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Misstrauen gegen Sparwillen: Bundesregierung*rechnet griechisches Euro-Aus durch

Lange galt dieser Schritt als unvorstellbar - doch nun trifft Deutschland Vorkehrungen: Nach SPIEGEL-Informationen stellt sich die Bundesregierung auf einen Austritt Griechenlands aus der Währungsunion ein. Sie lässt drei Szenarien durchspielen - darunter ein besonders negatives.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...797451,00.html
  1. #180

    Es kommt alles ans Licht, manchmal später.

    Zitat von Wolf_68 Beitrag anzeigen
    So langsam scheint man die Bevölkerung auf das ohnehin unvermeidbare jetzt auch medial einzustimmen; es weiter zu leugnen scheint wohl endgültig keinen Zweck mehr zu haben.
    Die Bevölkerung braucht nicht eingestimmt zu werden, denn die wusste das bevor eine Pizza für 10DM 7Euro kostete.

    Aber schön, daß endlich die jahrelangen Lügen als das entlarvt werden, was sie immer schon darstellten, nämlich Hirngespinste einer vollends dem Volke entrückten politischen Laientruppe.

    Hätten die doch nur das Volk befragt, dann hätten wir dieses Desaster und ebenfalls die sich auftürmende Wutwelle nicht.
    Dem Gedanken Europas wurde jedenfalls ein Bärendienst erwiesen, ein zutiefst spaltender.

    Avanti Dilettanti...tanzt den letzten Eurowalzer.
  2. #181

    Es kommt alles ans Licht, manchmal später.

    Zitat von Wolf_68 Beitrag anzeigen
    So langsam scheint man die Bevölkerung auf das ohnehin unvermeidbare jetzt auch medial einzustimmen; es weiter zu leugnen scheint wohl endgültig keinen Zweck mehr zu haben.
    Die Bevölkerung braucht nicht eingestimmt zu werden, denn die wusste das bevor eine Pizza für 10DM 7Euro kostete.

    Aber schön, daß endlich die jahrelangen Lügen als das entlarvt werden, was sie immer schon darstellten, nämlich Hirngespinste einer vollends dem Volke entrückten politischen Laientruppe.

    Hätten die doch nur das Volk befragt, dann hätten wir dieses Desaster und ebenfalls die sich auftürmende Wutwelle nicht.
    Dem Gedanken Europas wurde jedenfalls ein Bärendienst erwiesen, ein zutiefst spaltender.

    Avanti Dilettanti...tanzt den letzten Eurowalzer.
  3. #182

    Griechenland ist pleite

    Zitat von c++ Beitrag anzeigen
    Wo steht denn, dass Griechenland nach einem Austritt aus der Eurozone seine Schulden in Euro, also in einer Fremdwährung, zurückzahlen muss? Hat Griechenland seine Schulden etwa nicht in Landeswährung aufgenommen?

    Bei Einführung des Euro wurden Drachmen-Anleihen auch in der neuen Landeswährung zurückgezahlt.
    GR wird einen grossen Teil seiner Schulden ueberhaupt nicht zurueckzahlen. Es ist Pleite egal in welcher Waehrung.

    Es geht darum dieses Problem den anderen vom Hals zu nehmen und solange GR im Euro bleibt muessen die anderen immer wieder Geld schicken und nie wird es genug sein um die Griechen zu befriedigen.

    Also - schnell raus, im Interesse aller.
  4. #183

    So nicht

    Zitat von Kalix Beitrag anzeigen
    durch eine planlose Erweiterung der Rettungsschirme gewinnen die betroffenden Staaten nichts; außer daß diese in wenigen Jahren eine Super-Hypoinflation haben werden und damit die Zukunft mehrerer Generationen "versauen". Das, was niemand will, nämlich ein absolut freies, unabhängiges einziges Wirtschafts- und Finanzministerium für a) die Nordländer mit einer stabilen Währung und b) für die Südstaaten, die einen weichen € als Wirtschaftsinstgrument floaten lassen, zwangsläufig erforderlich. Inwieweit diese beide €-Währungen irgendwann sich vereinigen, entscheidet der Süd-€; ist der Süd-€ irgendwann eine Hartwährung oder bleibt er eine Weichwährung. Der Vorteil dieser Aufteilung ist, daß eine Hart- und eine Weichwährung für die nicht €-Länder einen Anreiz bietet, irgendeinem Währungsgebiet beizutreten.
    So wird es wohl nicht kommen, da die Südländer zu schwach für eine einheitliche Währung sind.
    Eher wird es so kommen, daß insbesondere Deutschland begreifen wird, daß aus Südländern nie Nordländer werden.
    In einigen Jahren werden dies in Deutschland alle Politiker verstanden haben und dann wird es entweder zu Eurobonds über die EZB kommen oder alle Länder kehren zu nationalen Währungen zurück.
    Da kein deutscher Politiker es wagen wird, sich gegen alle anderen Länder der Eurozone zu stellen, wird es zu Eurbonds kommen.
  5. #184

    ?

