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Modellzyklen der Autohersteller: Eine Industrie kommt auf Speed

DaimlerNoch nie wurde bei einer Modellpflege ein Auto so grundlegend renoviert wie die E-Klasse von Mercedes. Produkte altern immer schneller, die Autohersteller geraten unter Druck. Denn ein Auto ist nicht so einfach zu erneuern wie ein Handy. Also greifen sie zu Tricks.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/w...-a-881990.html
  1. #1

    optional

    Netter kleiner Produktplacement Artikel. - Am Anfang des Artikels sollte als Werbung gekennzeichnet werden...
    Die Kiste ist Mittelmass und trifft unteren Mittelklassegeschmack voll. Achtung Warnung, in spätestens 2 Jahren gibts das neue Modell, die letzten 3 Jahresverträge werden gerade unterschrieben...

    Zu den E-Preisen.
    Hella Rücklicht für E-Benz ab 230 Euro, Anbauzeit 3h. Ist kein Originalteil - die sind noch teurer.

    Jeep Rücklicht, alle Modelle über 30 Jahre:
    http://www.quadratec.com/products/55212_50.htm

    Kostet 7 Euro. Anbauzeit 5 Min.

    Fazit: Auch wenn ich mir jedes Jahr ein neues Teil in die Garage stellen könnte - ein alter Jeeps tuts viel besser, billiger.

    Warum soll ich ein Auto kaufen das mir nicht gefällt um Leute zu beeindrucken die ich nicht mag.
  2. #2

    Die schönen neuen Autos

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Noch nie wurde bei einer Modellpflege ein Auto so grundlegend renoviert wie die E-Klasse von Mercedes. Produkte altern immer schneller, die Autohersteller geraten unter Druck. Denn ein Auto ist nicht so einfach zu erneuern wie ein Handy. Also greifen sie zu Tricks.

    Warum lange Entwicklungszyklen für Autohersteller zum Problem werden - SPIEGEL ONLINE
    Sicherlich mag das uns "Alten" ein unwohles Gefühl bereiten.
    Aber wir sollten uns dessen bewusst sein, dass--ob wir es wollen oder nicht--die Zeiten eben so sind.
    Die Geschwindigkeit aller Neuentwicklungen, mehr noch dieser geradezu immense Druck, neu zu entwickeln, scheint uns zu überfordern.
    Wir sollten das nicht kritisieren, sondern mit der Zeit einfach mitschwimmen und uns glücklich schätzen, dass wir sehr wohl selbst entscheiden können, inwieweit wir an den Neuentwicklungen teilhaben wollen.
    Bei meiner in die Jahre gekommenen E-Klasse geniesse ich es sehr wohl, dass ich nicht "angebrüllt" werde, wenn ich meine Tasche auf dem Beifahrersitz nicht sofort anschnalle, und auch weiss ich es sehr zu schätzen, dass mir nachts um 2 Uhr auf ausgestorbenen Strassen, wenn durchgezogene Linien doch eher als Empfehlung gelten, beim Berühren dieser nicht gleich das Lenkrad aus der Hand vibriert wird.

    Und das Ganze noch mit einem Selbstzünder, der in puncto Ölverbrauch und Fahrverhalten auch nach 7 Erdumrundungen durchaus als neuwertig gelten darf.

    Wie dem auch sei, wer aber den stetig neuen Zuwachs an "Sicherheit" und "Komfort" meint zu brauchen, dem sei dies doch gegönnt.

    Ich verzichte gerne und freue mich trotzdem über die schönen neuen Autos.
  3. #3

    Unterschiedlichen Scheinwerfer

    ... snip
    >>> Aber macht dieses Detail ein Auto wirklich attraktiver. "Schwer zu glauben, dass dies ein entscheidendes Verkaufsargument war", sagt der Design- und Markenexperte Paolo Tumminelli.
  4. #4

    ????

    Zitat Fess. "... , dass ein Golf IV oder V heute immer noch im Verkehr mitschwimmen kann, ohne dass man seinem Besitzer gleich eine prekäre Lebenssituation unterstellt."

    Oh Gott, in welch einer Situation befinde ich mich nur, so ganz ohne Auto?
  5. #5

    W 126

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Noch nie wurde bei einer Modellpflege ein Auto so grundlegend renoviert wie die E-Klasse von Mercedes. Produkte altern immer schneller, die Autohersteller geraten unter Druck. Denn ein Auto ist nicht so einfach zu erneuern wie ein Handy. Also greifen sie zu Tricks.

    Warum lange Entwicklungszyklen für Autohersteller zum Problem werden - SPIEGEL ONLINE
    Da Mercedes ene Modellreihe relativ kurz nach deren Erscheinen so gründlich renoviert, bekomme ich den Eindruck, dass diese wohl vorher nichts taugte.
    Trotz größter Anstrendungen wird Mercedes nie mehr so ein Auto wie die Baureihe W 126 hinbekommen, deren Ausmaße die E-Klasse ja mittlerweile angenommen hat.
  6. #6

    Firlefanz ist wichtiger als Qualität und Preis?

