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Moderne Technik für Auto-Klassiker: Doping für Opa

Feine CabriosOldtimer sind wunderbar - aber manchmal auch einfach unpraktisch. Deswegen rüstet eine Handvoll kleiner Betriebe gegen die kleinen und großen Schwächen betagter Klassiker an. Moderne Motoren, Klimaanlagen oder ABS - bei den Transplantationen unter altes Blech ist fast alles möglich.

http://www.spiegel.de/auto/fahrkultu...-a-857273.html
  1. #50

    Vw 1500

    Zitat von medwediza Beitrag anzeigen
    ....

    Der 1500er VW hieß übrigens wirklich nur 1500. Mein Lehrer – 1961 – fuhr eine solche Karre. In hellblau. Grauenhaft.
    Weil es keiner macht, muss ich doch jetzt mal eine Lanze für den 1500er brechen:
    Ich habe in den 60ern mit demWagen (Kombi) einen nicht geringen Teil meiner "schwarzen" [= Führerschein - Vorbereitungskilometer ( ;-))) ] zurückgelegt und war ausgesprochen angetan von der Lenkung, Übersichtlichkeit und den Fahrleistungen - immer im Vergleich zum Käfer...
    Freue mich heute noch jedesmal, wenn ich eines solchen alten Schätzchens ansichtig werde. Sie sind ja ausgesprochen selten geworden, dem Rost sei Undank!!!
    D
  2. #51

    Bin ganz ihrer Meinung

    Autofahrer...
    Zitat von mekrico Beitrag anzeigen
    ...die sich selbst überschätzen sollte man den Führerschein entziehen.
    Die findet man 100.000fach in der Altersklasse unter 30...35. Leute, die noch nie ein Auto ohne ABS, ESP usw. gefahren sind und die eines Tages unglaublich überrascht sind, dass ihr Fahrzeug nicht jede Art von unangepasster Fahrweise ausbügeln kann...
  3. #52

    optional

    Hahaha. 350.000 Euro, 18 Monate Wartezeit. Diese Problematik tangiert in Zeiten wie diesen nur wenige Menschen, und auch die Auseinandersetzung zwischen den Oldtimerpuristen und der Pimp-my-car-Verfechtern verkommen angesichts solcher (möglichen) Summen zu reinem Sandkastengeplänkel.
  4. #53

    Spritverbrauch VW-Boxer

    Zitat von fuzzi-vom-dienst Beitrag anzeigen
    Meine Eltern fuhren mal sehr kurz einen VW-Standard (ca. 1958), der schon damals nicht mehr Stand der Technik war, sondern einfach eine Zumutung (u.a. unsynchronisiertes Getriebe!). Ich weiß nicht, wieviel der Schlitten soff, aber mein Vater stöhnte ständig, weil er "dauernd" tanken musste. Anschließend fuhren meine Eltern eine RENAULT-Dauphine, die ja interessanterweise auch von Porsche stammt, aber ein Jahrzehnt (als 4 CV) jünger war als der Käfer. Schon das war ein Riesenunterschied.

    Wir kauften uns 1978 einen 72er VW-T2 mit einem Käfer-Motor mit 1500 oder 1600 ccm und ca. 50 PS. Wir fuhren das Fahrzeug sechs Jahre. Unter 12 Liter / 100 km war definitiv nicht möglich, 16 Liter waren bei 110 km/h auf der Autobahn "normal". Wenn man die "Spitze" von 115 km/h auskitzelte waren auch schon mal 18 Liter drin und besser: draußen!

    Klar, ein Bus brauchte mehr als der Käfer. Aber es gab schon damals Fahrzeuge, die den Verbrauch des Käfermotors locker um etliche Liter untzerboten. Ich selbst fuhr von 1966 bis 1974 zwei verschiedene RENAULT-8-Major, die auf der Autobahn durchaus mit 6 Litern zu fahren waren und NIEMALS über neun Liter brauchten. Der Fahrkomfort, die Heizung, der Kofferraum - all das lag ebenfalls Welten über dem Käfer, der nur deshalb so lange von seinem Nimbus zehren konnte, weil er das erste deutsche Großserien-Auto nach dem Krieg war. Übrigen bekam jerder, der die 100.000 km mit dem ersten Motor voll machte, von VW eine goldene Uhr geschenkt - dürfte nicht allzu oft vorgekommen sein.

