    fünf jahre über seiner zeit - herber rückschlag für die forschung. irgendwie erschließt sich mir nicht der sinn hinter diesem zusammenhang, war es einerseits bewusst, andererseits ein gewisses ausruhen auf vorhandenem material.
    problem ist hier weniger, dass der satellit womöglicherweise nicht mehr zu erreichen/steuern/nutzen ist. eher, dass die instrumente die benutzt wurden nicht 100% kongruent zu anderen neueren sind. sei es das gerät an sich oder einfach nur bestimmte sensoren. heißt hier muss einfach neu kalibriert werden. das ist nach anfänglicher friemelei nicht weiter tragisch, müssen doch nur parameter abgestimmt werden. das größte problem was sich hier rausfiltern lässt sind einfach nur langzeitstudien, da diese mitunter leicht verfälscht werden können bzw. man eben mehr arbeit zu abstimmen hat.
    hoffen wir mal, dass das prestigeträchtige metallkonglomerat seinen betrieb wieder aufnehmen kann, ist ja auch eine kostenfrage und die (studien)forscher würden sich über arbeitsersparnis auch freuen.
  8. #8

    Die Schrumpfköpfe

    Zitat von Rodelkönig Beitrag anzeigen
    Nee, nicht wirklich. Die Raketen fliegen nämlich gar nicht mit Öl oder Benzin oder Diesel. Und alternative, quasi unerschöpfliche Energiequellen für die Menschheit gibt's genug. Man muss sie nur nutzen.
    Es gibt tatsächlich Leute die sich eine Infantilisierung und Regression des Menschen wünschen. Vielleicht wünschen sie das aber nur für Deutschland, wenn man genauer hinsieht.
  9. #9

    Aeg

    Schon "AEG" probiert? Einschalten, Ausschalten, Geht wieder!

    Na immerhin hat er zehn Jahre funktioniert, das ist doch viel mehr als der Elektronik-Schrott, für den wir hier auf der Erde einen Haufen Kohle latzen.