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Mitarbeiter-Ausbeutung: Textildiscounter Kik verliert vor Gericht

Der Textildiscounter Kik hat eine Niederlage vor dem Hamburger Landgericht erlitten: Der NDR darf nach SPIEGEL-Informationen vier Textilarbeiterinnen aus Banglandesch weiter als Kik-Näherinnen bezeichnen. Zunächst hatten die Richter dies untersagt.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...709434,00.html
  1. #20

    Korrektur

    Zitat von weltbetrachter Beitrag anzeigen
    Und die "Werbeikone - Verona" sollte doch darüber nachdenken, die Einnahmen für wohltätige Zwecke komplett zu spenden. Zumindest moralisch wäre das ein Anfang.
    Spenden helfen in erster Linie nur den Mittelsmännern und fördern mafiöse Strukturen. Wer wirklich helfen will, kann das nicht bequem über moderne Ablassbriefe tun, sondern nur über persönliches Handeln.
  2. #21

    Wirtschaftsopfer

    Zitat von openklaus Beitrag anzeigen
    Hallo Benutzer "stauchert" die passende Antwort kam glücklicherweise stante pede direkt nach ihrem Beitrag vom Benutzer "peterregen", dem schließe ich mich an.Bitte bitte nicht aus Wirtschaftsopfer noch Wirtschaftstäter machen !
    Also ich kann diesen "50 Millionen werden von 100.000 Reichen ausgebeutet"-Rotz echt nicht mehr lesen.
    Das ist schlichtweg ein billiger Versuch persönliche Verantwortung auf die Gesellschaft an sich abzuschieben.

    Haben Sie sich schon mal gefragt, warum dieses Discounter-Unwesen ausgerechnet in Deutschland so erfolgreich ist? Wollen Sie allen Ernstes behaupten, daß es den Menschen in den übrigen europäischen Ländern soviel besser geht?

    Die Ursachen liegen bei "falschen" Prioritäten und das vielen Leuten die eigene Geldbörse und IPod wichtiger ist als moralische Erwägungen.

    Jedesmal wenn ich solche Statements lese, frage ich mich ob mehr Sozialhilfe nicht einfach nur mehr Ausbeutung im Ausland bedeutet.
  3. #22

    ttt

    Zitat von Zephira Beitrag anzeigen
    Es überrascht nicht, dass Menschen wie Sie Neoliberalismus derart ablehnen. Sie zelebrieren Ausbeutung, weil sie Ihnen Geiz um jeden Preis ermöglicht - aber gleichzeitig hassen Sie Globalisierung dafür, dass sie Ihre Nation in Preiskonkurrenz zwingt. Diesen Widerspruch zwischen egoistischen und nationalistischen Ziele lassen sie aus, indem sie die humanere, nachhaltigere, effizientere und nicht zuletzt freiheitliche Alternative die Schuld an Zuständen geben, die Sie überhaupt erst mit der gegenteiligen Politik verursachen.

    Applaus für diese plumpe Täuschung werden Sie dafür nur von denen bekommen, die gleichermaßen selbstsüchtig denken und handeln. Alle anderen durchschauen ziemlich schnell, dass die Propagierung völliger Verantwortungslosigkeit - gern gepaart mit billigen Verschwörungstheorien - nichts weiter als eine feige Ausrede ist. Im Neoliberalismus dagegen ist persönliche ökonomische Verantwortung ein zentrales Element, weshalb er das genaue Gegenteil zu Ihrer Lebenshaltung darstellt. Er spricht einem aber zwangsläufig nicht nur Einfluss auf die herrschenden Zustände zu, sondern damit einhergehend auch Schuld an ihnen - und das können ihm viele Menschen nicht verzeihen. Gerade in Deutschland nicht, wo Eigenverantwortung dank sozialistischer Denktradition bestensfalls unbekannt und schlimmstenfalls anrüchig ist.
    Persönliche ökonomische Verantwortung ? Sind Sie ernsthaft der Meinung, daß da eine PERSÖNLICHE ökonomische Verantwortung eine Rolle spielt ? und Geiz ist Geil wohl auch eine persönliche ökonomische Verantwortung ? Wozu die ganze bescheuerte Werbung ala V.Poth oder Geiz ist Geil ? wohl aus PERSÖNLICH ökonomischer Verantwortung ! Und letztendlich sind wir schuld daran ! weil "wir" es glauben und kaufen. Kann aber die in auftraggebende Firma nicht selbst eine Auskunft geben: was, wo und wie produziert wird ? aus persönlicher Verantwortung wohl nicht( ökonomischer lasse ich lieber weg ).
  4. #23

    Antwort

    Zitat von marant Beitrag anzeigen
    Persönliche ökonomische Verantwortung ? Sind Sie ernsthaft der Meinung, daß da eine PERSÖNLICHE ökonomische Verantwortung eine Rolle spielt ?
    Selbst wenn die Anwendung meiner Argumentation 90% der Konsumenten als selbstsüchtige, rücksichtslose, ausbeuterische, habgierige Heuchler entlarven sollte, läge der moralische Fehler noch immer nicht bei meiner Argumentation, sondern im Handeln dieser 90% der Menschen. Und in Bezug auf den tatsächlichen Einfluss gäbe es überhaupt keinen Fehler, sondern im Gegenteil: die Zustände in den Produktionsstätten würden dadurch überhaupt erst erklärt.

