BoschDer Automobilzulieferer Bosch wird künftig Motoren für den boomenden Markt der Elektroroller bauen. Der Konzern gründet dafür ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem chinesischen Hersteller Ningbo Polaris. Bosch bezeichnet den Schritt als "Meilenstein".
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...849770,00.html
große Unternehmen waren noch nie flexibel oder wirklich innovativ. Für BOSCH ist das wohl schon das höchste der Gefühle. haha. In D. würde sich das auch verkaufen. Nur nicht zu den horrenden Preisen.
Die "Unflexibilität" großer Unternehmen zeigt sich darin, dass deren Produkte meist besser dem engestrebten Markt angepasst sind und dass eben vor der Markteinführung umfangreiche Marktanalysen durchgeführt werden. Natürlich bewahren auch diese Instrumente nicht immer Großunternehmen vor Flopps und Fehlentscheidungen.
Ich kenne die in China produzierten Elektroroller durch meine häufigen beruflichen Chinaaufenthalte ziemlich gut und und bin der Ansicht, dass diese Fahrzeuge - ebenso wie chinesische PKWs - in Deutschland als einem der größten europäischen Märkten unverkäuflich wären. Dies liegt einerseits an der sehr geringen Reichweite von etwa 20 - 30 km und in fehlender sicherheitstechnischer Ausstattung.
Der Boom, der teilweise in China für derartige Fahrzeuge besteht, ist dem Verbot von Motorrädern und Mopeds/Mofas mit Verbrennungsmotoren in den meisten chinesischen Städten geschuldet.
Auch für Deutschland kann diese Art von an Ort der Nutzung emissionsfreise Mobilität durchaus erfolgreich sein, wenn die Fahrzeuge den deutschen Sicherheitsnormen angepasst werden.
Dass Bosch sich einen chinesischen Partner gesucht hat, ist leicht einzusehen: China ist der größte Markt für diese Vehikel. Man könnte meinen, dass auch für Indien diese Art der Fortbewegung geeignet sei. Wenn es jedoch selbst in Städten wie Bangalore täglich 4 - 6 Stunden dauernde Stromausfälle gibt, ist natürlich ein elektrisch beriebenes Vehikel eine wenig kalkulierbare Sache.
Die Reichweite ist für städtische und teils auch ländliche Zwecke voll ausreichend - oder wollen Sie 100km mit einem Roller und Tempo 50 fahren?
Na, Bremsen werden die Roller ja wohl haben. Ansonsten empfehle ich als "sicherheitstechnische Ausstattung" eines Zweirads einen Motorradhelm.
Oder sollen die Roller mit ESP, ABS, ASR und Überrollbügel ausgerüstet werden?
(wenn sich die Aussage nur auf die Pkws beziehen, dann o.k.)
Ach BOSCH... gucken Sie mal in den Verbrauchermärkten, was unter dem Label BOSCH zum - oft! - doppelten Preis verkauft wird!
PRC-Zeugs, aber 'designed in Germany' - selbst Bohrerspitzen!
Daher:
wenn ich schon China-Ware kaufe, dann solche ohne wenn und aber,
oft sogar besser!
Dass z.B. BOSCH - zusammen mit BMW - so was Isetta-haftes oder die C1 auf E-Antrieb modifiziert - mein Gott, muss auch das wieder
aus Asien kommen?!
Irgendwas läuft da schief in DE - auch wenn ein Exportrekord
gemeldet wird!
... chinesischen Produkten. Üblicherweise werden normale Fahrradbremsen verarbeitet, welche jedoch nicht das erhöhte Gewicht bedingt durch Akku und Elektromotor berücksichtigen. Auch eine Reichweite von unter 50 - 60 Kilometern ist nicht ausreichend, denn in einer Großstadt haben sie diese sehr schnell erreicht, schließlich wollen Sie ja mit dem Roller größere Strecken zurücklegen, als mit dem Fahrrad. Und schließlich besitzt so ein Fahrzeug einen nicht zu vernachlässigenden Mehrwert, wenn es auch als Freizeitvehikel genutzt werden kann. Und um im Sommer zu einem außerstädtischen Badesee zu kommen und vor allem wieder zurück zu kommen, dann braucht's halt doch etwas mehr Reichweite.
Viele Fahrzeugkonzepte sind daran gescheitert, dass die Hersteller der Meinung waren, "das müsste doch reichen". Der Anwender hat da sehr schnell noch Zusatzwünsche, denn der Appetit kommt mit dem Essen, in diesem Falle mit der Nutzung.
90 Millionen gebaute E-Roller und 20 Millionen Zulassungen/Jahr in China......
Ja Herr Peisker das sind die chinesischen Marken Hersteller und ihr Markt.
Wer da von Wem in Partnerschaft profitiert sei dahingestellt.
Aber ich sehe noch immer keine 2 Millionen Zulassungen in Deutschland, geschweige einen kräftigen Deutschen Hersteller.
Das Sicherheitskriterium, bei dem Roller durchfallen, ist deren viel zu kleines Masseträgheitsmoment der Räder, also mangelnde Stabilität. Weil man sich auf dem Zweirad nicht nur nach hinten (durch bremsen) sondern gelegentlich auch nach vorn (durch beschleunigen) in Sicherheit bringen muss schneiden Roller auch dabei schlecht ab. Nach vorn kann man sich nicht retten wie mit einem Motorrad weil das Drehmoment nicht reicht, zur Seite kann man sich nicht retten wie mit einem Motorrad weil man sich dann hinlegt, und auf einem kleinen Öl- oder Rollsplittfleck kommt man ebenfalls zu Fall wenn sich ein Motorrad nur kurz schütteln würde.