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Mission in Bellevue: Wulff beklagt jämmerliches Politiker-Image

Christian Wulff sieht sich im neuen Amt mit seinen schlimmsten Befürchtungen konfrontiert: Um das Image von Politikern in Deutschland sei es schlecht bestellt, klagte er nun in einem Interview. "Häme, Spott und Misstrauen" würden ihnen entgegengebracht - "das kann so nicht bleiben".

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...712805,00.html
  1. #290

    nun ja

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Christian Wulff sieht sich im neuen Amt mit seinen schlimmsten Befürchtungen konfrontiert: Um das Image von Politikern in Deutschland sei es schlecht bestellt, klagte er nun in einem Interview. "Häme, Spott und Misstrauen" würden ihnen entgegengebracht - "das kann so nicht bleiben".

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...712805,00.html
    Nun ja, da ist der Wulf im Präsidentenpelz aber in großem Umfang selbst dran beteiligt.
  2. #291

    Wulff beklagt jämmerliches Politiker-Image

    ...tja, da sollten wir bischen in der Geschichte nachlesen.
    Ich glaube mit dem Fall Lambsdorff (Flick Affäre und Steuerhinterziehung) hat alles angefangen, dann kam der Fall Kanther (Spendenaffäre...), dann der Fall Dr. Kohl (Parteispendenaffäre- Justizbehinderung?), der Fall Koch (Spendenaffäre brutalst mögliche Aufklärung?, Fall Hessen (Steuerfahnder kaltgestellt und für verrückt erklärt?)...
    "Neuzeit" Wahl des Bundespräsidenten (Parteipolitische Posse)
    und, und, und ...da müsste als Sprecher Herr Polt her, um dieses Immage aufzupolieren....
  3. #292

    Unwahrscheinlich ist bei dem wohl nichts

    Ist es richtig, dass unser Bundespräsident bei Kardinal Meisner Unterricht nimmt zwecks Erreichung eines salbungsvollen Tonfalls? Ich hoffe, dass ich einer Fehlinformation aufgesessen bin.
  4. #293

    Eine Frage des Umfangs

    Wie soll man Vertrauen in Politiker haben, in deren Gästelisten zu offiziellen Empfängen, oder sonstigen publik gewordenen Festivitäten man auch das Gesindel dieser Republik wiederfindet?
  5. #294

    so schlecht sind die politiker auch nicht!

    Zitat von hazadeur Beitrag anzeigen
    Da wundert sich der Herr Bundespräsident? Herr Wulff braucht doch nur seinen parodiehaften Weg zum Präsidentenamt anzusehen, um zu erkennen, dass man Politiker, die sich so verhalten, nicht ernst nehmen kann.
    Politiker sollten .....
    wenn jemand sagt unsere politiker stehen für geldgier und korruption, der lügt. die deutschen politiker werden angemessen bezahlt, es gibt keine wucherei in breiter front und korruption-alos ich bitte sie, geben sie mal ein besipiel.

    ich finde eher es sind die bürger die ständig rumheulen. und es gibt genug politiker die gegen lobbyseilschaften sich gestellt haben.

    das ist doch echt maßlose übertreibung. fahren sie doch nach russland.
  6. #295

    Verordnung

    Zitat von benuron Beitrag anzeigen
    Ich bin wirklich ausgesprochen gespannt, wie Herr Wulff diese kann-so-nicht-bleiben-Situation ändern möchte. Der verkommene Ruf der Politiker als machtgeile, korrupte Seilschaftenhierarchie rührt ja nicht von Ungefähr.
    In der Tat, und es ist auch absolut unverständlich (und unverzeihlich), dass es in den jeweiligen Parteishops noch keine Politikeraltärchen angeboten werden.
    Das Gesetz zur täglichen, jeweils dreimaligen Verneigung, Morgens, Mittags und Abends würde rasch über alle Fraktionen hinweg im Parlament durch gewunken, ein Veto des Bundesrates ist höchst unwahrscheinlich.
    Muss man diesen Schnarchern von Generalsekretären denn alles vorkauen?
  7. #296

    Beschreibt es :

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Christian Wulff sieht sich im neuen Amt mit seinen schlimmsten Befürchtungen konfrontiert: Um das Image von Politikern in Deutschland sei es schlecht bestellt, klagte er nun in einem Interview. "Häme, Spott und Misstrauen" würden ihnen entgegengebracht - "das kann so nicht bleiben".

    http://www.spiegel.de/politik/deutsc...712805,00.html
    Wie lange ist es her, das jemand mal die Wahrheit sagt.
    Es ist schon lange her und niemand hat sich je beklagt.
    Schon viel zu lang seid ihr präsent, von uns und Ehrlichkeit getrennt.
    Für einen Sitz im Aufsichtsrat, bescheisst ihr ständig diesen Staat,
    den ihr selbst repräsentiert, na ja man ist halt ungeniert,
    wenn es um Ruhm und Kohle geht, wisst ihr genau wofür ihr steht.
    Eure Meinung ist flexibel nur bei Geld ist man penibel.
    Für euch heisst das ja Diät, Erhöhung ja das ist gewählt.
    Volksvertreter wollt ihr sein, nur tretet ihr nicht dafür ein,
    sondern nur für Kapital und Lügen für die nächste Wahl.
    Ihr predigt Wasser und sauft Wein, soziales Denken ist nur Schein.
    Das müsst ihr euch doch eingestehen und auch noch in den Spiegel sehen.
    Doch lange geht das nicht mehr gut in unseren Herzen steigt die Wut
    Über Phrasendrescherei und besonders Heuchelei.
    Ihr betreibt das echt perfekt, von höchster Stelle abgedeckt,
    bis wir dann nicht mehr kontrolliert auf diese Scheisse reagieren.

