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Mittelmeer: Deutscher Waffenfrachter für Assad-Regime gestoppt

DPA/EPA/SANAIm Mittelmeer ist ein Versuch verhindert worden, das EU-Waffenembargo gegen das Regime von Präsident Assad zu brechen: Nach SPIEGEL-Informationen wurde ein deutsches Frachtschiff gestoppt, das Militärgerät und Munition nach Syrien liefern sollte. Die Waffen stammten aus Iran.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...827502,00.html
  1. #20

    Mister Allwissend?

    Zitat von Hermes75 Beitrag anzeigen
    Wenn eine angesehene deutsche Reederei ihr Schiff an eine ukrainische Briefkastenfirma verchartert und dann mit dem Schiff Waffen in ein Bürgerkriegsland verschifft werden, dann ist das ein grober Fehler der Reederei. Was denken Sie was die Schiffsversicherung wohl sagt, wenn das Schiff im Kriegsgebiet beschädigt worden wäre?
    Stellen Sie sich mal vor ein paar Herren aus Osteuropa möchten ihr Auto mieten um sagen wir mal Zigaretten über die Grenze zu schmuggeln. Glauben Sie nicht nicht, dass das Konsequenzen für Sie als Halter des Fahrzeuges hat?
    Sie scheinen ja richtig tief in der Materie zu stecken. Woher wissen Sie denn, dass White Whale Shipping `ne Briefkastenfirma ist? Über die Art und Weise wie der internationale Chartermarkt, die Befrachtung und die Zollkontrollen funktionieren, haben Sie jedenfalls, wenn man Ihre Kommentare als Maßstab nimmt, wenig Ahnung.
    MfG, Michael
  2. #21

    Zitat von Unterthan Beitrag anzeigen
    Mich würde in diesem Fall die Meinung des allwissenden Günter Grass interessieren. So, wie ich ihn verstanden habe, will der Iran doch nur spielen. Waren das jetzt wirklich echte Waffen?
    Ich weiss nicht, wnetweder stellen Sie sich jetzt etwas dümmer als Sie sind oder haben tatsächlich nichts verstanden. Man muss kein Grass-Freund sein und auch seine gedichte nicht mögen, tue ich auch nicht, aber man sollte schon inhaltlich verstanden haben um was es geht wenn man sich dazu äussert. Haben Sie dieses "Werk" überhaupt gelesen oder geben Sie nur von sich was Sie darüber gelesen/gehört haben??
    Hier geht es um kein Spiel, auch nicht für den Iran. Hier geht es darum das bestimmte Staaten aus der Position der macht und eigenem Selbstverständniss anderen Staaten arrogant ihre Politische weltsicht aufdrängeln ohne ein Deut besser zu sein. Die grössten Waffenlieferanten und Stützer/Freunde "diktatorischer" Staaten, wenn dies politisch opportun ist, kommen nämlich aus eben diesem Lager.
  3. #22

    Grass hat Recht

    Zitat von Hermes75 Beitrag anzeigen
    Auch wenn der internationale Seefrachtmarkt hart umkämpft ist, darf einer deutschen Reederei so ein Schnitzer eigentlich nicht passieren.
    Gut, dass sie es gerade noch rechtzeitig gemerkt haben.
    Ich frage mich allerdings wieviele Schiffe mit "Pumpen" (früher deklarierte man sowas als "Traktorenteile") schon in Tartus eingelaufen sind?
    Aber wenn die BRD kostenlos atomwaffenfähige U-Boote an Israel liefert ist das kein Problem. Da sind es nicht nur ein deutsche Frachter der Waffen aus anderen Ländern liefert, da sind es deutsche Waffen die höchstoffiziell an einen Staat geliefert werden der am laufenden Band Krieg führt.
    Wie ich diese widerliche Heuchelei satt habe. Grass hat sowas von Recht.
    Und wie schon richtig angemerkt wurde, es gibt kein UN-Waffenembargo gegen Syrien. Der Iran kann dort soviel Waffen hinliefern wie er will. Umgekehrt liefern Saudi-Arabien und Katar ja auch via Türkei am laufenden Band Waffen an die islamistischen Rebellen.
  4. #23

    Reederei in Leer: OUR OBJECTIVE-Charterer´s Happiness

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Im Mittelmeer ist ein Versuch verhindert worden, das EU-Waffenembargo gegen das Regime von Präsident Assad zu brechen: Nach SPIEGEL-Informationen wurde ein deutsches Frachtschiff gestoppt, das Militärgerät und Munition nach Syrien liefern sollte. Die Waffen stammten aus Iran.

    Iranisches Militärgerät für Assad-Regime: Deutscher Waffenfrachter vor Syrien gestoppt - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Laut Live Ships Map - AIS - Vessel Traffic and Positions liegt die Atlantic Cruiser auf halber Strecke zwischen Larnaca und Tripoli. Eigner ist offiziell die Briese Schiffahrt in Leer. Briese Schiffahrts GmbH & Co. KG: Startseite der Briese Reederei in Leer / Ostfriesland Das Firmenmotto: OUR OBJECTIVE Charterer´s Happiness

    Vielleicht sollten die deutschen Behörden diesen Unternehmen stärker auf die Finger schauen. Was angesichts der Tatsache, dass Deutschland drittgrößter Waffenexporteur weltweit ist, vielleicht etwas schwer fallen mag.

