Leichtfüßiger Tanz am Abgrund: RTL zeigt eine grandiose Neuverfilmung von Herman Melvilles mitreißendem Roman "Moby Dick". Die internationale Koproduktion mit William Hurt und Donald Sutherland mischt spektakuläre Effekte mit der Intensität eines grausamen Kammerspiels über kollektiven Wahn.
http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,799577,00.html
Danke JTK für den Hinweis! Dass tatsächlich eine ganze Stunde gekappt wurde, deutet darauf hin, dass RTL die Story schön auf Massenkompatibilität zurecht gestutzt hat...schade eigentlich, hätte gerne eine neue Version dieser tollen Geschichte gesehen. William Hurt und Donald Sutherland kann man sicher auch eine fesselnde Darstellung jederzeit zutrauen. Ich frage mich nur, weshalb RTL ausgerechnet eine eigene Produktion dermaßen zusammenstaucht.
@Auswahlaxiom: Es sollte Ihnen bewusst sein, dass Sie sich mit Ihrem "Beitrag" selbst weitaus mehr disqualifizieren, als den User, auf den Sie in Ihrer herablassenden Art Ihr Gift verstreuen wollen.
... naja ich hab ja schon viel gelesen, aber Moby Dick war sicher das zaeheste Buch, ads ich je in Haenden hatte.
Melvilles Roman besteht zu einem großen Teil aus essayistischen Abhandlungen, die mit teils satirischem Unterton über Anatomie des Wals, seine kulturelle Bedeutung oder über das Handwerk des Walfangs "informieren". Diese Abhandlungen lassen sich naturgemäß nicht verfilmen. Somit kann keine Verfilmung einen angemessenen Eindruck vom Inhalt des Buchs geben. Was aber auch nicht so schlimm ist, schließlich kann man eine Verfilmung auch als eigenständiges Kunstwerk schätzen.
hat sich John Huston damals nicht von den zwei vorangegangenen Verfilmungen irritieren lassen, sondern ein Remake gedreht, gelle?
Alt ist gut, neu ist doof (was der Bauer nicht kennt...und so weiter).
Immer wieder seltsam, wie manche Zeitgenossen auch noch Stolz auf ihre Ignoranz sind...
leiden allesamt unter den Spezialeffekten, der überhöhten Lautstärke und damit der Unglaubwürdigkeit.
Alles wirkt übertrieben, die Dramatik versucht man mit Lautstärke zu verstärken und erreicht dabei das Gegenteil.
Ich habe diesen Moby Dick noch nicht gesehen, aber wenn er ebenso mit vordergründigen Effekten arbeitet wie fast alle neueren Filme, dann ist er nichts für mich.
Ich ging früher gerne ins Kino, heute nicht mehr.
Mich stören einfach einige Dinge, die übertrieben und damit schon wirklich störend sind.
Und dann die Deppen mit dem Eimer Popcorn unter dem Arm, wie im Schweinestall.
Nein, das brauche ich wirklich nicht.
Das stimmt. Der Roman ist keine leichte Kost, weil er eben (in der Hauptsache) nicht aus actiongeladenen Walkampfszenen besteht. Trotzdem lohnt sich die Lektüre meiner Meinung nach. Es ist schon sehr viel wissenschaftliches und kulturelles Wissen aus Melvilles Zeit da hinein geflossen.
Noch eine Frage an das gesamte Forum: Gibt es eine Verfilmung, in der die Szene dargestellt wird, wie der Indianer Tashtego in den Kopf eines geschlachteten Wals hineinfällt? Da musste ich bei der Lektüre sehr lachen.
Aber ist vielleicht etwas eklig, das in einem Film zu zeigen.
den man mit Reklame verschandelt, ist ungenissbar, da Höchste was man sich da ansehen kann, sin die Simpson, alle 15min Werbung für Waschmzzel oder Haribo , das hält nur der Allerbeste aus, dazu gehör ich nicht!