Forum


 

Missbrauchsskandal um Jimmy Savile: Polizei spricht von 300 möglichen Opfern

Getty ImagesSeit die Missbrauchsvorwürfe gegen BBC-Star Jimmy Savile öffentlich wurden, ist vom guten Ruf des verstorbenen Kultmoderators nichts mehr übrig. Wie nun bekannt wurde, geht die Polizei von bis zu 300 potentiellen Opfern aus. Möglicherweise seien auch noch lebende Personen am Skandal beteiligt.

http://www.spiegel.de/panorama/justi...-a-863437.html
  1. #1

    Verschleppen

    "Es ist erschütternd", sagte der Leiter der Untersuchungen, Peter Spindler. In einigen Fällen gebe es Hinweise auf weitere Täter, möglicherweise handelt es sich um noch lebende Personen. Bisher seien jedoch noch keine Verdächtige festgenommen oder befragt worden, sagte Spindler."

    Ganz einfach: Die Angelegenheit wird solange verschleppt, bis die noch lebenden Verdächtigen auch tot sind.
  2. #2

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Seit die Missbrauchsvorwürfe gegen BBC-Star Jimmy Savile öffentlich wurden, ist vom guten Ruf des verstorbenen Kultmoderators nichts mehr übrig. Wie nun bekannt wurde, geht die Polizei von bis zu 300 potentiellen Opfern aus. Möglicherweise seien auch noch lebende Personen am Skandal beteiligt.

    Jimmy Savile: Polizei spricht von 300 möglichen Opfern - SPIEGEL ONLINE
    Wie ein solches Ausmaß möglich gewesen sein soll ohne Mitwisser bleibt mir schleierhaft. Nur zu hoffen, dass jetzt ermittelt wird bevor die Mittäter auch noch unbehelligt weggestorben sind.
  3. #3

    Herr Lublewski,

    Sie haben leider keine Ahnung von dem, wovon Sie schreiben. Bei einem strafrechtlichen Ermittlungsverfahren nach englischem Recht werden normalerweise die Täter bzw. der Tat verdächigten Personen erst ganz am Schluß vernommen, wenn die sonstigen Ermittlungen (zB Befragung aller Zeugen) abgeschlossen sind. Das ist nur dann anders, wenn bei schweren Verbrechen und Fluchtgefahr jemand in Untersuchungshaft genommen wird. Letzteres ist hier unmöglich, da der Hauptverdächtige seit mehr als einem Jahr verstorben ist. Ob es weitere Verdächtige gibt, ist bislang reine Spekulation der Medien. Wenn es lebende Täter gibt, ist es kaum vorstellbar, daß diese nicht vernommen und bei genügend erhärtetem Verdacht angeklagt werden.
    Was bei den Medienberichten leider immer wieder vergessen wird, ist daß alle frühren Ermittlungen gegen Saville eingestellt werden mußten, da die Beteiligten (Opfer u.a.) sich geweigert haben, ihre Angaben polizeilich und vor Gericht zu bestätigen.
  4. #4

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Seit die Missbrauchsvorwürfe gegen BBC-Star Jimmy Savile öffentlich wurden, ist vom guten Ruf des verstorbenen Kultmoderators nichts mehr übrig. Wie nun bekannt wurde, geht die Polizei von bis zu 300 potentiellen Opfern aus. Möglicherweise seien auch noch lebende Personen am Skandal beteiligt.

    Jimmy Savile: Polizei spricht von 300 möglichen Opfern - SPIEGEL ONLINE
    Der Mensch neigt zu Germeinsamkeiten.

    Im übrigen, die gemeine Seegurke, cucumber, kann man nur lange kochen, eher sie geniessbar wird, alte Regel aus Fernost.

    zum Grusse
  5. #5

    Ahnung

    Zitat von haroldb Beitrag anzeigen
    Ob es weitere Verdächtige gibt, ist bislang reine Spekulation der Medien.
    So steht das aber nicht im Artikel. Allerdings werde ich mich bei einer Freundin - Rechtsanwältin in Lincoln - erkundigen. Vielleicht habe ich danach Ahnung.
  6. #6

