Mit Vollgas*an die Uni: Die Turbo-Studenten

In den Hörsaal, wenn andere Ferien machen und zwei Semester studieren in einem Sommer - wer macht denn sowas? Theresa, Korbinian, Astrid und Hans-Christian wollen der Erstsemester-Flut im Herbst ausweichen und wählten den Turbozugang an die Unis. Ihre Mitschüler hielten sie für bescheuert.

http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...764600,00.html
  1. #1

    Fleissige Ameisen

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In den Hörsaal, wenn andere Ferien machen und zwei Semester studieren in einem Sommer - wer macht denn sowas? Theresa, Korbinian, Astrid und Hans-Christian wollen der Erstsemester-Flut im Herbst ausweichen und wählten den Turbozugang an die Unis. Ihre Mitschüler hielten sie für bescheuert.

    http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...764600,00.html
    Diese Typen sind schon super dressiert und dem Leistungszwang angepasst. Werden mal super Arbeitnehmer.
    Als Mensch würde ich den Verlust des zeitweiligen Müssigganges des Studiums nachtrauern.
  2. #2

    Globale Optimierung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In den Hörsaal, wenn andere Ferien machen und zwei Semester studieren in einem Sommer - wer macht denn sowas?
    Wer seine Ressource optimal ausnützen will
    und das Wort "ausnützen" beschreibt den globalen Vorgang vortrefflich, der studiert natürlich schon im Sommer.
  3. #3

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In den Hörsaal, wenn andere Ferien machen und zwei Semester studieren in einem Sommer - wer macht denn sowas? Theresa, Korbinian, Astrid und Hans-Christian wollen der Erstsemester-Flut im Herbst ausweichen und wählten den Turbozugang an die Unis. Ihre Mitschüler hielten sie für bescheuert.

    http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...764600,00.html
    Völlig richtig gemacht. Gratulation. Diese Möglichkeit des früheren Beginns sollte es aber immer geben.
  4. #4

    Geht alles

    Natürlich, kann man das Durchziehen.
    Vor der Prüfung den Stoff reinziehen, Nach der Prüfung wieder vergessen.
    Ob man das allerdings auch Studium nennen kann ist eine andere Frage.
    Das meiste habe ich in meinem Studium in Veranstaltungen gelernt, die keine Pflichtveranstaltungen waren. Den hier waren Dozenten denen das Thema am Herzen lag und Studenten die sich für das Thema wirklich interessierten.
    Ich habe z. B. 2 Nebenfächer gewählt obwohl ich mich nur in einem musste prüfen lassen. Ich habe Blockseminare von Externen besucht die ich für die Prüfungen garnicht brauchte.
    Studieren heißt auch, nach links und rechts schauen, und das kostet auch Zeit.
  5. #5

    Generation Burnout

    Richtig so. Zentralabi durchackern und dann direkt weiter an die Uni weil man ja eh noch in der Lernphase ist. Noch ein bisschen was aufholen weil man in der Regelstudienzeit fertig werden und nen guten Abschluss haben will und noch was nebenher machen weils einen interessiert, Praktika, Blockseminare und für Klausuren lernen in der vorlesungsfreien Zeit.

    Hab ich auch so gemacht (damals noch ohne Zentralabi). Zwischendurch noch Bund und nebenher studiert. Erster Bachelor-Jahrgang mit allen Querelen und Umstellungsschwierigkeiten. Dito im Master. Erkenntnis kurz vor Studienabschluss: Es war unnötig und völlig bescheuert sich so zu stressen. Ein Jahr mehr oder weniger interessiert hinterher ja doch keinen.

    Diese südkoreanische Arbeitsmentalität ist alles andere als nachahmenswert.
  6. #6

    Jung sein, alle Möglichkeiten noch offen haben...

    Jeder muss selbst wissen, was er/sie da tut. Die Zeit zwischen Schule und Studium ist allerdings eine der ganz wenigen Phasen im Leben, in denen man auch mal längere Zeit reisen, sich orientieren, oder einfach mal innehalten, und ausspannen kann. Jung sein, alle Möglichkeiten noch offen haben - so was kommt in dieser Form nie wieder.

    Klar, man kann auch später ein Sabbatjahr einlegen - aber wer macht es schon, bzw. wer kann es sich leisten ? Und wenn - dann dient das eher der Erholung, um dem Burnout zu entkommen. So ist doch die Realität.
    Die jungen Dinger wissen nicht, was sie da tun. Wahrscheinlich merken sie es später, oder auch nicht.
  7. #7

    gegen titelzwang!

    Zitat von Quatschtuete Beitrag anzeigen
    Diese Typen sind schon super dressiert und dem Leistungszwang angepasst. Werden mal super Arbeitnehmer.
    Als Mensch würde ich den Verlust des zeitweiligen Müssigganges des Studiums nachtrauern.
    Bleibt nur zu hoffen, dass sie nie psychisch instabil werden (Verlust der Liebe, Familie ...es kann so vieles passieren!)
    Denn dann rauchen Leute, die wie irre arbeiten, ab.

    Den Burn-Out-Bericht gab es neulich, in meinem Bekanntenkreis hat es auch 3 Menschen erwischt: Alle im vorletzten Semester, alle ihr Studium eben auf die Art und Weise durchgezogen (Nur Arbeit, Freizeit bestand aus "Kaffee trinken in der Mittagspause).

    Dafür sind jetzt 3 Psychologen-Arbeitsplätze bis auf Weiteres gesichert.
  8. #8

    Da freut sich Mami und Papi

    Finde ich schrecklich, diese Zuchtpferde. Sozusagen, nichts erlebt und schon Doktor. Für mich in absolutes Unding unserer Gesellschaft.
  9. #9

    Titel

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    In den Hörsaal, wenn andere Ferien machen und zwei Semester studieren in einem Sommer - wer macht denn sowas? Theresa, Korbinian, Astrid und Hans-Christian wollen der Erstsemester-Flut im Herbst ausweichen und wählten den Turbozugang an die Unis. Ihre Mitschüler hielten sie für bescheuert.

    http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...764600,00.html
    Zitat "Ich bin noch im Lern-Rythmus" alleine diese AUssage zeigt wie verschult das System ist und wie wenig das Studium noch etwas mit "studieren" zu tun hat.