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Misstrauen gegen Sparwillen: Bundesregierung*rechnet griechisches Euro-Aus durch

Lange galt dieser Schritt als unvorstellbar - doch nun trifft Deutschland Vorkehrungen: Nach SPIEGEL-Informationen stellt sich die Bundesregierung auf einen Austritt Griechenlands aus der Währungsunion ein. Sie lässt drei Szenarien durchspielen - darunter ein besonders negatives.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/soz...797451,00.html
  1. #150

    €urokrise?

    Zitat von deppvomdienst Beitrag anzeigen
    Das Gute bleibt im Gedächtnis, das Schlechte wird vergessen oder zumindest verdrängt.

    Wo wären wir heute ohne den Euro, wenn man die Entwicklung seit 1980 bis heute, unter Auslassen der Jahre 1989 - 2004 wegen der Akutmaßnahmen der Wiedervereinigung, weiterdenken würde:

    Das Industriesterben aus den 1980ern wäre weitergegangen. ... Was wäre mit einer immer stärker werdenden DM bis heute noch weggebrochen? Klar, diejenigen, deren Arbeitsplatz dieses Massaker überlebt hätten , könnten heute zu Spottpreisen in Italien oder Spanien Urlaub
    machen

    Wie hoch hätten wir denn die Mauern um uns bauen sollen?Arbeitsmarkt zu drängen (s. vorheriger Absatz). Selbst zu Löhnen, die wir als "Dumping" empfunden hätten, wären die gerne bereit gewesen bei uns zu arbeiten und ihren Familien Geld - zum Super-Wechselkurs - nach Hause zu schicken.

    Es hat keinen Zweck dem Euro die Schuld daran zu geben, dass wir im Inland keine ordentliche Einkommens- und Vermögensverteilung hinbekommen haben - die Balance verloren hatten wir bereits mit der DM.

    Griechen raus aus dem Euro? Was soll das noch bringen, nachdem unser Geld schon dort ist? Das Zeitfenster für diese Entscheidung bestand - vielleicht - vor 2 Jahren für 3 Monate, jetzt ist es versperrt. Damals hätte man den Finanzmärkten zeigen können, dass man einem Staat nicht von heute auf morgen die Kreditwürdigkeit versagen kann - heute ist es dazu zu spät. Das Krisenmanagement von Merkel und Schäuble ist und bleibt katastrophal!
    Sie verstehen mich völlig falsch, ich gebe nicht den €uro die Schuld an dieser Krise, nein, nicht der €uro ist es, sondern die schlecht gemachte Politik, die den Menschen nie mit nimmt, sondern immer nur auf einige wenigen hört, also auf diejenigen, die immer nur den schnellen, aber auch auch nur kurzzeitigen Profit nachjagen.
    Politik sollte immer im Intersse der Gesamtgesellschaft gamacht werden und vor allem strategisch durchdacht sein.
    Außerdem leben wir in einer Demokratie, so jedenfalls erklären es uns unsere Politiker in ihren Sonntagsreden immer wieder und da muss man schon auch seine politischen und gesellschaftlichen Vorstellungen den Wählern erklären und nicht alles nur nach gutdünken und einer Gutsherrenart durchziehen.
    Die Welt verändert sich und das ständig, aber wer nur den Vorteil einiger sehr wenigen in seinem Blickfeld hat, der wird dann seine Bürger auch nie beachten.
    Die Welt ist nicht gerecht, aber man kann vieles verändern wenn man die Intressen der Menschen beachtet.
    Wer ein einheitliches Gebilde von Europa schaffen will, der muss zu allererst auch seine Bürger davon überzeugen und sie mitnehmen und wie sie das tun, dass haben sie mit der Ausarbeitung und Vollendung der EU Verfassung allen gezeigt und weil sie es so taten, deshalb sind sie ja auch daran jämmerlich gescheitert und damit haben sie imgrunde auch keien Grundlage für dieses Europa.
    So wie man es mit der Verfassung gatan hatte, so schlecht und katastrophal ging es auch mit der Einführung des €uros zu stande und das kritiseren wir und nicht deass die Währung nun €uro heißt.
    Für mich kommt es heute nicht drauf an, den einen, oder anderen wieder aus der €urozone zu werfen, sondern man müsste vielmehr sich bessere Grundlagen schaffen, dass man dieses überwindet.
    Ein zurück zur DM habe ich nie gesehen, denn es würde nicht mehr funktionieren und die daran glauben, sie verschließen nur ihre Augen vor der Realität.
    HR
  2. #151

    Das deutsche Volk hat doch jetzt den Wohlstand gehabt

    Nun kommt eben eine Zeit, wie sie früher nach Kriegen immer üblich war: Das Land ist zerstört und der Wiederaufbau beginnt.
    Kein neuer Aufschwung ohne eine vorherige Zerstörung.

    Nachdem eben jetzt keine Zerstörung, Brandschaftzung auf deutschem Boden wie im 40-jährigen Krieg oder im 2. WK nicht mehr stattfindet, ist die Entsprechung die Kollabierung des EURO.