    Prominente waren in früheren Zeiten

    Zitat von haroldb Beitrag anzeigen
    Herr Lublewski,

    Sie haben leider keine Ahnung von dem, wovon Sie schreiben. Bei einem strafrechtlichen Ermittlungsverfahren nach englischem Recht werden normalerweise die Täter bzw. der Tat verdächigten Personen erst ganz am Schluß vernommen, wenn die sonstigen Ermittlungen (zB Befragung aller Zeugen) abgeschlossen sind. Das ist nur dann anders, wenn bei schweren Verbrechen und Fluchtgefahr jemand in Untersuchungshaft genommen wird. Letzteres ist hier unmöglich, da der Hauptverdächtige seit mehr als einem Jahr verstorben ist. Ob es weitere Verdächtige gibt, ist bislang reine Spekulation der Medien. Wenn es lebende Täter gibt, ist es kaum vorstellbar, daß diese nicht vernommen und bei genügend erhärtetem Verdacht angeklagt werden.
    Was bei den Medienberichten leider immer wieder vergessen wird, ist daß alle frühren Ermittlungen gegen Saville eingestellt werden mußten, da die Beteiligten (Opfer u.a.) sich geweigert haben, ihre Angaben polizeilich und vor Gericht zu bestätigen.
    als Popstars immer hysterisch von jungen und sehr jungen Mädchen umschwärmt, von denen manche Mädchen in Ohnmacht fielen oder sich vor Aufregung einnässten.
    Ja, die Zeiten haben sich geändert. Auch würde keine Schwangere heute mehr sagen, mein Bauch gehört mir oder ich habe abgetrieben.
    In sexuellen Dingen war man halt großügiger.
    Unser Pfarrer würde sich im Grabe herumtreten wegen dieser Freizügigkeit.
    Als Kinder mussten wir in der Ohrenbeichte alle Sünden einzeln aufzählen und Kinder wären in die Hölle gekommen, wenn sie bewußt neugierig waren, also etwa wenn ein Baby gewickelt wurde und man sich Unschamhaftes ansah.
    Einmal bekam ich von meinen Eltern eine kräftige Ohrfeige, weil ich nicht auf eine Verwandte aufpasste, die von einer Brücke ins Wasser sprang und sich das Leben nehmen wollte.
    Sie hatte als Kind bei Dokterspielen mitgemacht und hatte sich geschämt dies dem Priester zu beichten und noch schlimmer wurde es, dass sie die heilige Kommunion trotz der Todsünde empfangen hatte.
    Kurz!
    Als diese Freveltat herauskam, sagte man ihr, dass jetzt der Teufel hinter ihrer Seele her sei. Sie soll sich hüten nicht in die Nähe eines Gewässers zu kommen.
    Der Teufel werde sie ertränken, weil er ihre Seele will.
    Kurz!
    Das Wasser war nicht tief genug. Sie stand bis zur Hüfte im Wasser und Erwachsene holten sie heraus.
    Ja,ja die gute alte Zeit mit ihren strengen Verboten war auch nicht besser für die Kinder.
    Und die sexuelle Revolution hat in manchen Fällen leider auch ihre Schattenseiten, keine Frage, wenn diese zu Übergriffen an sehr junge Menschen führt freiwillig oder unfreiwillig.
  7. #7

    Zitat von Peter.Lublewski Beitrag anzeigen
    So steht das aber nicht im Artikel.
    Bei einem Zeitungs-/Zeitschriftenartikel handelt es sich ja auch nur um oberflächliche Darstellungen durch einen Journalisten - da sollte man nicht allzuviel an Tiefgang erwarten. Die Auslandskorrespondenten, auch die des Spiegel, lesen meist nur das was örtliche Zeitungen (wiederum nur Jounalisten) schreiben und geben es als "Fakten" weiter. So kann man aus dem Büro in London heraus natürlich bequem und prima aus ganz GB berichten ;-)

    Ganz extrem ist es bei den Billigblättern, wenn man heute ein paar Sensationen in "Mail", "Sun" oder "Mirror" (alles so eine Art "Bildzeitung") liest, kann man davon ausgehen, daß die Stories dann morgen oder nächste Woche in der Hamburger Bildzeitung ganz "exklusiv" stehen ...

    Es gibt ganz wenige Ausnahmen (bei den Journalisten), mit fallen ein paar aus FAZ und NZZ ein.

    Zitat von Peter.Lublewski Beitrag anzeigen
    Allerdings werde ich mich bei einer Freundin - Rechtsanwältin in Lincoln - erkundigen. Vielleicht habe ich danach Ahnung.
    Sehr gute Idee, eine englische Rechtsanwältin, sofern sie sich auch wirklich mit Strafrechtspraxis auskennt, ist natürlich eine gute Adresse für noch fundiertere Informationen. Obwohl ich selbst auch Jurist bin, beruht mein vorangegangener Beitrag hauptsächlich nur auf langjähriger Beobachtung der polizeilichen und gerichtlichen Praxis in GB. Diese sieht in ein paar Punkten ganz anders aus als in D, und daraus resultieren viele Mißverständnisse. Und es ist auch anders als in den USA, sodaß "Kenntnisse" aus Filmen auch nicht helfen.
  8. #8

    Missbrauchsskandal um Jimmy Savile

    Beim Lesen des Berichtes stellt sich automatisch die Frage, ob solche abstoßenden Geschichten auch bei deutschen Sendeanstalten möglich ist. In England wie anderswo ist das Schweigen der Mitwissenden nur wutauslösend. Hoffentlich werden diese Leute vom Staatsanwalt und Richtern im Namen des Volkes verurteilt. Die Frage ist nur, wie den Opfern geholfen werden kann. Die Seele dieser Opfer ist auf lange Zeit oder für immer verstört. Die Ächtung der Täter durch die Gesellschaft kann nicht groß genug sein ...
  9. #9

    Dies nun zu wissen...

    ...aendert natuerlich einiges fuer alle Deutschen, sowohl im In- wie im Ausland. Waere die BBC eine Abteilung der Katholischen Kirche in Deutschland haette man das sogar noch frueher erfahren koennen. Ohne das es fuer Ihn vermutlich berufliche Konsequenzen gehabt haette.








TOP



TOP