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Mitt Romney: Mister Glückskind

Egal, ob Mitt Romney die Vorwahlen in Iowa knapp gewinnt oder verliert - die Präsidentschafts-Kandidatur ist ihm kaum noch zu nehmen. Der Republikaner profitiert von der Schwäche seiner Parteirivalen. Genau das könnte ihm beim Kampf gegen ein anderes politisches Glückskind schaden: Barack Obama.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...807053,00.html
  1. #1

    Interessanter Kommentar... falsches Schlussfazit

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Egal, ob Mitt Romney die Vorwahlen in Iowa knapp gewinnt oder verliert - die Präsidentschafts-Kandidatur ist ihm kaum noch zu nehmen. Der Republikaner profitiert von der Schwäche seiner Parteirivalen. Genau das könnte ihm beim Kampf gegen ein anderes politisches Glückskind schaden: Barack Obama.

    Mitt Romney: Mister Glückskind - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Alles sehr richtig. Aus meiner Sicht zieht der Kommentartor nur das falsche Fazit.
    Für Obama ist Romney der schwerste Gegener, gerade weil er "eher in der Mitte" aufgestellt ist. Ein schneller Vorwahlsieg führt dazu, dass Romney nicht mehr so stark mit rechtsaußen Themen punkten muss um nominiert zu werden. Er kann also schon früh um die Mitte buhlen.

    Das ihr die "Hardcore"-Konservativen nicht wählen, halte ich nur bei einen "rechten, unabhängigen" Kandidaten für möglich. Ansonsten hassen diese Wähler Obama so stark, dass sie sogar eine Stohpuppe wählen würden, die einen anderen Nachnamen als Obama hat.
    Ich vermute auch, dass die republikanische Vorwahl nicht mehr sehr spannend sein wird. Aber die eigentliche Präsidentschaftswahl könnte um so spannender werden.
  2. #2

    Zitat von Pega123 Beitrag anzeigen
    Alles sehr richtig. Aus meiner Sicht zieht der Kommentartor nur das falsche Fazit.
    Für Obama ist Romney der schwerste Gegener, gerade weil er "eher in der Mitte" aufgestellt ist. Ein schneller Vorwahlsieg führt dazu, dass Romney nicht mehr so stark mit rechtsaußen Themen punkten muss um nominiert zu werden. Er kann also schon früh um die Mitte buhlen.
    Sehe ich auch so. Sollte tatsächlich einer der Verrückten von der Tea Party oder einer ähnlichen Geisteshaltung Kandidat werden, könnte man sich die Wahl im November sparen, diese Figuren haben ihre verschworene Fangemeinde die mit Krakeelerei auf sich aufmerksam macht, die breite Masse der Amerikaner tickt aber doch eine ganze Spur vernünftiger. Ein Kandidat Romney, gerade mit seiner erfolgreichen Vita aus der Wirtschaft, könnte aber bei den wirtschaftlich gebeutelten Amerikanern offene Türen einrennen...
  3. #3

    Santorum gegen Abtreibung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Egal, ob Mitt Romney die Vorwahlen in Iowa knapp gewinnt oder verliert - die Präsidentschafts-Kandidatur ist ihm kaum noch zu nehmen. Der Republikaner profitiert von der Schwäche seiner Parteirivalen. Genau das könnte ihm beim Kampf gegen ein anderes politisches Glückskind schaden: Barack Obama.

    Mitt Romney: Mister Glückskind - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Jemand tritt in der 25.Woche seines Lebens für ein paar Minuten auf den Schauplatz dieser Welt. In einem Fall ist er eine "Spätabtreibung", im anderen "Mordopfer", jenachdem, wie gewünscht er hier war! (siehe "Oldenburger Baby").
    Wissen wir eigentlich, was für eine Freiheit wir einfordern? SPON allen voran mit seinen Präferenzen für Abtreibungsbefürworter!
    Ich wünsche der klaren Haltung von Santorum zur Abtreibung den Wahlsieg!
  4. #4

    meh...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Egal, ob Mitt Romney die Vorwahlen in Iowa knapp gewinnt oder verliert - die Präsidentschafts-Kandidatur ist ihm kaum noch zu nehmen. Mitt Romney: Mister Glückskind - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Ich habe selten ein schlechteres Fazit des Spiegels über die US-Innenpolitik gelesen. Nicht, dass ich überhaupt noch gutes von deutschen Auslandskorrespondenten erwarte. Schließlich scheinen deutsche Journalisten vermehrt nur noch mit einer hochnäsigen Attitüde ins Ausland zu gehen, um uns "von den Wilden" zu berichten.