    Je eher der EURO kollabiert uind eine Währungsreform kommt, je schneller kommt ein neuer Aufschwung.

    Im Übrigen gibt es keinen Rechtsanspruch auf ewigen Wohlstand mit Zweiturlaub, Zweitwägen und dicken Bäuchen, wie ihn die meisten Deutschen vor sich hertragen.

    Die nahende Katastrophe ist nur allzu gerecht, schon unseren Vorfahren gegenüber.
  3. #152

    Überschrift

    Zitat von unterländer Beitrag anzeigen
    Ach? Die Argentinier waren ja mal in einer ähnlichen Situation wie die Griechen. Wüsste nicht, dass die nach ihrem Schuldenschnitt keine Kredite mehr aufnehmen konnten.
    Das war nicht der Ausgangspunkt.

    Ausgangspunkt war eine einseitig erklärte Aufhebung der Verpflichtungen Griechenlands.
  4. #153

    Zitat von MütterchenMüh Beitrag anzeigen
    und hätten die Griechen nicht so erpresserisch auf Zeit gespielt, wären sie vieleicht auch schon so auf dem richtigen Weg wie Irland:

    http://www.focus.de/finanzen/news/st...id_674979.html

    Das Mißtrauen gegenüber GR ist wohl nicht unberechtigt.
    Die Politik hätte sich gescheiter aus dem ganzen Schlamassel rausgehalten und die Finanzmärkte sich selbst überlassen. Wir wären heute schon viel weiter.
  5. #154

    Uncle Sam's Angels

    Zitat von glücklicher südtiroler Beitrag anzeigen
    Der finale Zusammenprall wird zwischen Deutschland und Frankreich stattfinden. Mario Monti wird Italien aus dem grellen Licht der internationalen Scheinwerfer lenken, näher ausleuchten wird man nun wohl Frankreich. Die Lage dort ist nicht komfortabel und Alles hängt davon ab wie die Einigung zwischen F und D über die weiteren Schritte sein wird...
    England und besonders die USA werden mitmischen...
    Die Kanzlerin selbst weis wo der Hammer hängt...
    Obama hat ja seine Schocktruppe in Deutschland, Springer und Mohn fuer die 'geistige und mediale' Betreuung der Deutschen und die dritte im Kaffeekraenzchen ist Merkel, die ist fuer's politische zustaendig. Man sollte aber bei diesem anglo-amerikanischen Haberertreiben auch mal an die 'Atlantiker' denken, von Oezdemir bis zu Guttenberg.
    Der deutsch-franzoesische Konflikt laeuft darauf hinaus ob es Sarkozy gelingt die franzoesischen Schulden ueber den Euro "abzudruecken". Sarkozy hat sich ja schon lieb Kind bei den Amerikanern gemacht als er den unbotmaessigen Gadaffi weggebombt hat oder in der Elfenbeinkueste einen ehemaligen IWF-Mitarbeiter als Praesident installiert hat. Aber das nuetzt ihm wenig, denn wenn Frankreich einmal abgewickelt ist stoert er ja nur. Der anglo-amerikanische Schlachtgesang ist 'First we take Paris, than we take Berlin'.
    Die Crux bei der Sache, Washington und London sind eh pleite, da koennen die aus Kontinentaleuropa noch so fette Beute abschleppen, an ihrem Bankrott aendert das nichts, er wird ein wenig hinausgeschoben.
  6. #155

    das ist schon richtig...

    Zitat von idleberg Beitrag anzeigen
    zahlmeister also. deutschland hat im vergleich zu anderen eu-staaten eine hohe einwohnerzahl, aber gemessen am bruttosozialprodukt zahlen andere länder mehr. österreich in etwa doppelt so viel.
    ... aber was würde in der EU noch laufen, wenn z.B. im Gegensatz zu Österreich Deutschland keine Beiträge mehr zahlen würde?

    Und dann vergessen Sie bitte nicht die Target II Forderungen der deutschen Notenbank in Höhe vom mittlerweile 470 Mrd (in 2008 noch 11 Mrd) gegenüber dem Club-Med.
  7. #156

    Zitat von achazvonthymian Beitrag anzeigen
    Nun kommt eben eine Zeit, wie sie früher nach Kriegen immer üblich war: Das Land ist zerstört und der Wiederaufbau beginnt.
    Kein neuer Aufschwung ohne eine vorherige Zerstörung.

    Nachdem eben jetzt keine Zerstörung, Brandschaftzung auf deutschem Boden wie im 40-jährigen Krieg oder im 2. WK nicht mehr stattfindet, ist die Entsprechung die Kollabierung des EURO.

    Je eher der EURO kollabiert uind eine Währungsreform kommt, je schneller kommt ein neuer Aufschwung.

    Im Übrigen gibt es keinen Rechtsanspruch auf ewigen Wohlstand mit Zweiturlaub, Zweitwägen und dicken Bäuchen, wie ihn die meisten Deutschen vor sich hertragen.