    Egal welcher Politiker egal welche Partei zuerst wird an die eigende Versorgung gedacht und danach erst an das allgemein Wohl
  8. #297

    ach tatsächlich?

    "Heute begleitet auch die Politiker viel Häme, viel Spott und viel Misstrauen - mehr als früher, und das kann so nicht bleiben", sagte Wulff. Ja ist es denn. Vielleicht sollte er sich zunächst fragen, wie das geschehen konnte. Sonst stimmt die Medizin womöglich nicht und bewirkt noch Schlimmeres.
  9. #298

    Konsequenzlos

    Zitat von Fleckensalz Beitrag anzeigen
    Was soll das sein ?
    Ein Witz ? Sarkasmus ? Parodie ? Übler Gag ?
    Da beklagt sich doch einer aus der Politikerkaste, dass der Ruf seines "Berufsstandes" nahezu ruiniert ist.
    Ich vermute eher, dass dieses Thema dem Sommerloch geschuldet ist. Denn der Umstand ist weder neu noch deutsch:

    Zitat von Peter Graf Kielmannsegg
    Befragt nach ihrem Vertrauen in sechzehn verschiedene Einrichtungen des öffentlichen Lebens setzten die Bürger aller - tatsächlich aller - Mitgliedsstaaten im Eurobarometer des Jahres 2000 die Parteien auf den letzten Platz. Und in den dreizehn Beitrittsländern ist das Ergebnis trotz des ganz anderen Entwicklungsstandes der Demokratie genau das gleiche.
    Was soll also nun so bemerkenswert anders sein? Jede Regierungsform bildet im Laufe der Zeit eine oligarche Spitze aus. Warum sollte die repräsentative parlamentarische Demokratie da eine Ausnahme bilden?
    Tut sie auch nicht.
    Das Problem: wie der Name schon sagt, handelt es sich dabei um eine Spitze, also entweder das 'Oben' einer Gesellschaftspyramide oder das Skalenende einer Verteilungskurve wenn es um Einfluss und Einkommen geht, je nach Betrachtungsweise, und als solche betrifft sie nur einen Anteil der Bevölkerung im Promillebereich.
    Dass der weitaus größere Anteil der Bevölkerung gleichzeitig nicht dazu gehört und auch nicht von deren Tun profitiert, liegt in der Natur der Sache.
    Dass dieser größere Anteil dagegen wettert, auch.
    Typisch deutsch dagegen ist, dass ausser Gemecker auch rein gar nichts passiert.

    Zitat von Richard David Precht
    In dieser Lage erleben wir einen Vertrauensverlust für die Politik, beispiellos in der Geschichte des Landes. Ein Abwinken gegenüber dem Personal wie gegen seinen Jargon, der auch verlorene Wahlen schönredet, Gesetze nicht mehr korrigiert, sondern »nachbessert« und das Volk nicht nur über den Krieg in Afghanistan belügt. Unsere politische Führungskaste, versteckt hinter den schönen neuen Märchenhecken des Regierungsviertels, wird nicht mehr als Lösung betrachtet, sondern als das Problem.
    Aber 2014 sind ja wieder Bundestagswahlen, dann kann die breite Masse der Bevölkerung der abgehobenen Politikerbande so einen richtig bösen Denkzettel verpassen...
    Glauben sie nicht dran?
    Ich auch nicht.

    Also: wenn ausser Gemecker nichts zu befürchten ist, warum sollten die Regierenden dann etwas ändern?
  10. #299

    Ein bißchen mehr Mut zum Festlegen

    Zitat von NoMaHu Beitrag anzeigen
    ..
    Wenn ich Sie wäre, wendete ich mich einmal im Monat per TV mit einem bestimmten Thema an die "lieben Bundesbürger/Innen" und nicht nur zu Weihnachten oder Neujahr.
    Gut gebrüllt Löwe, aber dann müßte man sich ja auch schon mal festlegen auf eine eigene Linie (und das wäre ja so völlig gegen den aktuellen Politikstil nach Merkel).

    Aber genau das fehlt Deutschland heute: Politiker, die eine eigene Meinung (nicht Lobbymeinung) vertreten, zu dieser auch länger als 10 Minuten stehen und ggf. bei Versagen auch mal Konsequenzen ziehen. Als "erster Bürger im Lande" wäre Herr Wulff das perfekte Vorbild mit einer regelmäßigen "Ansprache zur Lage der Nation", Obama wird dafür ja auch nicht direkt gekreuzigt und das Volk hat zumindest das Gefühl, da würde jemand steuern.








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