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Missbrauch an Privatschulen: Im toten Winkel der Schulaufsicht

Schulleiter, Kirchenvertreter, Ministerien - alle reden von "Einzelfällen" des sexuellen Missbrauchs an Schulen. Inzwischen sind es ziemlich viele Einzelfälle. Die Schulen haben einen blinden Fleck, die Behörden offenbar einen toten Winkel: Wo ist die staatliche Schulaufsicht, wenn man sie braucht?

http://www.spiegel.de/schulspiegel/w...682413,00.html
  1. #1

    ....

    Überall das Gleiche.

    Der "gute Ruf" steht über allem. Da müssen die Opfer schon mal hinten an stehen.
    Was haben eigentlich die Eltern für eine Rolle dabei gespielt ?
    Haben wirklich alle Opfer -dieser zahllosen "Einzelfälle" -nichts zu Hause berichtet ? Schwer vorstellbar.
  2. #2

    Alles geht nicht

    Man kann nicht alles haben, Bürokratieabbau und totale Kontrolle, Freiheit für private und kirchliche Schulen und dauernde Aufsicht.

    Genausowenig kann man die Kinder sicher gegen Pädophile schützen. Die vielen Fälle im Moment kommen doch nur vom jahrelangen Schweigen.

    So traurig es klingt: Nur mit totaler Überwachung und klaren Regeln die jeden unkontrollierten Kontakt verhindern kann man zumindestens in der Schule Mißbrauch verhindern.

    Will man dies?
  3. #3

    Die Schulaufsicht ein Witz?

    Das hier die Schulaufsicht nicht greift wundert doch niemanden. Die Besuche sind zumindest in den beiden Bundesländern die ich kenne ( Hessen und RPL)immer Monate vorher angekündigt. Es werde vorher Gelder bereitgestellt, für die Anlage von neuen Blumenbeeten, für Farben zum Streichen von Räumen und mehr… .Denn es ist ja wichtig das der äußere Schein stimmt.
    Wie bitte soll denn da irgendetwas herausgefunden werden? Dann, wer kommt denn zu den Besuchen? Die zuständigen Politiker, das heißt meist Rechtsanwälte, und Schulräte, die schauen ob in genügend Klassenräumen die Stühle in offenen Unterrichtsformen stehen und ob die Klos sauber sind (was sie bei der Vorwarnzeit meist auch sind). Nebenbei welche Behörde kritisiert sich schon gerne selber?
    Hier liegt der Fehler im System, was sich selber überprüfen soll und es nicht tut oder nicht will.
  4. #4

    ...

    Zitat von wabalu Beitrag anzeigen
    Die Rolle der Eltern hinsichtlich der Odenwaldschule müssen sie nicht hinterfragen, in den 60er Jahren herrschte ein anderer Zeitgeist. Es hat sich ja auch niemand an den Buchergüssen des roten Danys gestört!
    1985...Zeitgeist der 60 er ?
    Außerdem ist den meisten Leuten -auch in den Jahren der sog. "sexuellen Revolution"- der Unterschied zwischen "freierer Sexualität" und Mißbrauch von Schutzbefohlenen durchaus klar gewesen. Als Erklärung für Straftaten dürfte der "Zeitgeist" wohl eher nicht taugen.

    Und zu D.C.-B.: Auch damals fanden sich sicherlich genügend Leute, die diesen Burschen für eine mehr als suspekte Person hielten !?
  5. #5

    ...

    Zitat von wabalu Beitrag anzeigen
    Wo ist die Eiegnverantwortung der Pädagogen? Wo ist die innere Stimme, die sagt: Stopp! Bis hierhin und nicht weiter. Jetzt nach der Schulaufsicht zu rufen offenbart typisch deutsches Untertanentum. Die Lehrkräfte selbst müssen wissen, wo ihre Grenzen liegen. Geht denn das Obrigkeitsdenken nie aus uns Deutschen Köpfen heraus....
    DAS ist gut !

    Wenn z.B. Diebe mehr Eigenverantwortung zeigen würden, könnten wir uns endlich diese teure Polizei sparen.
    Nette Idee. ;-)
  6. #6

    Schulaufsicht

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Schulleiter, Kirchenvertreter, Ministerien - alle reden von "Einzelfällen" des sexuellen Missbrauchs an Schulen. Inzwischen sind es ziemlich viele Einzelfälle. Die Schulen haben einen blinden Fleck, die Behörden offenbar einen toten Winkel: Wo ist die staatliche Schulaufsicht, wenn man sie braucht?

    http://www.spiegel.de/schulspiegel/w...682413,00.html
    nun, zum einen ist nicht erwiesen, daß es sich wirklich um ein "Massenphänomen" handelt, gleich ob gemessen an der Zahl betroffener Schüler, oder an der Zahl der Täter.