    Wo mehr Firlefanz dran ist, geht auch mehr kaputt. Logische Konsequenz: Mein nächstes Auto wird ein Dacia.
    Ich besitze übrigens auch kein Apple-Produkt.
    Gehöre ich deswegen zu einer aussterbenden Rasse?
  7. #7

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Noch nie wurde bei einer Modellpflege ein Auto so grundlegend renoviert wie die E-Klasse von Mercedes. Produkte altern immer schneller, die Autohersteller geraten unter Druck. Denn ein Auto ist nicht so einfach zu erneuern wie ein Handy. Also greifen sie zu Tricks.

    Warum lange Entwicklungszyklen für Autohersteller zum Problem werden - SPIEGEL ONLINE
    Was Mercedes da treibt ist das Gegenteil von nachhaltigem d.h. zukunftsfähigem Wirtschaften.
  8. #8

    Neue Modelle und sinkende Restwerte...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Noch nie wurde bei einer Modellpflege ein Auto so grundlegend renoviert wie die E-Klasse von Mercedes. Produkte altern immer schneller, die Autohersteller geraten unter Druck. Denn ein Auto ist nicht so einfach zu erneuern wie ein Handy. Also greifen sie zu Tricks.

    Warum lange Entwicklungszyklen für Autohersteller zum Problem werden - SPIEGEL ONLINE
    Interessanter Artikel...
    Ein Auto ist etwas anderes als ein neues Mobiltelefon; ein Auto ist nach dem Haus/Wohnung auch die zweitgrößte Investition. Es ist aus Sicht der Kunden und langfristig auch aus Sicht der Konzerne nicht gut wenn die Lebenszyklen der Modelle immer kürzer werden. Die Jahre in denen sich Investitionen amortisieren sollen werden immer weniger; diese Summen müssen dann auf die Kunden abgewälzt werden. Das wird angesichts der Krise kaum möglich sein und mittelfristig kann das Flottengeschäft die Privatkunden kaum ersetzen; dreht der Staat an der Steuerschraube und macht die Abschreibebedingungen schwieriger so werden auch das Flotten- und Firmenwagengeschäft darunter leiden; in Ländern wie Italien(woraus ich schreibe) ist das bereits passiert. Ein Kunde will kein neues Auto fahren das in 3/4 Jahren bereits wieder alt ist; der Restwert sinkt rapide. Was macht es für den Konzern auch interessant wenn das neue Auto trotz hoher Investitionen auch wieder fast gleich aussehen muß wie das alte; wie es bsw. beim Golf geschieht?
    Es gibt Konzerne die auch mit relativ 'alten' Autos erfolgreich sind; bzw. viel längere Modell- und Erneuerungszyklen haben. Chrysler bsw. ist erfolgreich und verdient Geld mit mitunter sehr alten Modellen die nur erneuert wurden; für einige Fiatmodelle gilt das Gleiche. Es gibt Anzeichen daß mehrere Konzerne die beschleunigten Modellwechsel nicht mehr mitmachen werden; auch weil sie in der Krise daran verbluten würden; Ford und Opel GM sind zwei von diesen. Wie lange behält ein Privatkunde in D im Schnitt sein Auto? Meines Wissens erreicht das Durchschnittsalter der Autos in D 8/9 Jahre; Tendenz steigend; in Italien ist es noch etwas höher...
    Die Industrie sollte nicht einem solchen Wahn verfallen...

    Schian Gruaß...
  9. #9

    Interessantes Marketing, aber...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Noch nie wurde bei einer Modellpflege ein Auto so grundlegend renoviert wie die E-Klasse von Mercedes. Produkte altern immer schneller, die Autohersteller geraten unter Druck. Denn ein Auto ist nicht so einfach zu erneuern wie ein Handy. Also greifen sie zu Tricks.

    Warum lange Entwicklungszyklen für Autohersteller zum Problem werden - SPIEGEL ONLINE
    welche Vorteile entstehen dem Kunden? Nein, ich meine jetzt nicht den Prestigefaktor, der mittlerweile eine wesentliche Pordukteigenschaft zu sein scheint sondern real meßbare Funktionen.

    Das Beispiel von Apples 5er zeigt es sehr schön: Außer dem LTE, welches viele Kunden noch gar nicht nutzen (können), ist der Bildschirm minimal größer, alle anderen Funktionen sind nahezu gleich. Dafür kann die gesamte Infrastruktur umgerüstet werden, da die Stecker nicht mehr passen. Zufall? Wohl kaum...

    Wenn ich einfach von einem Produkt erwarten würde, dass es seinem Anschaffungszweck entsprechend lange und ohne Probleme funktioniert, bin ich außerhalb der "normalen" Kunden - lese ich aus dem Artikel heraus. Sogar eher rückwärtsgewandt, fortschrittsfeindlich usw..

    Die ganzen Foristen hier, die bei den neu vorgestellten Fahrzeugen immer am Motor und Ausrichtung des Produktes herummeckern, könnten sich an dieser Stelle doch mal über den ineffizienten Ressourcenumgang bei einer solchen Produktpolitik auslassen.

    Ich werde gleich erst mal den Markt durchforsten, welcher Anbieter heute einen 8 Zylinder-Sauger-Manualschalter im Angebot hat. Komisch, vielleicht fahre ich meinen Wagen deswegen schon so lange.


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