Forum


 

Moderne Technik für Auto-Klassiker: Doping für Opa

Feine CabriosOldtimer sind wunderbar - aber manchmal auch einfach unpraktisch. Deswegen rüstet eine Handvoll kleiner Betriebe gegen die kleinen und großen Schwächen betagter Klassiker an. Moderne Motoren, Klimaanlagen oder ABS - bei den Transplantationen unter altes Blech ist fast alles möglich.

http://www.spiegel.de/auto/fahrkultu...-a-857273.html
  1. #70

    Klar hatte der 1500er eine Typenbezeichnung

    Zitat von "fuzzi-vom-dienst": "Der 1500er (hatte der eigentlich eine Typbezeichnung ??) und der Nasenbär 411/412 waren sowieso Fehlkonstruktionen, von denen die meisten heute nicht mal mehr was wissen."

    Der 1500er war der Typ 3 und der 411/412er waren gemäß VW-Nomenklatur Typ 4.

    Davon jedoch abgesehen halte ich Modifikationen wie im Bericht angesprochen für überflüssig, da sie im Grunde genommen nicht dem Erhalt historischer Fahrzeuge an sich dienen. Dies gewährleistet der originalgetreue Erhalt derselben, um die Ingenieurskunst vergangener Tage zu demonstrieren und so gut es geht zu konservieren. Meine Oldtimer sind allesamt im originalgetreuen Zustand und wenn es an der Zeit ist, daß ich im Vorkriegswagen eine elektrische Lenkhilfe benötige, fahre ich eben einen Wagen aus der Epoche, in welcher Servolenkungen entweder gegen Aufpreis erhältlich waren oder bereits in der Serie zu haben waren. Dasselbe gilt für die restlichen "Helferlein".

    Einen Oldtimer zu fahren bedeutet die direkte Auseinandersetzung mit einer vergangenen Technik und dem damit verbundenen Fahrgefühl oder der damit verbundenen Fahrfreude. Eine auf modern umgebaute Chimäre ist letzen Endes eine seelenlose Hülle. Da kann ich gleich in ein modernes Auto steigen.
  2. #71

    Katalysator

    Zitat von manni-two Beitrag anzeigen
    , Autos ohne KAT sollte man sofort verbieten.
    Hmmm, ein Kat arbeitet erst bei Betriebstemperatur, also erst nach so 2-3 Kilometern. Bis dahin ist JEDES auto ein Kat-loser Stinker. Wenn Kurzstrecken verboten würden, das würde mehr bringen. Im übrigen befürworte ich technisch sinnvolle Modifikationen, je nachdem was mit dem Auto gemacht werden soll. Ein Auto aus den 20ern sollte meiner Meinung nach im Originalzustand bleiben, eins aus den 60- 70ern darf aber ruhig für den Alltagsverkehr fitgemacht werden. Beginnend mit Modernen Reifen, Ölen und Zündkerzen (auch Originaler Sprit ist sehr schwer zu bekommen heutzutage ;-). In meinem 68er Käfer mit 1200er Motor (7 Liter Verbrauch, devensive Fahrweise und eine neue Batteriepolabdeckung ;-) ) ist z.b. ein Gurt und eine Transistorzündanlage nachgerüstet. Abgesehen davon: jedem wie es ihm gefällt!
  3. #72

    vor 58 Jahren...

    Sicher, machen kann man viel. Ein klassisches Automobil nehmen und es mit der Technik von heute ausrüsten, ist grundsätzlich kein Problem.
    Die Frage ist nur: warum sollte man das tun? Für mich lautet die Antwort darauf so: Die Ingenieure haben ihre Arbeit gemacht – technisch werden Autos immer besser und auf Fahrkomfort und Sicherheit will man nicht verzichten. Die Designer dagegen haben versagt, denn die Tatsache, dass es einen Markt gibt, neue Technik in alte Karosserien einzubauen zeigt es deutlich. Das war nicht immer so – niemand ist wohl 1954 darauf gekommen, die Technik aus einem 300SL Flügeltürer in irgendeine Möhre einzubauen, die kurz nach dem ersten Weltkrieg gebaut worden ist. In dieser Zeit haben sich eben Gestalt und Technik von Automobilen noch gleichermaßen entwickelt. Ich selbst fahre auch nur Oldtimer, auch im Alltag, denn ich mag die Autos von heute nicht leiden. An die Eleganz der Linienführung von damals kommt für mein Auge heute kein noch so teurer Wagen heran. Außerdem liebe ich es, die Technik noch selbst im Griff zu haben. Von daher ist neue Technik einzubauen nicht meins, aber das kann jeder selbst entscheiden. Aber als Autodesigner würde ich mich schon in die Ecke stellen und schämen...
  4. #73

    mein alter Käfer...