    Zitat von marant Beitrag anzeigen
    Kann aber die in auftraggebende Firma nicht selbst eine Auskunft geben: was, wo und wie produziert wird ?
    Können schon, natürlich, aber der Kunde will es im Allgemeinen nicht, und der ist schließlich König. Ansonsten gibt es bereits Läden, die bei ihren Waren auf Transparenz, Fairness und Nachhaltigkeit setzen. Bei entsprechender Nachfrage wird diese Strategie auch attraktiver und noch dazu günstiger werden. Dazu ist aber zunächst einmal eine moralische Entscheidung erforderlich.
  5. #24

    ttt

    Zitat von Zephira Beitrag anzeigen
    Selbst wenn die Anwendung meiner Argumentation 90% der Konsumenten als selbstsüchtige, rücksichtslose, ausbeuterische, habgierige Heuchler entlarven sollte, läge der moralische Fehler noch immer nicht bei meiner Argumentation, sondern im Handeln dieser 90% der Menschen. Und in Bezug auf den tatsächlichen Einfluss gäbe es überhaupt keinen Fehler, sondern im Gegenteil: die Zustände in den Produktionsstätten würden dadurch überhaupt erst erklärt.


    Können schon, natürlich, aber der Kunde will es im Allgemeinen nicht, und der ist schließlich König. Ansonsten gibt es bereits Läden, die bei ihren Waren auf Transparenz, Fairness und Nachhaltigkeit setzen. Bei entsprechender Nachfrage wird diese Strategie auch attraktiver und noch dazu günstiger werden. Dazu ist aber zunächst einmal eine moralische Entscheidung erforderlich.
    Zum Ersten: Die Erstschuld trifft Ihrer Meinung nach die Konsumenten. Denn sie wissen was sie tun, im Gegenteil zum Auftraggeber.

    Zum Zweiten: Die Marktführer sind es nicht ( T+F+N ), und wollen auch nicht sein. Es sei denn sie werden "überführt" - kein leichtes Unterfangen ! König ist der Kunde ist ein werbewirksames Begriff der Marktbranche, der dem Kundem die Verantwortung zu übertragen weiß - KIK hat dem Kunden einige Informationen vorenthalten, aus persönlich ökonomischen Gründen !
  6. #25

    Antwort

    Zitat von marant Beitrag anzeigen
    Zum Ersten: Die Erstschuld trifft Ihrer Meinung nach die Konsumenten. Denn sie wissen was sie tun, im Gegenteil zum Auftraggeber.
    Sie postulieren offenbar (weshalb auch immer), dass nur einer von beiden wissen kann, was er tut. Warum?

    Zitat von marant Beitrag anzeigen
    KIK hat dem Kunden einige Informationen vorenthalten
    KiK verschont den Kunden lediglich mit Informationen, mit denen er gar nicht belästigt werden will. Andere Unternehmen, die einen moralisch besseren Weg beschreiten und dies auch kommunizieren, werden daher vom Konsumenten auch durch deutlich geringeren Umsatz bestraft. Das ist eben der Preis, wenn man sich nicht dem Volkswillen beugt.

    In jedem Fall liegt die Entscheidung und damit die Schuld beim Konsumenten. Er hat die Wahl zwischen verschiedenen Produktwegen. Und wenn er mit seinem Geld den Auftrag zur Ausbeutung erteilt, dann ist den damit von ihm beauftragten Konzernen höchstens vorzuwerfen, dass sie sich entschlossen haben, die sekundäre Drecksarbeit erledigen. Weder in pragmatischer noch in moralischer Hinsicht ist das aber entscheidend. Solange sie nicht aktiv Verbrechen begehen, ist der Kopf des Ganzen zur Verantwortung zu ziehen. Und das ist und bleibt der Konsument.
  7. #26

    ttt

    Zitat von Zephira Beitrag anzeigen
    Sie postulieren offenbar (weshalb auch immer), dass nur einer von beiden wissen kann, was er tut. Warum?


    KiK verschont den Kunden lediglich mit Informationen, mit denen er gar nicht belästigt werden will. Andere Unternehmen, die einen moralisch besseren Weg beschreiten und dies auch kommunizieren, werden daher vom Konsumenten auch durch deutlich geringeren Umsatz bestraft. Das ist eben der Preis, wenn man sich nicht dem Volkswillen beugt.

