Mittelmeer: Deutscher Waffenfrachter für Assad-Regime gestoppt

DPA/EPA/SANAIm Mittelmeer ist ein Versuch verhindert worden, das EU-Waffenembargo gegen das Regime von Präsident Assad zu brechen: Nach SPIEGEL-Informationen wurde ein deutsches Frachtschiff gestoppt, das Militärgerät und Munition nach Syrien liefern sollte. Die Waffen stammten aus Iran.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...827502,00.html
  1. #100

    Scheint doch eine

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Im Mittelmeer ist ein Versuch verhindert worden, das EU-Waffenembargo gegen das Regime von Präsident Assad zu brechen: Nach SPIEGEL-Informationen wurde ein deutsches Frachtschiff gestoppt, das Militärgerät und Munition nach Syrien liefern sollte. Die Waffen stammten aus Iran.

    Iranisches Militärgerät für Assad-Regime: Deutscher Waffenfrachter vor Syrien gestoppt - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    typische "falsche Flaggen Aktion" zu sein. Wer vermutet schon hinter einem Schiff mit deutscher Flagge und Pumpenteilen in den Papieren eine von Ukraine aus organisierte iranische Waffenlieferung an ein Land im Buergerkrieg. Nicht das das verboten waere, falsche Papiere aber schon.
    Moechte nicht wissen, wie viele Schiffe mit franzoesischer, britischer oder amerikanischer Flagge so etwas schon unwissentlich geliefert haben.
  2. #101

    An einem geschlossenen Weltbild

    Zitat von ilytch Beitrag anzeigen
    Wo habe ich denn geschrieben das ich "Tatsachen" links liegen lasse wenn sie sich nicht mit meiner Sichtweise decken? Sicher gibt es auch Profiteure des Geschehens in Libyen. Aber was zählt ist ein Gesamtbild und kein Einzelschicksal. Und wenn mir jemand ein völlig unrealistisches Bild von Libyen zeichnet dann liegt es nicht daran das ich diese "Tatsachen" ausblende sondern eher daran das es keine Tatsachen sind.

    kann man sich richtig schoen festhalten.

    Ich stelle jedenfalls eine ziemliche Aufbruchsstimmung fest, die bei den Leuten aus dem Osten des Landes staerker ausgepraegt ist als bei Leuten aus dem Westen. Wohl wegen geringerer Zerstoerungen aber trotz tausender Toter und Verletzter aus dem Buergerkrieg, die auch im Osten zu beklagen sind.
  3. #102

    Zitat von HeinrichMatten Beitrag anzeigen
    An ihren Taten können wir sie erkennen,
    doch dürfen wir nicht ihre Namen nennen.
    Ach, ist schon wieder Weltverschwörung? Ich empfehle da einen Alu-Hut!
  4. #103

    Hmmm ...

    Zitat von willibaldus Beitrag anzeigen
    ... "Libyen befindet sich noch im Krieg." Das kann man so sehen, wenn auch die bewaffneten Auseinandersetzungen vorbei sind. Die Leute duerfen sich nicht zuruecklehnen und andere machen lassen, sondern muessen sich selber einbringen um ein besseres Land zu formen, das ist ein laengerer Prozess als die bewaffneten Kaempfe und mindestens genauso wichtig, dort kann die Revolution auch noch verloren gehen. Das waere eher meine Interpretation der Aussage aus dem Interview.
    Nun ist Libyen flächenmässig ziemlich groß, und wenn man die Meldungen der Nachrichtenagenturen verfolgt, kann man davon ausgehen, dass es nicht in allen Provinzen so ruhig ist, wie in Ajdabiya. Und ich denke auch nicht, dass es Senussi um das "Einbringen" oder die Formung eines "besseren Landes" ging. Der Wortlaut des Interviews ("Milizen, die Teile des Landes kontrollieren") ist da sehr eindeutig:

    ZEIT: In Misrata habe ich mit dem Chef der Verhörzentrale gesprochen. Der Mann soll verantwortlich für die Folterung ehemaliger Gaddafi-Anhänger sein. Hinter seinem Schreibtisch hing das Bild seines Sohnes, der bei den Kämpfen in Misrata getötet wurde. Er war voller Hass und Trauer. Ist in einer solchen Situation Gerechtigkeit möglich?

    Al-Senussi: Libyen ist noch kein Staat. Es gibt eine Vielzahl von Milizen, die Teile des Landes kontrollieren. Manche von ihnen üben Gerechtigkeit, andere Rache. Wir befinden uns noch in einem Zustand des Krieges. Die Menschenrechte hier können nicht so sein, wie ihr euch das im Westen vorstellt. Gerade in Misrata wurden die größten Verbrechen begangen. ...
    Und so ganz nebenbei äußert er sich noch zu den ausländischen Kämpfern im Libyen-Konflikt und zu den libyschen Kämpfern in Syrien:

    ZEIT: ... Angeblich sind junge Libyer bereits nach Syrien gereist, um den Kampf gegen Baschar al-Assad zu unterstützen. Was halten sie davon?

