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Missglückte Experimente: Pleiten, Pech und Schlangengift

DPASie spritzten sich Mambagift in die Adern oder erhängten sich beinahe - und das alles im Dienste der Wissenschaft. In Versuchen der Forscher geht eine Menge schief. Vier Beispiele für grandios gescheiterte Experimente.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...829311,00.html
  1. #1

    Unvergessen

    Unvergessen auch der Geologe, der auf einer Trasse rückwärts zurückschritt, um ein Foto eines eindrucksvollen Aufschlusses zu schiessen. Er stürzte 13 Meter senkrecht auf eine Geröllhalde, Beine voran, und trug nur einen Kreislaufkollaps davon.
  2. #2

    Das gruene Ding hat versucht

    sich bei meinen Bungalow in Phuket durchs Fenster zu schlaegeln, das war vor etwa einen Jahr, etwas vorher hatte es sich eine Kobra unter dem Haus, das auf Pfosten steht bequem gemacht. Vor einiger Zeit haben Thai meinen Nachbar eine Giftschlange in den Postkasten vorm Haus gelegt, er hatte einen Disput mit denen da die jede Nacht mit extrem lauter Musik Laerm machten. Schlangen sind gefaehrlich aber wenn man etwas aufpasst hauen die schnell ab, Menschen sind viel gefaehrlicher.
  3. #3

    Wertloser Artikel

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Sie spritzten sich Mambagift in die Adern oder erhängten sich beinahe - und das alles im Dienste der Wissenschaft. In Versuchen der Forscher geht eine Menge schief. Vier Beispiele für grandios gescheiterte Experimente.

    Pleiten, Pech und Pannen in wissenschaftlichen Experimenten - SPIEGEL ONLINE
    Es gehört zum Wesen des Forschens, dass Experimente nicht nur ge-, sondern auch misslingen. Beides trägt zur Erkenntnis bei.
  4. #4

    Louis Slotin

    Ja, und da war dann noch Louis Slotin, der am 21. Mai 1946 seinen Wissenschaftlerkollegen das Kritischwerden eines Plutoniumkernes demonstrieren wollte, indem er von Hand die zwei Berylliumreflektoren um denselben annäherte, mit einem Schraubenzieher für den Sicherheitsabstand. Leider flutschte ihm der Schraubenzieher aus der Hand, und er starb wenige Tage später durch den von ihm ausgelösten Strahlenblitz.
  5. #5

    Zitat von blob123y Beitrag anzeigen
    Das grüne Ding hat versucht,sich bei meinen Bungalow in Phuket durchs Fenster zu schlaegeln
    Unwahrscheinlich -- es sein denn, in Thailand gibt es so wenige einheimische Giftschlangen, dass man grüne Mambas aus Afrika importieren muss.

    Aber zum Thema:
    Der Grund, warum misslungene Experimente selten publiziert werden, ist, dass Fachzeitschriften eher Erfolge zur Publikation akzeptieren als Misserfolge. Und dass anekdotenhafte "War Stories" wie die im Artikel beschriebenen sich eher für solche Kolumnen als für wissenschaftliche Texte eignen.
  6. #6

    Zitat von lug&trug Beitrag anzeigen
    Unwahrscheinlich -- es sein denn, in Thailand gibt es so wenige einheimische Giftschlangen, dass man grüne Mambas aus Afrika importieren muss.
    Man kann den grünen Baumschnüffler schon für eine Mamba halten. Dieser Fehler sei ihm verziehen :-)
  7. #7

    Zitat von herkurius Beitrag anzeigen
    Ja, und da war dann noch Louis Slotin, der am 21. Mai 1946 seinen Wissenschaftlerkollegen das Kritischwerden eines Plutoniumkernes demonstrieren wollte, indem er von Hand die zwei Berylliumreflektoren um denselben annäherte, mit einem Schraubenzieher für den Sicherheitsabstand. Leider flutschte ihm der Schraubenzieher aus der Hand, und er starb wenige Tage später durch den von ihm ausgelösten Strahlenblitz.
    Vor ihm kam schon Harry K. Daghlian dadurch zu Tode, daß er einen Wolframklotz auf genau den gleichen Plutoniumkern fallen ließ, der später auch Louis Slotin zum Verhängnis wurde.

    Daher: Mit Messer, Schere, Feuer, Licht und Plutoniumkernen spielt man nicht!

    Zitat von lug&trug Beitrag anzeigen
    Unwahrscheinlich -- es sein denn, in Thailand gibt es so wenige einheimische Giftschlangen, dass man grüne Mambas aus Afrika importieren muss.
    Grüne Mambas gibt's in Thailand nicht, aber Schlangen alles Art sehr wohl, auch wenn man sie als Tourist in freier Natur eher selten zu Gesicht bekommt. Grüne und braune Schlangen mit ca. 1/2 m Länge sah ich in Wohngebieten des öfteren, manche allerdings schon plattgetreten oder plattgefahren. Ob die giftig waren, konnten mir die EInheimischen nicht schlüssig beantworten. Und in Chainat sah ich am Rande eines Wohngebiets eine riesige Kobra (laut Aussage Einheimischer, bin selbst kein Schlangenkenner), die deutlich länger war als das kleine Sträßchen breit (also >3 m), über die sie sich schlängelte. Ich kann nur sagen: Respekt! Wie gut, daß Schlangen nicht von sich aus Menschen nachstellen! Von Anacondas mal abgesehen, die auch kleine Kinder nicht verschmähen...
  8. #8

    Erhängte

    Erhängte sterben üblicherweise an einem Genickbruch. Sonstige Strangulierte an der Sauerstoffunterversorgung des Gehirns.
  9. #9

    Man sollte aber

    Zitat von herkurius Beitrag anzeigen
    Ja, und da war dann noch Louis Slotin, der am 21. Mai 1946 seinen Wissenschaftlerkollegen das Kritischwerden eines Plutoniumkernes demonstrieren wollte, indem er von Hand die zwei Berylliumreflektoren um denselben annäherte, mit einem Schraubenzieher für den Sicherheitsabstand. Leider flutschte ihm der Schraubenzieher aus der Hand, und er starb wenige Tage später durch den von ihm ausgelösten Strahlenblitz.
    auch erwähnen, das er alle zuschauenden Kollegen bat sich nicht eher
    von ihren Plätzen zu begeben, bis er die genaue Position derselben auf dem Fussboden markiert hatte.
    Im Angesicht des sicheren Todes hatte er dadurch noch einen unschätzbaren Dienst erwiesen.
    Durch die Rekonstruktion des "schief gegangenen Experimentes"
    konnte die Gamma- und Neutronendosis exakt bestimmt werden.
    Und über den Abstand der Teilnehmer zum Experiment die jeweils individuelle Dosis der einzelnen Person.
    Die dabei ermittelten Daten bildeten den Grundstock für die heutige
    Betrachtung und Wirksamkeit von Gamma- und Neutronendosen am Menschen.
    In sofern war das doch noch ein "gelungenes Experiment".
    Auch wenn einige Teilnehmer dieses im Nachhinein mit dem Leben bezahlten.
    Es war auch der Anlass für weitere Experimente, sich mit dem Thema
    Strahlenschutz auseinander zu setzen. Die Zeiten der Naivität im Umgang
    mit radioaktiven Materialien war damit vorbei.
    Auch das ein doch positiver Effekt dieses Experimentes.








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