Christian Wulff sieht sich im neuen Amt mit seinen schlimmsten Befürchtungen konfrontiert: Um das Image von Politikern in Deutschland sei es schlecht bestellt, klagte er nun in einem Interview. "Häme, Spott und Misstrauen" würden ihnen entgegengebracht - "das kann so nicht bleiben".
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...712805,00.html
...tja, da sollten wir bischen in der Geschichte nachlesen.
Ich glaube mit dem Fall Lambsdorff (Flick Affäre und Steuerhinterziehung) hat alles angefangen, dann kam der Fall Kanther (Spendenaffäre...), dann der Fall Dr. Kohl (Parteispendenaffäre- Justizbehinderung?), der Fall Koch (Spendenaffäre brutalst mögliche Aufklärung?, Fall Hessen (Steuerfahnder kaltgestellt und für verrückt erklärt?)...
"Neuzeit" Wahl des Bundespräsidenten (Parteipolitische Posse)
und, und, und ...da müsste als Sprecher Herr Polt her, um dieses Immage aufzupolieren....
Ist es richtig, dass unser Bundespräsident bei Kardinal Meisner Unterricht nimmt zwecks Erreichung eines salbungsvollen Tonfalls? Ich hoffe, dass ich einer Fehlinformation aufgesessen bin.
Wie soll man Vertrauen in Politiker haben, in deren Gästelisten zu offiziellen Empfängen, oder sonstigen publik gewordenen Festivitäten man auch das Gesindel dieser Republik wiederfindet?
wenn jemand sagt unsere politiker stehen für geldgier und korruption, der lügt. die deutschen politiker werden angemessen bezahlt, es gibt keine wucherei in breiter front und korruption-alos ich bitte sie, geben sie mal ein besipiel.
ich finde eher es sind die bürger die ständig rumheulen. und es gibt genug politiker die gegen lobbyseilschaften sich gestellt haben.
das ist doch echt maßlose übertreibung. fahren sie doch nach russland.
In der Tat, und es ist auch absolut unverständlich (und unverzeihlich), dass es in den jeweiligen Parteishops noch keine Politikeraltärchen angeboten werden.
Das Gesetz zur täglichen, jeweils dreimaligen Verneigung, Morgens, Mittags und Abends würde rasch über alle Fraktionen hinweg im Parlament durch gewunken, ein Veto des Bundesrates ist höchst unwahrscheinlich.
Muss man diesen Schnarchern von Generalsekretären denn alles vorkauen?
Wie lange ist es her, das jemand mal die Wahrheit sagt.
Es ist schon lange her und niemand hat sich je beklagt.
Schon viel zu lang seid ihr präsent, von uns und Ehrlichkeit getrennt.
Für einen Sitz im Aufsichtsrat, bescheisst ihr ständig diesen Staat,
den ihr selbst repräsentiert, na ja man ist halt ungeniert,
wenn es um Ruhm und Kohle geht, wisst ihr genau wofür ihr steht.
Eure Meinung ist flexibel nur bei Geld ist man penibel.
Für euch heisst das ja Diät, Erhöhung ja das ist gewählt.
Volksvertreter wollt ihr sein, nur tretet ihr nicht dafür ein,
sondern nur für Kapital und Lügen für die nächste Wahl.
Ihr predigt Wasser und sauft Wein, soziales Denken ist nur Schein.
Das müsst ihr euch doch eingestehen und auch noch in den Spiegel sehen.
Doch lange geht das nicht mehr gut in unseren Herzen steigt die Wut
Über Phrasendrescherei und besonders Heuchelei.
Ihr betreibt das echt perfekt, von höchster Stelle abgedeckt,
bis wir dann nicht mehr kontrolliert auf diese Scheisse reagieren.
Egal welcher Politiker egal welche Partei zuerst wird an die eigende Versorgung gedacht und danach erst an das allgemein Wohl
"Heute begleitet auch die Politiker viel Häme, viel Spott und viel Misstrauen - mehr als früher, und das kann so nicht bleiben", sagte Wulff. Ja ist es denn. Vielleicht sollte er sich zunächst fragen, wie das geschehen konnte. Sonst stimmt die Medizin womöglich nicht und bewirkt noch Schlimmeres.
Ich vermute eher, dass dieses Thema dem Sommerloch geschuldet ist. Denn der Umstand ist weder neu noch deutsch:
Was soll also nun so bemerkenswert anders sein? Jede Regierungsform bildet im Laufe der Zeit eine oligarche Spitze aus. Warum sollte die repräsentative parlamentarische Demokratie da eine Ausnahme bilden?Zitat von Peter Graf Kielmannsegg
Tut sie auch nicht.
Das Problem: wie der Name schon sagt, handelt es sich dabei um eine Spitze, also entweder das 'Oben' einer Gesellschaftspyramide oder das Skalenende einer Verteilungskurve wenn es um Einfluss und Einkommen geht, je nach Betrachtungsweise, und als solche betrifft sie nur einen Anteil der Bevölkerung im Promillebereich.
Dass der weitaus größere Anteil der Bevölkerung gleichzeitig nicht dazu gehört und auch nicht von deren Tun profitiert, liegt in der Natur der Sache.
Dass dieser größere Anteil dagegen wettert, auch.
Typisch deutsch dagegen ist, dass ausser Gemecker auch rein gar nichts passiert.
Aber 2014 sind ja wieder Bundestagswahlen, dann kann die breite Masse der Bevölkerung der abgehobenen Politikerbande so einen richtig bösen Denkzettel verpassen...Zitat von Richard David Precht
Glauben sie nicht dran?
Ich auch nicht.
Also: wenn ausser Gemecker nichts zu befürchten ist, warum sollten die Regierenden dann etwas ändern?
Gut gebrüllt Löwe, aber dann müßte man sich ja auch schon mal festlegen auf eine eigene Linie (und das wäre ja so völlig gegen den aktuellen Politikstil nach Merkel).
Aber genau das fehlt Deutschland heute: Politiker, die eine eigene Meinung (nicht Lobbymeinung) vertreten, zu dieser auch länger als 10 Minuten stehen und ggf. bei Versagen auch mal Konsequenzen ziehen. Als "erster Bürger im Lande" wäre Herr Wulff das perfekte Vorbild mit einer regelmäßigen "Ansprache zur Lage der Nation", Obama wird dafür ja auch nicht direkt gekreuzigt und das Volk hat zumindest das Gefühl, da würde jemand steuern.