    Zitat von localpatriot Beitrag anzeigen
    GR wird einen grossen Teil seiner Schulden ueberhaupt nicht zurueckzahlen. Es ist Pleite egal in welcher Waehrung.

    Es geht darum dieses Problem den anderen vom Hals zu nehmen und solange GR im Euro bleibt muessen die anderen immer wieder Geld schicken und nie wird es genug sein um die Griechen zu befriedigen.

    Also - schnell raus, im Interesse aller.
    Es hat keinen Zweck die Augen davor zu verschließen, was nach dem Einstellen der Griechenland-Hilfen passieren würde. Den Staat erstmal in die Zahlungsunfähigkeit zu schicken, ist nichts anderes, als eine Mauer gewollter Ignoranz zu bauen.

    Ich habe nicht den Hauch einer Ahnung, was uns diverse Hilfen und Aktionen für Regionen wie Bosnien, Montenegro, Kosovo, ... kosten, aber mindestens in dieser Liga würde ja auch Griechenland spielen.

    Es geht auch darum, den Griechen das Recht auf Freizügigkeit, EU-Niederlassungsfreiheit, freier Waren- und Dienstleistungsverkehr, Schengen, ... neu zu definieren. Was meinen Sie hierzu?

    Der politische Fehler liegt darin, die Griechen noch 2 Jahre weiter zappeln gelassen zu haben. Aber das ist nicht deren Schuld. Das wirklich Schlimme ist das Kontrollversagen - außerhalb Griechenlands. Wie konnte der Besch*** in so ziemlich sämtlichen griechischen Statistiken über Wirtschaft so lange unentdeckt bleiben? Auch hierbei würde der Rausschmiss Griechenlands nichts zur Aufklärung beitragen.

    Nee, nee: wir kommen nicht umhin festzustellen, dass das, was die Bundesregierung jetzt im Schilde führt, das weitere Vermurksen des Murkses ist, den Angie uns eingebrückt hat.
  6. #185

    Die Europa-Ideologie: Ursprung und Folgen

    Die Europa-Ideologie war das Ergebnis der schrecklichen leidvollen Erfahrungen des zweiten Weltkrieges. Die Vertreter der Europa-Ideologie meinten, dass einzig und alleine durch die Schaffung von Institutionen gegenseitiger Abhängigkeiten der Friede dauerhaft gesichert werden könnte. Sie dachten, der Friede würde in Europa für alle Ewigkeit dadurch unumkehrbar verankert werden, dass die Völker und Nationen in einem gegenseitigen Interessensverbund unauflöslich ineinander integriert würden.

    Der fundamentale Denkfehler bestand darin, dass in ideologischen Ausschließlichkeits-Kategorien gedacht wurde, und dass gedacht wurde, im Besitz der alleingültigen ewigen Wahrheit zu sein. Wer anders dachte, wurde als „Nationalist“ ausgegrenzt, wenn nicht mit noch schlimmeren Bezeichnungen belegt. Die Ziele waren idealistisch, und sie waren moralisch von höchster Wertigkeit („Friede in Europa“), wodurch andere Meinungen ins Abseits gedrängt wurden.

    Im Rückblick können wir sagen, dass die Europa-Ideologie eine extreme geistesgeschichtliche Reaktion auf die Extrem - Erfahrung des zweien Weltkrieges ist. Viele Menschen waren durch das Leid des zweiten Weltkrieges so erschüttert, dass sie in eine extreme Gegenreaktion verfielen, weil sie dachten, durch das extreme Gegenteil von „Nationalismus“, nämlich europäischen „Internationalismus“, könnten künftige Kriege verhindert werden.

    Da es sich um ein ideologisches Konzept handelte, versuchten die Akteure ihre Ziele notfalls auch mit undemokratischen Mitteln gegen den Willen der Völker durchzusetzen. Sie waren so von der Richtigkeit ihrer Haltung überzeugt, sie glaubten so fest daran, dass durch eine „Vereinigung“ Europas eine Art friedliches Paradies für alle Ewigkeit geschaffen werden könnte, dass sie demokratische Prinzipien opferten. Der hehre Zweck heiligte die Mittel. Sie wählten undemokratische Entscheidungsprozesse, und sie schufen undemokratische europäische Institutionen, aus Angst davor, dass die „dummen“ Völker nicht mitziehen würden. Sie wollten Europa „von oben“ her erschaffen, da sie der Basis nicht trauten.