    Ganz am Rande: Der Käfer-Motorblock war bis weit in die 70er Jahre aus ELEKTRON-Metall, einer Legierung aus Aluminium und bis zu 90 % Magnesium. Hat im Falle eines Falles wunderschön - unlöschbar mit normalen Methoden ! - gebrannt!
    Ihre Verbrauchsangaben gehen völlig in Ordnung. Der Boxer-Motor des Käfer war auf geringe spezifische Leistungen ausgelegt. Höhere Mitteldrücke, die den spez. Kraftstoffverbrauch gesenkt hätten, konnte der Motorblock aus Magnesiumin Kombination mit der Luftkühlung nicht "aushalten". Daher waren auch die Leistungsgrenzen im Tuning schnell erreicht. Der Käfer-Motor war eben nur schwach verdichtet. Dagegen war der Motor des Opel-Kadett (I) eine richtige kleine effiziente, leise "Nähmaschine"! Der Verbrauch war beim Käfer auch durch die grottenschlechte Aerodynamik bedingt. Der Käfer hatte seine große Zeit - aber technisch war er trotz aller Verbesserungen im Detail schon in den 60er Jahren veraltet. Trotzdem habe ich dieses Auto "geliebt", weil meine automobile Sozialisation damit in den 50er Jahren begonnen hatte. Herrn Rudolf Leiding gehören die ihm leider nicht gewährten höchsten Auszeichnungen, weil er in Erkenntnis einer völlig ausgelaugten VW-Entwicklungsabteilung im Jahr 1972 die gesamte AUDI-Technik dem VW-Werk zur Verfügung stellte. Gott sei Dank ist das Cloning gelungen, sonst gäbe es VW heute nicht mehr!
  5. #54

    trotz Assistenz-Systeme gibt es

    ...die sich selbst überschätzen sollte man den Führerschein entziehen.
    täglich 11 Tote, die Menschen zu erziehen ist schwieriger (auch auf Druck der Auto-Lobby nicht gewollt) , Autos ohne KAT sollte man sofort verbieten.
  6. #55

    also irgendwie habe

    Zitat von Jobuch Beitrag anzeigen
    fahre ich Altmetall. Mit den neuen Aggregaten kaufe ich mir doch genau die Probleme ein, die ich NICHT will und wegen denen ich einen Oldie fahre. Das fängt beim elektrischen Fensterheber an (so ein Motörchen ist halt irgendwann fertig, eine Handkurbel überlebt hingegen meist das Auto) und hört bei der Motorelektronik noch lange nicht auf. Ich habe lange genug Neuwagen gefahren um eines ganz sicher sagen zu können: Was an Schnickschnack drin ist, geht auch irgendwann kaputt, früher oder später.
    Auch nicht zu vernachlässigen ist der Sicherheitsaspekt: Selbstverständlich haben Autos wie die von Mechatronik auch entsprechende Bremsen und dgl. aber die Motoren hängen eben so giftig am Gas, wie ein CLS neuester Bauart. Entsprechend übertragen diese auch die gleiche Aggressivität auf den Fahrer. Beim Oldie weiß man genau, daß man vermutlich das unterste Ende der automobilen Nahrungskette ist. Daher versucht man, jedes Risiko zu vermeiden und paßt die Fahrweise entsprechend an. Nicht umsonst sind die Versicherungsbeiträge für Oldies geradezu lächerlich, weil die Versicherer genau wissen, daß die Klassiker vorsichtig bewegt werden und daher so gut wie keine Unfällte passieren - trotz teilweise deutlich schlechterer Bremsen und der Absenz jeglicher Sicherheitsfeatures.
    ich das Gefühl dass die wirklichen AUTOLIEBHABER eher auf zuverlässig-bewährte Technik setzen. Leider wird man heute zwangsbeglückt; ein Cabrio ohne el-hydr. Verdeck findet man nur auf dem Gebrauchtmarkt, auch ZV und el Fensterheber sind ein MUSS, Einparkhilfe und ähnlicher Schnickschnack ebenso. Leider kann man solche Dinge bei einer Neuwagenbestellung nicht "abwählen"
  7. #56

    ???