    Was habe ich hier schon alles gelesen/lesen müssen, teilweise greulich! Wer hier herumpolemisiert, hat sich nicht wirklich schlau gemacht. Der 1300er Käfermotor konnte tatsächlich so eingestellt werden, dass er unter 10l/100km verbrauchte, aber diese Einstellung kam leider nicht vom Werk. Mein 1200er mit 34 PS verbraucht je nachFahrweise zwischen 6 und 9 Litern. Rost ist eine Frage der Pflege, und wer unbedingt einen Porschemotor einbauen will, soll es tun, warum auch nicht: ein Auto - egal wie alt - ist immer auch ein Spiegel der Persönlichkeit des Besitzers. Deswegen ist mein Käfer auch so, wie ICH ihn haben wollte und nicht anders: originalität steht für mich hinter der Sicherheit zurück, und solche Veränderungen sind auch kein Thema beim H-Kennzeichen, also Scheiben- statt Trommelbremsen, nachgerüstete Sicherheitsgurte und H4-Scheinwerfer, und mit nachgerüstetem Kat schone ich dabei meine Umwelt. Und jedes Mal, wenn ich einen dicken SUV an mir vorbeiziehen sehe, weiß ich, dass der Wagen bereits in der Herstellung mehr Energie verbraucht hat als meiner in seinem Restleben insgesamt verbrauchen wird...

    PS: Die Uhren bei 100000 km wurden irgendwann abgeschafft, weil viel zu viele Käferfahrer eine bekamen; damit hatte man bei VW gar nicht gerechnet. Das nur zu dem oben geschriebenen "das dürten nicht viele geschafft haben"- Mein Motörchen hat inzwischen über 280000 Km abgespult.
  5. #74

    Ich zitiere mal den Alten Fritz!

    "Es möge jeder nach seiner Facon glücklich werden!" Das unterstütze ich ausdrücklich. Jeder kann mit seinem Eigentum machen was er will. Er kann seinen Käfer (würde ich zwar mit meinem Ovali nie tun, aber siehe oben) mit einem Porsche-Motor versehen, das Dach choppen, moderne Instrumente reinbasteln, breite Reifen draufziehen oder was auch immer. Kein Ding! Wogegen ich mich allerdings wehre ist der Umstand, daß es nicht wenige gibt (spreche lediglich aus eigener Erfahrung und wer die Käferszene kennt, weiß, wovon ich rede), die trotzdem von sich behaupten, einen historischen Wagen zu fahren und sich auch noch anmaßen, ein H-Kennzeichen, was im Grunde genommen für historisch korrekten Zustand verliehen wird, dafür beanspruchen zu können. Kurz und gut: Mache jeder mit seinem Oldtimer, was er mag, doch hinterher nicht greinen, wenn ein Prüfer zu Recht die H-Abnahme verweigert.
  6. #75

    Zitat von Luke1973 Beitrag anzeigen
    Also ich habe meinen FS 1991 gemacht. Zu der Zeit hatte praktisch niemand ABS. Auch das Fahrschulauto nicht. Zu behaupten die alte Generation beherrsche ihre Fahrzeuge besser als die Jüngere, zeugt schon von eine, gerüttelt Maß Selbstüberschätzung. Das ist wohl eher eine Typ- denn eine Altersfrage. Es gibt auch Alte, die nicht wissen wie mit ABS umzugehen ist obwohl sie schon seit Jahren damit rumfahren.
    Ich glaube es geht nicht nur um das ABS, sondern auch um die verschiedenen Stabilitätshelfer.
    Wenn man das Fahren mit diesen gewöhnt ist, weil man nichts anderes kennt, kann man erheblich überrascht werden, wenn das Auto, dass man unter dem Allerwertesten hat diese "Helfer" nicht hat. Und da alle Autos, die über obige Helfer verfügen auch ABS haben, kann der Versuch ein überraschend ausbrechendes Auto durch entschlossene Bremsung wieder unter Kontrolle zu bekommen, zu beeindruckenden Ergebnissen führen.
    Ich denke, das ist kein "Hochmut" der Älteren (dafür gibt es auch keinen Grund!) , sondern eine berechtigte Sorge.
  7. #76

    Zitat von dutchinnz Beitrag anzeigen
    Wenn Sie so fahren, daß Sie das ABS brauchen, müssen Sie sich unbedingt mal über Ihren Fahrstil gedanken machen.
    Wenn Sie so fahren, dass Sie sicher sind ABS nicht zu brauchen, machen Sie Ihre Ausfahrten auf dem Garagenhof...
  8. #77

    Nicht trotz, sondern wegen...

