Jahrelang dominierte Nokia den Handy-Markt - bis Apple und Google das Geschäft neu aufrollten. Seither droht dem erfolgreichen europäischen Konzern der Abstieg zum bedeutungslosen Massenhersteller. Ein Kanadier soll die Wende schaffen.
http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,735670,00.html
Wieder so ein kindlich-trotziges Statement.
Derartiges ereignet sich ja auch nicht. Oder hast du irgendeinen Druck oder Protest des Herstellers verspürt, als du die Marke gewechselt hast? Haben sie dir gedroht, dein Haus anzuzünden, wenn du kein Nokia mehr kaufst? Oder daß man seine Connections nutzen würde, damit du nie mehr im Leben eine Arbeit findest? Nein, man hat es einfach akzeptiert.
Genau das:
waren in dem damaligen Nokia-Forum meine Worte. Einen rentablen Betrieb dicht zu machen ist einfach nur dämlich. Aber es war eben nicht der einzige Fehler von Nokia, es war nur ein Weiterer in einer ganzen Reihe. Ich persönlich hatte einmal ein "Topmodell" von Nokia, welches wegen diverser Macken ganz schnell wieder gegen ein altes Siemens-Teil getauscht wurde. Meine Aktien hatte ich nach dieser Erfahrung glücklicherweise rechtzeitig verkauft.
Damals wurde ich übrigens von einem BWL'er für diesen Satz verlacht. Würde gerne mal seine Meinung heute zu diesem Thema hören^^. Die ganze Diskussion damals hat auch meine Achtung für diesen Studienzweig gegen Null konvergieren lassen. Nokia ist ein perfektes Beispiel dafür was passiert wenn man Leute ohne Verantwortungsgefühl, dafür aber mit hohen Boni auf kurzfristige Erfolge, auf Firmen, die ihnen nix bedeuten, loslässt.
Dann erklaere ichs mal anders:
Apple ist deshalb erfolgreicher als Nokia weil deren Produkte innovativ und hip sind.
Innovation und Hipness sind etwas das nur in einer Firmenkultur entstehen kann in der nicht jeder ausser dem Board of Directors um seinen Job fuerchten muss.
Eine Firma die sich selbst so eklatant als "Profit before People" outet, Leute entlaesst die an den wirklich innovativen Produkten gearbeitet haben und diese Produkte auf den Muell wirft, und die sich einen CEO leisten der (zitat forumskollege saddamatus) " bei Amtsantritt vollmundig das Ende des Handy-Marktes verkuendet.
Die Technologie sei ausentwickelt und auf diesem Markt würden die Margen deshalb für einen Global Player wie Nokia uninteressant werden.
Deshalb werde man nun keine wesentlichen Entwicklungsgelder in die Technologie leiten sondern ein hipper, eher virtueller Internetkonzern werden. Handys würde man nur noch als Auslauftechnologie im Billigmarkt verramschen."
Mag sein dass Apple wie Nokia und wie Motorola und alle anderen auch in Suedostasien / China produzieren. Aber darum gehts nicht so sehr. Es geht hier ums Auftrten, um die uebereinstimmung von Anspruch und Realitaet.
Nokia ist out, weil Nokia sich schlecht benommen, schlecht verkauft und schlecht geplant hat, und sich dabei von jedem auf die Finger hat schaauen lassen, mit einer "uns kann keiner was" Arroganz. Fuenf Jahre noch, dann machen sie wieder Stiefel und Reifen.