    Dank Internet, Google und etwas Englisch kann sich mittlerweile jeder besser Informieren.

    1) Das Ergebnis in Iowa ist alles andere als un-repräsentativ. Es zeigt den tiefen Riss der durch die Republikaner geht: Moderat, Erz-Konservativ, Libertär.
    2) Zu erwarten, die Republikaner schauen über diese Risse hinweg, nur um Obama loszuwerden, heißt zu erwarten, die Republikaner könnten sich nicht mehr an 2008 erinnern: McCain war ein halbherziger Kompromiss. Und dieser Kompromiss brachte den Republikanern die schwerste Niederlage aller Zeiten.
    3) Romney als halbherziger Kompromiss würde ebenfalls verlieren. Nach 4 Jahren Obama, ist zwar der Putz ab und von Obamamania nichts mehr zu hören. Aber inhaltlich ist Romney nicht von Obama zu unterscheiden, weshalb er nicht viele Wähler von Obama hinzugewinnen kann.

    4) Die Wahl wird in der Mitte gewonnen. Das heißt aber nicht, dass man mit Blässe gewinnt. Obama war auch alles andere als ein farbloser Kandidat in 2008 (zur Erinnerung "Obamania" war durchaus polarisierend). Viele sahen und sehen Obama weit links von Hillary Clinton.

    5) Enthusiasmus und Begeisterung löst derzeit nur der libertäre Kandidat Ron Paul aus. Bei der Iowa Wahl hat er bei den unter 40-Jährigen die haushohe Mehrheit. Hier sei wieder Obamania erwähnt, die davon lebtedie noch Begeisterungsfähigen in ihren Bann zu ziehen.

    6) Die treibende Kraft hinter Mitt ist dessen Geld und der Kompromiss als Produkteigenschaft. Die treibende Kraft hinter Santorum ist alte christlich-konservative Angst und seit kurzem Rupert Murdoch. Ron Pauls treibende Kraft sind seine vielen motivierten ehrenamtlichen Unterstützer und natürlich seine Botschaft.

    7) Pauls Botschaft hat m.M.n. als einzige Botschaft Chancen, Obama zu schlagen. Paul ist konservativ, spricht junge Leute an, spricht Minderheiten an, spricht Bürgerrechtler an.

    8) Das ist eine Koalition die den gesellschaftlichen Riss zwischen Links und Rechts kitten kann, die Obamas Mehrheitsbeschaffer von 2008 gewinnt und als Verlierer zwei Lager hinter sich lässt, die aufgrund ihres Ewig-Gestrig-Seins nie zusammen finden werden: Die rechten Sozial-Konservativen und die linken Nanny-State-Progressives.
  5. #5

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Egal, ob Mitt Romney die Vorwahlen in Iowa knapp gewinnt oder verliert - die Präsidentschafts-Kandidatur ist ihm kaum noch zu nehmen. Der Republikaner profitiert von der Schwäche seiner Parteirivalen. Genau das könnte ihm beim Kampf gegen ein anderes politisches Glückskind schaden: Barack Obama.

    Mitt Romney: Mister Glückskind - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Ist das nicht ein etwas voreiliger Schnellschuss des Kommentators? Da gewinnt Romney die ersten von 51 (50 Staaten plus DC) Vorwahlen in einem Kleinstaat mit 30.015 zu 30.007 Stimmen, und schon soll ihm die republikanische Kandidatur "kaum noch zu nehmen" sein? Man soll doch mal die Kirche im Dorf lassen, ehe man derartige Behauptungen auf äußerst dünner Grundlage aufstellt.
  6. #6

