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Missbrauch an katholischen Schulen: Canisius-Schulleiter geißelt Sexualmoral der Kirc

"Verstaubt" sei für die*kirchliche Sexualmoral ein noch zu schwaches Wort, kritisiert der Leiter*des Canisius-Kollegs, Klaus Mertes.*Die Kirche müsse offener über Themen wie Homosexualität sprechen. Zugleich verteidigte er das Entschädigungsangebot an Missbrauchsopfer in Höhe von 5000 Euro.

http://www.spiegel.de/schulspiegel/0...741079,00.html
  1. #1

    Spiegel: Thema verfehlt!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Verstaubt" sei für die*kirchliche Sexualmoral ein noch zu schwaches Wort, kritisiert der Leiter*des Canisius-Kollegs, Klaus Mertes.*Die Kirche müsse offener über Themen wie Homosexualität sprechen. Zugleich verteidigte er das Entschädigungsangebot an Missbrauchsopfer in Höhe von 5000 Euro.
    http://www.spiegel.de/schulspiegel/0...741079,00.html
    Das Originalinterview ist hier. Ich finde es keine journalistische Leistung vom Spiegel, dasselbe nur verkürzt zu bringen. Am wichtigsten ist das Problem des Korpsgeistes, den P. Mertes SJ anspricht. Und den hat man auch in der Polizei. Deswegen wird man auch eine Verurteilung der Beamten lange warten, die in Stuttgart einem Mann mit ihrem Wawe die Augen ausgeschossen haben.
  2. #2

    .

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Verstaubt" sei für die*kirchliche Sexualmoral ein noch zu schwaches Wort, kritisiert der Leiter*des Canisius-Kollegs, Klaus Mertes.*Die Kirche müsse offener über Themen wie Homosexualität sprechen. Zugleich verteidigte er das Entschädigungsangebot an Missbrauchsopfer in Höhe von 5000 Euro.

    http://www.spiegel.de/schulspiegel/0...741079,00.html
    Als ob sich durch "mehr miteinander reden" Straftaten pauschal verhindern liesen. Hier muss es um konkrete Maßnahmen gehen. In Kirchen braucht man einen Ansprechpartern für eventuelle Missbrauchsfälle, an den sich Opfer ggf. wenden können. Dieser Ansprechpartner darf nicht der Kirche unterstellt sein. Aber gegen konkrete Maßnahmen weis sich die Kirche zu schützen.
  3. #3

    arme Kirche

    Im Missbrauchsskandal bei den Jesuiten hat der Leiter des Berliner Canisius-Kollegs, Klaus Mertes, die angebotene Entschädigung von 5000 Euro verteidigt. Im Deutschlandfunk sagte Mertes, bei rund 200 Opfern komme für den Jesuitenorden so bereits eine Summe von einer Million Euro zusammen.
    http://www.spiegel.de/schulspiegel/0...741079,00.html
    Wahnsinn, der kann tatsächlich rechnen - doch was will er damit bezwecken? Sollen die Opfer sich mit 500 EUR zufrieden geben weil das dann nur noch 100.000 sind oder am besten gleich auf die Entschädigung verzichten? Zum alleinigen Wohl der Kirche.
    Scheinheilig und bigott!
    Wie hoch dürfte wohl die Dunkelziffer sein? Also weitere Kosten für die Kirche.
  4. #4

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Verstaubt" sei für die*kirchliche Sexualmoral ein noch zu schwaches Wort, kritisiert der Leiter*des Canisius-Kollegs, Klaus Mertes.*Die Kirche müsse offener über Themen wie Homosexualität sprechen. Zugleich verteidigte er das Entschädigungsangebot an Missbrauchsopfer in Höhe von 5000 Euro.

    http://www.spiegel.de/schulspiegel/0...741079,00.html
    Wenn in der katholischen Kirche mal mehr Leute soviel Mut hätten
    1. eine wirkliche Aufarbeitung, aus eigener Überzeugung pro-aktiv durchzuführen.
    2. die institutionelle Schuld zu akzeptieren und eindeutige Fehlentwicklung, wie die systematische Vertuschung/Duldung, im System Kirche/Orden auch zu benennen.
    3. nicht mit dem Finger auf andere zu zeigen um von dieser Schuld anzulenken, und sie auch noch zu relativieren.
    4. über tatsächliche Entschädigung für Opfer und Bestrafung von Tätern nachzudenken (wobei man über den Inhalt noch streiten kann).
    5. einen klaren Maßnahmenkatalog, wie so etwas in Zukunft verhindert werden soll.

    Mit so einem Menschen kann man auch als Nichtgläubiger konstruktiv reden - wenn mehr Kirchenverantwortliche solch ein Verantwortungsbewusstsein, analytischen Scharfsinn und so eine tabulose Bereitschaft zum öffentlichen Diskurs hätten, dann könnte man der katholischen Kirche fast wieder Respekt zollen.
  5. #5

    ...eher geht ein kamel durch ein nadelöhr

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    "Verstaubt" sei für die*kirchliche Sexualmoral ein noch zu schwaches Wort, kritisiert der Leiter*des Canisius-Kollegs, Klaus Mertes.*Die Kirche müsse offener über Themen wie Homosexualität sprechen. Zugleich verteidigte er das Entschädigungsangebot an Missbrauchsopfer in Höhe von 5000 Euro.

    http://www.spiegel.de/schulspiegel/0...741079,00.html
    mertes: "Das ist viel Geld für uns."
    diese aussage ist vor dem hintergrund, dass die dt. kirchen auf einem vermögen von € 500 mrd sitzen eine frechheit.
    sie ist nur möglich, weil die kirchen sich in 80.000 "strohmänner"- einrichtungen, von denen das c.-kolleg eines ist, aufteilen. diese struktur ist genau zum zwecke des haftungsausschlusses - wie vorliegend - errichtet.

    abhilfe könnte schaffen, dass staatl. gelder nur ausgezahlt werden, wenn "patronatserklärungen" der auf dem geld hockenden kirchl. einrichtungen abgegeben werden. der "bischöffliche stuhl", der auf mio und abermio euro sitzt, böte sich ebenso an wie kirchl. siedlungsverbände.

    will sagen: die kirche lässt sich ggf von zehn glaubensartikeln neun nehmen, aber wenns ums geld geht, gibt es kein pardon, k-h deschner.
  6. #6

    Wozu?