    Zitat von manni-two Beitrag anzeigen
    Autos ohne KAT sollte man sofort verbieten.
    Begründung?

    (Nur zur Information: jedes Jahr rieseln tausende Tonnen Feinstaub aus dem All auf die Erde, und bereits ein aktiver Vulkan schleudert mehr Schadstoffe in die Atmosphäre, als der gesamte Straßenverkehr jährlich produziert.)
  8. #57

    Zitat von tzdv9000 Beitrag anzeigen
    Begründung?

    (Nur zur Information: jedes Jahr rieseln tausende Tonnen Feinstaub aus dem All auf die Erde, und bereits ein aktiver Vulkan schleudert mehr Schadstoffe in die Atmosphäre, als der gesamte Straßenverkehr jährlich produziert.)
    Mal ganz abgesehen DAVON, daß die Herstellung, der Aufwand für Werbung, Vertrieb und anderes für einen Neuwagensoviel Umweltverschmutzung und -belastung darstellt, daß es eigentlich klüger wäre, die Rußkarren weiterzufahren, solange sie laufen bzw. reparierbar sind. Da können noch so schwarze Wolken hintenrauskommen - jedes NEUE Fahrzeug ist eines zuviel. Zumindest, solange sie SO hergestellt werden, SO aussehen, SO vollgestopft mit schwerem Schnickschnack sind und der in immer kürzeren Abständen stattfindende Modellwechsel immer mehr die Eigenschaften einer reinen Mode darstellt.
    Und die Meinung, durch neue Technik würde man sich bessere Umweltbilanz kaufen, ist eine Chimäre. Die muß man ja auch erst herstellen.

    Nöh, einfach wenig kaufen, wenig verbrauchen, Sachen lange nutzen - und trotzdem (oder gerade deshalb) Spaß haben und genießen. So gehts.

    Ich gebe zu, das ist nicht die Grundlage des goldenen Kalbes "Wachstum" - aber das ist das Problem derer, die das propagieren - nicht meins.
  9. #58

    Alte Technik beherrschen

    Als Oldtimer-Werkstatt Histronic ist unser primäres Ziel die Erhaltung von Oldtimern mit ihrer originalen Technik. Wir haben deshalb Spezialisten, die sich auf die Wartung von Fahrzeugen und die Überholung von defekten oder nicht mehr erhältlichen Komponenten, z.B. Bremsen, Motoren, Fahrwerken oder Vergaseranlagen, konzentrieren. In nur ganz wenigen Fällen ist eine Umrüstung auf moderne Teile erforderlich. Wir restaurieren Fahrzeuge, die anschließend original und - soweit es das Budget zulässt - wie neu dastehen oder weitestgehend ihre Patina behalten haben. Eines muß immer sicher gestellt werden: Die originale Technik muß 100% zuverlässig sein, um schadlos im heutigen Straßenverkehr fahren und bremsen zu können. Ein "moderner Oldtimer", wie ihn manche Firmen erschaffen, verliert an Charakter und der Fahrer den Reiz am puristischen Fahren.
  10. #59

    Fight Club

    Zitat von Rahvin Beitrag anzeigen
    Hahaha. 350.000 Euro, 18 Monate Wartezeit. Diese Problematik tangiert in Zeiten wie diesen nur wenige Menschen, und auch die Auseinandersetzung zwischen den Oldtimerpuristen und der Pimp-my-car-Verfechtern verkommen angesichts solcher (möglichen) Summen zu reinem Sandkastengeplänkel.
    Nun, es gibt ja auch jene "Puristen", die schon von "pimpen" reden, wenn man ein zeitgemäßes Audiosystem in einem älteren Wagen verbaut - und die den "Pimper" gleich in den 8. Ring der Hölle (Autobahnring Köln?) verbannen wollen.

    Hilft zwar der Sache an sich nicht, aber wer sich schon an solchen Petitessen (lustvoll) reiben mag...


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