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fuzzi-vom-dienst
Meine Eltern fuhren mal sehr kurz einen VW-Standard (ca. 1958), der schon damals nicht mehr Stand der Technik war, sondern einfach eine Zumutung (u.a. unsynchronisiertes Getriebe!). Ich weiß nicht, wieviel der Schlitten soff, aber mein Vater stöhnte ständig, weil er "dauernd" tanken musste. Anschließend fuhren meine Eltern eine RENAULT-Dauphine, die ja interessanterweise auch von Porsche stammt, aber ein Jahrzehnt (als 4 CV) jünger war als der Käfer. Schon das war ein Riesenunterschied.
Wir kauften uns 1978 einen 72er VW-T2 mit einem Käfer-Motor mit 1500 oder 1600 ccm und ca. 50 PS. Wir fuhren das Fahrzeug sechs Jahre. Unter 12 Liter / 100 km war definitiv nicht möglich, 16 Liter waren bei 110 km/h auf der Autobahn "normal". Wenn man die "Spitze" von 115 km/h auskitzelte waren auch schon mal 18 Liter drin und besser: draußen!
Klar, ein Bus brauchte mehr als der Käfer. Aber es gab schon damals Fahrzeuge, die den Verbrauch des Käfermotors locker um etliche Liter untzerboten. Ich selbst fuhr von 1966 bis 1974 zwei verschiedene RENAULT-8-Major, die auf der Autobahn durchaus mit 6 Litern zu fahren waren und NIEMALS über neun Liter brauchten. Der Fahrkomfort, die Heizung, der Kofferraum - all das lag ebenfalls Welten über dem Käfer, der nur deshalb so lange von seinem Nimbus zehren konnte, weil er das erste deutsche Großserien-Auto nach dem Krieg war. Übrigen bekam jerder, der die 100.000 km mit dem ersten Motor voll machte, von VW eine goldene Uhr geschenkt - dürfte nicht allzu oft vorgekommen sein.
Ganz am Rande: Der Käfer-Motorblock war bis weit in die 70er Jahre aus ELEKTRON-Metall, einer Legierung aus Aluminium und bis zu 90 % Magnesium. Hat im Falle eines Falles wunderschön - unlöschbar mit normalen Methoden ! - gebrannt!