    Die nahende Katastrophe ist nur allzu gerecht, schon unseren Vorfahren gegenüber.
    Das ist ja alles richtig hat aber mit dem Euro nichts zu tun. Was nützt eine Währungsreform wenn das Grundübel, die zu hohe Verschuldung, nicht gelöst ist? Die Idee, das wir uns diesen Wohlstand weiterhin auf Pump leisten können, mit oder ohne Währungsreform, ist einfach falsch.
  8. #157

    Zitat von wika Beitrag anzeigen
    Das (Schuld)-Geld-System an sich ist faul und nicht tragfähig, weil es ein exponentielles Wachstum des Geldes bewirkt, was der Arbeitskraft des Menschen auf der anderen Seite nicht gegeben ist.
    Was ist denn "Arbeitskraft" ? Nein, es ist nicht die Zeit die Sie im Büro verbringen - die ist in der Tat endlich.
    Ihre Arbeitskraft ist derjenige Beitrag, den Sie zum gesammten Wohlstand ihrer Wirtschaftszone beisteuern. Wächst dort der Wohlstand exponentiell, dann wächst auch ihre Arbeitskraft exponentiell.

    Wie sieht das denn im einzelnen aus ? Ein steinzeitlicher Steinmetz klopft Steine zu Beilen zusammen. Damit trägt der Steinmetz direkt zum Wohlstand seiner Sippe bei, denn mit nem Beil kann man nun plötzlich Holz hacken, und damit kochen oder die Höhleneingang befeuern.
    Der Steinmetz löst dabei ein exponentielles Wirtschaftswachstum aus, denn das Kochen bedeutet auch bessere Nahrungsverwertung und das Feuer höhere Überlebenschancen. Ferner kann mit gehacktem Holz nun auch andere Werkzeuge hergestellt werden für weitere Anwendungen, die ihrerseits für weitere Anwendungen sorgen und so den Wohlstand mehren.

    Der Wohlstandswachstum ist exponentiell, und damit auch die Effektivität einer Arbeitskraft. Warum soll man das nicht mit einem ebenfalls exponentiell (also mitwachsendem) Geldsystem abbilden ?
  9. #158

    Aber hallo

    Zitat von marc0815 Beitrag anzeigen
    ... werden sich die Griechen nicht mehr an ihr Geschwätz von gestern erinnern und die europäischen Milliarden wieder auf den Kopf hauen. Wieviel haben denn die Griechen in den letzten zwei Jahren tatsächlich "gespart"???
    Alles leeres Geschwätzt und unsere Politik ist dumm genugum es zu glauben.
    Schluss damit, zwei JAhre zu spät endlich aufhören sinnlose Milliarden ins Fass ohne Boden zu werfen-unten stehen die Banken und freuen sich über diese Almosen der Steuerzahler.
    So, so Sie scheinen mal wieder einer der ganzen Ahnungslosen sein, warum erlauben Sie sich dann ein Urteil, steht irgendwo geschrieben, jeder der schreiben kann, muss auch seine noch so wenig fundierte Meinung kundtun? Zum einen Griechenland bekommt keine Mrd., das ist ein Fakt, die Mrd. gehen an Banken und Versicherungen, insofern kann Griechenland nichts auf den Kopf hauen. Und ich hoffe auch ihnen wird mal in Kuerze der Lohn mal um 40% gekuerzt, verdient haetten Sie es ja. Aber Sie verlangen sicher dann bitte kuerzt mein Gehalt um 60%, nicht wahr?
  10. #159

    Aber dass....

    Zitat von Teloudis Beitrag anzeigen
    Ich bin oft in Athen, ca zwei mal in Monat. Meine Freunde und Bekannten, haben immer wieder gefragt: wie sieht Du es, als Grieche und Deutscher, was passiert eigentlich mit uns, und mit dem Euro??
    Habe immer wieder Folgende Antwort gegeben: Wenn die faule Papiere der deutschen Anleger (Banken, Versicherungen usw.)ausgelagert bei der EZB ober woanders sind dann wird Frau Merkel euch fallen lassen, wie eine heisse kartoffel.
    Dieses scheint momentan der Fall zu sein, und deswegen werden auch solche Szenarie durchgespielt. Ich hatte Recht. Frau Merkel ist die Retung GRs Scheissegal, sie wollte Zeit gewinnen, damit Ackermann und KO Ihre Schäffchen ins trockene bringen, wie eine Werbung behauptet.
    ... ein Teil Ihrer Landsleute jahrzehntelang Steuern hinterzogen hat und 600 Mrd ins Ausland geschafft hat und damit dazu beigetragen haben ihr Land in diese ausweglose Situation zu bringen, spielt keine Rolle?

    Da ist es natürlich einfacher sich einen Sündenbock zu suchen. Dass es von Anfang an nur um die Banken ging war doch klar. Vor allem um die französichen.
    Unseren Arbeitnehmern wird das Fell genau so über die Ohren gezogen wie den Ihren. Oder warum haben wir hier in DE den größten Niedriglohnsektor in der EU?


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