Forum


 

Mögliche Militäraktion in Mali: "Die USA könnten Drohnen und Agenten einsetzen"

REUTERSWas bringt ein Militäreinsatz in Mali und wie könnte er aussehen? Der französische Afrikaexperte Philippe Hugon hält eine solche Aktion für dringend notwendig, sieht aber enorme Gefahren. Er warnt im Interview vor einem Fiasko wie in Afghanistan.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...-a-864134.html
  1. #1

    Warum sollten die USA das nicht tun ?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Was bringt ein Militäreinsatz in Mali und wie könnte er aussehen? Der französische Afrikaexperte Philippe Hugon hält eine solche Aktion für dringend notwendig, sieht aber enorme Gefahren. Er warnt im Interview vor einem Fiasko wie in Afghanistan.

    Mali: Philippe Hugon über Militäreinsatz gegen Islamisten - SPIEGEL ONLINE
    In je mehr Ländern sie kriminelle Aktionen starten, desto beliebter werden sie weltweit werden.
    Die collateral damages machen doch nichts aus.
    Wenn aber in mehr als 50 aller Staaten dieser Welt sich der Ami nicht mehr sehen lassen kann, wird auch dort ein Umdenken einsetzen.
    Sofern man dort zu so etwas überhaupt fähig ist.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Er warnt im Interview vor einem Fiasko wie in Afghanistan.
    Das Fiasko bei Afghanistan bestand darin, dass man überhaupt hingegangen ist.
  3. #3

    Algerien? Mein Gott, was für ein Unsinn!

    Es ergibt überhaupt keinen Sinn Algerien einzubinden, denn Algerien wird wie alle arabischen Staaten die Islamisten unterstützen, die die Scharia einführen wollen.

    Bevor man sich da engagiert, sollte man zunächst einmal erkennen, wer Freund und wer Feind ist. Algerien ist ein Feind und wird als "Partner" wahrscheinlich die gleiche Rolle Spielen, die Pakistan im Konflikt um Afghanistan spielt. Auf der einen Seite westliche Gelder für die Unterstützung der westlichen Truppen einreichen, andererseits mit den Geldern die islamistischen Terroristen bewaffnen. Wir können doch nicht die Islamisten finanzieren, die uns nach dem Leben trachten? Wie kann man zweimal den gleichen Fehler wiederholen?

    Nein, das Einzige, was man tun könnte, ist eine Koalition von Nicht-Islamisten zu schmieden - unter Ausschluss islamischer Organisationen, die im Zweifel nur ein falsches Spiel spielen. Als Gegenleistung für den Zusammenschluss wird Unterstützung des Westens angeboten. Diese nicht-islamische Koalition gilt es zu bewaffnen und zu trainieren. Ferner kann man Drohnen einsetzen, um gezielt islamistischen Terroristen zu exekutieren. Die entsprechenden Informationen erhält man von den Koalitionären vor Ort.

    Einen Einsatz von Bodentruppen können wir uns nicht leisten, weder finanziell noch in der Öffentlichkeit. Der Krieg gegen die Ungläubigen Afrikas findet nicht nur in Mali statt. Man kann die gleiche Entwicklung in Nigeria oder auch im Sudan beobachten. Das ist auch eine Frucht des "arabischen Frühlings". Diese Geister werden wir so schnell nicht los, solange wir nicht das Grundübel angehen, nämlich den islamischen Fundamentalismus. Es gilt die Auseinandersetzung nicht nur militärisch sondern vor allem ideologisch zu führen. Damit meine ich eine öffentliche Auseinandersetzung mit den Inhalten dieser Ideologie und deren Wiederlegung und Diskreditierung. Das würde weit mehr Menschen das Leben retten und Frieden sichern als Milliarden Euro für Militärinterventionen.
  4. #4

    Simples Schwarz/Weiß Denken hilft nicht

    Zitat von prontissimo Beitrag anzeigen
    In je mehr Ländern sie kriminelle Aktionen starten, desto beliebter werden sie weltweit werden.
    Fürchten müssen sich die Tuareg nicht vor den USA, sondern vor den eigenen Landleuten. Die Mehrheit der Bevölkerung, die von Ethnien wie Bambara, Peul, Bozo, Dogon etc. gebildet wird, steht den Tuareg traditionell eher distanziert bis feindselig gegenüber. Den Tuareg wurde in der Vergangenheit oft übel mitgespielt und ich kann ihr Anliegen nach mehr Autonomie verstehen.