    Zitat von manni-two Beitrag anzeigen
    ... Trotz Assistenzsystemen gibt es
    täglich 11 Tote, die Menschen zu erziehen ist schwieriger (auch auf Druck der Auto-Lobby nicht gewollt) , Autos ohne KAT sollte man sofort verbieten.
    Nein @manitou, nicht trotz, sondern wegen der konstruktiven Verbesserungen (daran ist die von Ihnen gescholtene "Auto-Lobby" schuld) Sicherheitsgurten, besserer Reifen, geringere Alkoholgrenzwerte, ABS, Ass.-systemen gibt es nur noch 11 Verkehrstote täglich.
    Die Zahl war mal bei etwa 50 !
    Katalysatoren haben übrigens nichts zur Unfallverhütung beigetragen. Aber Sie gehören offensichtlich zur "Sofort -verbieten-Fraktion, da sind Sie entschuldigt...
    D
  9. #78

    Alles schon vergessen?

    Zitat von dutchinnz Beitrag anzeigen
    Die heutige Generationen können ihr Auto sowieso schon so schlecht beherrschen, daß alle mögliche Hilfen eingebaut werden müssen um sie auf der Straße zu halten. Sogar für einfaches Reihenparken muß Hilfe eingebaut werden, um vom Bremsen und Kurverfahren schon mal ganz zu schweigen. Es dann noch mit idioten Umbauten für sie noch schwieriger zu machen, vergrößert nur noch das Elend.
    Nun machen Sie mal die heutige Generation nicht so schlecht. Und stilisieren Sie uns ältere nicht zu geborenen Rennpiloten hoch. Oder haben Sie und viele andere unserer hier postenden, älteren Foristen schon vergessen, wie gross die Anstrengungen waren, seinerzeit aus einem Käfer ein paar mehr PS 'rauszuholen [Porsche - Motor( wer hat nicht alles behauptet solchen eingebaut zu haben...), Binder oder Abarth - Auspuffanlage(brachten "ganz sicher" 10-12 PS mehr...)]
    Später dann der Boom der kleinen, unscheinbaren schnellen wie NSU TT/TTS, Simca 1301, Rallye Kadett (oder dem Alfa GTV Junior, von dem man nur träumen konnte) mit denen man die grossen Kollegen ganz schön rasieren konnte...( Natürlich alle in schreienden Farben mit bratpfannengrossen Cibie's)
    Schon vergessen, wie viele unserer Altersgenossen sich damit totgefahren haben...
    Also, liebe Freunde, freuen wir uns über unsere Erlebnisse zu Zeiten, als es auch auf Bundestrassen noch keine beschränkte Vmax gab, als man noch überall die kleinen regionalen Bergrennen besuchen konnte und vor allem darüber, dass wir es überlebt haben.
    Aber für Überheblichkeit besteht wirklich keinerlei Grund...
    Freundliche Grüsse an alle hier, die diese Zeiten noch erlebten...
  10. #79

    Nee, nicht erst nach einigen Kilometern

    Zitat von Teile1977 Beitrag anzeigen
    Hmmm, ein Kat arbeitet erst bei Betriebstemperatur, also erst nach so 2-3 Kilometern. Bis dahin ist JEDES auto ein Kat-loser Stinker. Wenn Kurzstrecken verboten würden, das würde mehr bringen.
    Das war früher mal so. Die Startemissionen werden heute durch eine motornahe Anordnung der Katalysatoren oder durch eine Luftspaltisolierung der Abgasrohre reduziert. Dabei werden die bei einem Kaltstart auftretenden Abgastemperaturen von 900 Grad Celsius zur schnellen Aufheizung der Katalysatoren genutzt. Oder anders gesagt: nach etwa einer halben Minute ist der Kat auf Betriebstemperatur, im urbanen Umfeld also nach wenigen Metern.








TOP



TOP