    Zum anderen halte ich keineswegs für erwiesen, daß die staatliche Schulaufsicht von allen Fällen an staatlichen Schulen erfährt, ich halte das sogar für nicht wahrscheinlich, und zwar aus den gleichen Gründen wie bei den Privatschulen. Sofern die Schulleitung überhaupt davon Kenntnis erlangt, was sie nicht durch den morgentlichen Blick in die Kristallkugel, Tarot-Karten oder das Horoskop in der B..d-Zeitung tut, sondern nur, wenn sich ein Schüler beschwert oder, sehr viel unwahrscheinlicher, ein Lehrer offenbart, wird das gleiche wie überall geschehen, man versucht, den Ball flach zu halten. Eine ganz normale menschliche Verhaltensweise. Darum dürfte die Schulaufsicht vermutlich am ehesten von Vorfällen erfahren, die mit hoher Wahrscheinlichkeit früher oder später "hoch kommen", sei es, daß sich die Vorfälle etwa um einen Lehrer herum häufen, sei es, daß sich Eltern oder betroffene Schüler "uneinsichtig" zeigen.
  7. #7

    Liebe deutsche Medien,

    recherchiert doch mal in euren Archiven. Was wurde in denn seit den 50ern über Internate,
    Kinderheime, etc. berichtet?

    Daß das Netzwerk aus konservativen Politikern, Bürgermeistern in Verein mit kirchlichen Einrichtungen
    nichts gegen Missbrauchsfälle unternommen hat, ist doch jedem klar.
    Warum aber ihr - auch der Spiegel - da nicht mehr nachgehakt hat, ich versteh's nicht.

    Warum wohl waren uns Schülern damals Internate, Heime und andere "Juganderziehungsanstalten" denn immer so suspekt?"Da wirst Du verprügelt", "da stellen sie was mit Dir an",
    so ungefähr hiess es...
    Nichts genaues wusste man nicht, und die Eltern waren wohl die Letzten,
    die darüber offen zu reden in der Lage waren.

    Übrigens, selbst im Jahr 2010 ist Aufklärungsunterricht noch immer eine traurige Veranstaltung.
  8. #8

    Eine schöne neue Welt

    Zitat von mad man walking Beitrag anzeigen
    DAS ist gut !

    Wenn z.B. Diebe mehr Eigenverantwortung zeigen würden, könnten wir uns endlich diese teure Polizei sparen.
    Nette Idee. ;-)
    Oh ja, was eine schöne neue Welt wäre das.
    Aber mal im ernst. Was dort Kindern angetan wurde ist ein Verbrechen, welches bestraft und auch in Zukunft verhindert werden muss. Denn was gibt es wertvolleres als die Kinder eines Landes?
    Warum zwingt man nicht die Schulaufsicht, ihre Inspektionen geheim zu halten, gibt ihnen den Auftrag und die Befugnis gegen Kollegen vorzugehen? Zu Beispiel in dem man sie der Polizei unterstellt.
    Aber der Aufschrei der Kollegen in den Schulratsämtern wird das schon verhindern. Denn warum etwas ändern? Es hat doch immer so reibungslos funktioniert.
  9. #9

    will ich nicht eingeben

    Zitat von wabalu Beitrag anzeigen
    Lieber Forist, befassen Sie sich mit dieser Zeit, ich habe sie erlebt in Franfurt/Main, 1968 war ich 23 Jahre alt und man mag auf Mixa eindreschen wie mal will mit der "sexuellen Revolution" hatte er recht. Das entschudligt natürlich nicht die massenhaften Mißbrauchsfälle. Das Züchtigungsrecht der Eltern und Lehrer wurde erst viel viel später abgeschafft und unter Strafe gestellt.
    Na Ja. Also es mag sein, das es durch die "sexuelle Revolution" neue Fälle gab. Gar keine Frage. Aber das spielt hierbei keine Rolle. Egal wer sich an Kindern vergreift, sollte die Härte des Gesetzes spüren. Gerade die Kirche um Mixa co sollte da mal sehr ruhig sein. Wie kann es sein das solche Fälle nur intern geklärt werden? Gehts noch, befindet sich die Kirche im rechtsfreien Raum? Also da gehen mir die Schnürsenkel auf wenn ich so was lese.

    Hier haben Herr Mixa sowie auch das Schulamt, etc... total versagt. Alle diese Verbrecher, egal ob sie von der Kirche oder den 68'er kommen.

    !!!!!! GEHÖREN RECHTSKRÄFTIG VERURTEILT !!!!!!!

    Wenn sie selber Kinder haben sehen sie dies mit anderen Augen.


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