    Al-Senussi: Es ist verständlich, dass junge Leute nach Syrien fahren. Auch wir hatten schließlich Hilfe von Freiwilligen aus dem Ausland. ...
    Libyen: "Wir sind noch im Krieg" | Politik | ZEIT ONLINE
  5. #104

    Dauerdelikt

    Zitat von Forums-Geschwurbel Beitrag anzeigen
    Ach, ist schon wieder Weltverschwörung?...
    Immer noch !
  6. #105

    Zitat von ilytch Beitrag anzeigen
    Die Russen wissen schon genau was sie machen. Oder meinen Sie das passiert nur aus "Blödheit"? Es geht da durchaus auch um Interessen. Und während andere westliche Staaten ein glänzendes Geschäft mit ihrem "Waffenschrott" erlauben exerziert der russische Staat eben auch ab und an mal eine andere Herangehensweise weil man sich etwas davon verspricht.
    Aus ebensolchen Gründen erhielten/erhalten hier und da auch mal Mudscheddins , Taliban, oder syrische Rebellen kostenlose Waffenlieferungen wenn es die politische Räson gebietet.
    Auf Blödheit wäre ich nie gekommen, wenn überhaupt, dann auf Skrupellosigkeit. Und selbstverständlich geht es da um Interessen, die russischen Waffenfabriken müssen ausgelastet werden, und zahlungsfähige Kundschaft, greift halt zu etwas anderem als russische Waffen. Dadurch engt sich der Kundenkreis ziemlich ein, entweder sind die Kunden klamm, oder es handelt sich um dubiose mit Embargo belegte Regime, mit denen sich normalerweise keiner die Finger schmutzig machen will. All dies trifft auf Syrien zu.
  7. #106

    Zitat von dilinger Beitrag anzeigen
    Auf Blödheit wäre ich nie gekommen, wenn überhaupt, dann auf Skrupellosigkeit. Und selbstverständlich geht es da um Interessen, die russischen Waffenfabriken müssen ausgelastet werden, und zahlungsfähige Kundschaft, greift halt zu etwas anderem als russische Waffen. Dadurch engt sich der Kundenkreis ziemlich ein, entweder sind die Kunden klamm, oder es handelt sich um dubiose mit Embargo belegte Regime, mit denen sich normalerweise keiner die Finger schmutzig machen will. All dies trifft auf Syrien zu.
    Trifft das auch auf Saudi-Arabien?
    Sprechen Sie NIE im Namen aller. Das wird das Leben der EU wesentlich erleichtern. Und noch ein Ratschlag: zaehlen Sie nie Geld in fremden Taschen. Zaehlen Sie Ihr eigenes Geld und die Ausgaben der EU - wohin sie gehen und wieviel abgeschrieben werden.
    Ein aktuelles Rezept, finden Sie nicht?
  8. #107

    Zitat von dilinger Beitrag anzeigen
    zahlungsfähige Kundschaft, greift halt zu etwas anderem als russische Waffen.
    Noch (!) zahlungsfaehige Kundschaft greift auf chinesische Klamotten und Elektronik, aber auch auf russische Weltraumtechnologien, geschweige denn Energietraeger. Ohne geschnittenes Papier kann man leben, ohne Energietraeger kaum.
  9. #108

    Die EU-Embargos geht andere Laender einschliesslich Russland in keiner Weise an. Wenn ihr selbst euch ruinieren wen.ollt, wer ist euch der Arzt? Keiner.
    Die UNO-Embargos wurden von Russland immer streng eingehalt
  10. #109

    "Mate receipt"

    Zitat von jujo Beitrag anzeigen
    Lesen Sie meinen Beitrag #27,
    Der Reeder bekommt eine Charter, Tagesrate, wer wieviel mit der Ladung verdient bekommt er nicht zu wissen.
    Wenn man keine Ahnung hat u.s.w. oder man sonnt sich in populistischen Geschwafel!
    Djibuti hat ein Hafenbecken und Areal nur für die Marine, das Containerterminal liegt abseits davon, was da passiert muss die Marine/Nato nicht zwangsläufig interessieren, das ist ganz normaler Hafenbetrieb wie in HH auch. ( Ja, ich war öfter dort!)
    Der Agent und Zoll könnten/ sollten gegenwärtig mistrauisch werden, wenn sie Ladungspapiere bearbeiten welche Maschinenteile betreffen im Transit zwischen Iran und Syrien.
    Ich als Kapitän breche Siegel und schaue mir den Inhalt des Containers an, wenn ich berechtigte Zweifel habe (Falschdeklarierung)ob mit der Ladung alles in Ordnung ist. Nach der Kontrolle fertige ich ein Protokoll an und versiegele den Container wieder.
    Ich habe in meiner gesamten Fahrzeit immer ein "Mates receipt" und meistens auch das Konnossement (Bill of Lading) an Bord bekommen und das auch unterschrieben,egal wann und wo in dieser Welt.Je weiter südlich und östlich ,desto mehr Papiere!Es gab ein oder zwei Fälle,wo der Agent das Konnossement gezeichnet hat,weil es nicht fertig war,das war aber in Skandinavien.Ob bei Containern allerdings die Gewichte und die Inhalte stimmen,weiß ich nicht.In korrupten Ländern sind Agent und Zoll oft geschmiert gewesen bei zweifelhafter Ladung.