    Zitat von frubi Beitrag anzeigen
    Als ob sich durch "mehr miteinander reden" Straftaten pauschal verhindern liesen. Hier muss es um konkrete Maßnahmen gehen. In Kirchen braucht man einen Ansprechpartern für eventuelle Missbrauchsfälle, an den sich Opfer ggf. wenden können. Dieser Ansprechpartner darf nicht der Kirche unterstellt sein. Aber gegen konkrete Maßnahmen weis sich die Kirche zu schützen.
    Ob Kindesmissbrauch in Sportvereinen, linken/humanistischen Internat oder aber in einem katholischen Institut geschieht, ist für die Strafverfolgung egal. Wer, wo, was, wann mit wem tat...Man geht zur nächsten Polizeidienststelle und erstattet Anzeige. Dieser Weg steht jedem offen, gehen muss man ihn allerdings.In solchen Fällen eben die Eltern, wenn das Kind soviel Vertrauen hat um ihnen das Geschehene zu erzählen.Das ist leider nicht immer der Fall.
  7. #7

    ...

    Zitat von Antaris Beitrag anzeigen
    Ob Kindesmissbrauch in Sportvereinen, linken/humanistischen Internat oder aber in einem katholischen Institut geschieht, ist für die Strafverfolgung egal. Wer, wo, was, wann mit wem tat...Man geht zur nächsten Polizeidienststelle und erstattet Anzeige. Dieser Weg steht jedem offen, gehen muss man ihn allerdings.In solchen Fällen eben die Eltern, wenn das Kind soviel Vertrauen hat um ihnen das Geschehene zu erzählen.Das ist leider nicht immer der Fall.
    So was hat jedes vorbildliche Unternehmen ("best practice"), um kriminelles Verhalten aufzudecken und Fehlentwicklungen zu verhindern. Nennt sich Whistleblowing System oder Hinweisgebersystem (speziell für bestimmte Themenbereiche). Dafür wird im besten Fall eine von der normalen Hierarchie, relativ unabhängige Stelle eingerichtet (Ombudsmann oder Ethics Officer) - die arbeitet bei der Erhärtung von Hinweisen auch mit der Polizei zusammen bzw. übergibt die Ermittlungen. Da ich mich sowohl akademisch als auch beruflich damit auskenne, kann ich ihnen die Vorteile einer solchen Einrichtung gerne im Einzelnen erläutern. Eine große Organisation wie die katholische Kirche kann auch aus dem Bereich Wirtschaftskriminalität/Unternehmensethik lernen. Gerade nachdem mehrere Akten vor einer Sonderuntersuchung gezielt vernichtet wurden, scheint die Kirche da sehr viel "Lernpotential" zu haben.
  8. #8

    Korpsgeist

    Zitat von Tastenhengst Beitrag anzeigen
    Am wichtigsten ist das Problem des Korpsgeistes, den P. Mertes SJ anspricht. Und den hat man auch in der Polizei.
    Sie haben recht. Der Korpsgeist, das Schweigekartell geschlossener Systeme ist eines der größten Probleme bei der Aufklärung von Verbrechen. Es gibt dieses Phänomen überall bei Gruppen mit einem besonderen Identifikationsgefühl und einem besonderen Zusammenhalt. Das ist sogar bei Familien zu beobachten, wie der aktuelle Kriminalfall "Mirco" zeigt: der Familie des Täters muss etwas aufgefallen sein, trotzdem hat sie nichts zur Aufklärung beigetragen.

    Im Falle der Kirche hat der Korpsgeist noch eine ganz andere Dimension: der (selbst-angemaßte) Nimbus der "Heiligkeit" der gesamten Institution steht auf dem Spiel, wenn offenbar wird, dass manche "Herren in Schwarz" nur ganz gewöhnliche Sittenstrolche sind.
  9. #9

    Watt denn nu?

    Zitat von hermesgolf Beitrag anzeigen
    ....diese aussage ist vor dem hintergrund, dass die dt. kirchen auf einem vermögen von € 500 mrd sitzen eine frechheit.
    sie ist nur möglich, weil die kirchen sich in 80.000 "strohmänner"- einrichtungen, von denen das c.-kolleg eines ist, aufteilen. diese struktur ist genau zum zwecke des haftungsausschlusses - wie vorliegend - errichtet
    ...
    Um wenigstens etwas glaubhafter zu sein, sollten sich die Kritiker der RKK bitte einig werden, wie ihr Feind eigentlich aussieht.
    Der eine wirft den Würdenträgern der Kirche vor, weltfremde, senile Tattergreise zu sein, die von der Lebenswirklichkeit keine Ahnung haben, für die anderen sind dieselben "senilen" Männer hingegen mit allen Wassern gewaschene Trickser, die überall ihre Finger im Spiel haben, unsere Gesellschaft manipulieren und den Staat und die Bürger höchst erfolgreich über den Tisch ziehen, vor allen finanziell.
    Ja, watt denn nu?








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