    Winziger Agrarstaat

    Dieser "winzige Agrarstaat" ist größer als Griechenland!
  7. #7

    Zitat von schnitteuk Beitrag anzeigen
    Ist das nicht ein etwas voreiliger Schnellschuss des Kommentators? Da gewinnt Romney die ersten von 51 (50 Staaten plus DC) Vorwahlen in einem Kleinstaat mit 30.015 zu 30.007 Stimmen, und schon soll ihm die republikanische Kandidatur "kaum noch zu nehmen" sein? Man soll doch mal die Kirche im Dorf lassen, ehe man derartige Behauptungen auf äußerst dünner Grundlage aufstellt.
    Ganz mein Gedanke. Ein klarer Sieg sieht anders aus - wie auch die US-Kommentatoren die Nacht durch immer wieder betonten: Für Romney ging es darum zu zeigen, dass er nach seiner mittelprächtigen Performance im Vorwahlkampf 2008 nunmehr seine Wählerschaft erweitern kann. Zumindest in Iowa hat er das nicht geschafft. Seine 25% heute stehen 25% im Jahr 2008 gegenüber. Der Grund, warum die gleichen Zahlen damals eine (deutliche) Niederlage bedeuteten und heute einen Sieg ist nur dem Umstand geschuldet, dass sich die konservativeren Kreise bislang nicht auf einen Gegenkandidaten verständigen konnten. Das ist der Grund, weshalb die letzten Monate immer wieder neue "frontrunner" brachten - erst Bachmann, dann Perry, dann Cain, dann Gingrich, und seit einigen Tagen nun Santorum - es gibt den perfekten Kandidaten nicht.

    Romney wird die Nominierung dann nicht zu nehmen sein, wenn sich seine Konkurrenten weiterhin gegenseitig Stimmen entziehen und so den erzkonservativen Wählerblock spalten. Dann könnte auch Romney mit der Unterstützung von nur jedem vierten Wähler am Ende oben stehen, doch es wäre ein Kompromiss, der nur mangels Alternativen zustande gekommen wäre. Tatsächlich zeigen Wählerbefragungen in Iowa, dass zwar eine große Mehrheit von nahezu 50% glaubt, Romney sei der Kandidat der am ehesten Obama schlagen könnte, dennoch scheint nur jeder zweite der so überzeugten Romney auch wirklich seine Stimme gegeben zu haben. Das weist klar darauf hin, dass man sich im Prinzip etwas anderes wünscht als einen weiteren Reichen mit langer politischer Vorgeschichte (der obendrein auch noch Mormone ist).

    Romney muss in den weiteren Vorwahlen Zustimmung der rechteren Parteiflügel bekommen um letztlich für die Republikaner tragbar zu sein. Am Ende mag es so kommen, aber noch ist es viel zu früh, um das Rennen für beendet zu erklären. Sollte Rick Perry, wie absehbar ist, seine Kandidatur beenden - wen würden seine Anhänger stattdessen unterstützen? Romney gewiss nicht. Es fragt sich, ob sich durch solche Prozesse nicht doch noch ein Konsenskandidat herausbildet. Immerhin ist zu bedenken, dass vor vier Jahren John McCain zunächst bestenfalls die drittbesten Chancen eingeräumt wurden, er am Ende aber die Nominierung mit einigem Vorsprung bekam.
  8. #8

    Ob bei dieser Analyse nicht etwas der Wunsch der Vater des Gedankens war?

    Meines Wissens nach bemühen sich US-Wahlkämpfer gerade um eine schnelle Entscheidung, weil sie darin zwei Vorteile sehen. Zum ersten kann man sich dann wahlkampftechnisch direkt auf die nationalen Wahlen einrichten und muss nicht mehr alle möglichen Splittergruppen seiner eigenen Partei zufrieden stellen. Und zum zweiten hat man damit mehr Zeit um Spenden zu sammeln, und kann man auch alle Spenden die an die eigene Partei gerichtet werden auf sich selbst konzentrieren.

    Von daher gehe ich davon aus, dass Romney (der die nächste Wahl in New Hampshire ziemlich sicher gewinnen wird) schon bis Mitte März die Entscheidung sucht, um nicht noch mehr Geld und Energie an die innerparteiliche Kampagne zu verlieren.
  9. #9

    Subjektive Analyse?

    Ob bei dieser Analyse nicht etwas der Wunsch der Vater des Gedankens war?

    Meines Wissens nach bemühen sich US-Wahlkämpfer gerade um eine schnelle Entscheidung, weil sie darin zwei Vorteile sehen. Zum ersten kann man sich dann wahlkampftechnisch direkt auf die nationalen Wahlen einrichten und muss nicht mehr alle möglichen Splittergruppen seiner eigenen Partei zufrieden stellen. Und zum zweiten hat man damit mehr Zeit um Spenden zu sammeln, und kann man auch alle Spenden die an die eigene Partei gerichtet werden auf sich selbst konzentrieren.

    Von daher gehe ich davon aus, dass Romney (der die nächste Wahl in New Hampshire ziemlich sicher gewinnen wird) schon bis Mitte März die Entscheidung sucht, um nicht noch mehr Geld und Energie an die innerparteiliche Kampagne zu verlieren.


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