    In jedem Fall liegt die Entscheidung und damit die Schuld beim Konsumenten. Er hat die Wahl zwischen verschiedenen Produktwegen. Und wenn er mit seinem Geld den Auftrag zur Ausbeutung erteilt, dann ist den damit von ihm beauftragten Konzernen höchstens vorzuwerfen, dass sie sich entschlossen haben, die sekundäre Drecksarbeit erledigen. Weder in pragmatischer noch in moralischer Hinsicht ist das aber entscheidend. Solange sie nicht aktiv Verbrechen begehen, ist der Kopf des Ganzen zur Verantwortung zu ziehen. Und das ist und bleibt der Konsument.
    Weil Sie bereits den einen, zu sage und schreibe, zu 90 % entlastet haben !!!!! :o) und das steht in keinem Verhältnis.

    ... dem Volkswillen beugt, oder der "persönlichen" ökonomischen Verantwortung ! ach, je..

    Eine persönliche Frage zum Teil III: Sind sie ein Lobbyvertretter, oder tun Sie nur so, denn Ihre Argumentation entbehrt jedweder Logik ! Ich als Konsument bin auf Ihre hehre Invormationspolitik angewiesen, und Angebot, das sich inzwischen zum Großteil auf Drittländer beschränkt. ICH VERMISSE PERSÖNLICHE ÖKONOMISCHE VERANTWORTUNG ! dem Textilarbeiter und dem Endkunden gegenüber. Die neoliberale Ausbeute kennt nur eine Verantwortung - ÖKONOMISCHE !
  8. #27

    Antwort

    Zitat von marant Beitrag anzeigen
    Weil Sie bereits den einen, zu sage und schreibe, zu 90 % entlastet haben !!!!!
    Sie teilen die Verantwortung zwischen verschiedenen Personen auf. Verabschieden Sie sich mal von diesem feigen Konzept und gehen Sie stattdessen davon aus, dass jeder zu 100% für sein Handeln verantwortlich ist.

    Den primären Auftrag zur Ausbeutung erteilt jedoch allein der Konsument, und er übernimmt auch die Finanzierung. Was man dem einzelnen Konzern daher lediglich vorwerfen kann, ist wie gesagt, dass er sich dafür entscheidet, diesen Auftrag anzunehmen und umzusetzen.

    Zitat von marant Beitrag anzeigen
    Sind sie ein Lobbyvertretter, oder tun Sie nur so, denn Ihre Argumentation entbehrt jedweder Logik ! [...] ICH VERMISSE PERSÖNLICHE ÖKONOMISCHE VERANTWORTUNG !
    Unter Logik verstehen Sie, dass ich den Konsumenten von seiner Verantwortung entbinde. Das ist aber keine Logik, sondern erbärmliche Feigheit. Und da haben Sie völlig Recht: Meine Argumentation entbehrt dieser Feigheit, was Ihnen sauer aufstößt, weil es Sie in eine unvorteilhafte Position bringt. Weg aus der bequemen machtlosen Opferrolle, wo man lautstark "Die anderen müssen..." fordern kann. Und dafür hassen Sie Neoliberalismus so abgrundtief: Weil er Ihnen ganz persönlich Einfluss zuspricht. Persönliche Verantwortung, was für ein Albtraum...
  9. #28

    ttt

    Zitat von Zephira Beitrag anzeigen
    Sie teilen die Verantwortung zwischen verschiedenen Personen auf. Verabschieden Sie sich mal von diesem feigen Konzept und gehen Sie stattdessen davon aus, dass jeder zu 100% für sein Handeln verantwortlich ist.

    Den primären Auftrag zur Ausbeutung erteilt jedoch allein der Konsument, und er übernimmt auch die Finanzierung. Was man dem einzelnen Konzern daher lediglich vorwerfen kann, ist wie gesagt, dass er sich dafür entscheidet, diesen Auftrag anzunehmen und umzusetzen.


    Unter Logik verstehen Sie, dass ich den Konsumenten von seiner Verantwortung entbinde. Das ist aber keine Logik, sondern erbärmliche Feigheit. Und da haben Sie völlig Recht: Meine Argumentation entbehrt dieser Feigheit, was Ihnen sauer aufstößt, weil es Sie in eine unvorteilhafte Position bringt. Weg aus der bequemen machtlosen Opferrolle, wo man lautstark "Die anderen müssen..." fordern kann. Und dafür hassen Sie Neoliberalismus so abgrundtief: Weil er Ihnen ganz persönlich Einfluss zuspricht. Persönliche Verantwortung, was für ein Albtraum...
    Sowas verworrenes schon lange nicht gelesen, aber recht amüsant und vor allem diese "gescheite" fortlaufende Wiedersprüche im Detail. Wenn Sie so weiter machen, dann führen Sie Ihren Ansatz so in absurdum, daß es keines Kommentars bedarf :o)
  10. #29

    War abzusehen

    Ja, den Gedanken an persönliche Verantwortung bewerten Sie von verworren über amüsant bis absurd. Unter welchem Vorwand Sie sie verleugnen, ist aber völlig irrelevant. Sie können sich zwar entscheiden, sie zu ignorieren, aber für diese Entscheidung tragen Sie abermals die Verantwortung. Sie werden sie also einfach nicht los. Nicht einmal dann, wenn Sie sich mit Menschen umgeben, die Eigenverantwortlichkeit genauso unbequem finden wie Sie und Sie deshalb nicht damit behelligen.


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