    Sie stülpten den Menschen etwas auf, was die Menschen gar nicht wollten. Eine solche „gut meinende“ Politik, welche die Menschen durch den Gestus eines modernen „aufgeklärten Absolutismus“ entmündigt, und den Menschen die Möglichkeit der aktiven freien Teilhabe nimmt, zeitigt schreckliche Folgen. Wir können an den Jugoslawien-Kriegen sehr schön studieren, was passiert, wenn Völker durch „Internationalisten“, im Falle Jugoslawiens durch kommunistische Internationalisten, gegen ihren Willen in einen Verbund hineingezwungen werden. Am Ende steht genau das, was die Ideologen „eigentlich“ gut meinend verhindern wollten – Krieg.

    Wie jede historische Ideologie ist auch die Europa-Ideologie in ihrem moralischen idealistischen Rigorismus weltfremd. An der immanenten Weltfremdheit scheitert die Europa-Ideologie genauso wie alle anderen historischen Ideologien gescheitert sind. Ideologien scheitern mit ihrer überzogenen Zielsetzung und ihrem maßlosen Anspruch an der schnöden Wirklichkeit des Lebens.
  7. #186

    Die EU muss die titeltreue und korruptionsfreie Mittelverwendung sichern!

    Zitat von deppvomdienst Beitrag anzeigen
    Es hat keinen Zweck die Augen davor zu verschließen, was nach dem Einstellen der Griechenland-Hilfen passieren würde. Den Staat erstmal in die Zahlungsunfähigkeit zu schicken, ist nichts anderes, als eine Mauer gewollter Ignoranz zu bauen.

    Ich habe nicht den Hauch einer Ahnung, was uns diverse Hilfen und Aktionen für Regionen wie Bosnien, Montenegro, Kosovo, ... kosten, aber mindestens in dieser Liga würde ja auch Griechenland spielen.

    Es geht auch darum, den Griechen das Recht auf Freizügigkeit, EU-Niederlassungsfreiheit, freier Waren- und Dienstleistungsverkehr, Schengen, ... neu zu definieren. Was meinen Sie hierzu?

    Der politische Fehler liegt darin, die Griechen noch 2 Jahre weiter zappeln gelassen zu haben. Aber das ist nicht deren Schuld. Das wirklich Schlimme ist das Kontrollversagen - außerhalb Griechenlands. Wie konnte der Besch*** in so ziemlich sämtlichen griechischen Statistiken über Wirtschaft so lange unentdeckt bleiben? Auch hierbei würde der Rausschmiss Griechenlands nichts zur Aufklärung beitragen.

    Nee, nee: wir kommen nicht umhin festzustellen, dass das, was die Bundesregierung jetzt im Schilde führt, das weitere Vermurksen des Murkses ist, den Angie uns eingebrückt hat.
    Das ist die Crux! Die EU sichert keine Richtlinien, ist Zentrum haarsträubender Korruption und zersetzt den europäischen Solidaritätsgedanken.

    Hier wirkt ein erheblich weniger an EU-Subventionen erheblich mehr an Strukturaufbau und weniger Mittelmitnahme ist die logische wie herzlich willkommene Konsequenz.
  8. #187

    Europa ist eine Erfolgsgeschichte!

    Zitat von ruthteibold-wagner Beitrag anzeigen
    Die Europa-Ideologie war das Ergebnis der schrecklichen leidvollen Erfahrungen des zweiten Weltkrieges. (...)

    Wie jede historische Ideologie ist auch die Europa-Ideologie in ihrem moralischen idealistischen Rigorismus weltfremd. An der immanenten Weltfremdheit scheitert die Europa-Ideologie genauso wie alle anderen historischen Ideologien gescheitert sind. Ideologien scheitern mit ihrer überzogenen Zielsetzung und ihrem maßlosen Anspruch an der schnöden Wirklichkeit des Lebens.
    Selten habe ich einen derartigen Quatsch lesen müssen! Europa ist, ziemlich ideologiefrei, eine wirtschaftliche Erfolgsgeschichte! Extrapoliert man die Entwicklung 1850 bis 1950 und nimmt als Vergleichsmaßstab die USA, hat sich das Ausmaß der unterschiedlichen Wohlstandsentwicklung verlangsamt, ist sogar zum Stillstand gekommen. Ein einzelstaatlich aufgestelltes Europa wäre also vermutlich wirtschaftlich schlechter aufgestellt. Im Gegensatz zu Japan, Australien, USA hat Deutschland aber unmittelbare Nachbarn! Ein zu großer Vermögensunterschied hätte sich, ohne massiv gesicherte Grenzen, nicht aufbauen können!