    Mehr zur Atlantic Cruiser: ATLANTIC CRUISER - Vessel's Details and Current Position - 9210347 - 304216000
  5. #24

    Genauer gucken

    Das ist doch misst, wenn die russen wollten dann könnten sie diese waffen lieferungen auch ganz normal mit ihren marine schiffen machen die momentan sowieso vor der syrischen küste lauern! Das glaiche kann der Iran als Verbündeter Russlands auch machen. Liebe Autoren vorher mal die Beziehungen und möglichkeiten der Syrischen Regierung recherchieren. Die syrer können sich auch von der Hisbollah aus Libanon und auch aus Irak und über irak vom Iran was liefern lassen!
  6. #25

    Zitat von Hermes75 Beitrag anzeigen
    Stellen Sie sich mal vor ein paar Herren aus Osteuropa möchten ihr Auto mieten um sagen wir mal Zigaretten über die Grenze zu schmuggeln. Glauben Sie nicht nicht, dass das Konsequenzen für Sie als Halter des Fahrzeuges hat?
    Nein, das hätte keine Konsequenzen. Verantwortlich für eine Tat sind immer noch diejenigen welche dieselbe begehen. Ansonsten könnte man seinen Autoverleih gleich schliessen.
    Nicht ander Verhält es sich bei einer Charter. Wie, wer, welche Verträge mit wem hatte erfährt man hier sowieso nicht. Daher muss man sich auch keinen Kopf machen um Dinge die man nicht genau weiss.
    Das Waffen in Krisengebiete geliefert werden ist aber kein Geheimniss. Das machen die USA ebenso, wie Frankreich, Russland, Iran....und dies auch unter manch fragwürdigen Umständen. Was soll also diese Empörung?
  7. #26

    Zitat von Emil Peisker Beitrag anzeigen
    Der Deutschlandfunk berichtete gestern abends spät noch von zig-tausenden Demonstranten in Syrien. Heute früh wiederholten sie das.

    Der DLF ist bekannt für die Seriösität seiner News.

    Nun ja, viele sind es nicht gewesen. Es gab ja auch ebenso Pro-Assad Demonstrationen die hierzulande völlig untergingen. Jedenfalls sieht eine breite Unterstützung der Opposition anders aus. Rein objektiv betrachtet.
    Aber es hat ja auch Methode selbst ein Dutzend Fahnenschwenker sofort zu einem nationalen Widerstand auszurufen um sie dann als Beleg für "nötige Schritte" für sich zu beanspruchen.
  8. #27

    ...

    Zitat von harald0078 Beitrag anzeigen
    genau an dieses Beispiel hatte ich auch gerade gedacht. Ich kenn mich da nicht aus, aber man kann also sogar, sagen wir, Atomwaffen in ein anderes Land bringen, solange die Container verplompt sind? Das ist allerdings krass.

    Wenn ich meinen Koffer absperre (von mir aus mit ner Plompe) und drauf schreib - Duftöl, dann lass ich mir von jemandem ein paar Kilogramm Koks mitbringen.
    Die Frachtpapiere für normale "general cargo" im Container kommen nicht an Bord, in der Regel, wozu auch. diese werden von den Agenten, Abladern und Befrachtern an Land bearbeitet und weitergeleitet. Die Agenten in den Häfen können, müssen sehr wohl kontrollieren was in den Containern geladen ist und diese zolltechnisch abfertigen lassen, In den Papieren stehen auch die Siegelnummern, Containernummern etc.
    An Bord kommen nur Papiere über Ladung welche deklariert werden muss, für die es besonde Staumassnahmen gibt ,(an Deck,unter Deck u.s.w. ) oder bei Kühlcontainern eine "coolingorder"
    In einigen Ländern wie Indien und Pakistan kamen in den achtzigern/neunzigern noch die sog. "mate´s receipt" an Bord. die wurden von der Schiffsleitung gezeichnet, und wurden mit der Unterschrift zu handelbaren Wertpapieren an den Börsen, die Ladung betreffend. Da wusste man genau über die Ladung Bescheid. Das ist eben heute nicht mehr so!
  9. #28

    Zitat von Anti Michel Beitrag anzeigen
    Was sind sie immer so gallig. Freunden sie sich doch einfach mal mit dem Gedanken an, dass sie sich irren. Passiert jedem mal. So wie man sich 1989 mit den Bürgern der DDR freuen konnte, so könnte man sich auch heute mit den Bürgern Syriens freuen. Vorrausgesetzt, man legt seine Scheuklappen ab.

    Hier eine Übersicht zu den Demonstrationen von gestern (man oh man): Syria - Friday 13/04/2012 - Google Maps
    Ich bin nicht gallig. Danke für den LINK. Und ja, ich freue mich. Vor allem, dass es keine Tote gab. Ist doch schon mal was.
  10. #29

    Zitat von sucher533 Beitrag anzeigen
    Schippert nicht die Bundesmarine vor dem Libanon herum, um Waffentransporte zu verhindern? Haben die etwas erreicht? Die Hisbollah ist heute besser als vor dem letzten Krieg gegen Israel bewaffnet. Syrien hat als souveräner Staat mit mächtigen Unterstützern wie Russland und China ganz andere Möglichkeiten, sich Waffen zu besorgen.

    Passt ja auch zusammen. An einer Stelle will die Bundesmarine Waffentransporte unterbinden, an anderer Stelle liefert die Bundesregierung Leos nach Saudiarabien oder U Boote nach Israel etc. Warum sich also beschweren wenn es andere ebenso machen.


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