    Dagegen sind Amerikaner und Deutsche sind im Süden und Westen Malis gar nicht unbeliebt. Sicher, es gibt stumpfe Amerika-/Europafeindlichkeit überall in Afrika, auch in Mali. Aber an vielen Stellen sind die Hilfsprojekte sichtbar und viele in der Bevölkerung sind dankbar dafür. Ansar Dine ist nun dabei, ein Terrorregime aufzubauen, sogar gegen die eigene Ethnie (wie der Streit mit MNLA belegt). Ich schätze, wenn der Westen hier hilft, wird das im Süden/Westen Malis sogar eher positiv gesehen werden.
  5. #5

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Was bringt ein Militäreinsatz in Mali und wie könnte er aussehen? Der französische Afrikaexperte Philippe Hugon hält eine solche Aktion für dringend notwendig, sieht aber enorme Gefahren. Er warnt im Interview vor einem Fiasko wie in Afghanistan.

    Mali: Philippe Hugon über Militäreinsatz gegen Islamisten - SPIEGEL ONLINE
    Gestern hatte ich einen Vortrag von einem Soziologen (aus Mali) über Mali gehört. Sein Fazit: Es gab bereits einen Konflikt zwischen Tuareg und der Restbevölkerung von Mali. Die Lage verschlechterte sich erheblich nach dem Fall von Gaddafi, als die ganzen arbeitslosen Tuareg Söldner mit Al Qaida Islamisten nach Mali flüchteten und wegen ihrer militärisch/ideologischen Dominanz den Ton angaben. Ausrufung eines islamischen Gottesstaat mit Scharia war die Folge.
    Angeblich wird dieser Kampf der Islamisten stark durch Gelder aus Qatar finanziert.
    Es wurde auch Ölvorkommen in Mali entdeckt. Das macht Mali natürlich zu einem interessanten Zufluchtsort.
  6. #6

    Zitat von Bhigr Beitrag anzeigen
    … denn Algerien wird wie alle arabischen Staaten die Islamisten unterstützen, die die Scharia einführen wollen.
    Dumm nur, dass in Algerien Leute regieren, die sich seit mehr als 20 Jahren im Krieg mit Islamisten befinden. Aber was schreib ich, wer seine Vorurteile pflegen will, lässt sich davon durch Fakten nicht abhalten.
  7. #7

    Drohnen sind ungenau

    Da die Drohnen aus den USA heraus via Satellit gesteuert werden, ist die Steuerung stark zeitverzögert. Dadurch drückt der Drohnenpilot bei einem alten Bild auf "Feuern" - der Schuss geht aber bei einem Bild los, welches ca. eine Sekunde später ist. Dadurch kann eben nicht nur eine bestimmte Person umgebracht werden sondern führen Drohnenangriffe zu vielen zivilen Opfern.
    Daneben sind Drohenangriffe entweder als kriegerische Akte oder als Terrorismus zu klassifizieren. Ein Mandat der UN ist daher auch dafür erforderlich.
  8. #8

    mal ganz was anderes

    Mir ist jetzt schon öfters aufgefallen das Terroristen und Rebellen in aller Welt mit chinesischen Type56 Gewehren rum rennen.
    Wieso machen deutsche Medien ein riesen Fass auf wenn 2(!) bilder von Lybischen rebellen mit einem G36 auftauchen aber erwähnen niemals China als quasi Monopolist bei diesen Waffen?
    Die Logik der deutschen Gutmenschen und Medien ist doch "wenn keiner mehr waffen liefert dann haben sich alle lieb".
  9. #9

    optional

    Wie wäre es mal mit einer Regierung, die überwiegend oder in Gänze aus Frauen besteht?








TOP



TOP