    Es geht darum, ideologiefrei erkennen zu müssen, dass Politik - auf lange Sicht - immer zuerst Wirtschaftspolitik sein muss. Diese Wirtschaftspolitik erforderte offene Grenzen.

    Es ist das Versagen der Nationalstaaten, die Chancen im Land nicht "gerecht" verteilt haben zu können. Die Nationalisten machen es sich zu einfach, die Schuld hieran den bösen Ausländern, dem Ausverkauf nationaler Interessen usw. geben zu wollen und eine Art globaler Weltverschwörung gegen die kleinen Leute herauszudeuten.

    Die Probleme mit dem Euro sind nur pillepalle - Probleme buchungstechnischer Darstellung von Giralgeld. Die realwirtschaftlichen Problemlösungen, dank Euro, sind wir schon so gewöhnt, dass wir sie gar nicht zur Kenntnis nehmen.
  9. #188

    Monetative

    Es gibt bereits eine Initiative die auf das Grundproblem eingeht und eine Alternative aufzeigt

    http://www.monetative.de/

    Auf dieser Seite sind auch Links von namhaften Wirtschafts- und Finanzwissenschaftlern die das für und wieder einzelner Maßnahmen erklären

    Damit kann Griechenland in der Eurozone verbleiben, ebenso ist es egal ob auf dem Geld € $ £ oder ¥ draufsteht
  10. #189

    Zu mehr Friedenssicherheit das nicht.

    Zitat von deppvomdienst Beitrag anzeigen
    Selten habe ich einen derartigen Quatsch lesen müssen! Europa ist, ziemlich ideologiefrei, eine wirtschaftliche Erfolgsgeschichte! Extrapoliert man die Entwicklung 1850 bis 1950 und nimmt als Vergleichsmaßstab die USA, hat sich das Ausmaß der unterschiedlichen Wohlstandsentwicklung verlangsamt, ist sogar zum Stillstand gekommen. Ein einzelstaatlich aufgestelltes Europa wäre also vermutlich wirtschaftlich schlechter aufgestellt. Im Gegensatz zu Japan, Australien, USA hat Deutschland aber unmittelbare Nachbarn! Ein zu großer Vermögensunterschied hätte sich, ohne massiv gesicherte Grenzen, nicht aufbauen können!

    Es geht darum, ideologiefrei erkennen zu müssen, dass Politik - auf lange Sicht - immer zuerst Wirtschaftspolitik sein muss. Diese Wirtschaftspolitik erforderte offene Grenzen.

    Es ist das Versagen der Nationalstaaten, die Chancen im Land nicht "gerecht" verteilt haben zu können. Die Nationalisten machen es sich zu einfach, die Schuld hieran den bösen Ausländern, dem Ausverkauf nationaler Interessen usw. geben zu wollen und eine Art globaler Weltverschwörung gegen die kleinen Leute herauszudeuten.

    Die Probleme mit dem Euro sind nur pillepalle - Probleme buchungstechnischer Darstellung von Giralgeld. Die realwirtschaftlichen Problemlösungen, dank Euro, sind wir schon so gewöhnt, dass wir sie gar nicht zur Kenntnis nehmen.
    Andere Meinungen werden als "nationalistisch" diffamiert, die Probleme des Euro werden als "pillepalle" bezeichnet - fehlt nur noch, dass die Verelendung Griechenlands als Schuld der Euro-Gegner dargestellt wird. Hauptsache, die Europa-Ideologie ist exkulpiert.

    So wie jede andere Ideologie besitzt auch die Europa-Ideolgie eine Terminologie, die Andersdenkende ins Abseits stellt und zu "Feinden" des Einzig Guten und Wahren erklärt.

    Der Friede wurde durch Ideologien noch nie gesichert. Ideologien haben immer die Tendenz, sich selbst als im Alleinbesitz der ewig gültigen Wahrheit befindlich zu erklären. Andere sind im Lichte von Ideologien "Feinde" der Menschheit, des Friedens, der Gerechtigkeit, bestenfalls einfach nur "Quatsch", wie es am Beginn des Posts heißt. Nur die Inhaber der alleingültigen Ideologie sind nach Auffassung der jeweiligen Ideologen die Vertreter des Guten. Alle anderen sind nach ihrer Auffassung schlecht, böse oder dumm.

    Genau das ist die Haltung, die zu Ressentiments, Vorurteilen, Hass, Unfrieden führt.

    Zu mehr Friedenssicherheit führt das nicht. Im Gegenteil.

    Ideologien


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