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Mode-Islamismus in Palästina: Frauen, warum so trist?

APÜberall in Palästina das gleiche Bild: Frauen tragen Schwarz oder Grau, triste Massenware aus China oder der Türkei. Wo sind all die Farben hin, die prächtigen traditionellen Gewänder von einst? Der Islamismus beherrscht zunehmend die Mode - auf Kosten kultureller Identität.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...817378,00.html
  1. #1

    Artikel wie dieser...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Aber es gibt auch gesellschaftliche und politische Gründe für den Wandel.Palästina wird von einem Mode-Islamismus ergriffen, der längst nicht nur in den Islamistenhochburgen Gaza oder Hebron sicht- und spürbar ist: "In den achtziger Jahren lief ich in Betlehem noch ungestört im Minirock herum, aber diese Zeiten sind vorbei", sagt Jihan.
    ..lassen einen hoffen, dass die Unterdrückung der Freiheit und der Fanatismus nur auf dem Mist einer kleinen mächtigen Männerclique gewachsen ist, die von den reichen Ölstaaten an die Macht gebracht wurden.
    Natürlich hat sich der Hass zwischen Palästinensern und Israelis mittlerweile verselbständigt, aber vielleicht ist es noch nicht zu spät zur Umkehr - auch wenn die Siege der Islamisten bei freien Wahlen diese Hoffnung doch zumindest für die nächste Zeit unrealistisch erscheinen lassen.
  2. #2

    Zwei Seiten

    Der Fundamentalismus ist eine Art Krankheit die sich wie Mehltau über die Kultur legt. Die strengen Kleidervorschriften, übrigens nicht nur im Islam, sondern auch orthodoxen Judentum (früher auch hierzulande), dienen vor allem dazu die weibliche Attraktivität zu mindern. Und da sind sie auch erfolgreich.
    Bis nach Indonesien reicht das mittlerweile, wo man statt langer schwarzer Haare, nun vor allem trostlose Kopftücher sieht.
    Wenn man sich aber ein Israel vorstellen würde, das es bereits vor Jahren geschafft hätte mit den Palästinensern eine von Respekt und gutem Willen geprägte Partnerschaft einzugehen, dann wäre die Lebensfreude, auch optisch, noch präsenter, dort in weltweit.
  3. #3

    Standpunkt

    Wer dem Menschen etwas aufzwingt, was gegen seine biologische Natur ist (hier u.a. durch äußerliche Attraktivität um die Gunst des anderen Geschlechts zu werben), wird scheitern, sei es Personen oder Religionen.
  4. #4

    ....

    wer will- der soll tragen- die Diskussion darüber sollten wir den betreffenden Menschen überlassen. Aber die meisten Frauen wären sicher schon froh wenn sie ebenfalls wie die Männer weiss tragen dürften. Ist nicht so wärmeaufnehmend, oder liegt es an der Farbe weiss als Unschuld und die steht nur den Männern zu??
  5. #5

    Dieser Artikel

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Überall in Palästina das gleiche Bild: Frauen tragen Schwarz oder Grau, triste Massenware aus China oder der Türkei. Wo sind all die Farben hin, die prächtigen traditionellen Gewänder von einst? Der Islamismus beherrscht zunehmend die Mode - auf Kosten kultureller Identität.

    Mode-Islamismus in Palästina: Frauen, warum so trist? - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    strotzt nur so vor Religionsrassismus. Das ist ja fast schon ein Fall für die Staatsanwaltschaft.
  6. #6

    Große Verluste

    Es betrifft leider nicht nur die Palästinenserinnen. Vor 30 Jahren konnte man noch kunsthandwerklich äußerst raffiniert ausgearbeitete Kleider aus Afghanistan kaufen, die durchaus balltauglich waren.
    Heute sind die Frauen nicht einmal mehr in der Lage für ihre Kinder Socken zu stricken, obwohl sie Schafe haben.
    Es geht da so viel verloren an Kultur, Kunst und vor allem auch Fertigkeiten, die früher über die Generationen vererbt wurden.
    Wirklich sehr traurig.
  7. #7

    Ethnozentrischer Fehler

    Spiegel hat sich mal wieder geoutet. Spiegel glaubt: alles, was hier gut ist, muss auch woanders gut sein. Auch die Amerikaner denken so, deshalb sehen die Amerikaner Europa auch als Old Europe an.

    Zweitens: Mode kommt und geht. Diesmal ist es schwarze Tracht.

    Stellt euch die 90er Jahre in Deutschland vor: Männer laufen in pinkfarbenen Jacken oder hellgrüngrellen Hosen.

    Und heutzutage? Da wird man ausgelacht, wenn man so bunt trägt. Und beklagt sich der Spiegel, warum heutzutage weniger bunt aufgetragen wird? Ist die Gesellschaft nun auch trister geworden?

    Auch wenn die Gesellschaft indirekt Druck ausübt, dass man Schwarz tragen besser ist, ist das noch lange kein Anlass zur Kritik. Jede Gesellschaft hat seine Ansichten, auch Deutschland.

    Gutes Beispiel: die Expresso Bar in Italien (Laura Maggis). Die ist sehr beliebt bei den Männern, aber die Gesellschaft verurteilt die Inhaberin, nur weil sie sexy gekleidet Expresso serviert. Sogar der Bürgermeister will den Cafe schließen.

    Wer nachlesen will:
    «Sexpresso»: Bei dieser Barmaid sehen die Ehefrauen rot
  8. #8

    Grauenhaft

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Überall in Palästina das gleiche Bild: Frauen tragen Schwarz oder Grau, triste Massenware aus China oder der Türkei. Wo sind all die Farben hin, die prächtigen traditionellen Gewänder von einst? Der Islamismus beherrscht zunehmend die Mode - auf Kosten kultureller Identität.

    Mode-Islamismus in Palästina: Frauen, warum so trist? - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Grauenhaft finde ich Ihren Artikel. Denken Sie, dass die Massenware, die wir hier im ach so aufgeklärten Westen von diversen Firmen kaufen müssen, unsere kulturelle Identität widerspiegelt? Armes Deutschland.
  9. #9

    Zitat von ...und gut ist`s Beitrag anzeigen
    strotzt nur so vor Religionsrassismus. Das ist ja fast schon ein Fall für die Staatsanwaltschaft.
    Was meinen Sie eigentlich mit Religionsrassismus?

    Dass in einigen Religionen die "Ungläubgen" bestenfalls als Menschen zweiter Klasse angesehen werden, für die noch nicht einmal die fundamentalsten Menschenrechte gelten?

    Und diese Vorstellungen wirken sich besonders da fatal aus, wo Religionen auch weltliche Macht für sich beanspruchen können, weil dann Menschen tatsächlich unter diesen seltsamen Ideologien zu leiden haben.
    Wobei es hier im Artikel eher um die Unterdrückung der Frauen ging, aber das nennt man nicht Rassismus.


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